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LEP-Waffe?


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Hallo,

mir hat ein Bekannter einen 4,5mm Revolver (für Diablos) übergeben mit der Aussage er darf die eh nicht mehr schiessen.

Ich hab mir das Teil mal angesehen, das Teil hat eine Trommel und davor nochmal eine dünnere, drehbare Trommel für die Diablos. Als Treibmittel

funktionieren CO² Kartuschen wie man sie von den Sahnespendern kennt.

Meines Erachtens ist das eine ganz normale CO² Waffe mit weniger als 7,5 Joule und somit Erwerbsscheinfrei, oder stellt das eine dieser sagenumwobenen LEP-Waffen dar? Was genau sind diese LEP-Waffen?

Gruß

Carsten

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Wie Radio Erivan so schön sagt: "im Prinzip ja, aber..."

Da ich zu faul bin, das selbst zu formulieren, zitiere ich Wiki (dar Text ist IMHO ok):

Luftdruckenergiepatrone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine Luftdruckenergiepatrone (auch: Luftenergiepatrone, LEP) bezeichnet eine Patrone, welche es erlaubt, mittels modifizierter scharfer Waffen Projektile für Luftdruckwaffen zu verschießen. Die Handhabung der Waffen ist im Prinzip mit einer herkömmlichen scharfen Waffe vergleichbar. Lediglich die Luftdruckpatronen müssen immer wieder mit einer Handluftpumpe oder einer sonstigen Druckluftquelle aufgefüllt werden.

Die notwendigen Waffen gibt es speziell als LEP-Waffen oder auch als modifizierte scharfe Waffen zu kaufen. Beide Varianten waren früher ab 18 Jahren frei zu erwerben und wurden mit einem eingravierten „F“ in einem Fünfeck gekennzeichnet. Nach dem am 22. Februar 2008 vom Deutschen Bundestag beschlossenen Waffenrechtsänderungsgesetz sind LEP-Waffen, die aus ehemals scharfen Waffen umgebaut wurden, seit dem 1. April 2008 nicht mehr frei zu erwerben, sondern wie eine scharfe Waffe nur noch auf Waffenbesitzkarte; diese Rechtsänderung gilt auch für den Altbesitz, für den gegebenenfalls innerhalb von sechs Monaten eine Waffenbesitzkarte zu beantragen war.

Die Anmeldefrist ist seit dem 1. Oktober 2008 abgelaufen. LEP-Waffen, die ehemals scharfe Waffen waren und nicht bis spätestens zum 1. Oktober 2008 angemeldet worden sind, sind jetzt illegal und werden ggfs. eingezogen (hinzu kommt ggfs. ein strafrechtliches Verfahren gegen den Besitzer).

Es kann davon ausgegangen werden, dass viele LEP-Waffen, die aus ehemals scharfen Waffen umgebaut wurden, nicht rechtzeitig angemeldet worden sind. Somit hat sich der Bestand an illegalen Waffen in Deutschland stark vergrößert. Das ist insbesondere deshalb bedenklich, weil viele Besitzer von der Gesetzesänderung nicht bzw. nicht rechtzeitig erfahren haben und nun unwissend zum Straftäter geworden sind.

In vielen Bundesländern wurden Waffenbesitzkarten für den rechtzeitig angemeldeten Altbesitz relativ unbürokratisch ausgestellt. In Nordrhein-Westfalen bestanden die Behörden bei einem Antrag auf Erteilung einer Waffenbesitzkarte für LEP-Altbesitz nicht auf einem Sachkundenachweis und erkannten ein rein wirtschaftliches Bedürfnis an, somit war die Erteilung der WBK dort verhältnismäßig einfach. In anderen Bundesländern (zum Beispiel in Bayern) wurde dagegen ein Sachkundenachweis verlangt.

Die Eintragung erfolgte zumeist in so genannte "grüne WBKs", es ist aber in mindestens einem Fall auch eine "rote WBK" (für eine LEP-Waffensammlung) ausgestellt worden.

Die speziell als LEP-Waffen hergestellten Waffen bleiben weiter frei erhältlich ab 18 Jahren.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Luftdruckenergiepatrone

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So, wie Du die Waffe beschrieben hast, ist es ein ganz normaler CO2-Revolver. Die LEP-Teile werden mit LEP-Kartuschen (sehen in etwa so wie zu schmale .38Special-Messinghülsen aus) wie ein scharfer Revolver gefüttert und haben keine extra CO2-Kartusche für den Antrieb. Wichtig ist, dass das Teil das F-Symbol im Fünfeck hat, damit es in Deutschland frei ab vollendeten 18 Lebensjahr ist.

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Die Unterscheidung in auf LEP umgebaute ehemalig scharfe Waffen und solche, die schon als LEP das Licht der Welt erblickten, resultiert aus der Angst des Gesetzgebers, daß man die kastrierten Waffen wieder in scharfe rückbauen können würden könnte - und die schon so gebauten eben nicht. Alles Schmarrn, aber leider politische Realität, mit der man leben muß.

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Die Unterscheidung in auf LEP umgebaute ehemalig scharfe Waffen und solche, die schon als LEP das Licht der Welt erblickten, resultiert aus der Angst des Gesetzgebers, daß man die kastrierten Waffen wieder in scharfe rückbauen können würden könnte - und die schon so gebauten eben nicht. Alles Schmarrn, aber leider politische Realität, mit der man leben muß.

Da muss ich Dir wiedersprechend. Der Gesetzgeber fabriziert zwar massenweise Dünnpfiff und speziell die Waffengesetzgebung kann neben der Steuergesetzgebung hier ein gutes Beispiel abgeben. Doch ist in diesem Fall der Hintergrund recht real gewesen. Nicht nur, dass einiges an rückgebauten LEP-Umbauten in kürzester Zeit in den Asservatenkammern landete. Auch wenn ich mir die paar Teile, die ich als Altbesitz mittlerweile auf einer grünen WBK habe, so ansehe, muss ich mir wirklich die Frage stellen, wie so etwas frei ab 18 Jahren sein konnte - und das in einem Land, in dem der Bürger ansonsten waffen- und werkzeugbezogen als ziemlich unmündig angesehen wird. Jeder 14-jährige baut Dir die Teile mit Papas Handwerkzeug zurück.

Das gilt wohlgemerkt nicht für alle Umbauten und es gab eine Menge Leute, die ordentliche Umbauten abgeliefert haben. Aber leider gab es in diesem Fall viele schwarze Schafe......

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.... muss ich mir wirklich die Frage stellen, wie so etwas frei ab 18 Jahren sein konnte ......

hallo

mein gott .... die leute duerfen sich ab 18 (und sogar davor) auch frei fortpflanzen

wenn ich mir die typen so ansehe die da teilweise auf der strasse rund um mich unterwegs sind frage ich mich ob das nicht gefaehrlicher ist als irgend ein metallteil ...

aber ok, die diskussion hatten wir schon mehrere dutzend mal ....

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Hallo,

ich habe das Teil mal genauer unter die Lupe genommen und tatsächlich noch ein "F" im Fünfeck ausgemacht...von daher...ist das Ding erwerbsscheinfrei denke ich mal und alles ist gut.

Aber trotzdem danke für die interessanten Informationen.

Gruß

Carsten

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Die Anmeldefrist ist seit dem 1. Oktober 2008 abgelaufen. LEP-Waffen, die ehemals scharfe Waffen waren und nicht bis spätestens zum 1. Oktober 2008 angemeldet worden sind, sind jetzt illegal und werden ggfs. eingezogen (hinzu kommt ggfs. ein strafrechtliches Verfahren gegen den Besitzer).

Es kann davon ausgegangen werden, dass viele LEP-Waffen, die aus ehemals scharfen Waffen umgebaut wurden, nicht rechtzeitig angemeldet worden sind. Somit hat sich der Bestand an illegalen Waffen in Deutschland stark vergrößert. Das ist insbesondere deshalb bedenklich, weil viele Besitzer von der Gesetzesänderung nicht bzw. nicht rechtzeitig erfahren haben und nun unwissend zum Straftäter geworden sind.

Das betrifft die ehemaligen originalen scharfen Waffen die auf LEP umgebaut wurden, direkt und nur als LEP gebaute

Waffen wie etwa der "Bull Barell" von ME (Weihrauch) und ähnliche Waffen sind nicht betroffen.

Das neue "Gesetz" ist ein Paradebeispiel für einen Pseudo "Rechtsstaat" ohne Grund werden vormals legale Besitzer

von legalen Waffen kriminalisiert, man ist darauf aus sie zu zwingen nachträglich Genehmigungen einzuhohlen, all

diese kosten natürlich und sollen Geld ins klamme Staatssäckel füllen,daß ist nicht nur makaber sondern trieft nur

so von Ungerechtigkeiten, zeitgleich wurde eine zweite klappe zugeschlagen wie schon geschrieben künstlich wurde

die Statistik von illegalen Waffen hochgepuscht, und ehemals legale Besitzer als Kalkül gleich mitkriminalisiert.

Unter einem "Rechtsstaat" stelle ich mir was anderes vor, wenn sowas auch bei anderen Dingen des Lebens Schule

macht dann gute Nacht,Ermächtigungsgesetze hatten wir ja schon mal, zudem ein echter Sicherheitsgewinn da die

Originale nun EWB sind hat es auch nicht gegeben! Das ganze ist primitiver politisch/juristischer Aktionismus für

eine "Demokratie" nur ober :peinlich:

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Jeder 14-jährige baut Dir die Teile mit Papas Handwerkzeug zurück.

Das gilt wohlgemerkt nicht für alle Umbauten und es gab eine Menge Leute, die ordentliche Umbauten abgeliefert haben. Aber leider gab es in diesem Fall viele schwarze Schafe......

Ach nee na klar jeder 14jährige.... :gaga:

Woher hast du denn die Weisheiten?

Jemand der sich mit Waffen ein wenig näher auskennt, weis das es absolut nicht einfach ist Waffen zurückzubauen.

Es müsste ja schon mal ein neuer Lauf her, zudem bei den Revolvern eine neue Trommel da die originale beim

Umbau zur LEP geschwächt wurde da die Trommelbohrungen erweitert wurden,der Lauf wurde aufgebohrt und

ein 4,5/5,5er Lauf für Diabolos -eingeklebt- selbst wenn es dir gelingen würde das Ding so umzufriemeln das du

scharfe 38/357er Patronen wieder laden könntest das Ding würde dir um die Ohren fliegen!

Deine Infos sind eine Mär von Polizeimärchen, sicher hat die Polizei schon Waffen beschlagnahmt auch insbesondere

Gaswaffen an denen sich einige versucht haben,die meisten Dinger davon waren aber nie richtig schussfähig, ein

aufgebohrter Gaser ist ohne gezogenen Lauf gar nichts, daß einfügen aber auch justieren etc. ist viel schwieriger

als du dir das vorstellst.

Und ohne Spezialwerkzeug geht gar nichts, da wirds auf jeden Fall billiger sich gleich nen scharfen Revolver vom

Schwarzmarkt zu besorgen, glaubt mal nicht jeden Mist der in der Presse steht auch nicht jeder Statistik.

Einfacher wäre es da schon komplett einfache "Schiessgeräte" herzustellen, denken wir da mal an die berühmte

Kartoffelkanone vom Prinzip her, anderes Material,Treibsatz,Geschosse und es wird was draus... oder den Schiesskuli

oder ähnliche Einzellader, daß ist was anderes, nur dagegen helfen keine Gesetze a,weils eh verboten ist, b, weil

sich die Teile und Zutaten legal leichter beschaffen lassen,als Teile Werkzeuge die für scharfe Waffen benötigt werden.

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@John Kahn: Das ist keine Mär. Deine Aussage mag auf die Revolverumbauten zutreffen. Ich habe hier aber auch einige Taschenpistolen- und Leuchtpistolenumbauten und die sind definitiv nicht so umfangreich geändert worden.

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@John Kahn: Das ist keine Mär. Deine Aussage mag auf die Revolverumbauten zutreffen. Ich habe hier aber auch einige Taschenpistolen- und Leuchtpistolenumbauten und die sind definitiv nicht so umfangreich geändert worden.

Na wie ich schon schrieb Einzellader, die Leuchtpistole ist ein Einzellader !

Einen Einzellader herzustellen dazu brauchts aber auch nicht unbedingt einer LEP als "Grundwaffe".

Würde schon ziemlich doof aussehen dann soetwas für einen Banküberfall zu verwenden, und dann nur

ein Schuss beim nachladen würde es sicher ein leichtes sein den Täter zu überwältigen....

Was natürlich auch eine Option ist, und die ist eher denkbar egal ob bei originalen oder Waffen die direkt

als LEP gebaut wurden der Einsatz sogenannter "Fangschussgeber" oder Reduzierhülsen,umgebaute Mesing-

pufferpatronen sowas gabs für Diabolos sogar mal fertig zu kaufen funktioniert ähnlich der Speer-Übungsmunition.

Hinten kommt ein Zündhütchen oder 6mm/22mm Flobertknallpatr.rein vorn ein Diabolo, die Energie entspräche

etwa der eines 175m/s Luftgewehrs, trotzdem ein richtiger Verbrecher denke ich mal greift auch da lieber zur

richtigen Waffe.

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Als Besitzer von etlichen eingetragenen LEPs (und Mitautor des Wiki-Eintrags) kann ich hier sicher etwas beisteuern. Und da die Gesetzeslücke fest verschlossen ist, kann ich auch etwas konkreter werden (was damals natürlich nicht möglich gewesen wäre).

Die LEPs waren wirklich leicht scharf zu machen. Zwar nicht unbedingt in das Ursprungskaliber, aber zum Beispiel in 6,35. Bei egun wurden damals sogar ganz offen "Dummy Hülsen" aus Stahl angeboten, bereits in .22 oder 6,35 durchbohrt. Mit einem passenden Bohrer bzw. einer Patronenlagerahle waren diese Dummys ganz leicht für 6,35er Patronen aufzubereiten. Dann die "Dummy-Hülsen" mit 2-Komponenten-Kleber in die Trommel geklebt, und fertig war der scharfe Revolver. Der Lauf war ja schon genau passend bei den 6,35er LEPs.

Solche Umbauten waren es, die damals häufig sichergestellt wurden.

Also mit normalen Haushaltswerkzeugen scharf zu machen! Bohrmaschine und Stabilit Express, fertig. Das ging so natürlich nicht. Auch ich muss zugeben, dass ich von Anfang an wusste: Diese Lücke würde der Gesetzgeber bald schliessen. Allerdings habe ich gehofft, dass nur das neu in den Verkehr bringen verboten werden würde - dann wäre meine Sammlung wertmäßig steil nach oben gegangen.

Aber so ist es eben nicht gekommen! Jetzt ist die Sammlung nahezu wertlos. Pechsache.

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Allerdings habe ich gehofft, dass nur das neu in den Verkehr bringen verboten werden würde - dann wäre meine Sammlung wertmäßig steil nach oben gegangen.

. . . Jetzt ist die Sammlung nahezu wertlos. Pechsache.

Ich habe auch eine nummerngleiche 08 (auf LEP umgebaut) erworben.

Ich bekomme das Ding nicht mehr los, zumindest nicht annähernd zu dem Preis, den ich investiert habe.

So erweitert sie meine 08- Sammlung, zwar als Eunuch, aber besser als zu verschenken.

Gruß

Mattes

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Die LEPs waren wirklich leicht scharf zu machen. Zwar nicht unbedingt in das Ursprungskaliber, aber zum Beispiel in 6,35. Bei egun wurden damals sogar ganz offen "Dummy Hülsen" aus Stahl angeboten, bereits in .22 oder 6,35 durchbohrt. Mit einem passenden Bohrer bzw. einer Patronenlagerahle waren diese Dummys ganz leicht für 6,35er Patronen aufzubereiten. Dann die "Dummy-Hülsen" mit 2-Komponenten-Kleber in die Trommel geklebt, und fertig war der scharfe Revolver. Der Lauf war ja schon genau passend bei den 6,35er LEPs.

Das mit den "Dummy-Hülsen" wie du sie nennst hatte ich ja geschrieben, nur das ist auch keine Rectfertigung für

eine EWB-Pflicht solche oder ähnliche Hülsen gibt es nach wie vor zu kaufen oder man kann sie drehen und selbst

fertigen die als direkt als LEP-Waffe hergestellten Revolver gibt es ja noch neu zu kaufen....

Der Bull Barell zB. kommt in einer sehr guten Fertigungsqualität so eine "Dummy-Patrone" vorn Diabolo hinten

Flobert dürfte er sicherlich noch "verdauen".

Was wäre dann der weitere Weg auch EWB-pflichtig machen????

Wo soll das aufhören?

Es gibt auch mehrschüssige CO2,Druckluftwaffen mit denen man einen menschen auf kurze Entfernung verletzten kann,

wollen wir nun -wie unsere Politiker- alles verbieten?

Bitteschön, dann mit dem Resultat wenn es keine "Pseudo-Waffen" mehr gibt kaufen die Leute ebend gleich ne

scharfe, und wenn die Erwerbsbedingungen für legale Waffen erschwert werden dann erst recht.

England sollte eine Warnung sein (wobei stärkere Druckluftwaffen sind dort mabererweise sogar im Gegensatz zu D frei erhältlich...). :huh:

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