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Berstprüfstand


Fyodor

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Hallo, Forum!

Wir haben einen Auftrag angenommen, um einen Berstprüfstand zu bauen. Darin werden irgendwelche Teile (wir kennen nur die Schnittstelle) bis zum Bersten belastet (ca. 300bar Luftdruck in einem Volumen von etwas mehr als 1l ). Es werden also irgendwelche Teile mit irgendeiner Geschwindigkeit in irgendeine Richtung fliegen. Unsere Umhausung muß diese Teile zuverlässig halten. Die Energie, die in den Geschossen steckt, soll 1225J (wie auch immer die das so genau sagen können) betragen.

Zusammenfassung:

Eo = 1225 Joule

m0 = unbekannt

v0 = unbekannt

V0 = 1 dm³

p0 = 300 bar

Meine Frage ist nun:

Mit was kann man diese Werte vergleichen? Welches Material in welcher Stärke muß man einsetzen um vor dem Prüfstand für Sicherheit zu sorgen?

Der Kunde will uns aus Geheimhaltungsgründen leider nicht mehr sagen. Noch nicht einmal Geschwindigkeit und Gewicht der Teile dürfen wir erfahren. Das macht das ganze etwas schwierig. Aber vielleicht kennt sich ein hier anwesender Schießstandsachverständiger damit aus? Oder wenigstens die Nummer einer Norm, in der soetwas nachgelesen werden kann?

Danke schonmal im Voraus!

P.S.: Mein Chef wollte ein 3mm VA-Blech einsetzen, auf Holzbalken geschraubt. Davon habe ich ihn abgebracht, aber jetzt muß ich mir was besseres ausdenken.

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Hallo, Forum!

Wir haben einen Auftrag angenommen, um einen Berstprüfstand zu bauen. Darin werden irgendwelche Teile (wir kennen nur die Schnittstelle) bis zum Bersten belastet (ca. 300bar Luftdruck in einem Volumen von etwas mehr als 1l ). Es werden also irgendwelche Teile mit irgendeiner Geschwindigkeit in irgendeine Richtung fliegen. Unsere Umhausung muß diese Teile zuverlässig halten. Die Energie, die in den Geschossen steckt, soll 1225J (wie auch immer die das so genau sagen können) betragen.

Zusammenfassung:

Eo = 1225 Joule

m0 = unbekannt

v0 = unbekannt

V0 = 1 dm³

p0 = 300 bar

Meine Frage ist nun:

Mit was kann man diese Werte vergleichen? Welches Material in welcher Stärke muß man einsetzen um vor dem Prüfstand für Sicherheit zu sorgen?

Der Kunde will uns aus Geheimhaltungsgründen leider nicht mehr sagen. Noch nicht einmal Geschwindigkeit und Gewicht der Teile dürfen wir erfahren. Das macht das ganze etwas schwierig. Aber vielleicht kennt sich ein hier anwesender Schießstandsachverständiger damit aus? Oder wenigstens die Nummer einer Norm, in der soetwas nachgelesen werden kann?

Danke schonmal im Voraus!

P.S.: Mein Chef wollte ein 3mm VA-Blech einsetzen, auf Holzbalken geschraubt. Davon habe ich ihn abgebracht, aber jetzt muß ich mir was besseres ausdenken.

Das ist meiner Meinung nach viel zu schwach ausgelegt. Mann muß davon ausgehen, das der Kunde Geschossförmige Projektile beschleunigen will, die 1225 Joule erreichen.

Christian

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das könnte man evtl. mit der Aufstellung eines Autoklaven vergleichen...Autoklavenbau ect. und die Vorschriften dazu

Eo = 1225 Joule?

hängt natürlich auch davon ab welche Größe das Teil mit dieser Energie hat...mit so wenig Input ist das sicherlich schwer bis unmöglich sowas umzusetzen...und in irgendeine Richtung setzt ja fast einen Bunker voraus

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Das ist meiner Meinung nach viel zu schwach ausgelegt. Mann muß davon ausgehen, das der Kunde Geschossförmige Projektile beschleunigen will, die 1225 Joule erreichen.

Christian

Genau deshalb habe ich ihm das ja auch ausgeredet.

Wobei die Beschußklasse FB4 eine Wandstärke von genau 3mm vorschreibt. Allerdings haben wir über die Befestigung noch nichts herausgefunden.

Ich würde die Frage an die DEVA stellen.

Sehr gute Idee, danke!

das könnte man evtl. mit der Aufstellung eines Autoklaven vergleichen...Autoklavenbau ect. und die Vorschriften dazu

Eo = 1225 Joule?

hängt natürlich auch davon ab welche Größe das Teil mit dieser Energie hat...mit so wenig Input ist das sicherlich schwer bis unmöglich sowas umzusetzen...und in irgendeine Richtung setzt ja fast einen Bunker voraus

Was ist ein Autoklav?

Mehr Input bekommen wir aus "Geheimhaltungsgründen" nicht. Aber wenn die Wand nicht hält, sind trotzdem wir schuld.

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Was ist ein Autoklav?

ein Druckbehälter, der z.b. dauerhaft mit diesem Druck belastet wird...in deinem Fall ist es ein 1000ml Behälter, der einen Arbeistdruck von 300bar hat und evtl. berstet

das heisst wenn er nicht dafür berechnet ist den Druck zu halten muss er in z.b. einem Bunker betrieben werden...

das sind dann z.b. Autoklavenhäuser mit z.b. 60cm Beton je nach Druck Erdanschüttung und leichtem Dach

eine Metallkostruktion die so ein Bersten aufhält? es entsteht ja auch ensprechend hohes Gasvolumen beim "platzen"

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Man darf sich nicht vorstellen, das bei einem Berstprüfstand Teile rumfliegen (das wäre eine Explosion) sondern die getestete Hülle z.B. bekommt einen Riss der Druck entweicht und fertig. d.h. wenn die Umhüllung den Prüfdruck konzentriert aushält (z.B. bei Belastung mit Öl den entstehenden Ölstrahl), ist es ok. Ausserdem kann man in die Kammer Stäbe einbauen die fliegende Teile, wenn es denn welche gibt, bremsen.

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Ich habe gerade noch gelesen, du gehst auch nicht von FB4 also M3 alt aus. Meines bescheidenen Dafürhaltens ist von mindestens FB6 also M5 alt auszugehen.

Man darf sich nicht vorstellen, das bei einem Berstprüfstand Teile rumfliegen (das wäre eine Explosion) sondern die getestete Hülle z.B. bekommt einen Riss der Druck entweicht und fertig. d.h. wenn die Umhüllung den Prüfdruck konzentriert aushält ist es ok.

Aber man sollte aus Sicherheitsgründen davon ausgehen, daß möglicherweise doch zu Splitterabgang kommen kann.

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Aber man sollte aus Sicherheitsgründen davon ausgehen, daß möglicherweise doch zu Splitterabgang kommen kann.

Das kommt stark auf das zu prüfende Material an. Ich würde mir vom Kunden sagen lassen, ob ich mit Splittern rechnen muss. Der Preisunterschied ist erheblich, wenn ich einen Splitterschutz einbauen muss.

Ich nehme an Fyodor will auch etwas daran verdienen.

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Wobei die Beschußklasse FB4 eine Wandstärke von genau 3mm vorschreibt.

Ob damit allerdings Materialien ala 1.4301 und Konsorten gemeint sind...

Und wenn Euer Kunde Euch nicht verraten will,was genau er vorhat,dann gehe ich halt vom schlimmsten aus - und das ist nunmal nicht FB4 - oder lass es ganz bleiben. IHR seid für Eure Arbeit haftbar.

Just my two cents.

Gruß André

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konzentriert aushält (z.B. bei Belastung mit Öl den entstehenden Ölstrahl), ist es ok.

joo...

mit Flüssigkeit ist das auch harmlos...deswegen werden z.b. Kessel ja auch mit Wasser vom Tüv abgedrückt.

wenn du mal Life miterlebst wie sich ein Behälter mit z.b. nur 25 bar Gasdruck verabschiedet...suchste dir ein sicheres plätzchen min 1km entfernt *grins*

PS:wenn man für die Konstruktion haftbar ist sieht das evtl. schlecht aus

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Fehlt sonst noch was wichtiges?

vieleicht sollte man versuchen die Haftung abzuwälzen...wegen keine Ahnung vom Verwendungszweck der Anfertigung

nach dem Motto ich bau die alles aber du must wissen was du machst

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ich könnte mit den Angaben gar nichts anfangen, bin aber auch kein Techniker.

Das müsste doch alles viel spezifischer angegeben sein, um ein technisches Konzept daraus zu entwickeln. Wie wollt ihr denn da überhaupt eine Haftung übernehmen, für das, was ihr da bauen sollt ?

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An die Druckbelastung aufgrund der freiwerdenden Gase (Volumen 1l bei 300bar) auf den Prüfstand habt Ihr wohl berücksichtigt.

Bzw. eine angemessene Entlüftung vorgesehen.

Mittlerweile müssen ja zu sämtlichen Anlagen Dokumentationen mitgelifert werden.

Hier würde ich an Eurer Stelle die Berechnungsgrundlagen als Maximalbelastung festschreiben.

Wenn Euer Kunde Euch schon nicht sagt womit Ihr es zu tun habt, dann schreibt Ihm einfach vor, was er maximal in der Anlage testen darf!

Wenns bei uns um solche Themen geht, wird immer eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet, sonst gibts keine Daten!

Grüßla aus Franken

SID

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Druckprüfstände sind immer oben offen...

:shok:

Ich währe davon ausgegangen, dass der "Deckel" oben

zu ist und über verdeckte Druckentlastungen mit Splitterfang

der Druck abgebaut wird....

Man lernt nie aus

Stephan, der mit sowas nix zutun hat und mit Überdruck normal Geschosse beschleunigt......

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