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IGNORED

Erhebung im Main-Tauber-Kreis


Guest

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http://www.fnweb.de/regionales/ta/tauberbi...0004509144.html

Steht auch unter Aktuelles

Es ist sicher nicht klar, ob die Einschätzung hinsichtlich der Waffenschränke zutrifft, oder mehr in der Vorstellung der behörde und des Journalisten kreist, aber die abgegebenen Waffen sprechen ja zumindest insofern eine deutliche Sprache, als die Besitzer entweder

a) das Bedürfnis wohl gar nicht mehr haben, und / oder

B) den Aufwand scheuen, der mit einer ordnungsgemässen Unterbringung verbunden ist (wenn mans denn behalten will)

Was mich etwas wundert, ist dass (so viele ?) Leute die Waffen einfach abgeben und nicht verkaufen. Aber diese tauchen hier ja wohl auch nicht auf.

Gruß,

Coltfan

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Bei den Leuten, die ihre Waffen abgeben handelt es sich wahrscheinlich um Witwen, die die Waffe vor 2003 geerbt haben und sich damals aus Unkenntnis über die Gesetzesänderung (Sachkunde wurde ja nicht vorausgesetzt) keinen neuen Waffenschrank gekauft haben. Da diese Personen mit der Waffe nichts anfangen können und die allenfalls als Erinnerung an ihren Ehemann besitzen, wollen die sich deswegen natürlich keinen neuen Waffenschrank kaufen und geben die Waffe lieber ab.

Dann wird es sicher auch noch einige Altbesitzer geben, die aus Altersgründen schon seit Jahren nicht mehr den Schießssport oder die Jagd ausüben und sich nicht mehr über das Waffengesetz informiert haben (und vielleicht inzwischen sogar pflegebedürftig sind und sich um ihre Angelegenheiten nicht mehr richtig kümmern können).

Alles Leute, von denen keine Gefahr ausgeht. Aber für die Medien ein gefundenes Fressen!

EDIT: Tippfehler korrigiert

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Alles Leute, von denen keine Gefahr ausgeht. Aber für die Medien ein gefundenes Fressen!

Das hört man immer wieder. Das ist aber doch falsch! Ich bin Waffenbesitzer und möchte auch nicht immer in irgendeine Nische geschubst werden, sich aber vernünftig mit dem Thema zu befassen und dies auch zu kommunizieren halte ich für sehr wichtig.

Ich glaube das die beschriebenen Wirten (Witwen?) und Altersschwachen ohne Waffenschrank nämlich eben ein grosses Risiko darstellen, wie leicht kann ihnen denn von einem verbrechenswilligen die Waffe abgeluchst werden?

Wie kann man, während man ja so ernst genommen werden möchte, solche Dinger raushauen?

Denkt mal drüber nach (ist hier leider Mangelware geworden)

T.

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Ich glaube das die beschriebenen Wirten (Witwen?) und Altersschwachen ohne Waffenschrank nämlich eben ein grosses Risiko darstellen, wie leicht kann ihnen denn von einem Verbrechenswilligen die Waffe abgeluchst werden?

Wie kann man, während man ja so ernst genommen werden möchte, solche Dinger raushauen?

Klar. Al Qaida, Russenmafia und Nazikameradschaften stehen bekanntlich dort überall schon Schlange, da müssen die Witwen und Greise Nummern ausgeben, um den Andrang auch nur zu ordnen.

Carcano

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Ich glaube das die beschriebenen Wirten (Witwen?) und Altersschwachen ohne Waffenschrank nämlich eben ein grosses Risiko darstellen, wie leicht kann ihnen denn von einem verbrechenswilligen die Waffe abgeluchst werden?

Wie kann man, während man ja so ernst genommen werden möchte, solche Dinger raushauen?

Ich finde die Tresorpflicht ja okay, aber man sollte auch sehen, dass es sie erst seit Erfurt gibt, und sie hat eigentlich nichts verändert.

Jemand, der seine Waffe vor 2003 nach eigenem Ermessen "sicher" und verantwortungsvoll(!) verwahrt hatte, der war kein größeres Risiko als jemand, der heute einen B-Würfel hat.

Okay, heute ist es Vorschrift, und man sollte sich daran halten.

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Jemand, der seine Waffe vor 2003 nach eigenem Ermessen "sicher" und verantwortungsvoll(!) verwahrt hatte, der war kein größeres Risiko als jemand, der heute einen B-Würfel hat.

Ja, aber tun das diese extrem Passiven die oben beschrieben werden?

Gab es vor 2003 das Phänomen Schulamok (so wie heute)?

Ich bin ja auf Eurer Seite, aber gewisse Dinge sollte man einfach auch mal "dem Gegner" eingestehen, ich finde das ist solch eine Stelle.

T.

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Die Formulierung "im Hinblick auf Zweck und Funktion prüfen" stößt mir auf.

Selbst wenn die jüngste Änderung des WaffG es vorsieht mehr auf evtl. entfallenes Bedürfnis zu achten.

Das Gesetz ist noch nicht in Kraft - Richtlinien dazu wohl noch kaum da.

Mein Beileid den Leuten die im Zuständigkeitsbereich dieses Amtes leben!

Naja, gab früher auch welche die froh waren endlich Rassegesetze zum Umsetzen zu kriegen und es kaum erwarten konnten sie umzusetzen. Die Zielgruppe und die Ideologie hat sich geändert, sonst wie sich zeigt eher wenig. Deutsch halt.

Was die "Abgegebenen" angeht. Sind sicher nur die, die sich früher mal bei der Quelle ein KK oder Flobert gekauft haben. Und später nie mehr um Waffenrecht gekümmert haben.

Obwohl sie Tresore längst hätten haben sollen - Terroristen und Gewalttäter hat man damit nicht entwaffnet. Nur ein paar Leuten gezeigt dass es ziemlich blöd war brav zu sein indem man das Quelle-Gewehr gemeldet hat sobald es nötig wurde. Auch eine Art Vertrauen in Politik und Verwaltung zu bilden.

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Ich bin ja auf Eurer Seite, aber gewisse Dinge sollte man einfach auch mal "dem Gegner" eingestehen, ich finde das ist solch eine Stelle.

T.

Was denn?

Ich sage ja, dass ich Aufbewahrungsvorschriften vernünftig finde (solange sie praktikabel, bezahlbar und zumutbar sind, so wie die momentan geltenden).

Aber ich bin kein Freund davon, irgendwelche Umstände als drastische Gefahr für die Allgemeinheit hochzustilisieren.

Abhanden gekommene Waffen waren und sind meist Folge von Nachlässigkeiten, nicht von einem Mangel an Panzerstahl und Schlössern.

Meine Oma hatte ihre Pistole in einer stählernen Geldkassette in Buchform. Da kamen wir als Knirpse nicht ran, und ein eventueller Einbrecher hätte das Ding im Regal erstmal finden müssen.

Klassifiziert war das Ding bestimmt nicht.

Ein Bekannter von mir hatte bis vor kurzem seine geerbte Pistole im Nachtschrank. Ein älterer alleinstehender Herr, der nie Besuch von Kindern hat und in sein Schlafzimmer keine Fremden reinlässt.

Ganz klar gesetzwidrig, aber realistisch betrachtet kein Grund zur Panik.

Die Behörde hat ihn vor ein paar Wochen bezüglich der Aufbewahrung angeschrieben, da hat er die Waffe zum nächsten Händler gebracht und versetzt. Auch gut.

Der Vater von Tim K. besaß einen Tresor, lagerte die Waffe aber wohl hinter den Pullovern im Schrank, obwohl er einen Tresor besaß. Das wäre vor 2003 übrigens auch schon gesetzwidrig gewesen. Wenn jemand verantwortungslos ist, dann sind Gesetze und Vorschriften nur noch Worte auf Papier.

Die verantwortungsvollen Waffenbesitzer hatten auch schon vor 2003 ein Interesse daran, dass niemand an ihre Waffen kommt.

Also... sichere Aufbewahrung ist wichtig, aber man sollte mal schön die Kirche im Dorf lassen.

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Ich denke, eine "Risikobaustelle" ist einfach der Tod oder der Eintritt von Pflege- oder Betreuungsbedürftigkeit beim LWB.

Ich habe auch schon von einem Fall gehört, wo es in einem Haushalt eine Waffe gegeben hatte, nachdem der Mann verstorben war, fand die sich aber auf einmal nicht mehr. Ob sich dieses Problem aber mit dickeren Panzerschränken in den Griff kriegen lässt, wage ich auch zu bezweifeln. Sollte eben jeder sehen, dass er die Dinger rechtzeitig so sichert, dass nur die Erben darauf Zugriff haben (hups, was hab ich jetzt gesagt ?)

Irgendwelche Ideen, wie das auch legal geht ?

Gruß,

Coltfan

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Ich bin ja auf Eurer Seite, aber gewisse Dinge sollte man einfach auch mal "dem Gegner" eingestehen, ich finde das ist solch eine Stelle.

Die Tresorpflicht existiert und braucht nicht diskutiert werden !

Die Gefahr sehe ich auch nicht darin, daß "Oma" die Waffe und Munition von Opa im Schuhkarton unter`m Bett aufbewahrt.

Die Gefahr liegt darin, daß in 99,9 % solcher Fälle "Enkelsöhnchen" genau das weiß !

Also sollen Leute, die nicht ordnungsgemäß aufbewahren (wollen) die Eisen abgeben oder verkaufen oder verschenken (an Berechtigte natürlich !)

und diejenigen, die mit Sorgfalt und Kostenaufwand die Tresorpflicht erfüllen, soll man dann aber verdammt noch mal endlich in Ruhe lassen :angry2:

Ein Restrisiko von "einmal täglich Anzahl der Toten von Winnenden" gilt bei uns im Straßenverkehr als kaum noch zur Kenntnis genommene Größe,

und ein Restrisiko ist auch im Waffenbereich durch kein Gesetz der Welt auszuschließen.

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Ich glaube das die beschriebenen Wirten (Witwen?) und Altersschwachen ohne Waffenschrank nämlich eben ein grosses Risiko darstellen, wie leicht kann ihnen denn von einem verbrechenswilligen die Waffe abgeluchst werden?

Wie kann man, während man ja so ernst genommen werden möchte, solche Dinger raushauen?

Man sollte sich an Fakten halten und nicht an Glauben. Wieviel Vergrechen gibt denn mit diesen Erbenwaffen. Keine !

Also keine Gefahr!

Es war Jahrzente normal das die Flinte am Kleiderhaken hängt. Damals gabs Verbrecher, heute gibts die immer noch.

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Tut hier ja auch keiner.

Brauchst Dich auch nicht angesprochen fühlen :P

Das war eine "Feststellung zur Einleitung der nachfolgenden Ausführung".

Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens fängt auch mit den Worten an : Marley war tot -

obwohl daran seit Jahren kein Zweifel bestand.

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Gab es vor 2003 das Phänomen Schulamok (so wie heute)?

Sorry aber diese Passage geht mir tierisch auf den Keks! Soll hier implizit ein Vergleich angestellt werden, wie unsicher es vor 2003 war, oder wie ist das zu verstehen? Damals konnte man die Waffen noch an der Wand hängen lassen (mit Schloß) und es gab keine Probleme. Es gibt m.M keinen Zusammenhang zwischen WaffG und Amoktaten, sonst müßte gerade früher Mord und Totschlag geherrscht haben. Außerdem was ist mit den illegalen Waffen, deren Besitzer interessiert die Tresorpflicht einen Sche... und das ist wohl die bei weitem größere Gefahr als jene die von LWB ausgehen -oder??? Das Waffen richtig gesichert werden müssen ist ganz klar, aber die jetzige Regelung reicht ja wohl bei weitem aus, alles andere ist nur finanzelle Abzocke ohne irgendwelche Zusatzgewinne. Abgesehen davon viele schlimme Verbrechen wurden denn mit Erbwaffen schon verübt, als das unbedingt eine Blockierung notwendig wurde - ich wüßte von kleinen. Das ist mM der Grund warum beispielsweise Erben die Waffen massenweise abgegeben. Sie haben keinen Bock Ihr Eigentum noch durch irgendwelche kostspieligen Zusatzdinger zusichern, dann lieber weg damit! Nur das schreiben diese Medien ja nicht, denn damit läßt sich keine Schlagzeile generieren.

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Das einzige was mich jetzt daran stört ist, dass mit dem Artikel der Eindruck erweckt wird, als hätten mehr als die Hälfte der LWB "Dreck am Stecken" und würden ihre Waffen nicht korrekt aufbewahren. Falls da doch noch welche

sind, in dem Fall hätte ich kein Mitleid.

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Oft sind die alten Waffen von Oma und Opa nur bedingt zu einem Amoklauf geeignet und Kriminelle haben an den ollen Dingern eh kein Interesse.

Nein, Kriminelle nicht,

aber vielleicht ein durchknallender Enkel der mit dem Leben nicht mehr fertig wird ?

Dank intensiver Medienbemühungen hatte ja heute jeder Jugendliche mit oder ohne Problemen,

schon reichlich Gelegenheit, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen B) .

Was die "bedingte Eignung" anbelangt, sind die Opfer von Wendlingen (KK Sportwaffe ? ) weniger "tot" als die Opfer von Winnenden ?

Wir brauchen eine Akzeptanz des Denkens, daß jede Schußwaffe zum Mißbrauch geeignet ist und das auch ein Totalverbot legaler Schußwaffen

nicht den geringsten Sicherheitsgewinn in Bezug auf Schußwaffenmißbrauch bringt.

Alles andere ist "AB und Politiker WischiWaschi" :icon13:

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... sodass unterm Strich noch die Antwort von zirka 45 Prozent der Waffenbesitzer aussteht. "Diese werden wir zu gegebener Zeit an ihre Verpflichtung erinnern", erklärt Kettemann.

Das sind nicht nur Alt-Besitzer. Mein Vater gehörte auch zu denen, die fleißig und regelmäßig ihr KK-Match-EL-Gewehr stemmten und auch erstaunlich gute Ergebnisse schossen. Der wollte mir das mit der Pflicht zum A-Schrank auch jahrelang nicht glauben, ...

..., bis dann ein Schreiben vom Ordnungsamt kam.

Dieses hat er dann liegen lassen, bis ich einmal wieder zu Besuch kam (is' nicht so oft), und mich gefragt, was er denn nun tun solle. :unsure:

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Es war Jahrzente normal das die Flinte am Kleiderhaken hängt. Damals gabs Verbrecher, heute gibts die immer noch.

Damals gabs auch Jünglinge die sich sehr wohl für Papa´s Flinte am Garderobenhaken interessiert haben - genauso wie sie es heute auch noch mit Papa´s Auto tun.

Gesunder Menschenverstand hat aber damals gereicht.

Ich hab die Flinte nicht von der Garderobe genommen und zur Schule mit eingepackt. Irgendwas war damals anders. Die Waffen waren´s nicht, das sind die gleichen geblieben. <_<

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Ist aber nur eine Übergangsphase. Dann gibts nur noch illegalen Besitz. Und für den geht der Schlafzimmerschrank wieder.

Genau das darf aber nicht Wirklichkeit werden. Da sind wir alle gefragt zu tun, damit das nicht real wird!

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also die meisten die die waffen abgegeben haben waren leute, die die waffen wohl ewig nicht mehr in der hand hatten und die eh nicht mehr gebraucht haben.

zusätzlich nur schrott (billige KK prügel, uralte 2"revolver etc.)

mein vater war zu dem zeitpunkt bei der behörde ne waffe eintragen, der hat erzählt dass da einer nen revolver abgeben wollte und beim öffnen der trommel diese erstmal hat fallen lassen.

also ist es wohl besser so dass manche die dinger abgegeben haben.

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