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IGNORED

"strache schwebt liberaleres waffenrecht vor"


Shootist

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Eins zu eins als Forderung übernahmefähig....

Naja, der gute Herr Strache ist zwar Mitglied der IWÖ, kennt sich aber im herrschenden Waffenrecht wenig aus...

Seine Forderung:

Derzeit würden die Behörden großteils nur Jägern und Sportschützen eine Waffenbesitzkarte ausstellen. Für Strache ein zu restriktives Vorgehen. Denn vor allem Ärzte, Bankbeamte, Taxifahrer und Trafikanten hätten Bedarf, eine Waffe bei sich zu tragen. Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2847221

Unsere Behörden stellen JEDEM österr. Staatsbürger eine WBK aus, der unbescholten ist, das 21. Lebensjahr vollendet hat und Psychotest und "Waffenführerschein" (Sachkundenachweis) vorlegt.

Dabei genügt an sich die Begründung, die Waffe in den eigenen 4 Wänden zur Selbstverteidigung bereithalten zu wollen.

Ausnahmen: Wehrdienstverweigerer/Zivildiener, die haben 15 Jahre "Strafzeit".

Was Strache meint, ist eine Liberalisierung der Vergaberichtlinien zur Erlangung des Waffenpasses.

Dieser berechtigt zum Führen der FFW.

Was Strache scheinbar nicht weiß: Jeder Arzt und nahezu jeder Trafikant bekommen den Waffenpass anstandslos.

Nur Taxifahrer wurden eingeschränkt, was verschiedene Gründe hat:

1. Besteht der Großteil der z.B. Wiener Taxifahrer aus Ausländern.

2. Wurden die Taxifirmen dazu angehalten, ihre Fahrer nur noch mit geringen Geldbeträgen fahren zu lassen.

3. Wird bei uns bereits jede 2. Taxifahrt mit Bon, Dauerkarte oder Handy (Paybox) oder Kreditkarte bezahlt.

Die Fahrer haben selten Beträge bei sich, die 200 - 300 Euro übersteigen.

So viel habe ich auch manchmal bei mir, und ich bekomme deswegen keinen Waffenpass.

Ausschlaggebend dafür wäre ein REGELMÄSSIGER Transport wesentlich höherer Summen (also täglich 3-5 Tausend Euro z.B.)

4. Ist der Taxifahrer im Fall eines Überfalles selbst mit einer Schußwaffe in einer denkbar ungünstigen Position, da der Täter meist hinter ihm sitzt.

Außerdem ist Strache im Grunde wie ein Wetterhahn, der sich in die Richtung dreht, die ihm den größten Stimmenfang verspricht. Von seiner rechten Vorgeschichte möchte ich gar nicht sprechen.

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sollten wir in DE vielleicht mal so einen politiker importieren ?

leiht ihr uns den mal aus ?

wir schenken ihn euch auch gerne. aber ihr habt doch sicher auch eure eigenen leute im rechten eckerl die kein praktisches politisches gewicht haben. solche forderungen sind schnell mal aufgestellt und genauso schnell vergessen, umgesetzt wrden sie von denen die politisches gewicht haben so oder so nicht.

nun, einen gewissen unterhaltungswert hat er allemal.

lg

Martin

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Naja, der gute Herr Strache ist zwar Mitglied der IWÖ, kennt sich aber im herrschenden Waffenrecht wenig aus...

Seine Forderung:

Unsere Behörden stellen JEDEM österr. Staatsbürger eine WBK aus, der unbescholten ist, das 21. Lebensjahr vollendet hat und Psychotest und "Waffenführerschein" (Sachkundenachweis) vorlegt.

Dabei genügt an sich die Begründung, die Waffe in den eigenen 4 Wänden zur Selbstverteidigung bereithalten zu wollen.

Ausnahmen: Wehrdienstverweigerer/Zivildiener, die haben 15 Jahre "Strafzeit".

Es könnte aber auch sein, dass der Journalist da etwas durcheinander gebracht hat (man weiß ja - Journalisten und das Waffenrecht!).

Was Strache scheinbar nicht weiß: Jeder Arzt und nahezu jeder Trafikant bekommen den Waffenpass anstandslos.

Ist das so? Gab es da nicht den Fall eines abgelehnten Antrages einer Ärztin trotz objektiv eindeutiger Voraussetzungen (häufige nächtliche Hausbesuche, dabei zwangsläufig Mitführen von Substanzen, die für gewisse Kreise sehr interessant sind ...)

Trenck

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also alles nur eine frage des geldes? das wäre ja erfreulich....

Irgendwie schon. Für die Nomenklatura kein Problem. Ich kenne z.B. jemanden der eine schöne Karriere gemacht hat und arriviert ist. Ich stehe dieser Person durchaus positiv gegenüber, aber die Begründung, mit der sie einen WP bekommen hat, ist, ehrlich gesagt, sehr dünn. Kommt die kleine Zahlkellnerin, die jede Nacht die Geldbombe zum Banksafe scheppt, dann wird sie im Gegensatz dazu weggeschickt ...

Außerdem ist Strache im Grunde wie ein Wetterhahn, der sich in die Richtung dreht, die ihm den größten Stimmenfang verspricht. Von seiner rechten Vorgeschichte möchte ich gar nicht sprechen.

Naja, jedenfalls traut er sich wenigstens. Vergleich das mal mit der ÖVP, die heutzutage für gar nichts und alles ist.

Für mich aufschlußreich war jedenfalls die Vehemenz, mit der sich das BZÖ im Gegenzug gegen den Legalwaffenbesitz ausgesprochen hat. Das wird man sich merken müssen, ein Ausscheiden dieser Gruppierung wäre kein Schaden. Die Republik ist bereits genug verrumpoldet ...

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Mein Gott ----- der Strache :gaga:

Man sagt ja, jedes Land hätte die Politiker die es verdient. Aber so dumm können wir Österreicher ja nicht sein. :contra:

Liebe Grüße aus Graz

Bernd

also alles nur eine frage des geldes? das wäre ja erfreulich....

Bei vorhandenen finanziellen Möglichkeiten, sei bitte so nett und unterstütz doch mal WO mit ein paar Euros.... :gutidee::pro:

Liebe Grüße aus Graz

Bernd :s75:

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Ist für mich eine ungewohnte Rolle, aber ich muss doch ausnahmsweise einmal einen Politiker gegen die Angriffe von Waffenbesitzern in Schutz nehmen ;) :

Lassen wir doch einmal alle persönlichen und politisch-ideologischen Vorbehalte beiseite und konzentrieren wir uns auf das gemeinsame Ziel, Erhaltung und möglicherweise noch Liberalisierung des privaten Schusswaffenbesitzes. Dafür halte ich Straches Vorstoß gerade in der jetzigen Situation für positiv, und zwar aus den folgenden Gründen:

1. Durch seine Forderung ist er in die Offensive gegangen, die Waffengegner sind in der Defensive. Früher hätten sich letztere nach einem solchen Verbrechen gegenseitig mit Verbotsforderungen übertroffen, und es hätte zumindestens wieder einmal administrative Verschärfungen gegeben. Jetzt beschränken sich die Waffengegner eher darauf zu fordern, dass das gegenwärtige Waffengesetz so bleiben soll, wie es ist.

2. Strache ist der einzige Politiker in Österreich und darüber hinaus, der privaten Schusswaffenbesitz nicht nur mit Jagd und Sport, sondern auch mit Selbstverteidigung assoziiert und sich das auch zu sagen traut.

Ich würde auch nicht sagen, dass Straches Meinung zum privaten Waffenbesitz realpolitisch irrelevant ist. Bei der nächsten Wahl sollten mehr als 15% kein Problem sein, falls das unnötige BZÖ verdientermaßen aus dem Parlament fliegt. Dann kann Strache schnell Vizekanzler sein (und zwar sowohl unter einem roten als auch unter einem schwarzen Bundeskanzler).

Trenck

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Da stimme ich Dir zu ! :icon14:

Die Reaktionen der anderen haben auf mich alle irgendwie stotternd und hilflos gewirkt.

Mal abgesehen davon, daß ich ihm in DER Sache absolut recht gebe (wenn ich auch wie Geraldo glaube, daß H.C. das WaffG ned so besonders gut kennt) ...

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Mal abgesehen davon, daß ich ihm in DER Sache absolut recht gebe (wenn ich auch wie Geraldo glaube, daß H.C. das WaffG ned so besonders gut kennt) ...

Kann durchaus sein! Aber das kann man relativ leicht beheben. Ganz im Gegensatz zur Hoplophobie, die zahlreiche andere Politiker befallen hat - die ist verdammt schwer zu behandeln!

Trenck

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Kann durchaus sein! Aber das kann man relativ leicht beheben. Ganz im Gegensatz zur Hoplophobie, die zahlreiche andere Politiker befallen hat - die ist verdammt schwer zu behandeln!

Die sind größtenteils von gar nix befallen (bis auf einige Ausnahmen, z.B. Resi St.), die sind nämlich, so wie fast alle Politiker, auch nur Wetterhähne und sagen das, was die geneigte Wählerschaft zu hören wünscht. Ihr würdet staunen, wenn ihr wüßtet, wieviele z.B. rote Politiker privat eine Waffe besitzen, aber dem linken Wählervolk brav nach der Pappn reden.

Alle miteinander ein Bund Hadern...

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Ihr würdet staunen, wenn ihr wüßtet, wieviele z.B. rote Politiker privat eine Waffe besitzen, aber dem linken Wählervolk brav nach der Pappn reden.

Eh klar, (Links)Liberale sind nicht gegen Waffen, sie wollen nur nicht, daß der Normalbürger welche hat. Die Nomenklatura ist ja reif und verantwortungsvoll genug. Für Politiker, Bankdirketoren und Celebrities wird's immer einen Waffenpaß geben. Will ein einfacher Polizist mit 20 Jahren einen, wird's schon mühsam, will der einfache Bürger eh nur eine WBK dann wird's schon ganz gefährlich und man wird abgezogen und sekkiert ohne Ende.

Linke wollen auch nur das Militär aber nicht die Polizei abrüsten. Die Polizei kommt ihnen innenpolitisch gut zu paß. Man muß nur mal schauen, wie hysterisch z.B. Homolobbyisten danach schreien, daß die Polizei Kritiker mitnehmen soll. Die notwendigen Gesetze dazu macht die EU. Das MiniLove wird unter jedem Regime gut ausgestattet sein.

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Zurück zum Vorstoß von Strache: im folgenden die Aussendung der FPÖ im Original, nicht gefiltert durch Journalisten:

http://www.fpoe.at/index.php?id=477&ba...p;tt_news=13392

Je strenger das Waffengesetz, um so höher die Kriminalitäts- und Gewaltrate!

FPÖ für ehrliche Diskussion, unbescholtenen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu einer Verteidigungswaffe zu vereinfachen

In höchstem Ausmaß unseriös sind für FPÖ-Generalsekretär NRAbg. Harald Vilimsky die Argumente der Politiker von SPÖ, ÖVP und Grünen gegen die Initiative von HC Strache, wonach etwa gefährdete Personengruppen in Österreich wieder einen vereinfachten Zugang zu legalen Verteidigungswaffen erhalten sollen.

International zeige sich folgende Grundlinie: Je prohibitiver das Waffengesetz sei, um so höher sei auch die Kriminalitäts- und Gewaltrate. Und umgekehrt: Am wenigsten Kriminalität und Gewalt gibt es dort, wo die Waffengesetze liberaler gestaltet sind.

Etwa am Beispiel Großbritannien zeige sich, daß seit vielen Jahren das Waffengesetz Zug um Zug verschärft wurde. Der Waffenschwarzmarkt sei dort extrem angewachsen. Jeder Verschärfung sei ein Anstieg von Kriminalität und Gewalt gefolgt. 1997 habe es dann ein Totalverbot von Faustfeuerwaffen gegeben: Bis 2004/05 sei dann ein Anstieg der Delikte mit (illegalen) Schusswaffen von rund 5.000 auf rund 11.000 erfolgt. In 40 US-Bundesstaaten hingegen, in denen verlässlichen Bürgern das Führen einer Verteidigungswaffe erlaubt werde, sei der stärkste Kriminalitätsrückgang zu verzeichnen, zeigt Vilimsky auf.

Zur grauenvollen Bluttat an einer Universität in Virginia hält der FPÖ-Generalsekretär folgendes fest. Das Uni-Gelände wurde zur "waffenfreien Zone" erklärt, um sich wirklich sicher fühlen zu können. Es sei sogar die Campuspolizei aufgelöst worden. Dennoch wurde die Universität zum Opfer eines Wahnsinnigen, dem leider niemand Einhalt gebieten konnte. Beachtenswert sei in diesem Zusammenhang der Umstand, daß im Jahr 2002 schon einmal in Virginia ein Amoklauf erfolgt sei. Bei diesem vergleichbaren Vorfall konnten allerdings zwei Studenten ihre legalen Waffen aus ihren Autos holen, den Täter sehr rasch überwältigen und damit einen weiteren Blutzoll verhindern.

Im übrigen solle niemand die kriminalpsychologischen Grundgesetze ignorieren. Amokläufe dieser Art sind nämlich so gut wie nie Affekt-Handlungen, sondern ihnen geht eine lange Planung voraus. In diesem Zusammenhang zitiert Vilimsky den österreichischen Kriminalpsychologen Thomas Müller aus einem Interview mit der ZiB vor zwei Tagen. Bezugnehmend auf den psychischen Vorlauf eines solchen Attentäters hält dieser fest: "Eigentlich kann das Wochen oder Monate dauern und wenn der Mann an Waffen herankommen will oder diese Person, dann kommt er sowieso, ob es Gesetze gibt oder nicht, das ist egal".

"Jede Regierung ist gut beraten, daß nicht nur Kriminelle und Wahnsinnige an Schusswaffen kommen. Es muß unbescholtenen und psychisch unbedenklichen Personen erlaubt sein, zur Verteidigung von Leib, Leben und Eigentum eine Schusswaffe zu erhalten, was gerade in Zeiten massiv steigender Kriminalität in Österreich eine aktuelle Bedeutung habe. Denkbar wäre es, daß zumindest gefährdete Personen wie Geldboten, Taxifahrer, Richter, Ärzte, Trafikanten, etc. wieder einen Anspruch auf das Führen einer Verteidigungswaffen erhalten. Früher war dies in einer Verordnung zum Waffengesetz geregelt, dies wäre auch jetzt wieder wünschenswert. Dies bringe nicht nur einen Zuwachs an individueller Sicherheit für die Betroffenen, sondern habe auch eine abschreckende bzw. generalpräventive Wirkung. Und ganz allgemein solle eine ehrliche Diskussion über die Anspruchsberechtigung für unbescholtene Österreicherinnen und Österreicher geführt werden, ihnen eine Verteidigungswaffe nicht zu verwehren", so Vilimsky.

Sehr fundiert.

Trenck

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Sehr fundiert.

Allerdings ! :appl:

Kann es sein, daß jemand der FPÖ den Link zu diesem Thread zugespielt hat ? Weil all die Argumente stehen hier drin, nahezu wörtlich.

Selbst wenn wirklich: Hut ab, daß die sich trauen, sich so eindeutig auszudrücken.

...... aber dem linken Wählervolk brav nach der Pappn reden.

..

Dieser Ansicht bin ich nicht unbedingt .....

Ich denke, Resi liegt näher an der Wahrheit. Nicht das linke Wählervolk hat was gegen Waffen, sondern nur die linken Vorturner. Das ist imho ein himmelweiter Unterschied. Es ist nur das Stimmvieh mitunter so blöd, nicht zu kapieren, daß es manipuliert wird, aber Entwaffnungsgezeter ist noch nie wirklich im Volk entstanden. Das wird mehr oder weniger geschickt vorgebetet (zum Glück recht oft so ungeschickt, daß auch der größte Esel rafft, daß da was nicht stimmen kann), um den Boden zu bereiten dafür, was die linken Vorturner eigentlich wollen: alle Waffen (und damit alle Macht) dem Staat.

Äääähhh ... natürlich unter der Voraussetzung, daß selbiger links alleinregiert wird ....

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... Nicht das linke Wählervolk hat was gegen Waffen, sondern nur die linken Vorturner. Das ist imho ein himmelweiter Unterschied. Es ist nur das Stimmvieh mitunter so blöd, nicht zu kapieren, daß es manipuliert wird, aber Entwaffnungsgezeter ist noch nie wirklich im Volk entstanden. Das wird mehr oder weniger geschickt vorgebetet (zum Glück recht oft so ungeschickt, daß auch der größte Esel rafft, daß da was nicht stimmen kann), um den Boden zu bereiten dafür, was die linken Vorturner eigentlich wollen: alle Waffen (und damit alle Macht) dem Staat.

Äääähhh ... natürlich unter der Voraussetzung, daß selbiger links alleinregiert wird ....

Genau, als die linken Gruppierungen noch keinerlei politische Macht besaßen, war die Volksbewaffnung eine ihrer zentralen Forderungen, und der Staat war etwas böses, was man bekämpfen musste. Die Armeen sollten abgeschafft und durch eine Volksmiliz ersetzt werden. Einmal an der Macht, haben sie diesem Volk dann nicht mehr so recht über den Weg getraut. Dann war das "staatliche Gewaltmonopol" auf einmal wieder in Mode!

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