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@GermanKrautZunächst sollte man die Tat richtig einordnen: War es ein Terrorakt oder ein ausgeufertes Familiendrama? Mir fällt einfach auf, wie fast notorisch in der medialen Berichterstattung ausgeblendet wird, dass zu Beginn der Täter seine ganze Familie erschossen hatte. Hier z.B. diskutiert die Tagesschau rund 6 Minuten im Video über die Tat, Motive und Hintergründe, aber bleibt auf "Terrorakt" und "Rechtsextremismus" fixiert, weil der Täter angeblich von bestimmten rechtsextremen Ideen relativ fasziniert gewesen sein soll (ohne das äher zu belegen), aber erwähnt mit keinem Wort, dass er zuallererst seine Familie erschossen hat - diese Opfer werden in den 6 Minuten nicht mal in einem Nebensatz erwähnt! Das finde ich komisch: https://www.tagesschau.de/video/video-1680154.html Was die Tatmittel anbelangt, so war eigentlich früher fast Konsens: Mit keinem Waffengesetz der Welt lassen sich Beziehungstaten im häuslichen Bereich wirklich verhindern. Und wer bei seinem eigenen geplanten Selbstmord noch weitere Menschen "mitnehmen" möchte, findet leider auch viele Mittel jenseits einer AR-15.
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Die ganzen Chroniken und Zeitabläufe der Tat blenden weiterhin aus, dass ganz am Anfang der 53jährige Vater, die 52jährige Mutter und die 21jährige Schwester in der Wohnung des Attentäters und seiner Familie erschossen (sie sind alle 3 an Schüssen gestorben) wurden. Es sind 9 Personen gestorben, nicht sechs. Und die Amoktat begann nicht um 15.00 Uhr in Krakau, sondern Stunden vorher im elterlichen Wohnhaus. Link Artikel m. Bild der getöteten Familie
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@TT01 Die KI hilft bei der Recherche, aber Du musst schon auch die richtigen Fragen stellen. Du musst ihr sagen, was sie berechnen, was sie analysieren oder wonach sie suchen soll. Es ist ein Zusammenspiel, mit dem man oft weiterkommt. Ähnlich wie googlen an sich... In dem Fall finde ich überhaupt nicht "Mist", dass hier herausgearbeitet wird, dass möglicherweise am Anfang ein Familiendrama stand und keine primär rechtsextremistische Terrortat. Dieser Sachverhalt wird derzeit so gut wie nirgends hervorgehoben, obwohl klar ist, dass die Eltern und die Schwester des Attentäters tot sind. Ob und wie "ultranational" gesinnt der Täter hingegen wirklich war, bleibt abzuwarten. Im Moment hoffe ich, dass die noch teils schwerverletzten Opfer sich erstmal gut erholen. Trotzdem hoffe ich auch, dass die Tat nicht vorschnell politisch instrumentalisiert wird, denn Beziehungstaten, Familiendramen, oder evtl. gar ein versuchter "erweiterter Selbstmord" geben halt politisch weniger her (auch in punkto waffenrechtliche Diskussionen), oder?
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Es muss als erstes mal abgewartet werden, was der Täter selber sagt bzw. wie die Umstände zuhause denn genau waren. Anfangs dachte ich an einen polnischen Anders Behring Breivik. Aber womöglich war es auch ein Familiendrama. Die Google KI meint analytisch dazu u.a. folgendes: Hier kommt es darauf an, wer die Deutungshoheit in den Medien erlangen wird: Wer die Tat politisch instrumentalisieren will, wird sich voll auf Phase 2 stürzen und die Phase 1 weitgehend ausblenden. Wer eher das Familiendrama sieht, wird hingegen eher über Tatmittelaustausch (Messer, LKW==> Weihnachtsmarkt) reden. Wichtig ist, dass die Verletzten durchkommen: Der Polizist mit den 3 Schusswunden hat ja mit letzter Kraft den Täter noch fixieren können und sei nach einer Not-OP nun etwas stabilisiert, aber noch nicht ganz übern Berg. Zumindest 2 der Passanten schweben noch in akuter Lebensgefahr, aber die anderen sind auf dem Wege der Besserung.
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Jetzt nimmt der Tathergang womöglich eine überaschende Wendung: Im Haus des Attentäters bzw. seiner Eltern fand man drei tote Familienangehörige. Diskutiert wird jetzt auch ein erweiterter Selbstmord mit geplantem "suicide by cop".
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Zum Einstieg lt. aktueller Google-KI: 6 verstorbene Opfer (4 Frauen, 2 Männer, keine Kinder) 15 Verletzte, darunter 13 lebensgefährlich und 1 Polizist in kritischem Zustand (3 Schusswunden) Der 24-jährige Täter besaß ein legales AR-15 und ist nach einer Notoperation derzeit noch nicht vernehmungsfähig. Über weitere Mittäter gibt es keine Erkenntnisse, man geht von einem Einzeltäter aus. Die BBC weiß noch mehr: https://www.bbc.com/news/live/cq3dj1xv02vyt Offenbar war der Täter möglicherweise rechtsextrem/ultranational gesinnt und hatte das Auto voller Waffen, teils auch von seinem Vater.
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Plötzlicher Tod von Hubert Aiwanger Auswirkungen auf das Waffenrecht
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Allgemein
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Manches hört sich natürlich extrem nach Zukunftsmusik an. Aber vergleicht doch mal so ein gigantisches, klobiges, sündteures Funktelefon der 80er Jahre: Motorola Dynatac 8000X mit einem brandaktuellen Handy. Es wäre seinerzeit VÖLLIG unvorstellbar gewesen: Wenn man einem Motorola-Besitzer der 80er Jahre erzählt hätte, was in 40 Jahren mit einem kleinen Handy alles zusätzlich zur Telefonie an phänomenaler Foto- u. Videoleistung, Internet, Navigation und vielen anderen Zusatzfunktionen möglich sein würde, dann hätte er damals den Kopf geschüttelt und das alles weggelacht. Ähnlich wird es wohl mit den humanoiden Robotern laufen: Was heute undenkbar ist, wird morgen Realität im Versuchslabor und ist übermorgen Massenware (überspitzt formuliert).
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Ähnlich wie in den 90er Jahren der PC sich rasant verbreitet hat und um 2010 herum dann auch der Handy/Smartphone Boom begann, so wird sich in den 30er Jahren ein Boom bei den humanoiden Robotern entwickeln. Die KI prognostiziert für 2032 einen Durchbruch auf dem Massenmarkt mit Produktion für den Privatmarkt in Millionenhöhe/Jahr durch China, USA und Südkorea, wobei die Preise zunächst noch im Bereich eines Kleinwagens (um 20.000-30.000 EUR) liegen werden. Der Boom wird aber unaufhaltsam weiter gehen und in den 40er Jahren wird der Preis für einen Humanoiden auf den Level eines Luxuskühlschrankes fallen. Elon Musk prognostiziert bis Ende der 40er Jahre eine 1:1 Verteilung, d.h. auf einen Menschen kommt dann schon ein Humanoider. Spätestens ab den 40er Jahren werden die Pflegekassen humanoide Pflegeroboter finanzieren, da sie günstiger als jedes Pflegeheim sein werden. Auch ein "demographisches Problem" ist dann weitgehend Geschichte. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich bei der eigenen Hobby- und Lebensplanung mal kurz innezuhalten und zu fragen: Muss ich wirklich meine Hobby, meine Waffen abgeben oder kann ich den Jagdpachtvertrag nochmal bis über 80 verlängern? Muss ich den großen Garten, meine (Jagd-)Hunde usw. alles aufgeben und in ein Betreutes Wohnen ziehen - oder kann ich Humanoide künftig für ein selbstbestimmtes Leben nutzen, einschließlich für meine Hobbies? Ich habe mich daher mal mit der Google-KI zusammengesetzt und detailreich abgefragt, wo und wie die Humanoiden bei unserem Hobby in 10-20 Jahren helfen könnten: 1. Selbstverteidigung Die (für manche) Enttäuschung vorweg: Wenn ihr angegriffen werdet, darf euer Humanoider nicht zurückschlagen. Das wird in den meisten Ländern verboten bleiben, weil sonst das Gewaltmonopol des Staates nicht mehr gewährleistet ist. Auch dürft ihr einem Humanoiden keine Waffen in die Hand drücken, das wäre nach deutschem WaffG ein "Überlassen an Nichtberechtigte", so die Einschätzung der KI. Aber ein Humanoider als Begleitschutz kann trotzdem viel wertvoller als ein Kleiner Waffenschein sein: Er checkt unablässig 360 Grad das Umfeld und warnt Euch bei verdächtigen Entwicklungen Ein 70-100kg schwerer Humanoider als Begleiter ist auch per se eher abschreckend auf Einzeltäter Im Falle einer realen Gefahr kann der Humanoide einen Polizeinotruf absetzen, Foto- und Filmbeweise sichern. Das Schönste: Laut KI dürfe sich ein Humanoider auch vor Euch hinstellen und die für Euch bestimmten Schläge abfangen. 2. Jagdhelfer Praktisch alle körperlich schweren Tätigkeiten werden Humanoide nach und nach übernehmen können: Freischneiden eines Jagdweges mit der Motorsäge, Hochsitzbau, Wildfütterung, Bergen der Wildkörper + Verladen, Aufhängen des Wildkörpers am Galgen und aufspreizen, damit der Jäger easy aufbrechen kann, aufsägen des Schlosses (die Humanoiden mit Outdoor-Package werden IP67 wasserdicht sein). Prinzipiell kann man auf der Kanzel auch mal einnicken, wenn der Humanoide neben einem sitzt und schaut, ob sich was tut und einem dann weckt. Nur das Ansprechen und Antragen des Schusses oder Dinge wie die Entnahme der Trichinenprobe etc. bleiben aus juristischen Gründen dem Jäger überlassen. Prinzipiell würden die Humanoiden auch prima als Treiber eingesetzt werden können, aber hier dürften derzeit noch jagdliche Regelungen wie die Waidgerechtigkeit im Wege stehen. 3. Wiederladen + Waffenputz Die KI war hellauf begeistert von Turbans Präzipress und Co. und meinte, die Humanoiden könnten da fast alle Wiederladeschritte perfekt beherrschen. Der große Vorteil: Ein Humanoider kann immer HOCHEXAKT mit der selben Kraft z.B. Geschosse setzen = immer derselbe Ausziehwiderstand = Deutsche Meistertitel winken. Nur manches wie Pulverstände etc. muss der Wiederlader dann noch aus juristischen Gründen kontrollieren. Beim Waffenputz wird man ebenfalls massiv entlastet und das Reinigen erfolgt mit einer Perfektion, die Freude macht. Bei alledem würde ein Humanoider der 30er Jahre noch viel besser mit den Menschen kommunizieren können als eine KI das heute kann, feinste Stimmungsschwankungen erkennen und voll drauf eingehen können. Auch kann der Humanoide dann natürlich Dinge wie Hecke schneiden, Brennholz machen (inkl. Motorsäge, Wippsäge+Holzspalter bedienen), klassische Haushaltsarbeiten verrichten und auch handwerkern, malern, Möbel aufbauen etc., eben alles rund ums Haus... Womöglich gilt in ein paar Jahren also: Spart also nicht fürs Pflegeheim, sondern für einen Humanoiden! Gebt Eure Hobbies, Waffen, Jagdpacht usw. nicht zu früh auf!
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Oberverwaltungsgericht bestätigt Waffenentzug bei AfD-Mitgliedern in Sachsen-Anhalt
Schwarzwälder antwortete auf fw114's Thema in Waffenrecht
@heletz Besondere Einzelfallbetrachtungen bleiben den Behörden aber nicht völlig erspart, wie Deinem Link zu entnehmen ist: -
Wechselsysteme - so wenig Waffenteile wie möglich im Volk?
Schwarzwälder antwortete auf Schwarzwälder's Thema in Allgemein
Wäre denkbar. Weder Du noch ich wissen, was die Angeschriebenen alle hierzu dem BMI antworten werden. Wo genau habe ich das geschrieben? Ich habe lediglich dargestellt, warum das alte AK47 wohl eher nicht zu den "modularen Waffen" zählen wird Man merkt, Dir geht es nur darum, mich und meine Person niederzumachen. Mehr nicht. Du stellst hier wilde Bezüge zu "Wildererwaffen" etc. her, das hat alles keinen Bezug zu dem von mir Geschriebenen. Es wäre mir allmählich peinlich, wenn es so offensichtlich wird, wie man bestimmte andere nur plump schlechtmachen will. Ich würde mich dafür schämen. -
Wechselsysteme - so wenig Waffenteile wie möglich im Volk?
Schwarzwälder antwortete auf Schwarzwälder's Thema in Allgemein
Weder die früheren Wechselsystem (2008 ff.) , noch die Lower (bis vor einigen Jahren) waren mal "illegal" - genauso wie die von @JFry genannten "freien" Kurzwaffengriffstücke früher auch nicht illegal waren. Damit ist die von @JFry für Österreich genannte Problematik auch in D existent, wenngleich an etwas anderer Stelle. Diese Parallele kapierst Du leider - wie so vieles - nicht, oder willst es nicht kapieren, weil Du mich offensichtlich missverstehen willst. Warum auch immer. -
Wechselsysteme - so wenig Waffenteile wie möglich im Volk?
Schwarzwälder antwortete auf Schwarzwälder's Thema in Allgemein
Da erhebe ich jetzt mal Einspruch: In Deutschland waren "Lower", also AR15-Unterteile mit Griff etc., bis vor wenigen Jahren GAR NICHT reguliert, man konnte diese reichlich einkaufen, die wurden auch nirgends eingetragen. Ebenso gab es vor einigen Jahren eine Phase (ich meine 2008ff.), wo Wechselsysteme frei erworben werden konnten, wenn man eine passende Grundwaffe besaß. D.h. man musste zwar die WBK vorzeigen, aber die Eintragung des WS war freiwillig. Von diesen Altbeständen her wären schon "schwarze" Komplettwaffen denkbar, auch in D. -
Wechselsysteme - so wenig Waffenteile wie möglich im Volk?
Schwarzwälder antwortete auf Schwarzwälder's Thema in Allgemein
@JFry Top! Deine Beantwortung der Fragen zum Wechselsystemkomplex solltest Du unbedingt an die Verbände weitergeben. Finde ich richtig gut! Zur Frage KI: Ich verwende die ganze simple Google-KI. Ich gebe gerne zu, dass ich eher pessimistisch frage, bzw. der erstmal die Ohren volljammere. Was anderes gibt die Jahrzehntelange Waffenrechtsdiskussion ja idR nicht her. @Bounty An AK47 Klonen kann man natürlich Zielfernrohrmontagen anbringen, auch mal den Hinterschaft wechseln oder sogar den Abzug durch einen von Geissele oder so ersetzen. Das sind aber alles keine wesentlichen Waffenteile. Der Lauf ist fest mit dem Gehäuse verbunden, Otto Normalschütze kann da nix swappen. Beim AR15 kannst Du zumindest Lauf+oberes Systemgehäuse zusammen komplett austauschen - eben per Wechselsystem, was es so für die AK47 m.W. nicht gibt. @Tatonka Inzwischen zählen in Österreich eben Lauf+Schlitten getrennt als jeweils ein (wesentliches) Waffenteil. Insofern gehe ich davon aus, dass bei 2 eingetragenen Waffen der Kategorie B (z.B. eine Glock und ein AR15) bei insgesamt 2 Wechselsystemen Schluss ist. Früher zählte dort ein ganzes Wechselsystem als ein Waffenteil, daher ist das schon eine Wechselsystembegrenzung durch die Hintertür. Ich stelle jetzt mal die Antwort der Google-KI auf meine Frage rein: "Im österreichischen neuen Waffengesetz darf man pro eingetragener Kategorie-B-Waffe nur noch 2 Waffenteile dazu erwerben (ohne gesonderten Antrag). In Deutschland ist auch wieder eine Verschärfung des Waffenrechts in Planung, das BMI hat gerade einen neuen Fragebogen erstellt+verschickt. Ist es möglich, dass auch in Deutschland eine Verschärfung beim Erwerb von Wechselsystemen kommt und wie schlimm könnte die ausfallen?" Wesentlicher Auszug: -
Wechselsysteme - so wenig Waffenteile wie möglich im Volk?
Schwarzwälder antwortete auf Schwarzwälder's Thema in Allgemein
Für die "böse Absicht" werden bestimmte Antwortgeber dann schon noch sorgen. Das entscheidende sind zudem die neuen Definitionen, die hier ins Spiel kommen. Ein AK47-Klon ist keine "modulare Waffe", der Lauf ist da nicht mal eben austauschbar. Aber diese Klone sind ja schon via Anscheinsparagraphen gut im Griff. ==> JETZT geht es um ganz neue Definitionen, die neue Erlaubnisse/Einschränkungen/Bedürfnisgängeleien usw. nach sich ziehen könnten. Dumm ist halt: GENAU das AR15 ist eine modulare Waffe, also richtet sich alles weitere dann auch v..a. (aber natürlich nicht nur) gegen des Sportschützen liebstes Gewehr. Hier nochmals auszugsweise die Fragen des BMI: Sind die Regelungen, denen der Erwerb und Besitz von Wechselsystemen unterliegen, (auch vor dem Hintergrund der Entwicklung modularer Waffen) praxistauglich? Falls Sie die vorstehende Frage mit „nein“ beantwortet haben, welche Änderungen schlagen Sie vor? Sehen Sie Bedarf für eine Definition modularer Waffen im Waffenrecht? Falls Sie die vorstehende Frage mit „ja“ beantwortet haben, wie sollten modulare Waffen definiert sein? -
Wechselsysteme - so wenig Waffenteile wie möglich im Volk?
Schwarzwälder antwortete auf Schwarzwälder's Thema in Allgemein
Dieser Vorwurf geht hier fehl. Die BMI-Fragen sind ab Februar 2026 abgefasst worden und waren mit größter Wahrscheinlichkeit Mitte Juli, als dieser Thread startete, abgeschlossen. Herbeigeredet worden ist hier nichts. Da Anschaffungen wie Upper oder eine neue Legalwaffe meist nicht spontan, sondern über längere Zeit vorbereitet und getroffen werden, halte ich es für eine gute Hilfestellung zur Entscheidungshilfe, wenn über spezifische gesetzgeberische Vorhaben/Aktivitäten dann auch frühzeitig geredet wird und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. -
Wechselsysteme - so wenig Waffenteile wie möglich im Volk?
Schwarzwälder antwortete auf Schwarzwälder's Thema in Allgemein
Tja, man wollte es hier nicht wahrhaben, dass der Gesetzgeber offenbar Handlungsbedarf auch bei den Wechselsystemen sieht. Der neue BMI-Fragebogen verpackt das ganze unter dem Stichwort "modulare Waffen" und stellt eine Reihe Fragen dazu, welchen Handlungsbedarf man da wo sieht (Seite 31/32 aus dem Fragebogen): Die KI schreibt dazu: "Durch die vom Bundesministerium des Innern (BMI) angestrebte Definition droht Schützen und Jägern im Zuge der aktuellen Waffenrechts-Evaluierung (Stand 2026) eine deutliche administrative und regulatorische Verschärfung. Eine gesetzliche Definition dient im Waffenrecht fast nie als reines Vokabelheft, sondern schafft stets das Fundament für neue Verbote, Erlaubnispflichten oder Kontrollmechanismen. [1] Experten und Verbände wie der BDMP und der Deutsche Schützenbund (DSB) warnen vor allem vor drei konkreten Verschärfungsszenarien: [1, 2] 1. Einschränkung des erleichterten Erwerbs („Bedürfnis-Verschärfung“) Bislang gilt beim Kauf modularer Systeme ein massiver Vorteil: Wer ein Grundsystem besitzt, darf rechtlich unkompliziert Wechselläufe oder Austauschgehäuse erwerben. Führt das BMI eine eigenständige Definition für „modulare Waffen“ ein, könnte dieser Privileg-Status fallen. Es droht die Pflicht, für jede modulare Ergänzungskomponente einen separaten, vollwertigen Bedürfnisnachweis (z. B. durch den Verband oder Nachweis konkreter Disziplinen) erbringen zu müssen. 2. Deckelung der waffentechnischen „Bausteine“ (Kontingentierung) Weil modulare Waffensysteme (wie AR-15-Plattformen oder moderne Repetierer) das legale Zusammenstellen mehrerer Kaliberkonfigurationen erlauben, befürchten Sicherheitsbehörden das Entstehen von intransparenten „virtuellen Waffenlagern“ im privaten Bereich. Eine Neudefinition könnte genutzt werden, um eine Maximalgrenze für modulare Anbauteile pro Besitzer einzuführen. Komponenten, die über dieses Limit hinausgehen, würden dann schlichtweg nicht mehr genehmigt. 3. Ende der Genehmigungsfreiheit beim Zusammenbau Bislang ist das eigenständige Zusammenstecken ab Werk passgenauer modularer Teile (z. B. Upper und Lower Receiver) im Handel oder durch den Schützen rechtlich kein erlaubnispflichtiges „Herstellen“. [1] Mit einer restriktiven Definition könnte das BMI verfügen, dass der Zusammenbau modularer Waffensysteme künftig ausschließlich zertifizierten Büchsenmachern vorbehalten bleibt. Jeder private Kaliberwechsel zu Hause am Schreibtisch stünde dann unter dem Generalverdacht der illegalen Waffenherstellung." Meine Meinung: Szenario 3 halte ich für unrealistisch, Nr.1+2 bestätigen meine Sorge aber voll. -
Waffenrechtliches Bedürfnis und Waffenanzahl bei Jägern und Sportschützen
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
Gestern schrieb @ASE eigentlich dasselbe in grün zum Thema Kontingentbegrenzung für Jäger etc. fielen ihm auch "gestaffelte Aufbewahrungsvorschriften" und "irgendwann dann Alarmanlagenpflicht" ein. Dafür haben ihm eine Reihe WO-ler applaudiert. Teils dieselben, die jetzt meine in genau dieselbe Richtung gehenden Vorschläge torpedieren. Von daher fällt mir ein, dass ich hier falsch verstanden werde... -
Waffenrechtliches Bedürfnis und Waffenanzahl bei Jägern und Sportschützen
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
Ich glaube, ich werde falsch verstanden. Natürlich könnte es von mir aus auch ohne Aufschaltungen etc. gehen - das ist jetzt alles doch nicht mein Herzenswunsch! Aber aktuell werden ja Vorschläge zur Verbesserung (gemeint: Verschärfung) des Waffengesetzes gesammelt. Statt unsere Waffenlobby irgendwann verhandeln zu lassen, ob z.B. die Jagdwaffengarderobe 15 oder doch nur 10 oder gar 8 Langwaffen umfassen soll (bei der nächsten Verschärfungswelle geht es eh dann wieder eins runter), wäre es doch argumentativ besser, die "Verbesserungsdiskussion" mal in Richtung Smart Tresor zu lenken. Den kann man ja mit einer WIFI-Kamera verknüpfen, dann sieht der Sicherheitsdienst sofort bei Alarmauslösung wegen der Flex, was Sache ist und noch bevor die 10. Waffe freigeflext ist, steht dann schon die Polizei da und es hat sich ausgeflext. Man müsste mal einen alten Jäger mit hohem Waffenbestand fragen, ob solch eine Lösung, die ihn ggf. nur einen dreistelligen Betrag zum Einrichten kostet (+monatlich 30 EUR) ihm nicht lieber wäre als ein Rollkommando, das erstmal alle Waffen sicherstellt bis er dann mit viel Geld+Anwalt nach 1-2 Jahren einen kleinen Teil wieder zurückbekommt. Und wenn dann jeder Überkontingentschütze auch solche Optionen (!)= hätte, wär's doch toll. Kein Zwang, einfach nur als Alternative zu einer extrem verschärften Überprüfung des Überkontingents. So hat jeder die Wahlfreiheit. -
Waffenrechtliches Bedürfnis und Waffenanzahl bei Jägern und Sportschützen
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
Das stimmt. Die Aufschaltung bei einem Sicherheitsdienst kostet wie folgt: 1. Monatliche Laufzeitkosten (Die Kerngebühr) Die reine Überwachung des Waffenschranks (Sabotage-, Vibrations- und Öffnungsmelder) durch geschultes Personal kostet im Monat: Basis-Tarif (reine Benachrichtigung): Ca. 20 bis 35 Euro pro Monat. Die Leitstelle prüft den Alarm und ruft den Besitzer oder eine hinterlegte Vertrauensperson an. ==> Bitte mal gegenrechnen, was ein extra Training pro Monat kostet, weil man über die verschärfte Bedürfnisprüfung die Waffen in Volk runterbekommen will. 2. Einmalige Kosten (Einrichtung & Hardware) Damit der Schrank "funken" kann, ist einmalige Investition nötig: Einrichtungsgebühr der Leitstelle: Einmalig ca. 50 bis 90 Euro für die Programmierung der Meldekette und des Maßnahmenplans im System der Leitstelle. Übertragungsgerät & Sensorik: Das GSM-/LTE-Wählgerät sowie die Riegelkontakte und Erschütterungssensoren am Tresor kosten in der Anschaffung je nach Hersteller zwischen 200 und 600 Euro. ==> Bitte mal gegenrechnen, was allein bei 50 Waffen schon 5 große Waffenschränke kosten. Da sind wir im oberen 4stelligen Kostenbereich und auf die 250-690 EUR kommt es dann auch nicht mehr an. Wie gesagt, das ist ja nix für "Normalbürger" und auch nix für normale Legalwaffenbesitzer, sondern ein alternatives Konzept für LWB, die eben Freude an ihrer Waffenauswahl haben, gerne Abwechslung auf der Jagd oder am Schießstand lieben und denen sonst ALLES weggenommen würde, weil sie die stetig sich höher schraubenden Bedürfnisprüfungen einfach nicht mehr schaffen. Wenn die sich durch eine solche smarte Waffenschranklösung ihre freie Entfaltung der Persönlichkeit ohne Risiko für doe öSouO sichern/erhalten könnten, waäre das doch eine schöne Lösung für alle, auch weil es die Arbeit der Waffenbehörde sogar erleichtern würde. -
Waffenrechtliches Bedürfnis und Waffenanzahl bei Jägern und Sportschützen
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
Da kommt halt die Waffenlobby ins Spiel. An dem Satz "So wenig Waffen wie möglich im Volk" beisst sie sich die Zähne aus. Aber was glaubst Du denn, warum diese ganzen Verschärfungen bei Kontingentüberschreitern oder die Kontingentierungen auf WBK gelb, etc. stattfinden? Doch wohl kaum wegen der von Dir oben genannten "deliktischen Relevanz". Nein, es geht ganz simpel um "so wenig Waffen wie möglich". Hier könnte man schon ein Angebot machen, dass diejenigen LWB, die bei der Lagerung am Schlussteil des Satzes "im Volk" arbeiten, dann eben Erleichterungen (keine verschärften Bedürfnisprüfungen) bekommen. Genau hier könnte unsere Waffenlobby mal ansetzen. Und "Sicherungs-Gimmicks" ist jetzt sehr abwertend. Die Technik schreitet voran: Wenn der LWB z.B. zuhause überfallen wird und gezwungen wird, seinen Schrank mit Fingerabdruck zu öffnen, dann kann er dazu z.B. einen (Alarm-)Finger nehmen, mit dem der Schrank zwar geöffnet, aber die Polizei (von den Gangstern unbemerkt) sofort alarmiert wird. Also es gibt viele Optionen, diese Systeme so auszugestalten, dass sie keineswegs nur "Gimmicks" sind, sondern echte Sicherheit bieten. Und dann hat man damit auch ein Verhandlungspfund!! -
Waffenrechtliches Bedürfnis und Waffenanzahl bei Jägern und Sportschützen
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
Ja was kostet der enorme Trainings- und Wettkampfaufwand für Kontingentüberschreiter denn zum Beispiel. Bei den momentanen Munitions- und Spritpreisen? Dieses ganze Bedürfnisüberprüfungstheater dient einzig und allein dem Satz "So wenig Waffen wie möglich im Volk". An dem kommt unsere Waffenlobby nicht vorbei. Daher ist eine diskussionsfähige Alternative doch die, am zweiten Teil dieses Forderungssatzes anzusetzen. Nicht pauschal "so wenig Waffen", sondern, "im Volk". D.h. man verhindert durch intelligente Technik einfach, dass die vielen Waffen urplötzlich benutzbar "ins Volk" kommen. Darüber muss man doch reden können! -
Waffenrechtliches Bedürfnis und Waffenanzahl bei Jägern und Sportschützen
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
@Thomas St. Ja klar, das ist kein Konzept für die Vielzahl der Waffenbesitzer, die bis zu 10 Waffen haben. Aber es wäre eben ein besseres Konzept für alle die, die sagen wir 50-100 Waffen oder mehr haben, als denen einfach alle Waffen (so enden solche Fälle ja meist) oder zumindest alle bis auf 10 wegzunehmen. RFID-Chips kosten nicht die Welt und könnten an unauffälliger Stelle auch an historische Waffen rangeklebt werden. Aufschaltungen zur Polizei existieren für größere Waffenbestände schon lange. Ein rollierendes Kontingent von nicht mehr als 10 Waffen zeitgleich entnehmbar wäre daher ein wesentlich milderes Mittel, als alles über 10 wegnehmen. DAS ist ja letztendlich die Alternative! Man könnte aber auch einzelnen Waffenbesitzern die Option anbieten, statt extremer Trainings-und Wettkampfanforderungen für Kontingentüberschreiter bzw. künftig auch Jägern mit übergroßer "Jagdwaffengarderobe" ein solches RFID+Aufschaltung+rollierendes Kontingent-System installieren zu lassen und die Behörde verzichtet dann im Gegenzug auf verschärfte Bedürfnisüberprüfungen. Das wäre ein "Win-Win für alle": Die Behörde hat weniger Arbeit mit den zeitaufwändigen Bedürfnischecks, die Sportschützen und Jäger werden ein bisschen mehr "in Ruhe gelassen" und die öffentliche Sicherheit und Ordnung bleibt durch diese innovativen Technologien auch besser geschützt! -
Waffenrechtliches Bedürfnis und Waffenanzahl bei Jägern und Sportschützen
Schwarzwälder antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
Bitte mal genau lesen. Es geht hier nicht um die blöden "Stöpsel" und auch nicht darum, Deine Waffen ins Internet zu bringen inkl. Schusszähler und Aktivierung/Deaktivierung nur auf dem Schießstand oder so. Sobald man in ein paar Meter Umkreis den Schießstand verlässt, wäre die Armatixwaffe ja deaktiviert worden. Solche Extremkonzepte haben außerdem das Problem, dass sie hackbar sind...und natürlich die Totalkontrolle. Bei o.g. Lösung wird das Problem bei der Lagerung gelöst. Das ist viel weniger invasiv und ich glaube kaum einer der Jäger/Sammler/Sportschützen wird zeitgleich alle seine 100 Waffen auf dem LKW durch die Gegend spazieren fahren wollen. Man muss am Ende halt immer überlegen, was die Alternativen sind. Freiheit, auch für hohe private Waffenbestände, oder alles wegnehmen bis auf 10, dann 8, dann fünf...?