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Meisterschützen


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Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb Ralphi2608:

Vorzug ?

Finger am Abzug und Vorzug ist in vielen Disziplinen normal. Dann wird halt 7 Mal pro Schütze und Disziplin vorgespannt. Einmal zu viel vorgespannt, dann löst sich ein Schuss. 

Ist mir auch schon passiert, bei mir war es ein DQ. Finde ich auch gut so. 

Geschrieben
Am 31.8.2026 um 13:04 schrieb Zerberus:

Kennst Du den Grund? Finger im Abzug oder Waffentechnik versagt wegen Spezialtuning?

 

Ist - bei Standarddisziplinen - egal. (NICHT z.B. bei IPSC!!!)

Solange sich kein Schuß unbeabsichtigt löst, ist alles in Ordnung - löst er sich, muss der Schütze mit Konsequenzen rechnen - im günstigsten Fall ist der Schuss ein "Miss", im ungünstigsten Fall (zu dicht am Schützen) ein "DQ". Das ist voll in Ordnung.

 

Aber auch ein Formel-1 oder Rallye-Fahrer fährt in seinem Sport ganz anders, als er es auf der Straße tun würde. Im Sport muss man, wenn man "gewinnen will" stets an die Grenzen des Machbaren - und des Erlaubten! - gehen, geht man unabsichtlich einen Schritt weiter, folgen eben negative Konsequenzen. Im Straßenverkehr (oder eben wenn man seine Waffe im belebten Umfeld bewegt) - und grundsätzlich das Verletzen anderer Menschen möglich ist, müssen strengere Sicherheitsregeln gelten, z.B. Geschwindigkeitsbegrenzungen oder eben strikt "Finger sichtbar aus dem Abzug nehmen".

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Sal-Peter:

Solange sich kein Schuß unbeabsichtigt löst, ist alles in Ordnung - löst er sich, muss der Schütze mit Konsequenzen rechnen

Meine Frage ist ja eher warum konkret im genannten Beispiel anscheinend so häufig verfrühte Schussabgaben zu beobachten waren. Für mich macht es keinen Sinn vor Startkommando den Finger an den Abzug zu legen. Selbst bei (Teil-)Disziplinen mit Zeitvorgabe sollte nach dem Startkommando noch genügend Zeit sein "Druckpunkt" aufzunehmen. Bin jetzt aber auch kein Spitzenschütze und kann nicht beurteilen ob das zwingend notwendig ist.

 

Ähnlich verhält es sich bei "technischem Versagen". Auch hier wäre es mir nicht wert einen Vorteil (Abzugsgewicht?) bei potentiell unsicherer Waffe zu haben.

Geschrieben

Ich kenne das aus dem Bereich osp das man im 45° voranschlag schon einen großen Teil des Abzugsgewichtes zieht. In einem meiner Vereine wird osp auf hohem Niveau geschossen und man sieht die ganzen Löcher im Boden 2m vor dem mittleren Stand. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb Sal-Peter:

Aber auch ein Formel-1 oder Rallye-Fahrer fährt in seinem Sport ganz anders, als er es auf der Straße tun würde.

 

Der Vergleich hinkt. Klar, dass Ralley- und Formel-1-Fahrer schneller fahren. Aber bei der Sicherheit sind sie sogar besser ausgestattet.

 

Entsprechend meine ich, die Sicherheitsregeln, ich meine die einfachen 4 Cooper-Regeln, sollten auch beim Sportschießen angewendet werden. Sonst kann es gefährlich werden und es kommt zu Fehlkonditionierung.

 

Also schnell Schießen finde ich im Sport okay - aber bitte ohne Abstriche bei der sicheren Waffenhandhabung. Wobei ich aber auch meine, es sollte nicht unnötig kompliziert werden. Ich erachte die Cooper-Regeln als notwendig und hinreichend für die Sicherheit.

 

Bearbeitet von mwe
Geschrieben
7 minutes ago, mwe said:

Der Vergleich hinkt. Klar, dass Formel-1-Rennfahrer schneller fahren. Aber bei der Sicherheit sind sie sogar besser ausgestattet.

 

Vor allem können die fahren, denn sonst würde man sie gar nicht in das teure Fahrzeug lassen.

 

14 minutes ago, Ukosus said:

In einem meiner Vereine wird osp auf hohem Niveau geschossen und man sieht die ganzen Löcher im Boden 2m vor dem mittleren Stand. 

 

:lol:

Geschrieben (bearbeitet)
vor 39 Minuten schrieb Ukosus:

In einem meiner Vereine wird osp auf hohem Niveau geschossen und man sieht die ganzen Löcher im Boden 2m vor dem mittleren Stand. 

 

Ja, das erscheint auch mir widersprüchlich. Wie ein Formel-1-Fahrer, der andauernd ins Kiesbett oder gar in den Reifenstapel fährt. Der würde nicht mehr lange fahren und bezahlt werden.

 

Ein guter Rennfahrer ist einer, der schnell und sicher fährt. Sonst wird es teuer oder gar tödlich.

Ein guter Schütze ist einer, der präzise und sicher schießt. Beim dynamischen Schießen zusätzlich schnell.

Bearbeitet von mwe
Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Ukosus:

Ich kenne das aus dem Bereich osp das man im 45° voranschlag schon einen großen Teil des Abzugsgewichtes zieht. In einem meiner Vereine wird osp auf hohem Niveau geschossen und man sieht die ganzen Löcher im Boden 2m vor dem mittleren Stand. 

 

Loch auf 2m würde beim BDS DQ bedeuten,  zu nah, aber was ist daran "unsicher"? Dann hätte der Boden kein Schießstandboden werden dürfen. 

 

10 bis 20 Eu pro Loch und der Verein freut sich.

 

Ich hab auch schon beim Flinte Speed Wettkampf (SLF) aus Versehen in die Hochblende geschossen. Ein Treffer weniger und dem Schießleiter vor der nächsten Serie einen Zwanni in die Hand gedrückt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 32 Minuten schrieb Sal-Peter:

Loch auf 2m würde beim BDS DQ bedeuten,  zu nah, aber was ist daran "unsicher"? Dann hätte der Boden kein Schießstandboden werden dürfen.  

 

Die Waffenhandhabung ist daran unsicher. Es ist ein Verstoß gegen mindestens eine der Cooper-Regeln, die beim Militär und Polizei so ziemlich weltweit gelehrt werden. Auch beim IPSC gelten sie, was ich gut finde.

 

Dein Argument finde ich schwach. Mit einem entsprechenden Argument könnte man sagen, auf einer Rennstrecke ins Kiesbett zu fahren ist auch nicht unsicher. Oft wird dabei nicht viel passieren. Aber es ist eine Gratwanderung und kann auch schnell mal schief gehen.

 

Besonders bei Leuten, die auch jagdlich oder dienstlich mit Waffen umgehen, fände ich so eine Waffenhandhabung schlimm. Draußen sind Querschläger noch gefährlicher, waren schon oft genug tödlich.

Bearbeitet von mwe
Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb mwe:

Es ist ein Verstoß gegen mindestens eine der Cooper-Regeln, die beim Militär und Polizei so ziemlich weltweit gelehrt werden.

 

Aber Camo-Klamotten und Uniformteile sind hundepfui ...

 

Statischer Schießsport hat mit "praktischem Schießen" so viel zu tun wie Modelleisenbahn mit Bundesbahn.

 

Und NEIN, es ist KEIN Verstoß gegen Cooper:

 

Zitat

Die 4 goldenen Sicherheitsregeln:

Regel Nr. 1: Jede Waffe ist geladen.

Regel Nr. 2: Die Mündung überstreicht nur das, was ich in Kauf nehme, zu beschießen.

Regel Nr. 3: Der Finger berührt erst dann den Abzug, wenn die bewusste Entscheidung zur Schussabgabe getroffen wurde.

Regel Nr. 4: Ich kenne mein Ziel und die Zielumgebung.

 

Regel Nr. 1 - hier nicht relevant, da die Waffe definitiv geladen ist.

 

Regel Nr. 2 - EGAL, wo der Finger ist - die Mündung überstreicht bei Intervall (Duell bei DSB) den Bereich -45° bis 0° und je nach Können und Hochschlag auch bis +80°

 

Regel Nr. 3 - Wenn es "Peep" macht, hat der Schütze (schon lange) die Entscheidung zur Schußabgabe getroffen, ansonsten ist er zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.

 

Regel Nr. 4 - Gemäß BDS-SpHB ist der "sichere Bereich" 90° "rundrum" - Weiteres und Begrenzendes regelt der Veranstalter und das SpHB. 


(90° halte ich PERSÖNLICH auch als zu weiß gefasst, denn das überstreicht ggf. den Nachbarschützen - aber "als ich klein war" war die 45°-Regel das Maß aller Dinge. Also alles, war im Kegel +/- und r/l 45° zum Ziel sich befand, war grundsätzlich "sicher". Das ist absolut anders, wenn der Schütze sich mit seiner geladenen Waffe bewegt (IPSC) oder gar lebendige "No-shots" sich in der Gefahrenzone befinden (Polizei, Militär).)

 

 

Zitat

Besonders bei Leuten, die auch jagdlich oder dienstlich mit Waffen umgehen, fände ich so eine Waffenhandhabung schlimm. Draußen sind Querschläger noch gefährlicher, waren schon oft genug tödlich.

Habe ich etwas anderes behauptet?

 

Bearbeitet von Sal-Peter
Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb Sal-Peter:

Regel Nr. 3: Der Finger berührt erst dann den Abzug, wenn die bewusste Entscheidung zur Schussabgabe getroffen wurde.

 

Von wo ist diese Formulierung? Jeff Cooper im Original formulierte die Regel anders:

 

"3. Keep your finger off the trigger until your sights are on the target."

 

2 m vor sich in den Boden zu schießen ist ein Verstoß gegen diese Regel. Bundeswehr, Schweizer Armee und US Army formulieren die Regel im Sinne von Cooper. Von mir aus kann man sie für das Sportschießen etwas abschwächen: "[...] bis die Mündung Richtung Hauptkugelfang zeigt."

 

(Am Rande: Deine Interpretation von "wenn die bewusste Entscheidung zur Schussabgabe getroffen wurde" halte ich für fragwürdig. Aber es ist eine Schwäche dieser Formulierung, dass sie Interpretationsspielraum hat. Den hat die Formulierung von Cooper nicht.)

Bearbeitet von mwe
Geschrieben
Am 31.8.2026 um 11:01 schrieb berndfig:

Wenn bei der Waffenkontrolle die geprüft ungeladene Waffe kurzeitig aus der Richtung zeigt, besteht keine unmittelbare Gefahr und ich weiß nicht ob man dann gleich dicken Alarm machen muss.

Nachdem ich das Thema angefangen habe fühle ich mich angesprochen.

 

In meinem Fall war die Waffe, in die ich schaute, nicht vom Kampfrichter geprüft und der Ladezustand allen unbekannt. Auf die Meinung des Schützen und seines dabei stehenden Herrn Erzeugers (?) dazu gebe ich genau 0. Außerdem ist es irrelevant.

Und wenn ich dicken Alarm gemacht hätte dann wäre entweder das geschätzte Gewaltmonopol auf dem Hof gestanden, ich hätte den Vogel bei seiner unteren Waffenrechtsbehörde verpetzt (mache ich aber beides nicht) oder - sehr gut möglich -  ich hätte mein Konvolut von  Startzetteln dem Bundessportleiter oder dem Präsidenten in die Hand gedrückt und darum gebeten meine Startgelder als Spende zu betrachten. 

 

Warst Du der Betreffende oder warum regst Du Dich so auf?

 

Wäre auch nicht des erste mal daß selbst ein sehr erfahrener kompetenter Kampfrichter eine geladene Waffe in die Hand gedrückt bekommt und es erst beim "es hat bumm gemacht" kapiert was Sache ist/war.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe gerade nachgesehen, wie genau das beim IPSC ist: 

 

bdsnet.de/ressourcen/downloads/bds_shb_ipsc_kurzwaffe_27_06_2025-klein.pdf:

Zitat

10.4 Disqualifikation - Unbeabsichtigte Schussabgabe (Accidental Discharge)

 

Ein Teilnehmer, der eine unbeabsichtigte Schussabgabe verursacht, muss so bald wie möglich  
vom Range Officer gestoppt werden. Eine unbeabsichtigte Schussabgabe ist wie folgt definiert:

[...]

10.4.2 Ein Schuss, der den Boden innerhalb von 3 Metern des Teilnehmers trifft, außer bei Beschuss  
eines Papierziels, das näher als 3 Meter zum Teilnehmer steht. [...]

 

Also da ist Cooper-Regel 3 entsprechend abgeschwächt. Aber zusätzlich gilt beim IPSC die 90°-Regel. Also uprange darf man sich so einen Schuss nicht erlauben.

Bearbeitet von mwe
Geschrieben
1 hour ago, mwe said:

(Am Rande: Deine Interpretation von "wenn die bewusste Entscheidung zur Schussabgabe getroffen wurde" halte ich für fragwürdig. Aber es ist eine Schwäche dieser Formulierung, dass sie Interpretationsspielraum hat. Den hat die Formulierung von Cooper nicht.)

 

Zumindest ist die Interpretationsfähig. Wenn ich zu einem Wettkampf gehe nehme ich mir bewusst vor, dort die notwendige Anzahl an Schüssen abzugeben. Es ist aber natürlich völlig klar, dass ich nicht mit der geladenen Waffe und dem Finger am Abzug zum Wettkampf fahre.

 

Daher halte ich die Regel "Finger weg vom Abzug bis die Waffe im Zielbereich ist und ich den Schuss abgeben möchte" auch für die bessere Wahl - und setze das für mich auch jagdlich wie sportlich so um.

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