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Wie ist der Weg zum Jagdschein?


mephisto0815

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Hallo Zusammen,

kann mir jemand sagen, wie der Weg zu Jagdschein abläuft?

Welche kosten entstehen einmalig, welche regelmäßig?

Wie lange dauert der Lehrgang und wo muss man ihn ablegen?

Region Südbaden...

Schon mal vielen Dank

mephisto0815 :teufel_17:

Wo du die Prüfung in Deutschland machst ist egal......................ob du ne Jagdschule oder die örtliche Jägervereinigung vorziehst, musst du entscheiden.

Jagdschule bis zum JJ ca. 2500€( inkl. Unterkunft und Verpflegung)................

"laufende " Kosten hast du nur bei der Jadghaftpflicht und dem JJ selber....

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Mein Vater hat seinen Jagdschein bei der Jaegerschaft gemacht und ich war bei einer Jagdschule in einem 3 Wochenkurs.

Kosten sind die selben 2.500 haut ungefaehr hin.

Wir haben mal alles zusammengerechnet - Jagdschule + Unterkunft kommt aufs selbe wie Kurs bei der Jaegerschaft, Munition, ein Jahr lang 2-3 mal die woche wo hinfahren.

Ist halt schon ein grosser hick hack wenn du ein Jahr lang zwei mal die Woche abends zu irgendwelchen Stunden gehen musst und dann geht oft noch das Wochende floeten.

Ausserdem hast du natuerlich in diesen Jagdschulen bessere Lehrer weil die einfach nichts anderes machen, das kannst du nicht mit den Jaegerschaften vergleichen.

(Ich will jetzt nicht die Jaegerschaften anschwaerzen aber die Leute die da unterrichten haben halt auch noch einen Beruf dem sie nachgehen und der muss natuerlich vorgehen)

Also unser Fazit war, dass die Kosten gleich sind aber du in ner ordentlichen Jagdschule mehr mitnehmen kannst - und auch jetzt nach 2 Jahren weiss ich ueberraschenderweise oft mehr als mein Vater.

Wenn du noch mehr oder genaueres wissen willst frag einfach nochmal nach oder schick mir ne PN je nachdem wies dir lieber ist.

Wo du den Jagschein in Deutschland ablegst ist egal.

Kosten fuer den Kurs natuerlich nur einmal, und dann als Jaeger alle drei Jahre ca. 80 - 100 Euro Jagdhaftpflicht, und hier in Bayern kostet der Drei-Jahresjagdschein 150 Euro (90 Verwaltungsgebuehr, und 60 Jagdabgabe (die fliesst hier ins Jagdmuseum in Muenchen))

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Es gibt drei Wege zum JS:

Private Jagdschule:

Schnell aber teuer. Da sind die genannten 2500 € das Minimum. Weitere Vorteile sind mehrere Termine im Jahr, ganztägige Kompaktkurse sind möglich. So kann man Urlaub nehemen und sich voll auf die Sache konzentrieren.

Kreisjägerschaft:

Viele (alle?) Kreisjägerschaften veranstalten einmal im Jahr einen Abendkurs. Meist ist der Start im Herbst, damit die Prüfung mit Beginn des Jagdjahres im Frühjahr abgeschlossen ist.

Preiswert, dauert als Abendschule aber lange. Ich habe für Kursus 750 € plus Prüfung 180, Bücher 100, Munition 150 und andere Kleinigkeiten bezahlt. Die Abendschule ist für viele aber die einzige Möglichkeit. Mein Kurs hat 8 Monate gedauert.

Selbststudium:

Nicht in allen Bundesländern möglich und nur möglich und sinnvoll, wenn man im Jagdthema bereits umfassend drin ist. Also Papa, oder wer hat bereits eine Jagd und geht schon jahrelang mit.

Ansonsten aussichtslos, weil man auch kaum Zugriff auf Präperate, Fallen ect. zum kennenlernen hat.

Aber theoretisch denkbar. Unterlagen ca. 100 €, Schießstand 150 € (?), Prüfungsgebühr 180 € (nach BuLand verschieden)

Links:

http://www.jagd-online.de/index.htm

http://www.jagd-online.de/datenfakten/jaegerwerden/

http://www.jagd-online.de/datenfakten/?meta_id=245

http://www.jagd-online.de/datenfakten/jaeg...en/?meta_id=353

Das mal so auf die Schnelle als interessanteste Links.

PS: Zu den Preisen.

Ich habe vielleicht bis zur Prüfung so ungefähr 1500 € bezahlt (Prüfung 4/2006). Preiswert wie ich meine. Aber dann geht das Geldausgeben erst richtig los.

Mein persönlicher Tipp:

1. Lass Dir nichts von "alten Hasen" erzählen. Die kennen weder die neuesten Gesetze, noch die Prüfungsbedingungen. Frage 10 Jäger und Du bekommst 10 verschiedene Antworten. Da nutzt Dir zur Prüfung nichts und verwirrt nur. Konzentriere Dich alleinig auf den Kursus mit den dafür passenden Unterlagen.

2. Es macht Sinn, sich schon während des Kursuses in grün als Jäger zu kleiden. Zum einen gehen die Kursteilnehmer oft ins Revier, stehen oft bei Sauwetter draußen und zum anderen wird das in der Prüfung gern gesehen. Kaufe also passende Klamotten. Keine festliche, sondern praktische.

Waidmannsheil

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Mein persönlicher Tipp:

1. Lass Dir nichts von "alten Hasen" erzählen. Die kennen weder die neuesten Gesetze, noch die Prüfungsbedingungen. Frage 10 Jäger und Du bekommst 10 verschiedene Antworten. Da nutzt Dir zur Prüfung nichts und verwirrt nur. Konzentriere Dich alleinig auf den Kursus mit den dafür passenden Unterlagen.

Genau das ist eines der Hauptargumente für die Jagdschulen. Die Profis dort erzählen weit weniger Unsinn als in so mancher Kreisjägerschaft von diesen "alten Hasen" verbreitet wird. Manche von denen unterrichten noch heute die Gesetzeslage von 1972.

Wenn ich mir die Durchfallquoten der Kreisjägerschaften so ansehe, dann kommen mir die Tränen. Die schaffen es sogar Bewerber beim Kugelschießen durchfallen zu lassen. Tolle Ausbildung!

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Viele Seiten zum Thema gibts auch da: http://forum.waffen-online.de/index.php?sh...euer+jungjaeger

Ansonsten wurde das meiste schon gesagt, wobei man in Sachen Jagdschulen immer bedenken sollte, wie man danach den Anschluss an die oertliche Jaegerschaft findet, wenn man vorher noch keinen kennt. Da hat der lange Weg in der Kreisjaegerschaft seine Vorteile (nicht nur da).

Achja, passt das nicht besser ins Jagdforum anstatt ins Rechtsforum?

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...2. Es macht Sinn, sich schon während des Kursuses in grün als Jäger zu kleiden. Zum einen gehen die Kursteilnehmer oft ins Revier, stehen oft bei Sauwetter draußen und zum anderen wird das in der Prüfung gern gesehen. Kaufe also passende Klamotten. Keine festliche, sondern praktische.

Waidmannsheil

Wobei die Kleidungsfrage sehr von der Gegend abhängt, wo Du den JS machst.

Am Land mag Deine Aussage sicherlich zutreffen, in Großstädten kann man durchaus unangenehm auffallen, wenn man aussieht wir reingesteckt in die grünen Klamotten.

Ansonsten gebe ich Dir uneingeschränkt recht: Möglichst bald passende Kleidung kaufen und diese auch anziehen, dann gewähnt man sich schonmal dran :rolleyes:

IMI

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wie man danach den Anschluss an die oertliche Jaegerschaft findet, wenn man vorher noch keinen kennt. Da hat der lange Weg in der Kreisjaegerschaft seine Vorteile (nicht nur da).

Och, bei uns Problemlos. Unter den Dozenten bei der Kreisjägerschaft ist mal einer ausgefallen. Da ist die private (!) Jagdschule eingesprugen und hat den Unterricht weitergeführt. Der in Niedersachen vorgeschriebene eintägige Fallenkursus wurde auch in der Privatschule abgehalten. Und zur Krönung durften wir an mehreren Abenden mit den Präperaten lernen.

Wir mussten uns nur als Gruppe absprechen - was mitunter ein größeres Problem dar stellt.

Aber die Zusammenarbeit war klasse und fern von Konkurenzdenken.

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Zwei Überlegungen gehen mir da durch die Rübe :

Crash-Kurs ist sicher total effektiv und gut ! Für Leute die noch nicht allzu lange von Schule oder Studium weg sind , sicher der beste Weg schnell ans Ziel zu kommen.

Wer aber z.B. als Spätberufener nicht mehr in der Methodik des Lernens drin ist und in diese doch völlig neue Materie einsteigt , für den ist ggf.

dieser "gestreckte" Ablauf vor Ort besser geeignet.

Tja - und jeder hat mal ne Grippe o.ä. die ihn für ne Woche flachlegt . Vor Ort sicherproblemlos auszubügeln , wieder aufzuholen.

Was macht man , wenn einen diese Grippe in einem dreiwöchigen Crash Kurs eine Woche flach legt ? Vermutlich heimfahren , oder ?

Gruß

Gottfried

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...

Was macht man , wenn einen diese Grippe in einem dreiwöchigen Crash Kurs eine Woche flach legt ? Vermutlich heimfahren , oder ?

Gruß

Gottfried

Am besten erst gar keinen grippalen Infekt bekommen :rolleyes:

Gesund ernähren, viel Bewegung und genügend Schlaf :gutidee:

IMI

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Am besten erst gar keinen grippalen Infekt bekommen :rolleyes:

Gesund ernähren, viel Bewegung und genügend Schlaf :gutidee:

IMI

Ja , schon klar.

Aber ich meine das ganz ernst.

Ist IMHO schon eine Überlegung wert.

Keiner ist davor sicher und eine Woche , selbst nur ein paar Tage verlorenen Stoff aufholen ,

dürfte da fast unmöglich sein.

Dann hat man eine Menge Kohle und drei Wochen Urlaub voll in Sand gesetzt .

Soweit mir bekannt , sind viel Jagdschulen auch tolerant und entgegenkommend für Wiederholer ,

aber ganz umsonst wird es nicht gehen.

Also nochmals Kohle und nochmals drei Wochen Urlaub.

Kann nicht jeder so ohne Weiteres organisieren.

GSG

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Wer aber z.B. als Spätberufener nicht mehr in der Methodik des Lernens drin ist und in diese doch völlig neue Materie einsteigt , für den ist ggf.

dieser "gestreckte" Ablauf vor Ort besser geeignet.

Der älteste Teilnehmer in meinem Jagdschulkurs war damals 70 Jahre alter LAndwirt und Forstarbeiter. Er hat problemlos bestanden.

Schießen konnte er auffallen gut. :ninja:

Edit: Aufbrechen auch!

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!!! VORSICHT OFF TOPIC !!!

Wirklich?

Das wusste ich nicht - ist aber eine gute Idee!

Wo hast Du diese Information denn her?

IMI

Hab mir mal jemand erzaehlt.

Ich hab grad mal ein bisschen rumgesucht aber zur Verwundung der bayerischen Jagdabgaben nichts gefunden.

(Wenn ich das richtig verstanden habe werden daraus auch Projekte fuer z.B. Luchs finanziert / unterstuetzt <- kann aber auch sein, dass ich mich da vertan habe.)

Die Jagdabgabe ist in Bayern eine Abgabe die zusammen mit der Gebühr für den Jagdschein erhoben wird, gemäß Art. 26, 27 Bayerisches Jagdgesetz (BayJG).

Die Abgabe fließt dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu und ist zur Förderung des Jagdwesens zu verwenden.

Insofern weiss ich nicht so recht ob das Jagd- und Fischereimuseum der Foerderung des Jagdwesens dient.

Gruss

Martin

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Muss man eigentlich zu der Kreisjägerschaft gehen, in deren Bezirk man auch mit Hauptwohnsitz gemeldet ist oder kann man da auch in einen der Nachbarkreise gehen?

Man muss gar nix, man kann vieles. Mitgliedschaft in KJV und damit im LJV und DJV ist nicht verpflichtend, aber aus meiner Sicht beschränkt empfehlenswert. Zumindst bei uns in BW, denke daß das aber in den anderen Bundesländern ähnlich ist, kann man Erst- und Zweitmitglied werden. Ich bin Erstmitglied in der KJV, die für meinen Wohnsitz zuständig ist, da bin ich direkt nach dem Jagdscheinerwerb eingetreten. Außerdem bin ich Zweitmitglied in der KJV, die für die Reviere zuständig ist, in denen ich jage. Bei der Zweitmitgliedschaft ist der Mitgliedsbeitrag um den Teil verringert, der an den LJV überwiesen wird.

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...wenn ich mich auch mal mit einer Frage einklinken darf?!

Wenn nun die Prüfung bestanden ist, wo auch immer, eine grüne WBK ist bewilligt, die Versicherung wird auch bezahlt,... wann und wo und wie funktioniert dann das eigentliche Jagen? Wie sieht hier die finanzielle Seite aus?

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das ist unsinn. es gibt keinen vorgeschriebenen kursus zur fallenjagd als voraussetzung zur jägerprüfung.

:confused: :confused:

Hat ja in dem Zusammenhang KEINER geschrieben, das der Fallenkurs Voraussetzung zum JJ ist, oder??

Aber zur Fallenjagd ist er halt Voraussetzung.

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das ist unsinn. es gibt keinen vorgeschriebenen kursus zur fallenjagd als voraussetzung zur jägerprüfung.

Genauso ist es!

Der Kurs ist nicht vorgeschrieben.

Hat man vor, die Fallenjagd nie zu betreiben, so kann man sich den Fallenkurs sparen, bekommt den normalen Jagdschein.

Besteht Interesse an der Fallenjagd, so macht man einen (ich kenne es als 1-2-tägigen) Fallenkurs, bekommt hierfür ein Zeugnis ausgestellt und ( damit kann man sich dann seine 3. KW auf Jagdschein holen :eclipsee_gold_cup: ) ähm ich wollte sagen, damit hält man dann die Berechtigung zur Fallenjagd in den Händen.

IMI

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In Schleswig Holstein ist inzwischen der Fangjagd-Ausbildungsnachweis Pflicht:

Landesverordnung über die Prüfung zum Erwerb des ersten Jagdscheines (Jägerprüfungsverordnung)

Vom 6. Februar 2006

[...]

(3) Der Anmeldung bei der Jagdbehörde sind beizufügen:

4. der Nachweis, dass der Prüfling an einem durch die oberste Jagdbehörde anerkannten Fangjagd-Ausbildungslehrgang teilgenommen hat,

[...]

§ 3 Abs. 3 Nr. 4 tritt am 1. Januar 2007 in Kraft, siehe § 12 dieser Verordnung.[...]

LINK

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Leute - nicht um diese Kleinigkeit streiten. Als wir damals den Kurs anfingen, hat man das so oder ähnlich gesagt. Ob nun tatsächliche Pflicht, Prüfunsgvoraussetzung oder Wunsch der Kreisjägerschaft an diesem Zusatzteil war für uns irrelevant. Er war Bestandteil der gesamten Ausbildung und im Preis inbegriffen. Es war eine eintägige Extra-Schulung ohne Prüfung. Dennoch kann es sein, so war es auch bei uns, dass in der Prüfung Fragen über Fallen vorkamen. So ging das leicht über die Lippen.

Sehe gerade den Link von Rodney. Vielleicht wurde damals auch gesagt, dass dieser künftig, wohlmöglich auch in Niedersachen Pflicht werden soll.

Ich fand es einen tollen Zug unserer KJ uns dort hin zu schicken.

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