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Pistolen-Paule

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Alle Inhalte von Pistolen-Paule

  1. @sealord37 GRUNDSÄTZLICH: mit Sinn und Verstand handeln! Uropas Säbel und die Musketen nicht überm Sofa aufhängen; schon gar nicht das Luftgewehr einfach neben den Waffenschrank stellen - dann gibt´s auch nichts zu meckern. Du kannst natürlich - wie auch bei den Handschellen - das Griffstück der Peitsche mit rosa Plüsch umwickeln oder das Tonfa/ den Schlagstock an seinen Enden mit einem perlgenoppten Überzug versehen und im Schlafzimmer aufbewahren... Oder aber alles in eine große Sport-/ Reisetasche, ggf. ein Vorhängeschloss dran und gut ist.
  2. Okay. Spinnen wir mal weiter... Wilfrieds Frau war im Bilde und hatte auch zu Lebzeiten dafür plädiert, dass sie mit seinen Waffen nichts zu tun haben will und er hatte darum seinem alten Vereinskollegen Hubert alle Waffen versprochen und dies auch testamentarisch festgelegt (eine Kopie liegt sowohl der Witwe, als auch Hubert vor). Knapp eine Woche nach Wilfrieds Tod kommt Hubert vorbei, um schon mal das Erbe anzutreten, bzw. die Waffen in Besitz zu nehmen. Hubert wusste schon, welche Schätze er dort erben würde: - eine Ari-P08 (mit Anschlagholster, usw.) von 1918 - eine AMT Automag IV in .45 WinMag - ein Anschütz 54 KK-Gewehr mit Beschuss 1962 und - ein nummerngleicher MAUSER K98k von 1937 Was Wilfried aber all die Zeit verschwiegen hatte, waren die Stücke, die sich im Holzschrank in der Ecke der Werkstatt befanden: - ein altes Weitschuss-Luftgewehr von Weihrauch ohne <F> - ein MARLIN 60 in .22lfb - eine Pistole Makarov 9mm x 18 und - ein AK-74 in 5,45mm × 39 Tja. Jetzt kann man sich überlegen, was man davon wohl behalten darf und was man besser gleich der Polizei meldet, bevor man damit spazieren fährt...
  3. Das sieht man schon beim Bediener-Team (Geschütz, Fahrzeug, Gerät, was auch immer) 1985: 1 Unteroffizier/ Stabsunteroffizier, 1 Gefreiter, 1 Schütze (Schulterglatze) 2025: 1 Hauptfeldwebel, 1 Oberfeldwebel 1 Oberstabsgefreiter,
  4. Das mag sein. Dann sollte man aber auch so ehrlich sein und sagen: "Thank you your service —we don’t need you anymore!" Dann kann man sich den ganzen Quatsch mit Einkleidung, schießen gehen und (im Rahmen einer VVag) 'Soldat spielen' sein lassen. Bindet nur unnötig Kräfte und weckt falsche Erwartungen. Wenn wirklich Bedarf da wäre (und auch erkannt würde), dann hätten wir auch wieder eine halbwegs brauchbare Reserve - sowohl von der Mannstärke (und nicht nur 3-6 tausend Männeken), als auch von der Ausrüstung her. Vom Gewehr bis zum Panzer. Mobstützpunkte, Lagerorte, usw. Aber die ausgemusterten Panzer der aktiven Truppe hat man verschrottet und/ oder (mit den noch aktiven/ gebrauchsfähigen Modellen) verschenkt und verhökert. Wie auch all das andere Material, dass dann u.a. bei Erdbeben und anderen Katastrophen ins Ausland verschenkt und nicht wieder nachbeschafft wurde (vom EPa, übers Feldbett bis zum vollausgestatteten Lazarett). Und wir haben zweifellos kritische Infrastruktur, die beschützt werden müsste. Alleine zur Sicherung des Flughafens Frankfurt/M (FRA) war zu Zeiten des Kalten Kriegs eine ganze Brigade eingeplant. Also soviel, wie heute der gesamte deutsche Heimatschutz umfasst. Und wenn man sich den Anschlag auf das Berliner Stromnetz anschaut sieht man, dass es dafür nicht mal für Sabotage ausgebildete Elite-Soldaten braucht, sondern dass ein paar "langhaarige Bombenleger" reichen. Doch da kommen wir dann wieder in die Zwickmühle 'Soldaten im Inneren'. Das ist halt durchs GG geregelt und nur im Spannungfall erlaubt. Somit besteht da für Reservisten in Friedenszeiten keine Einsatzmöglichkeit.
  5. Ja. Es gibt verschiedene Modelle für die Landesverteidigung A) Klassische Reserve (wie auch hierzulande, zu Zeiten des Kalten Krieges): es gibt eine Wehrpflicht, die ausscheidenden Soldaten werden für die nächsten Jahre für den Dienst in der Reserve weiterverpflichtet die Reserve ist alleine zahlenmäßig eine ernst zu nehmende Größe (für D: min. 6-stellig!) der Staat hält in genügender Anzahl Waffen und Gerät dafür bereit es gibt eine klare Struktur, mit Auftrag und Einsatzorten (z.B. Schutz wichtiger Infrastruktur) die Reserve übt regelmäßig die Wehrübung/ RDL ist verpflichtend, der Arbeitgeber MUSS die Personen freistellen B) US-Miliz-System (anno 1776) statt eines großen Heeres hält man die Bürger an, im Kriegsfalle mit eigenen Waffen anzutreten liberale Waffengesetze, die dem Bürger grundsätzlich Waffen erlauben C) Schweizer Modell die Reservisten bekommen ihr Dienstgewehr (plus Taschenmunition) mit nach Hause im Ernstfall können sie bereits voll ausgestattet und bewaffnet ihre Sammelpunkte/ Einsatzorte erreichen D) Finnisches Modell liberale Waffengesetze, die dem Bürger grundsätzlich Waffen erlauben die Reservisten können zu Übungen oder im Ernstfall ihre privat beschafften Waffen mitbringen/ einsetzen Und wovon reden wir hier? Dass man ehemaligen Soldaten der Bundewehr erlaubt - wie auch Sportschützen, Jägern und Sammlern - privat Waffen zu besitzen. Es geht hier nicht um Vollautomaten und Kriegswaffen, sondern um das, was der gemeine Sportschütze und Jäger auch darf, also quasi bei Frankonia (o.ä. Anbietern) kaufen kann. Das könnte man gegenüber den Anforderungen für Sportschützen erleichtern, z.B. - kürzere Wartezeiten - weniger Nachweise für Bedürfnis und Erhalt und/ oder das Anerkennen von dienstlichem Schießen - Erlaubnis von 30er Magazinen - usw. Es geht ja nicht darum, dem OG d.R. Dosenbier, dessen DZE 50 Jahre zurückliegt und der sich seitdem im VdRBw mehr um die Thekenmeisterschaften, als um grüne Ausbildungsinhalte oder Schießen gekümmert hat, nun von heute auf Morgen die Erlaubnis erteilt, sich zu kaufen, wozu er lustig ist. Sondern die Erlaubnis für Personen zu erteilen, die einerseits sicherheitsüberprüft sind (und damit eigentlich noch besser durchleuchtet und damit vertrauenswürdiger sein sollte, als der normale Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen), aber auch über die notwendigen Grundlagen für den Umgang und Besitz von Waffen verfügt. Vor gut 50 Jahren war es hierzulande noch möglich, sich einen Karabiner im Neckermann-Katalog* zu bestellen - einfach so, ab 18 Jahren. Dafür musste man noch nicht einmal gedient haben. Und jetzt machen wir uns in die Hose, wenn die Idee aufkommt, dass man Menschen, die an Waffen ausgebildet sind, den Besitz zu erlauben? Es muss ja nicht gleich eine Kurzwaffe sein oder ein vollautomatisches Gewehr (das wäre vielleicht Schritt 2). Aber eine Repetierbüchse in .223 oder .308 - warum nicht? Wenn selbst wir als Waffenfreunde, die zum Teil auch gedient haben, uns Sorgen machen, dass Reservisten "einfach so" einen 98er im Schrank stehen haben könnten, dann haben wir echt verloren. Da brauchen wir keine (weiteren) Feinde mehr. *: damals...:
  6. Das habe ich auch nicht beauptet. Ich war jetzt acht Jahre beim Verband, habe einige nette und interessante VVags mitgemacht und auch unterstützt oder selber geleitet. Aber was da stattfinden darf oder eben nicht, grenzt schon an "Wehrkraftzersetzung". Da habe ich mich viel zuoft geärgert und auch einige "Helden" der RSU/ Heimatschutzkompanien kennengelernt, wo ich mir auch à la Groucho Marx dachte: "Ich mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt." Darum habe ich da letztes Jahr den Schlussstrich gezogen und bin raus. Macht mal! Wenn "der Russe kommt", können die mich gerne wieder anrufen, aber auf diesen Eiertanz habe ich keinen Bock!
  7. Da ist was dran. Das lässt sich mit Geld und frommen Sprüchen auch nicht in 3 Wochen ändern. Das braucht Zeit. Viel Zeit. Positiv ist die Bundeswehr vielen Bundesbürgern als Fluthelfer (Hamburg, Oderbruch, Ahrtal) in Erinnerung geblieben - aber weniger durch militärische Leistungen, Aufopferung, Einsatz. Die Out-of-area-Einsaätze (außerhalb Europas) waren für viele Bürger nicht nachvollziehbar. Aussagen wie Strucks Heimatfront am Hindukusch haben eher zu Verwirrung und noch mehr Ablehnung, als Begeisterung geführt. Und noch etwas: mit der Reduzierung der Bundeswehr, Standortschließungen und Aussetzung der Wehrpflicht verschwand die Bundeswehr auch aus dem Alltag. Auf den Autobahnen vielleicht mal ein grünes Auto. Aber weniger Kolonnen und schon gar nicht mit jemandem an der Drehringlafette. Gerade auf den Bahnhöfen, in der Fußgängerzone... sind Soldaten eine Seltenheit geworden. An den Berufsorientierungstagen der Schulen gibt es wilde Proteste, wenn der Jugendoffizier orsprechen möchte. Stattdessen (bei meinem Jüngsten so passiert) lieber jemand von McDonalds... Die Deutschland-Flagge aufzuhängen ist mittlerweile "voll nazi", aber mit fremden Flagen zu wedeln und für faschistische Terrorregime Werbung zu machen, ist hierzulande gesellschaftlich voll in Ordnung. Oh man...
  8. Falsch. Der Verband ist zwar auf der einen Seite nur ein Betreuungsverein für ehemalige Soldaten, aber er ist auch Schießsportverband - wie DSB, BDS, BDMP, Kyhhhäuser, usw. Genau darum reite ich darauf herum. Wäre der VdRBw nur der Kaffekränzchen- und Stammtisch-Verein, würde ich nichts sagen. Aber eine der Aufgaben ist unter anderem auch "die militärische Weiterbildung". Und da sieht es echt mau aus. Dabei nutzen die Verbandsherren - ob Sensburg oder sein Vorgänger Kiesewetter - jedwede Gelegenheit, sich groß aufzublasen und die "Reserve" (wer auch immer das dann sein soll - ob aktive Heimatschützer oder unbeorderte Kameraden des Verbands) für jeden Konflikt ins Spiel zu bringen und rasseln noch mehr mit dem Säbel als Strack-Zimmermann und Hofreiter zusammen. Wenn denen so daran gelegen wäre, dass man die Reserve (auch außerhalb von Beorderungen und DVags) stärkt, dann wäre es spätestens mit dem Urkaine-Krieg an der Zeit gewesen, die Reserve zu stärken, zu motivieren und zeitgemäß auszubilden. Alleine IGF/ KLF einzufordern, SAN-Ausbildung zu fördern, usw. Vielleicht auch mal, wie das aktuelle Schießausbildungskonzept funktioniert. Alles Dinge, die kein Geld kosten, sondern nur ein Konzept und eine vernünftige Ansprache erfordern. All das ist nicht passiert. Stattdessen nur markige Sprüche und Selbstbeweihräucherung mit Selfies: Herr Sensburg beim Joggen, Herr Sensburg bei einer schlauen Rede, Herr Sensburg bekommt ein neues Fleiß-Sternchen, usw. ... Eine Interessensvertretung sieht jedenfalls anders aus!
  9. Die Ursprungsfrage/ Idee war ja: wie bewaffnet man mehr Reservisten mit zivilen/ privaten Waffen? Nicht mehr und nicht weniger. Klar. Mit Schießen alleine ist die militärische Ausbildung und der Fähigkeitserhalt nicht zu bewerkstelligen, aber das war hier nicht das Thema oder Teil der Forderung von Grünen, bzw. VDB. Dort geht es um "den erleichterter Zugang zu Schusswaffen zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Verteidigungsbereitschaft" und den Verweis auf die nordischen und östlichen Länder Europas und u.a. das Beispiel vom "Bau von über 300 neuen Schießstätten in Finnland im Rahmen vereinfachter Verfahren".
  10. Man könnte es auch noch weiter runterbrechen und es auf folgende Bedingungen reduzieren: aktiver Soldat, beorderter Reservist und/ oder Mitglied im VdRBW sicherheitsüberprüft (= darf auch mit BW-Waffen schießen) Waffensachkunde nach §7 WaffG Nachweis der Ausbildung an den Handwaffen BW oder entsprechenden Kalibers zivil geeignete Aufbewahrung (vielleicht auch da Rückkehr/ Ausnahme für A/B-Schränke) Fertig. Keine Wartezeiten, keine 12/18er Regelung und kein Erwerbserstreckungsgebot 2/6. (das gibt es bei Jägern auch nicht) Sportordnung entschlacken und auf aktuelle Waffen und Kaliber anpassen. (KK-Waffen haben da ebenso wenig zu suchen, wie Revolver oder Weltkriegswaffen) Mindestens Bewilligung für Repetierer oder Einzellader in .223Rem. und .308Win. erteilen. (in Östtereich ist Kat. C weiterhin (bedürfnis)frei ab 18 - in Deutschland war das bis 1972 auch so) Halbautomatische Langwaffen und/ oder Kurzwaffen ggf. erst bei weiteren Trainingsnachweisen und "Bedürfnis".
  11. Okay, was könnte man machen? Ich würde durchaus den Reservistenverband stärker in die Pflicht nehmen. Schießsportverband ist er ja schon. Also... das Eintrittsdatum in den VdRBw zählt für die Anrechnung der min. 12 Monate Wartezeit zum Bedürfnis dienstliches und privates Schießen mit Handwaffen sollte gemäß 12/18er Regelung gegenseitig anerkannt werden (z.B. 10x G36 – sowie 10x SpoPi .22lfb) ebenso für den Erhalt des Bedürfnisses. Waffensachkunde-Lehrgänge gemäß §7 WaffG sollten für alle Mitglieder des Verbands angeboten/ ausgeschrieben, also für alle bekannt gegeben (nicht nur innerhalb der RAGs) auf Kreisebene ist mindestens ein Schießtraining (bevorzugt auf StOSchAnl) pro Monat anzubieten/ durchzuführen. Alternativ/ zusätzlich sollten private Schützenvereine/ Schießsportanlagen auch „Reservisten-Gruppierungen“ (ähnlich den SLGs) erlauben und entsprechende Disziplinen anbieten dürfen. dienstliche Schießübungen (z.B: G36-S-1) sollten (sofern auf zivilen Schießständen/ mit Halbautomaten möglich) ins Sportprogramm übernommen werden Die Sportordnung sollte sich im Hinblick auf die Kaliber an den in der aktiven Truppe befindlichen Kalibern (für Pistole/ Sturmgewehr) orientieren/ halten. entgegen §27, Abs. 7 sei das „kampfmäßige Schießen“ (Verteidigungsschießen, Mannscheiben, usw.) zu erlauben Ausnahmeregelung/ Erlaubnis für große Magazine Bundeswehr/ VdRBw sollen bei Neuanschaffungen von Dienstwaffen ebenso günstige Angebote (der zivilen Varianten) für deren Mitglieder aushandeln, bzw. anbieten Eigentlich nicht viel Neues. Der Verband ist ja bereits Schießsportverband und es könnten schon jetzt weitaus mehr seiner Mitglieder waffenrechtliche Erlaubnisse beantragen - ob beordert oder nicht. Doch es scheitert eher an der Kommunikation und dem mangelnden Angebot der RAGs Schießsport. Der Rest (Mannscheiben, Combat Schießen, 30er Magazine, usw.) ist da eher "nice-to-have", aber erfordert auch den politischen Willen, dies zuzulassen, wenn man daran interessiert ist, dass die Reservisten nicht nur Ringscheiben "bekämpfen" können. Finanziell wäre das jetzt auch kein großer Mehraufwand für BW/ Verband - es sei denn, man möchte das wirklich forcieren und sich auf privaten Ständen, in Schießkinos, o.ä. einmieten oder gar neue Anlagen bauen, bzw. zivile Vereine unterstützen, ihre Anlagen zu ertüchtigen und Angebote zu schaffen, dass dort auch Reservisten schießen können.
  12. Das ist ein Witz, oder? Nur polemisch verkürzt. Das Ganze nennt sich "Ausbildung für Ungediente im Heimatschutz der Bundeswehr" und dauert in der Regel ca. 17-26 Tage.
  13. Auf der anderen Seite - um mal wieder auf das Thema Waffen zu kommen - verlangt der Dienstherr, dass man mindestens alle zwei Jahre an einer zertifizierten Ausbildung teilgenommen hat, um am Schießen mit der jeweiligen Handwaffe teilnehmen zu dürfen. Ganz egal ob Pistole oder MG3 - das ist jetzt keine Raketenwissenschaft, die sich innerhalb weniger Wochen oder Monate neu definiert. (insbesondere beim MG42/MG3, das seit 80 Jahren im Einsatz ist) Oder die Wachausbildung (samt Schießen) - kostet einen (unbeorderten) Reservisten mindestens zwei Veranstaltungstage - ist aber nur ein Jahr gültig! Das mag für aktive Soldaten sinnvoll sein, wobei selbst die kaum noch selber Wachaufgaben wahrnehmen. Aber für Zivilisten in Uniform, die sporadisch eingesetzt sind und bestenfalls beim Stadtfest/ Tag der Bundeswehr die 100 Flyer am Infostand des Verbands verteidigen müssen? Und denen möchte man eine erleichterte WBK für die Pistole und das zivile/ halbautomatische Sturmgewehr erteilen?
  14. Die mangelnde Wertschätzung von Veteranen gegenüber den "Volkssturmsoldaten" (z.T. Ex-Zivis, die nach drei Wochenenden zum gleichwertigen Soldaten erklärt werden), macht die Beorderung nicht wirklich attraktiv. Ebenso die Verwendung als "bewaffnetes THW", um bspw. bei Überschwemmungen Sandsäcke zu füllen, ist auch nicht gerade sexy. Und wie gesagt: solange das alles freiwillig ist, muss man sehr verständnisvolle Chefs oder Ehepartner haben. Da ist es dann doch leichter zu erklären und umzusetzen, hier und da an einer VVag in der Freizeit teilzunehmen.
  15. => Bitte zurück zum Thema - danke! Sicherlich schielt(e) so manch einer von uns neidisch rüber in die Schweiz oder auf die osteuropäischen Länder. Während des Kalten Krieges war es im Warschauer Pakt (inkl. DDR) normal, dass Waffenkunde auch an der Schule unterrichtet wurde und man im Sport Handgranaten-Attrappen warf (das wird heutzutage selbst für Reservisten kritisch gesehen…). Es hat schon seine Gründe, warum man nach 1945 in der ‚Bonner Republik‘ auf paramilitärische Ausbildung von Jugendlichen verzichtet hat und auch das Schützenwesen – trotz seiner jahrhundertealten Traditionen – nicht als Ersatzheer verstanden wissen wollte (dass sich einige dann trotzdem tolle Uniformen gebastelt haben, ist eine andere Geschichte). Denn im Gegensatz zu der Schweiz oder den USA setzt Deutschland seit dem 17. Jahrhundert auf stehende Heere. Das heißt: es muss nicht jeder Mann eine Waffe im Schrank stehen haben, sondern es gibt eine reguläre Armee, der man angehört oder nicht. Sicherlich kann es nicht schaden, wenn das Volk zeigt, dass es bereit ist zu kämpfen und dass es im Schießen gut ausgebildet ist. Aber ein Bürger (m/w/d – oder wie auch immer) mit Waffe ist noch lange kein Soldat und ein Haufen Bewaffneter ersetzt noch lange keine Armee. Andernfalls könnte man sonst ebenso argumentieren, es würde helfen, wenn jeder einen Wassereimer zur Hand hat – das würde die Feuerwehren unterstützen oder gar ersetzen. Denn zu den Tätigkeiten des Soldaten, wie auch des Feuerwehrmann gehört eben viel mehr, als nur zu schießen, bzw. Feuer zu löschen. Natürlich kann es nicht schaden, wenn man sich als Reservist privat und ohne Uniform fit hält: ob laufen oder wandern, orientieren mit dem Kompass, Kenntnisse von Funksprache und taktischen Zeichen, Großgerät von Freund und Feind unterscheiden zu können und auch die gängigen Waffen beherrscht und auch öfter damit trainiert, als nur bei DVags. Das ist ja auch das, was viele der mir bekannten „aktiven“, nicht beorderten Reservisten machen (und was ich bis letztes Jahr selber gemacht habe) und auch gerne als Verbandsveranstaltungen (VVags) durchführen wollen. Doch selbst da werden einem Knüppel zwischen die Beine geworfen. Alleine dass man die Drohnenausbildung nicht in Uniform machen soll oder dass man sich außerhalb von DVags nicht mit Tarnschminke anmalen darf… da fällt mir echt nicht mehr viel zu ein. Es gäbe durchaus mehr Ex-Soldaten, die auch weiterhin zu ihrem Eid stehen und sich einbringen wollen, aber es mit dem offiziellen Heimatschutz nicht in Einklang bringen können. Denn solange das alles freiwillig ist, kommt man in Erklärungsnot, das seinem Chef oder der Familie zu erklären, warum man denn für ein paar Wochen pro Jahr in Grün unterwegs ist. Aber sei´s drum! Um nur mal ein paar Zahlen zu bringen: Mitte der 80er bestand die aktive Truppe der Bundeswehr (also nur Deutschland, West) aus mehr als 485.000 Mann und dem Territorialheer mit gut 840.000 Reservisten (für die war alle ein Gewehr, ein Helm, ein Tellerchen, usw. vorhanden). Soviele Reservisten hätten wir theoretisch heute noch – nur sind die nicht erfasst, nicht ausgerüstet und nirgendwo eingeplant. Der heutige Heimatschutz hat gerade einmal 6.000 Stellen (geplant)! Der Reservistenverband hat ca. 110.000 Mitglieder, wovon ein Teil auch beim Heimatschutz aktiv ist, weitere 10-20k dienen auf aktiven Dienstposten (z.B. Urlaubsvertretung bei der aktiven Truppe). Von den verbleibenden 90-100k Mitglieder im Verband sind bestenfalls 10% aktiv – also öfter mal bei Veranstaltungen zu sehen. Auch wenn man denen allen ein Sturmgewehr in die Hand drücken würde (was nicht mal in ausreichender Zahl für den beorderten Heimatschutz vorhanden ist), hätten wir bestenfalls zusätzlich 10.000 "Milizionäre". Das ist zwar nett, aber immer noch verschwindend gering.
  16. Aus aktuellem Anlass und der VDB-Position zur Stärkung der Reserve ergänzt Antrag der Grünen Bundestagsfraktion möchte ich das Thema hier aufgreifen. Eigentlich gäbe es ja mit dem Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V. (VdRBw) den Schießsportverband für Reservisten, der dies anbieten und/ oder sich bewusst dafür einsetzen könnte, dass ehemalige Soldaten auch außerhalb von dienstlichen Veranstaltungen (DVags) die Möglichkeit hätten, zu schießen und auch privat P8 und 'G36' (HK243/ SL8) besitzen zu dürfen. Leider kam da in den letzten Monaten/ Jahren nichts in dieser Richtung. Trotz aller Beteuerung von Pistorius und anderen Stellen „kriegstüchtig“ werden zu wollen, passiert in dieser Hinsicht gar nichts. Die Priorität im Reservistenwesen liegt ganz offensichtlich auf der Stärkung und dem Ausbau des territorialen Heeres. Die restlichen, unbeorderten Reservisten (die also nirgendwo eingeplant sind, aber den Großteil der Mitglieder ausmachen) erscheinen als großer Klotz am Bein, mit dem man nichts anfangen kann, bzw. nicht will. Der Bereich Schießsport wird zudem noch stiefmütterlicher behandelt. Darum kann ich mir nicht vorstellen, dass man über kurz oder lang dazu kommen wird, Reservisten im zivilen Schießsport zu fördern, geschweige denn Privilegien und Änderungen an der Sportordnung (z.B. schießen auf Mannscheiben) oder den gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. verkürzte Wartezeiten für die WBK-Beantragung) einfordern zu wollen. Die Losung lautet wohl auch weiterhin: wer seinem Land dienen möchte, soll sich melden, einkleiden und beordern lassen, dann kann er auch mit Waffen hantieren – ansonsten lieber nicht! Darum erscheint es mir – im Vergleich zum europäischen Ausland – utopisch, dass hierzulande der 15-jährige Schüler oder die 50-jährige Hausfrau durch Angehörige der Bundeswehr an Handwaffen ausgebildet wird. Ebenso unwahrscheinlich, dass Reservisten künftig ein Sturmgewehr zuhause im Schrank stehen haben. Oder wie seht Ihr das?
  17. Tja. Eine Legende ist von uns gegangen. Seit einiger Zeit mein Klingelton vom Handy. R. I. P. !
  18. Ich verstehe ja, dass man sich nicht "vorauseilendem Gehorsam" unterwerfen möchte und ganz optimistisch das Gesetz für sich auslegt. Jedoch stelle ich mir dann folgendes "Wurst-Cast-Scenario" vor: Wie auch immer der Richter das nachher bewertet ist die eine Sache. Aber soweit sollte man es besser nicht kommen lassen! Immer dran denken: wir leben in hoplophoben Zeiten!
  19. Einige Möglichkeiten und Regelungen wurden ja schon aufgezählt. Es gibt diverse Möglichkeiten, wieso, warum, weshalb - und ebenso wie die Behörde das behandelt. Wie wäre es denn, den Büchsenmacher des Vertrauens mal direkt zu fragen? Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass im irrigen Glauben "ich darf das" gehandelt wird. Solange nichts passiert und sich die Situation mit "wo kein Kläger, da kein Richter" beschreiben lässt, läuft das problemlos. Aber ebenso empfindlich könnte der Betroffene auf solch eine Frage reagieren. Aus dem Bauch heraus und meinem Gerechtigkeitsempfinden(!) nach, wäre es mir egal, wenn der BüMa mit fertiggeladener Waffe im Holster hinter dem Tresen steht. Schön blöd, wenn da ein Aushilfsgangster mit dem Messer in den Laden stürmt und Forderungen stellt. Das wäre dann ein Kandidat für den Darwin-Award...
  20. Ich finde das eine gute Idee! Nur noch mal zum Verständnis: der Hersteller XY teilt der Waffenbehörde mit, dass bspw. dass es beim Modell "08/15" zu Problemen kommen kann. Theoretisch von "sich leicht verfärbenden Griffschalen", bishin zu "Rissen und Abplatzungen bei Verschluss oder Lauf". A) Wer bestimmt, ab wann die Kunden informiert werden müssen? (Gefährdung/ Häufigkeit) B) Wer soll die Besitzer dann informieren? Die lokale Waffenbehörde oder geschieht das zentral/ bundesweit? Oder bekommt gar der Hersteller die Daten und darf selber das Rundschreiben verschicken? C) Auf welche Weise wird informiert? Und wie schnell muss ds umgesetzt sein? D) Wer bezahlt diesen Mehraufwand? (Personal, Brief, Porto, usw.) E) Wie wird verhindert, dass der Hersteller dies für Marketing missbraucht? ("Die Griffschalen gibt es jetzt auch aus Silikon und Schichtholz")
  21. Bei aller rechtlichen Konsequenz (die natürlich bedacht werden muss), halte ich nicht soviel von der Mentalität "das haben wir schon immer so gemacht" oder "wenn das jeder machen würde..." (denn hätte sich die gesamte Menschheit so verhalten, säßen wir heute noch ohne Feuer in der Höhle) Die Fragen die ich mir hier stelle: WARUM macht derjenige das? Und (unter der Voraussetzung, dass dies durchaus mit Bedacht und ohne Gefährdung anderer Personen oder Vereinseigentum geschah) Gibt es daran allgemeines Interesse? Und wenn wenn ja: kann der Verein und/ oder die Anlage kurz- bis mittelfristig so ertüchtigt werden, damit dies ganz offiziell erlaubt ist? (von Sportordnung gedeckt und der Stand entsprechend abgenommen)
  22. "Dann kommt der Punkt hinzu, dass der deutsche LWB, das habe ich schon mehrfach erwähnt, sich schlichtweg nicht für deutschen Waffencontent interessiert," Wenn man mal sieht, wie groß die Aufrufzahlen bei den Verbänden sind... Die brauchen weder Youtube, noch VISIER,... Die wissen schon alles... 🙄
  23. Im Ferrari oder Lambo möchten auch alle mal sitzen, aber nur die wenigsten werden sich nachher einen kaufen.
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