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Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Bis 1972 war "haben wollen" durchaus ein wichtiger Bedürfnisgrund - zumindest für Waffen der Kategorie C (Repetierer, Flinten, usw.). Entsprechend haben sich viele Leute Waffen gekauft - ob Luftgewehr, Wehrmachts-Karabiner oder KK-Gewehr - je nach Lust und Laune (und ob man damit im Garten auf Scheiben, Konservendosen oder Spatzen schießen wollte oder gewappnet sein, falls doch mal Panje-Wagen (vgl. heute Pickups mit Vermummten) die Straße lang rollen...) war ja alles frei. Erst mit dem neuen WaffG kam das Bedürfnis und damit die Vereinspflicht - sofern nicht Jäger oder Sammler. Die Folge: die Bürger mussten die einst freien Waffen nachträglich in WBKs eintragen lassen, überlastete Behörden und Händler, die einen großen Umsatzrückgang zu verzeichnen mussten, weil sie fortan nur noch Jagd- und Sportwaffen an Berechtigte verkaufen durften und damit auf ihren Arsenalen sitzen blieben. (hier wäre es mal interessant zu wissen, wieviele Waffenhändler/ Bümas es 1970 gab und wieviele noch 1980, 1990, 2000 und zuletzt 2020) Eine Vereinfachung/ Neugestaltung des Waffengesetzes, welches nicht nur das Bedürfnis für Klasse C aufhebt, sondern auch den Sportschützen mehr Möglichkeiten und weniger Limitierungen einbringt, wäre für die Branche der Büchsenmacher/ Waffenhändler eindeutig ein Gewinn - von dem auch wir profitieren würden! Denn dadurch gäbe es mehr Händler, mehr Angebote und dadurch mehr Wettbewerb und somit auch günstigere Preise. Warum sollte ein DSB-25m-KK-Pistolenschütze nicht ein AR15 (im "tacticool"-Look) kaufen dürfen? Ganz ohne schießsportliche Erlaubnis, sondern nur, weil er waffenrechtlich zuverlässig ist und bereits mit seiner ersten Waffe alle Anforderungen für den weiteren Erwerb erfüllt? Oder warum sollte ein Sportschütze, der im Lotto gewinnt, sich nicht auf einen Schlag eine HOLLAND&HOLLAND-Kollektion (mit bspw. 20 Büchsen und Flinten) zulegen, noch bevor er den Jagdschein hat? Es sind auch nur Waffen. Warum soll er dafür sonst 5 Jahre peu à peu einkaufen müssen? Warum darf ein Jäger unzählige Langwaffen besitzen, aber nur zwei Kurzwaffen? Geht von ihm eine größere Gefahr aus, wenn er auch eine dritte, vierte oder fünfte Kurzwaffe besitzt? Warum reicht es nicht aus, dass ein Erbe von erwerbsscheinpflichtigen Waffen eine Sachkunde macht, die Waffen richtig lagert und keine Munition kaufen darf? Das sind alles unsinnige Restriktionen, die das Waffengesetz derzeit beinhaltet, die keinen Sicherheits-Mehrgewinn bringen, sondern nur Bürokratismus fördern und den Handel beschränken. Und letzten Endes eben auch die Freiheit der (potentiellen) Waffenbesitzer beschränken, weil die zum Teil auch so beschränkt denken ("Hier bei uns wird nicht mit 'Kriegswaffen' geschossen! - Aber gegen ein AR15 im schönen Schichtholzschaft und mit Ringkorn ist natürlich nichts auszusetzen.") THINK BIG - THINK DIFFERENT! Wir sollten einfach offener mit den Dingen umgehen und uns nicht selber kasteien und im Handeln oder gar schon im Denken beschränken! -
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Pistolen-Paule antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Deutschland wäre sicherer, wenn Waffen und ihnen gleich gestellte Gegenstände nur von Menschen mit a) einer waffenrechtlichen Erlaubnis oder b) mit einem aktuellen Führungszeugnis gekauft werden dürften. Dann könnten wir uns die meisten Paragraphen und Gesetzesverschärfungen schenken. Aber ist wahrscheinlich diskriminierend, wenn der junge heranwachsende, potentielle Facharbeiter, dem man trotz ellenlanger Vorstrafen eine positive Zukunft attestiert, vom Kauf ausgeschlossen wird. Also quält man lieber weiterhin die Legalwaffenbesitzer. Mit denen kann man es machen. Die haben immer Angst, etwas zu verlieren. -
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Pistolen-Paule antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Ja, der Klassiker: 2 Luftgewehre, 3 Gaspistolen und 5 Messer - "riesiges Waffenlager ausgehoben!" Man kann auch mit einem Hammer gefährliche Sachen machen. Oder mit nem Spaten. Sieht aber nicht so sexy aus und würde die Bevölkerung auch nciht verunsichern. Aber richtig toll ist in diesem Pressetext auch der Zusammenhang Waffen, die unter das "Anti-Doping-Gesetz" fallen? Der Satz ist etwas unglücklich formuliert. Gemeint ist wohl eher das Betäubungsmittelgesetz, unter das bspw. Amphetamine fallen und wo Besitz und Handel beschränkt sind. Das Anti-Doping-Gesetz richtet sich gegen den Einsatz bestimmter Präparate im Sport. Die Waffen werden in anderen Gesetzen behandelt. -
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Pistolen-Paule antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Wir leben mittlerweile in einer hoplophoben Gesellschaft. Das fängt schon im Kindergarten an - der Feen-Zauberstab ist erlaubt, das Holzschwert und die Spielzeugpistole sind 'natürlich' verboten. So zieht sich das immer weiter, weil oftmals Frauen die ersten Kontaktpersonen in Kindergarten und Schule sind (wo bleibt eigentlich der Aufschrei nach mehr Gendergerechtigkeit in diesen Berufszweigen?), die mit "Jungspsielzeug" und den Raufereien und dem Gehabe von 'CIS-Hetero-Knaben' nichts anfangen können. Auch in weiterführenden Schulen und im Alltag - Menschen mit Waffen gibt es eigentlich nicht. Selbst Soldaten gibt es nur im Fernsehen. Wenn Menschen mit Waffen in den Medien auftauchen, dann vorzugsweise negativ. Jedoch gibt es immer zwei Varianten: A) die Tatwaffe wurde illegal besessen (oder ist erlaubnisfrei) - dann liest man nur einen Artikel B) die WBK-pflichtige Tatwaffe wurde legal besessen, dann gibt es Dutzende Artikel dazu, zahlreiche "Experten" äußern sich und das Damoklesschwert der Gesetzesverschärfung hängt wieder sichtbar über uns. -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Als Mitglied sollte es einen generell interessieren, wofür die Gelder verwendet werden. Vor allem dann, wenn da nichts sehen, nichts zu hören oder zu lesen ist. Ich bin bspw. Fördermitglied beim DRF Luftrettung da gibt es via Newsletter immer wieder Beispiele, wofür die Gelder verwendet werden, wie wichtig deren Job und die eigene Mitgliedschaft ist. Ja, es macht dann auch ein wenig stolz, dass man mit seinen paar Talern dazu beiträgt, dass es so gut läuft. Ich muss darum nicht jedes Protokoll lesen oder vorgesetzt bekommen. Anders verhielte es sich, wenn da so ein "konspirativer Club" zusammen hockt und scheinbar gar nichts macht - weder nach außen, noch nach innen kommuniziert. Ja, dass Schatzinger weiterhin die Hand ausgestreckt hält und zur Zusammenarbeit bereit ist, zeugt von Größe und Anstand. Was die Nicht-Beteiligung der Schießstände angeht... ich möchte nicht wissen (oder vielmerh: doch!) wer da seine Finger drin hat und den Befehl rausgegeben hat, dem VDB nicht zu antworten. Allerdings auch schon ein Witz, dass der BVS keine Zahlen hatte (oder rausrücken wollte). Erinnert mich ein wenig an die Einführung des zentralen Waffenregisters. Weil die Behörden offenbar zu blöd oder unwillens waren, die Zahlen zusammen zu rechnen. Aber schön, dass dieser Missstand jetzt behoben wurde/ wird! -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Tja. Auch hier könnte die Erhebung des VDB recht interessant werden. Die meisten Schießstätten gehören ja nicht einem Verband, sondern den Vereinen selber. Ob die nun Mitglied beim DSB, bei der DSU oder dem "neuen-supercoolen-VDB-Schießspport-Verband" dabei sind, hängt vor allem von den Mitgliedern ab, wie die sich entscheiden. -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Alles in allem sehr wohlwollend, wie VDB-Chef Satzinger das vorträgt und die Fragen dazu beantwortet. Auch dass er nicht gewillt ist, da einen Keil reinzutreiben, einen Schuldigen zu bestimmen oder Verschwörungstheorien zu befeuern. Interessant (ab ca. 45:00), dass der VDB wegen des Bleiverbots eine eigene Studie anstrengt, um herauszufinden, welche Schießstätten es gibt und was und womit dort geschossen wird. Umso interessanter, dass nicht mal der Bundesverband Schießstätten e.V. (BSV) diese Fragen beantworten konnte (oder wollte)! Auch, dass einige Vereine mauern (oder auf Druck von oben?) und sich nicht beteiligen wollen. -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Hier das neue Video von Kuma-Tactical mit Frank Satzinger "Das Forum Waffenrecht wirft den VdB raus? das Statement des VdB im Interview" -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Wie gut eine Versicherung ist, erfährt man leider meist erst im Schadensfall - also, wenn man die Versicherung in Anspruch nehmen möchte. Dennoch sollte man gerade bei der Rechtsschutzversicherung prüfen (und sich ggf. schriftlich bestätigen lassen), dass dieses oder jenes Feld auch enthalten ist, z.B. Verkehrsrecht, Arbeitsrecht,... oder eben Waffenrecht -
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Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Au man! Die Waffenhändler sind doch kein homogenes Kartell. Bei ca. 1.600 Mitgliedern wird der VDB keine Einheitspreise festschreiben können. Selbst wenn sich die großen Händler abstimmen sollten, wird es immer welche geben, die diese "UVPs" unterlaufen. Und verdrehe keine Fakten! Der Waffendildo kam nicht vom VDB, sondern entstand unter Mitwirkung des FWR! -
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Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Alternativ ist beim VDW - Verband für Waffentechnik und -geschichte e.V., Düsseldorf im Jahresbeitrag von 71 EUR der Rechtsschutz Waffenrecht enthalten. Der Bayerische Schützenbund bietet ihren Mitgliedern den Rechtsschutz für 8 EUR im Monat an. Ansonsten muss man wohl mal die Versicherer durchklingeln, ob Waffenrecht beim privaten Rechtsschutz inkludiert ist oder explizit ausgeschlossen ist. -
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Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
1. er ist dem Forum WO sicherlich nicht verprflichtet, sich ("gegenüber dem gemeinen Pöbel") erklären zu müssen 2. vielleicht hatte man auch nicht damit gerechnet, dass es solche Wellen schlagen würde, 3. wartet ab, wie der VDB weiterhin reagiert (z.B. juristisches Vorgehen, gänzliches Ausscheiden aus dem FWR), 4. man arbeitet an einer gemeinsamen Verlautbarung und/ oder 5. übt sich wie immer in Geheimdiplomatie ("Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.") -
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Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
zu 1): Ich spreche von der Einführung eines einheitlichen, Bundes-Waffengesetzes, 1972. Zu dem Zeitpunkt gab es sehr wohl den Deutschen Schützenbund, als auch DJV. zu 2-5): Was man vorher alles gar nicht musste, weil man sich seinen WK2-Karabiner einfach bei Neckermann bestellen konnte und weder Sachkunde, noch eine Gelbe WBK benötigte. zu 6): das sollte mich wundern, dass gefährdete Personen über den Schützenverein leichter an WBK (und Waffenschein) kamen. Kann sein. Hätte dort aber gar nichts zu suchen. Denn Combat-Schießen (was man als gefährdete Person ja bräuchte) gibt es dort ja nicht. Und wer (zu dem Zeitpunkt noch gut recherchierte) Presseartikel als "Geschreibsel" diffamiert, disqualifiziert sich eigentlich selber. -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Ja, das war vielleicht etwas vermessen - so wie wöchentlich eine Techno-Party im Altenheim etablieren zu wollen. -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
So sieht´s aus! Die Intention des VDB war nicht, einen Konkurrenz-Verband zu gründen, sondern mit der Aktion #nextguneration die anderen Verbände zu motivieren, sich ebenfalls für ein besseres und leichteres Waffengesetz einzusetzen. Die Idee eines eigenen/ neuen Verbandes kam aus den Reihen der VDB-Fördermitglieder. Siehe auch: -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Das "Bedürfnisprinzip" wurde in das erste Bundeswaffenrecht von 1972 so hineindiktiert. Und daran hatte der Deutsche Schützenbund großten Anteil! Siehe auch den Presseartikel von 1969, der einen Vorgeschmack auf das was kommt gibt: https://www.spiegel.de/politik/kopf-unterm-arm-a-b2c83ab0-0002-0001-0000-000045741252 Bis dahin konnte man sich problemlos, wie heute noch in Österreich, "frei ab 18 Jahren", einfach Waffen der Kategorie C kaufen. Der Vereinszwang mit dem Bedürfnisprinzip spielte dem DSB also in die Hände. Wer fortan Waffen haben und schießen wollte, musste Mitglied werden. Wer also Waffen haben wollte, muss nicht alleine einen Antrag beim Amt stellen, sondern sich im Verein auf Herz und Nieren, von oben bis unten prüfen und somit "mustern" lassen. Das war (und ist) für viele potentielle Mitglieder durchaus abschreckend. Da auf Gedeih und Verderb, mehrere Monate sich zu beweisen, und abhängig von der Gnade der Vereinsmeierer zu sein, ob der Antrag auch vom Verein/ Verband befürwortet wird. Aber der funktionierte - bis heute. Heutzutage wird man vom Amt mehrfach und wiederholt hinsichtlich seiner rechtstaatlichen Gesinnung und seiner waffenrechtlichen Zuverlässigkeit durchleuchtet. Da bräuchte es die permanente Kontrolle durch den Verein eigentlich nicht mehr. Eine der Forderungen des VDB, in der Kampagne #netguneration ist unter anderem die Streichung des Bedürfnisprinzips: https://next-guneration.de/forderung/03_beduerfnisprinzip_harmonisieren.html -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Danke, dass Du uns alle an Deiner Weisheit teilhaben lässt. --- Dabei hat der VDB noch nicht einmal das Potential aller möglichen Unterstützer ausgelotet, bzw. diese Zielgruppen angesprochen. Ganz normale Leute, die meinen, nichts mit dem Waffengesetz zu tun zu haben - aber ganz schnell waffenrechtliche Probleme bekommen können, wenn sie irgendwo (z.B. Waffenverbotszone) "erwischt" werden, bzw. man ihnen böse Absichten unterstellt und sie mit Intensivstraftätern gleichsetzt. --- Nehmen wir zum Vergleich Fußball: Da muss man auch keinem Verein oder Verbadn angehören, um in der Freizeit kicken zu gehen. Ich kann auch jeden morgen im Schwimmbad meine Bahnen ziehen, ohne einem Schwimmverein anzugehören. So wie auch beim Bownling, wo ambitionierte Anhänger dieser Sportart eigene Schuhe und Kugeln besitzen, so könnte man ebenso mit Freunden eine Bahn auf dem (kommerziell betriebenen) Schießstand mieten, wer hat bringt seine Waffe(n) mit, der Rest leiht sich was und dann: Feuer frei & Spaß dabei! Dafür muss man doch nicht zwangsweise in einem Verein Mitglied sein und noch weniger 12x im Jahr irgendwelche Nachweise erbringen! Wer da richtig Bock drauf hat und sich wirklich mit anderen ernsthaft messen will, dem steht es ja frei, in einem Verein/ Verband Mitglied zu sein. --- Warum gibt es Schießbuden auf der Kirmes/ dem Jahrmarkt? Weil es Spaß macht! Es der Unterhaltung dient. Warum sind die Schützenvereine am Tag der Offenen Tür rappeldicke voll? Weil sie da auch mal für Jedermann etwas anbieten, was Spaß macht. Und warum treten danach nicht dutzende Menschen dem Verein bei? Weil sie oftmals keine Lust haben, stupide auf Ringscheiben zu schießen. => finde den Fehler! -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
bist Du Dir sicher, im richtigen Thread geantwortet zu haben? Gerne gehe ich noch einmal auf das Startposting/ die Fakten ein: Das FWR hat VDB rausgeschmissen, mit der Begründung, "dass der VDB nicht gleichzeitig in zwei Lobbyverbänden im Vorstand sein könne". Komisch (und das hatte Kuma-Tactical in seinem Kurzvideo auch schon angemerkt), dass Herr Geppert, sowohl beim BDS, als auch beim FWR im Vorstand sein kann. Bei ihm geht also, was man dem VDB nicht erlaubt. Über die Art und Weise des Ausschlusses kann man streiten, wird aber nichts bringen. Die Frage ist vielmehr: Was wird dieses Zerwürfnis/ diese Teilung für uns Legalwaffenbesitzer bringen? Oder was haben wir gar zu befürchten? Im ersten Schritt ist der VDB erst einmal ausgesperrt, wird bei möglichen Waffenrechtsausschüssen und Diskussionen mit dem BMI draußen bleiben. Das FWR kann sich auf die angeschlossenen Schießsportverbände berufen und so weiterhin die Deutungshoheit für sich beanspruchen. Die Mitgliedschaft im FWR ist aber nicht zwingend notwendig. Es wäre also durchaus möglich, dass der ein oder andere Verband, der sich als progressiver empfindet, das Lager wechselt. Ebenso ist es denkbar, dass auch der VDB einen Verband gründet. Für die sportliche Anerkennung sind 10.000 Mitglieder notwendig - die hätte er bereits durch die Fördermitglieder. Eine Sportordnung, die quasi alles erlaubt und beinhaltet, was die anderen Verbände auch anbiteten (plus X), böte auch den Mitgliedern und Vereinen, die Möglichkeit, leichter zu wechseln oder sich dem auch anzuschließen. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Eine Satzung und Ordnung zu erlassen, einen Verein zu gründen - das geht schnell. Jedoch die Strukturen zu schaffen und die Positionen zu besetzen (vom Kreis, über Bezirk, Land bishin zum Bund) und auch anerkannt zu werden, das wird einige Monate beanspruchen. Ich halte das jedoch nicht für ausgeschlossen. Wie bereits oben erwähnt, gab es in den 70ern auch mal die Bestrebungen, aus dem Mief des DSB auszubrechen, etwas Neues zu schaffen, moderner und offener zu sein. Das waren die damaligen Verbände (BDS, BDMP, DSU) sicherlich auch - für iihre Zeit. Und auch die sind irgendwann alt/ älter geworden. Auch wenn das für den VDB momentan trübe aussieht, so sehe ich doch große Chancen. Mit stetiger Lobbyarbeit in Berlin, werden die sich schon einen Namen machen. Die Etablierung eines Expertenzirkels wird dies weiter begünstigen. Dann eben die Chance, dass auch der ein oder andere Verband (vielleicht ja auch die Bayerischen Jäger?) zum VDB wechseln, plus der Option, einen eigenen Verband zu gründen. Und nicht zuletzt, weil der VDB eben auch die "Waffenlobby" in Deutschland vertritt. Da geht es nicht nur um Pokale, sondern um viele Arbeitsplätze! Ganz egal, ob feinste Klingen (u.a. "Blaupließten") aus Solingen, oder klassische Büchsen aus Thüringen, aber eben auch der Handel mit anderem "Blech- und Plastikspielzeug" aus aller Welt. Und da bewegt der VDB mit seinen Mitgliedern eben ganz andere Zahlen, als die paar Sportschützen und Jäger, auf die sich das FWR beruft. Weil der VDB eben auch ALLE Waffenarten (plus Zubehör) inkludiert. Und damit ist er nicht nur das Sprachrohr der Schützen und Händler, sondern ALLER Besitzer und Käufer von Waffen und ähnlichen Gegenständen. Wo geht man hin, wenn man ein vernünftiges Taschenmesser sucht? Oder vernünftige Kochmesser? Wo kauft man sein Pfefferspray oder die 10er Schachtel für die 'Pfefferpistole'? (ohne horrende Paketgebühren zu bezahlen) Das erste Luftgewehr oder die Murmeln und Scheiben dafür? Alles beim lokalen Waffenhändler/ Büchsenmacher. Denen geht ganz einfach Umsatz flöten, wenn bspw. wie vor 20 Jahren einfach Wurfsterne und Butterflys verboten werden - andererseits haben die sich sicherlich sehr darüber freuen dürfen, dass mit dem Wegfall des alten Anscheinsparagraphen der Airsoft-Markt aufblühte. All das hat weder die Verbände, noch das FWR interessiert. Gab ja leider keine "Ninja-Disziplinen" und Sturmgewehre sind ja soweiso "pfui-bäh" und für den Sport "völlig ungeeignet". Aber bei den Tresoren oder dem Magazinverbot haben sie ebenso geschlafen oder die Füße stillgehalten, wie bei der Anhebung der Altersklassen für das scharfe SPORT-Schießen. Ich will das hier nicht alles weiter ausführen, aber das Forum Waffenrecht HATTE die Chance, etwas zu tun, die Situation für die Mitglieder nicht nur zu bewahren, sondern zu verbessern. Das Gegenteil ist passiert. Und nun haben sie den Partner vergrault und rausgeschmissen, der gegen dieses Duckmäusertum und die Transusigkeit angzugehen versucht(e). Damit haben sie eine kleine Schlacht gewonnen. Doch ich würde es eher als Pyrrhussieg betrachten! Das wird dem FWR über kurz oder lang zum Verhängnis werden. Der deutsche Michel ist zwar immer schwerfällig und kommt nur selten aus seiner Bequemzone heraus - aber nicht doof. Der hat auf lange Sicht keine Lust, nur Einzellader zu schießen oder dergleichen. Gerade die GK-Schützen und vor allem die Schützen mit den bösen Gewehren haben etwas zu verlieren - und das wollen die ganz sicher nicht! Denn wer solche "Interessensvertreter" wie das FWR hat, der braucht sich vor Feinden nicht fürchten. Darum sehe ich ganz gute Chancen für den VDB und auch die Kampagne #nextgruneration, die ich noch lange nicht als beendet ansehe. Ganz im Gegenteil. -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Die VERBÄNDE (insb. DSB und DJV) haben Ende der 1960er mit dem Bundesministerium zusammen daran gearbeitet, dass ihnen das Waffenrecht in die Hände spielte - bis heute! Sei es durch die Einführung der WBK und das Bedürfnisprinzip für alle scharfen Schusswaffen, das Verbot der Mehrlader und "phösen" Anscheinswaffen wie dem Landmann-Preetz, usw. (wer entsinnt sich noch an den alten §37 ?) bishin zu den Gesetzesverschärfungen, wonach es Jugendlichen NICHT erlaubt ist, daheim (also unter Vaters Aufsicht) mit dem Luftgewehr (!) zu schießen - sondern nur im Verein (oder an der Kirmesbude). Ich empfehle zur Lektüre den alten SPIEGEL-Artikel von 1969: https://www.spiegel.de/politik/kopf-unterm-arm-a-b2c83ab0-0002-0001-0000-000045741252 und/ oder auch das Video: Mit dem Bundeswaffengesetz ab 1972 und dem Einfluss des DSB wuchs auch der Unmut, der zur Gründung neuer Verbände wie BDS (1975), BDMP (1979) und DSU (1984) führte. Aber auch diese "neuen" Verbände sind mittlerweile 40-50 Jahre alt! Die Gründungsmitglieder und (einstigen) Vorsitzenden entsprechend ähnlich alt oder bereits verstorben. Fakt ist: von den Gesetzesverschärfungen haben nur die Schießsportverbände profitiert. Das ist natürlich sehr vorteilhaft, dass alle zu ihnen kommen müssen, um schießen zu dürfen. Aber sie haben dabei auch übersehen, dass aus dem "Volkssport" mittlerweile ein elitäres Hobby geworden ist. Ein gutes Pressluftgewehr, eine passende Wattejacke... da kommen auch für den jugendlichen Schützen die ersten vierstelligen Beträge zusammen... Für den (senioren) Anfänger im scharfen Pistolen-Schießen ebenso. Sachkunde, Tresor, Eintragungen... da sind die ersten tausend Euro weg, bevor man richtig mitmachen kann. Kurzum: die Verbände haben jahrzehntelang davon profitiert, ein Oligopol zu haben - an ihnen kam und kommt niemand vorbei, der eine echte Waffe haben möchte und/ oder sportliche schießen. Jedoch die Leute sterben ihnen weg. Die Mittelschicht und die Arbeiter, die sich das Schießen damals noch leisten konnten. Bei denen der Tresor noch 200 DM kostete und die sich kreuz und quer die WBKs vollmachen konnten - ohne dafür regelmäßige Nachweise zu bringen. "Hilfe! Unser jüngstes Mitglied wird 60!" - kein Wunder, dass einige Mitglieder, Vereine und Verdände nach und nach verblassen... -
Forum Waffenrecht schließt VDB aus Vorstand aus
Pistolen-Paule antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Diese ganze Aktion ist an Lächerlichkeit eigentlich nicht mehr zu verbieten! Der VDB wird ausgeschlossen und dafür der BHDS aufgenommen - wow! Das wäre so, als würde das "Forum für Straße & Verkehr"* den ADAC rausschmeißen und stattdessen den "Verband für Reitsport- und Kutschenfahren" aufnehmen. * als fiktives Beispiel Keine Ahnung, was der FWR in den letzten Jahren geleistet haben will. Da galt über all die Jahre nur die Geheimdiplomatie. Durfte keiner wissen - nur soviel: "Das FWR hat sich seeeeehr für euch eingesetzt! Sonst wäre alles viel Schlimmer gekommen!" So wie man Kindern frührer auch gesagt hat: "Wenn Erwachsene sich unterhalten, haben Kinder zu schweigen!". Ich halte dieses Gebahren (auch der anderen Vorstände) für nicht mehr zeitgemäß (selbst bei der Bundeswehr ist man mittlerweile lockerer und nicht so verkrampft). Und Kritik kam ja nicht nur vom VDB, dass da (im bestenn Falle) Stillstand herrscht. Wo waren denn die tollen Vertreter, als es um die Höherstufung der Tresore ging? Oder die Begrenzung der Magazine? Das wird mit diesem katholischen Trachtenverein definitv nicht besser werden! Aber das Gute: die sterben früher oder später aus! -
Kurzwaffen Lagerung (Schreckschuss)
Pistolen-Paule antwortete auf Quickjack300's Thema in Waffenrecht
Man kann jetzt natürlich darüber philosophieren, ob "Waffen ODER Munition" beides inkludiert oder nur eines zur Zeit erlaubt ist, aber man kann es auch übertreiben. In anderen Ländern steht die fertig geladene Schrotflinte neben der Tür oder hinterm Sofa. Und wir machen uns wilde Sorgen über die ordnungsgemäße Aufbewahrung von Schreckschusswaffen? Ich will nicht wissen, wie unsere Freunde in Berlin-Neukölln ihre Silvester-Wummen lagern... Versteht mich bitte nicht falsch: Waffen sollten GRUNDSÄTZLICH so aufbewahrt werden, dass unbefugte (und/ oder nicht daran unterwiesene oder informierte) Personen KEINEN Zugriff darauf haben können. Aber weder den Whisky, noch den WC-Reiniger bewahre ich in einem Sicherheitsschrank auf. Auch da kann man den Kindern klar machen, dass die da nicht dran zu gehen haben. Ich verstehe jedoch, dass man seine Waffen ordentlich verwahren möchte und dies auch gesetzeskonform gestaltet. Im Nachbarforum gab es kürzlich eine ähnliche Diskussion: https://www.co2air.de/thread/115490-frage-zum-vorschriftsgemäßen-lagern-von-ssw-und-munition-bayern/ Und daraus resultierend einen möglichen Lösungsansatz, plus weiterer Ideen: https://www.co2air.de/thread/115744-aufbewahrung-von-ssw-und-munition/ Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen hier. -
Seit 01. Dezember 2023 gibt es auch in Mannheim eine Waffenverbotszone. (über den Sinn und Unsinn mag man - an anderer Stelle - streiten) Fakt ist jedoch, dass die Stadt Mannheim eine Regelung auf den Markt gebracht hat, die nur so von Formfehlern und Falschinterpretationen des Waffengesetzes strotzt. Von TACTICAL-DAD gibt es ein sehr schönes Video, dazu, wo die Fehler und der Irsinn der Komplexität aufgezeigt werden: Laut dem Flyer sind bspw. Schreckschusswaffen verboten - in der Verordnung jedoch nicht (sofern mit gültigem KWS geführt). Das ist ein heilloses Durcheinander, was selbst für Menschen, die sich in der Freizeit schon mit dem WaffG beschäftigen, kaum zu druchblickem ist, aber für Außenstehende/ Unwissende überhaupt nicht zu durchschauen ist. Auch würde mich mal interessieren, ob auf diese Verbote überhaupt richtig hingewiesen wird - also Mannheim richtig beschildert ist. In der Baden-Württembergischen Landeshauptstatt Stuttgart gibt es ebenfalls eine Verbotszone. Auch da weichen Flyer und Homepage voneinander ab, bzw. sind gespickt mit Fehlern. Wie will solch eine Behörde Recht durchsetzen, wenn sie von Recht keine Ahnung hat?! Darum unterstütze ich einmal mehr die Forderung 16/ 2023 des VDB, Operation #nextguneration: [url=https://next-guneration.de/forderung/16_aufhebung_aller_waffenverbotszonen.html]Aufhebung aller Waffenverbotszonen![/url]
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Aktion "Next Guneration" des VDB und das Forum Waffenrecht
Pistolen-Paule antwortete auf Vroma's Thema in Waffenlobby
Die nächste Forderung: Keine Waffenverbote nach Aussehen! -
Meine Forderungen an ein neues Waffengesetz (@ VDB)
Pistolen-Paule antwortete auf GermanKraut's Thema in Waffenlobby
Eine weitere Forderung, die mir noch einfallen würde: Dass aktiven oder ehemaligen Mitglieder von Polizei und Militär ein erleichterter Zugang zu Waffen eingeräumt wird. (und nicht wie es heutzutage beim DSB vorkommen kann, dass der infanteristisch ausgebildete Zeitsoldat, der bereits mit jeder Handwaffe der Bundeswehr (teilw. auch Fremdwaffen) geschossen hat, mehrfach im Einsatz war, usw., genauso blöd behandelt wird, wie der 17-jährige Schüler, der mal mit dem Schießen anfangen will. "Jetzt schießt du erst einmal ein Jahr lang mit Druckluftwaffen und danach kannst Du dann auch KK schießen und dafür die erste WBK beantragen...") - Entfall der Waffensachkunde - verkürzte Wartedauer für die Beantragung/ Bewilligung von WBK -
Meine Forderungen an ein neues Waffengesetz (@ VDB)
Pistolen-Paule antwortete auf GermanKraut's Thema in Waffenlobby
Das war jetzt nur ein Beispiel für "Waffen", die seit 2003 verboten sind. Worum es mir geht: wenn jemand, der als zuverlässig genug gilt, eine scharfe Waffe zu benutzten und zu besitzen, dann wird dieser ebenso verantwortungsvoll mit anderen Waffen (oder ihnen gleich gestellten Gegenständen) umgehen. Ganz gleich, ob es sich um ein klassisches Taschenmesser, ein Einhandmesser, ein feststehendes Messer >12cm, ein Bajonett ... bishin zum Säbel oder gar Zweihänder handelt. Ebenso sollte er sich aber keine Sorgen machen müssen, ob das 4cm lange Messerchen oder das Pfefferspray, mit der in Köln vielleicht noch den Bahnhofsvorplatz betreten durfte, um dann in den Zug einzusteigen, bereits in Nürnberg wiederum gegen die dortigen Regelungen der Waffenverbotszone verstößt. Warum sollte man nicht auch eine Sammlung von Schlagringen anlegen dürfen? Oder auch Totschlägern? (eindeutig Gegenstände, die nur zum Angriff/ zur Herabsetzung der Abwehr-/ Angriffsfähigkeit gedacht sind) Könnte mir vorstellen, dass da einige historisch interessante, wenn nicht gar wertvolle Teile dabei sein könnten. Ich verstehe, dass man damit keine bösen Buben herumlaufen lassen möchte, aber in den Händen eines zuverlässigen Bürgers geht auch von einer Kettensäge keine Gefahr für die Allgemeinheit aus.