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Friedrich Gepperth

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  1. Hallo Fritz ,

     

    eine Anmerkung zu den Magazinen, die offenbar immer wieder vergessen wurde:

    in jedes mir bekannte 10er Magazin passen mit mehr oder weniger Druck auch 11 Patronen rein, zumindest bei .223Rem. Das lässt sich dann nicht mehr bei geschlossenem Verschluss in die Waffe einführen, sodass nie mehr als 11 Patronen in der geladenen Waffe sein können, wäre aber bei strenger Auslegung des Gesetzestextes ein Problem. Wenn ich mich recht entsinne, war das in der EU-Richtlinie so formuliert, dass es hieß "nicht mehr als 11 bzw. 21 Patronen in der Schussbereiten Waffe. Die Formulierung des deutschen Gesetzentwurf besagt aber, dass nicht mehr als 10 Patronen in das Magazin passen dürfen. Das würde streng genommen bedeuten, dass alle 10er ebenfalls verboten sind. Und wer würde bezweifeln, dass die strengstmögliche Auslegung zum tragen kommt. Dieses Problem sollte noch irgendwie an die betreffenden herangetragen werden.

     

    Gruß Andreas

  2. Frau Merkel kümmert sich um Vieles aber höchstwahrscheinlich nicht um das deutsche Waffenrecht. Also sollte man sie im diesem Bereich auch gefälligst in Ruhe lassen. Friedrich Gepperth
  3. So will es der Bundesrat nicht aber die Regierung. Auch hier sind die Feinheiten zu beachten: Es heisst "Sind seit der Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte ..." also kann wieder individuell für jede Schusswaffe geprüft werden, ob die Voraussetzungen für "diese" Waffe vorliegen. Wir haben den Satz wie folgt neu gefasst und wollten ihn so haben: "Sind seit der ersten Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte ... Damit verändert sich der Inhalt völlig. Im übrigen folgen wir hier natürlich der guten Intention des Innenministers, dass dann für das Fortbestehen des Besitzbedürfnisses nur noch die bloße Mitgliedschaft im Schützenverein ausreichen soll. Der Minister wollte was Gutes aber hier gilt wie so oft im Leben: Gut gewollt ist noch lange nicht gut gemacht. Friedrich Gepperth
  4. Ich gebe zu, dass es nicht ganz so einfach ist, die Knackpunkte zu sehen. Deshalb eine Erläuterung: Im Entwurf ds §14 (4) muss 1. der Verband die Bescheinigung ausstellen 2. dass der Schießsport in den letzen 12 Monaten vor der Überprüfung regelmäßig (also 18/12 mal) ausgübt wurde 3. und hier kommt das wichtigste: es heißt dann unter 2. "die Waffe" und nicht "die Waffen"! Somit wird klar, dass diese Bescheinigung für jede Waffe zu erbringen ist. Genau das haben die Vertreter des BMI auf meinen Hinweis, dass es doch wohl die Waffen und nicht die Waffe heißen müsste, ausdrücklich bestätigt. Verlangt werden soll der Nachweis für jede Waffe! Ich gebe offen zu, dass ich eine ganze Zeitlang der festen Überzeugung war, dass es sich um redaktionelles Versehen handeln müsste. Eine Bedürfnisbescheinigung für den weiteren Besitz von zum Sportschießen erworben Waffen (unter den Bedingungen 18/12, bei Prüfung der individuellen Voraussetzungen) für jede vorhandene Waffe wäre weltweit einmalig. Das gibt es wirklich nirgendwo. Wenn überhaupt Aktivitätsnachweise für den vorhandenen Waffenbestand abgefragt werden, dann wird immer gefragt "wie oft hat der betreffende Schütze geschossen" und nie, wie oft hat er mit einer individuellen Waffe geschossen. Bei uns war das auch immer so. In Frankreich zum Beispiel muss man dreimal im Jahr für die Aufrechterhaltung des Bedürfnisses schießen. Dort können alle Sportschützen neben den bis 20 schüssigen Kurzwaffenmagazinen auch Langwaffenmagazine bis zu einer Kapazität von 30 Patronen erwerben (ohne jede Registrierung). Die im Verband registrierten IPSC Schützen sind durch ihren IPSC Ausweis von jeder Magazinbeschränkung befreit, solange sie den haben. Frankreich drängte übrigen die EU Kommission dazu, die Feuerwaffenrichtlinie voranzubringen. Als der Entwurf kam, wollte man aber nicht mehr so richtig was davon wissen. Friedrich Gepperth
  5. Ein ganz wesentlicher Grund besteht darin, dass Wiederladen nur für Patroen für Langwaffen erlaubt ist. Wer so einen 9mm Luger SL-Karabiner hat, kann auch für 9mm Luger wiederladen und selbstredend auch Munition beim Händler kaufen und zu Hause haben. Die 9mm Luger Munition von Tula oder Barnaul (Stahlhülse nicht korrosiv) ist ziemlich billig (9-13 cent). Für das Kurzwaffenschießen muss man sonst in der Regel die Munition auf dem stand mit einem entsprechenden Aufschlag kaufen. Andere Länder andere Sitten. Friedrich Gepperth
  6. Eine Antwort auf das Schreiben des bayerischen Innenministers kommt erst, wenn der Kabinettsentwurf, wie er wirklich verabschiedet wurde, bekannt ist. Friedrich Gepperth
  7. Deutlich erkennbares Laufen und Bewegung sind unterschiedliche Dinge. Bei laufenden Keiler oder beim Wurfscheibenschießen schießt man auch aus der Bewegung heraus aber eben nicht aus dem deutlich erkennbaren Laufen heraus. Leider wird dies aller Orten ziemlich durcheinandergebracht. Der Video von Shiva von 1999 zeigt, dass wir den Parcours schlecht aufgebaut hatten. Gabriele Kraushofer, ihres Zeichens Weltmeisterin konnte so schiessen wie es nicht vorgesehen war. Die Parcours müssen bei uns so aufgebaut werden, dass zur Schueßabgabe ein kurzes Verhoffen oder Anhalten notwendig ist. Das kann man steuern, wenn man will. Und man muss. Sonst ist irgendwann Ende. Friedrich Gepperth P.S. Dass wir irgendwann auch ohne dies Beschränkung schießen wollen, ist klar. Aber derzeit ist es aussichtslos.
  8. Schuster hat hier völlig richtig darauf hingewiesen, dass das Gericht sich eine Dreck um die Waffenverwaltungsvorschriften gekümmert hat. Ohne dass wir groß Trara gemacht haben, waren wir in dieser Sache bereits seit letztem Jahr aktiv, weil die gegenwärtige Rechtslage wegen der unglaublichen Arroganz der Verwaltungsgerichte völlig am Erodieren ist. Das aufgeführte Urteil ist leider nicht das erste dieser Art. Das Ergebnis unser Bemühungen war ein Referentenentwurf, der nicht nur nicht hilfreich, sondern geradezu abenteuerlich verschärfend ausfiel. Die Begründung mit Europa ist definitiv falsch. Inzwischen ist die Politik aufgewacht. Der Gesetzgeber muss nun Farbe bekennen. Klar ist, wir befinden uns mitten in einem existenziellen Kampf um das deutsche Schützenwesen. Nichts weniger. Friedrich Gepperth
  9. Wir haben heute vom Bundesfinanzhof erfahren, dass in der Sache eines klagenden IPSC Vereins, der vor dem Finanzgericht Hannover eindeutig gegen das zuständige Finanzamt hinsichtlich der Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit obsiegt hat, der Revisionsantrag des Finanzamts und des sich dem Verfahren beigetretenen Bundesfinanzministeriums als unbegründet zurückgewiesen wurde. Im Verfahren wurde bereits festgelegt, dass das Urteil des Bundesfinanzhofs als grundsätzliche Entscheidung hinsichtlich der Gemeinnützlichkeit des IPSC Schiessen ergeht. Es ist zu erwarten, dass der entsprechende Erlass hinsichtlich der Abgabenordnung bei nächster Gelegenheit der Rechtslage angepasst wird. ?????????????????? Friedrich Gepperth
  10. Von wo aus man fliegt ist egal. Zumindestens wenn man seinen Wohnsitz in Deutschland hat müsste man mit einem Verfahren rechnen. Da kennen die nichts. Im übrigen geht dabei dann um eine Straftat Friedrich Gepperth
  11. So ganz kann ich die Preisdiskussion nicht nachvollziegen Geco VM 55gr € 395/1000 Privi VM 55gr € 355/1000 GGG VM 55gr € 365/1000 (das ist € 18,25 pro 50er Schachtel bei Abnahme einer Originalkiste von 1.200 Patronen. Bei Frank und Monika ca. € 25/50er Schachtel)) Geco und Privi lagernd. Nur noch kleine Menge GGG da. im Mai kommen noch 100.000. Allein Mesko ist derzit etwas zu teuer.Da geht unter € 37,5/100 nix. Prozentual ist bei 9 Luger die Preissteiergung höher. Friedrich Gepperth
  12. Man sollte was die Striker-Fire-Waffen (Schlagbolzenschloss-Pistolen) angeht nicht so voreilig antworten. Bisher gab es ja nur Waffen, die gleichsam wie Double-Action-Only Waffen im einen gleichmäßig (schweren) Abzug hatten und für IPSC Production ja mindestens 5 lbs . Das ist jetzt anders. Ich empfehle dazu mal die aktuelle Ausgabe 2/17 des DWJ (Deutsches Waffen-Journal) Seite 56. Die dort vorgestellte Canik TP9V2 ist zwar eine Schlagbolzenschloss-Pistole aber mit Double-/Single-Action Abzug. Wenns denn unbedingt Plastik sein muss, so wäre doch ein guter Abzug und sei es nur im Single-Action Modus ein erheblicher Vorteil. Bei Verwendung dieser Waffe beim IPSC Schießen ist die Waffe nach dem Durchladen zu entspannen, was ja scheinbar sehr gut und sicher geht. Diese Knarre scheint mir wirklich interessant zu sein. Wenn der SA Abzug dann noch unter trockene 1500g zu bringen ist, so ist sie in Production Division in jedem Fall eine interessante Alternative. Sie kostet ja auch nicht viel. Friedrich Gepperth
  13. Schwarzwälder bringt viele interessante technische Vorschläge. Wir haben bis her ein Verwendungsverbot für Magazine über 10 bei halbautomatischen Langwaffen. Bei freim Besitz und Verkauf aller Magazine. Das ging gerade so und hat nicht die geringsten Probleme gebracht. Die Deutschen waren auf EU Ebene nach meinen Informationen im Rat und im Trilogue die stärksten Protagonist der 10er Langwaffenregelung. Diese ist jedoch verbunden mit der absolut schwachmatigen Regelung, dass für die Besitzer der Langwaffen für größere Magazine nicht nur ein Verwendungs- sondern auf ein Besitzverbot gilt. Kriminelle werden mindestens die nächsten 50 Jahre ohne Probleme Langwaffenmagazine >10 bekommen. Der rechtstreue und überprüfte Langwaffenbesitzer verliert seine Zuverlässigkeit für ein solches Magazin. Da fällt einem nichts mehr ein. Hier muss an anpacken. Die Regelung ist irrsinnig. Die orginäre deutsche Regelung eines Verwendungsverbotes mit der Ausnahme für anerkannte internationale Sportdisziplinen und deren Betreiber (bsiher nur IPSC) ist nicht ganz so abstrus, wie das was jetzt verabschiedet wurde. Übrigens mit barbarischen Druck auf die Parlamentsvertreter von seiten einiger Regierungen. Hoffentlich geht Milan Chovanecs Vorschlag durch. Das wäre mal ein supergutes Signal! Dass man die Bevölkerung völlig wehrlos macht und den Terroristen aussetzt, ist furchtbar. Warum soll es nicht möglich sein, Personen, die beispielsweise 20 Jahre legal Schusswaffen besessen haben, sich einwandfrei verhalten haben und sehr gute Schießfertigkeiten nachweisen können, nach einer Überprüfung nicht einen Waffenschein auszustellen. Wir reden ja nicht über amerikanische Verhältnisse sondern dass Menschen ausgewählt werden, die jahrzehntelang Zugriff auf Schusswaffen hatten, vernatwortungsvoll damit umgingen, entsprechende Schießfertigkeiten haben und bereit sind, eine Waffen verantwortungsvoll zu führen. Selbst wenn dies nur 10.000 Bürger/innen in Deutschland sind, bringt dies durchaus eine Chance auf Widerstand bei einem Terrorakt bzw. Amoklauf. Die Wahrscheinlichkeit eines missbrauchs durch einen dieser Waffenträger geht gegen Null! Friedrich Gepperth Friedrich Gepperth
  14. Ich glaube dazu kann ich was sagen. OA hat sich durch erstklassige Schriftstücke von Matthias Hainich engagiert. Und Schmeisser/Schumacher haben sich mit weitem Abstand am meisten beim Kampf gegen den Brüsseler Irrsinn eingebracht, übrigens auch finanziell. Thomas Hoff war bei der Veranstaltung von Firearms United selbst in Brüssel anwesend. Wer sagt denn, dass OA und Schmucher/Schmeisser klein bleiben müssen. Wenn wir weiter den Zulauf haben, wie zur Zeit, können die soviele Büchsen verkaufen, dass sie viel größer werden. Das wäre für uns bestimmt nicht schlecht. Größeres Unheil im Bereich der Halbautomaten als das was wir jetzt schon abkriegen, wurde nur durch eine Allianz aus der Basis und deren vertretern FU (aus D GRA) und einigen Verbänden, die Sportschützeninteressen wargenommen haben haben verhindert. Einmal das FWR (inklusive einem Vertreter des DSB, der BDS selbst auch und ganz im besonderen die IPSC mit ihrem Legislative Director Sasja Barentsen, der ständig vor Ort war. Nicht zu vergessen Stephen Petroni. Dass sich darüber hinaus unsere Industrie eingebracht hätte (ausser über die Mitgliedschaft beim FWR) ist mir ausser bei der Deaktivierung und den SRS Waffen auch nicht aufgefallen. Was den allgemeinen Irrsinn (medizinische Tests, Laufzeit für WBKs usw. da stand der DSB auch wie eine Eins. Im übrigens hat sich auch die ISSF (Generalsekretär Schreiber) nicht gegen uns instrumentalisieren lassen, obwohl es die Kommission versucht hat. Insbesondere in der heiss umkämpften Halbautomatenfrage muss man sich auch gegenwärtigen, welchen Umsatzanteil die traditionellen Hersteller an den Black Guns haben. Da geht es für die großen doch um Kleingeld. Das ist genau eines unserer Dilemmas. Der inländische Umsatz in € mit den modernen Kurzwaffen ist auch nicht so hoch. Für viele bei den Herstellern geht es vor allem um den gigantischen US Markt oder um den traditionellen Jagdwaffenmarkt. Und vor allem für die Italiener um hochwertige Flinten für Sport und Jagd, die aber Kategorie D sind. Also überhaupt nicht direkt umkämpft waren. Die schlimmste Truppe hinter den Kulissen waren und sind die Franzosen, bzw. ihre Regierungund deren Vertreter, die das ganze angestoßen haben und nur verdeckt operieren. Un ganz nebenbei keinen einzigen Hersteller von MSR und modernen Kurzwaffen haben (übrigens auch keinen einzigem Hersteller für 9x19, 223 und 308 Patronen). Unsere deutsche Regierung hat keinesfalls für Verschärfungen gekämpft, die über die derzeitigen deutschen Waffenrechtsregelungen hinausgehen. Aus meiner Sicht ist die ganze Firearms Direktive überflüssig wie ein Kropf mit Ausnahme von einheitlichen Deaktivierungsregelungen und -standards. Meine Meinung über die EU Kommssion kann ich hier nicht äußern. Sie ist einfach zu schlecht für die Öffentlichkeit. Das Ganze ist weiterer Sargnagel für die Zukunft der EU. Wir werden noch unser blaues Wunder erleben, was da alles noch in nicht allzu ferner Zukunft auf uns zukommt. Friedrich Gepperth
  15. Zu Carcanos Posting 3078 nur eine Frage: Liege ich denn mit den € 15.000 für das Ganze weit daneben? Friedirch Gepperth
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