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IGNORED

Waffe deaktivieren lassen in 2026?


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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich habe ein spezielles Pistolenmodell, das mir besonders gefällt und das ich daher gerne ohne größere waffenrechtliche Relevanz zuhause in der Vitrine haben möchte.

Daher stellt sich mir die Frage, ob eine Deaktivierung nach EU-Recht noch möglich ist?
Funktionsfähig muss sie in keinster Weise mehr sein, mir geht es nur um‘s aussehen - sprich ein Klumpen Metall, der aussieht wie das begehrte Modell, reicht. 
 

Ich würde mich über eure Hilfe sehr freuen :)

Geschrieben
vor 58 Minuten schrieb halvorsen:

Daher stellt sich mir die Frage, ob eine Deaktivierung nach EU-Recht noch möglich ist?

Gehen tut das, ist aber nicht billig… so 600 bis 1000 Euro für eine Waffe. Je nach Aufwand und Qualität der Ausführung kann man das schon mal veranschlagen.

Wohlgemerkt: nur für die Arbeit. Dazu kommt dann noch die Waffe selbst, und wenn zusätzlich noch Restaurierungsarbeiten/optische Ausbesserungen dazukommen, wird es noch einmal teurer.
Und diese Waffen fallen trotzdem noch als Waffen der Kategorie C unter das Waffengesetz, wenn auch mit erleichterten Aufbewahrungs- und Erwerbsvorschriften.

Und mehr als ein Klumpen Metall ist es dann wirklich nicht mehr. Da bewegt sich nichts mehr.

Zumindest für gängige Waffen ist eine Replik, also etwas, das nie eine scharfe Waffe war, daher meist die bessere Wahl.
Und oft näher am Original als das Original nach der Deaktivierung! (Bewegliche Teile, Schweißstellen, Löcher.)

Zudem haben diese – abgesehen vom Anscheinsparagraphen (Führverbot) – absolut nichts mit dem Waffengesetz zu tun.
Sie sind nicht strenger eingestuft als eine echt aussehende Kinderspielzeugwaffe.


Selbst hochwertige Repliken sind oft billiger (meist erheblich billiger) als deaktivierte Originalteile und haben noch bewegliche Elemente.
Es gibt auch Anbieter, die gute Repliken auf Wunsch bauen; das ist natürlich definitiv alles andere als günstig, aber wenn das Originalteil auch selten und teuer ist, könnte sich das lohnen.


Um welche Waffe geht es denn?


Und natürlich aufpassen mit deaktivierten Dekowaffen nach älterem Recht.
Da können schnell ganz andere Bedingungen hinsichtlich Erwerb und Lagerung gelten…
Besonders übel kann es werden, wenn es sich um (im Ursprungszustand) verbotene oder Kriegswaffen handelt.
Ist bei einem AK47/G3/MG42 etc. dann ein wesentliches Waffenteil, auch deaktiviert, demontierbar und man legt es daneben, hat man eine verbotene Waffe im Besitz.
Mit allen Folgen, als wäre das Teil scharf!


 

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Geschrieben

Nicht zu vergessen das die Dinger dann zwar einer erleichterte aufbewahrugnsvorschriften unterliegen, allerdings unterliegen die noch immer einer Aufbwahrungsvorschrift. Also einfach ins regal stellen oder an die Wand hängen ist nicht, die Vitrine muss also mindestens verschlossen sein.

Mein erster Gedanke, auch wenn natürlich nicht so ausführlich wie der von JFry: Kauf Dir lieber ein gut gemachtes "Spielzeug" bzw. eine Replik. Und auch mir stellt sich natürlich die Frage um was für eine Waffe es sich handelt, bei den gängigen sollte sich etwas finden lassen während exoten natürlich ein Problem darstellen können

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb JFry:

Gehen tut das, ist aber nicht billig… so 600 bis 1000 Euro für eine Waffe. Je nach Aufwand und Qualität der Ausführung kann man das schon mal veranschlagen.

 

Da beißt sich die Katze sozusagen in den Schwanz...

Eben weil es (anscheinend) so viel kostet (also nur die Dienstleistung für die mitgebrachte Waffe; ansonsten noch mehr) baut sich da kaum Nachfrage auf, kaum Marktvolumen für die neuen EU-Deaktivierungen, und es gibt folglich nur wenige Anbieter solcher Dienstleistungen bzw. "Waffen".

Das bleibt eine Nische, und alles da bleibt anhaltend teuer.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb karlyman:

Da beißt sich die Katze sozusagen in den Schwanz...

Eben weil es (anscheinend) so viel kostet (also nur die Dienstleistung für die mitgebrachte Waffe; ansonsten noch mehr) baut sich da kaum Nachfrage auf, kaum Marktvolumen für die neuen EU-Deaktivierungen, und es gibt folglich nur wenige Anbieter solcher Dienstleistungen bzw. "Waffen".

Das bleibt eine Nische, und alles da bleibt anhaltend teuer.

Das ist definitiv ein Teil des Grundes für die hohen Kosten!
Aber der Aufwand ist auch tatsächlich erheblich höher, was ebenfalls einen Teil der Kosten ausmacht.

„Früher“ war der dahinterstehende Zweck der Vorgaben für nach deutschem (und ähnlichem) Recht deaktivierte Waffen, dass die wesentlichen Teile dieser Waffe so weit unbrauchbar gemacht werden mussten, dass die Wiederherstellung der Schussfähigkeit vom Aufwand (finanziell und arbeitstechnisch) dem völligen Neubau einer schussfähigen Waffe vergleichbarer Leistungsfähigkeit (nach Reaktivierung) mindestens gleichkommt bzw. diesen übersteigt. Damit war der Zweck erfüllt, da jeder, der Böses vorhat, sich einfacher selbst etwas hätte bauen können.
 

Die EU-einheitlichen Vorgaben hat man eingeführt, weil die Vorgaben nicht in allen EU-Staaten so streng waren und somit in anderen Staaten deaktivierte Waffen mit deutlich weniger Aufwand wieder schussfähig gemacht werden konnten. Bei der Erstellung der Vorgaben war man dann aber so gründlich, dass nicht mehr das Ziel im Vordergrund stand, dass eine Reaktivierung unsinnig ist, weil der Selbstbau einfacher wäre, sondern es galt die Devise, dass eine Wiederherstellung auch mit massivstem Aufwand – weit jenseits jedes vertretbaren Maßes – faktisch völlig ausgeschlossen ist.


Dadurch haben wir nun Vorgaben zur Deaktivierung, nach denen es faktisch der einzige Weg ist, aus einer so deaktivierten Waffe wieder etwas Schussfähiges zu machen, diese einzuschmelzen, die Rohteile neu zu gießen und dann wie bei jedem anderen Halbzeug daraus die Waffenteile komplett herzustellen.
Während es bei Repliken beinahe völlig egal ist und es ausreicht wenn ein "Schussfähig machen" nicht mit haushaltsüblichen Werkzeug möglich ist...

 

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb Lavendel:

Es gibt auch zugelassene Waffenschränke / -vitrinen mit Glasfront oder Teilglasfront.

Wäre das eine Option? Da musst du nix blockieren oder deaktivieren.

Ne EWB brauchst halt trotzdem.................

Geschrieben

Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

Es ist so, dass ich gegen gewisse Aufbewahrungsvorschriften nichts hätte - ich will mir nur den großen Zirkus einer WBK ersparen und trotzdem was "echtes" sammeln können - Funktion egal. Deswegen sträube ich mich auch etwas gegen Nachbauten, weil es einfach nicht das echte ist. Hat bisschen was von "Waffen-Esoterik", ich weiß, aber ich kann mich da einfach nicht anfreunden mit.
Die Kosten sind tatsächlich ein Faktor, da es sich bei meinem 1. Objekt der Begierde um eine Taurus G3 C handelt, aber gesamtgesehen wieder relativ. :smile:

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