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UVV Jagd? Cooper Regeln? Aufbewahrung? Blanker Unsinn......


chapmen
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Vielen Dank erstmal für dieses (auch "typisch deutsch" anmutende) Dokumenten-Kleinod!

 

Historisch/politisch interessant ist das Ausstellungsjahr. Unmittelbar nach den 1848/49er Revolutionsereignissen in Deutschland; mit vielen gegen die Obrigkeit geführten bzw. verwendeten Feuerwaffen in Bürgerhand. Vielleicht erklärt auch das die - aus Sicht der Obrigkeit bestehende - Notwendigkeit eines solchen Gewehrscheins (= rechtlicher Erlaubnisvorbehalt für das Führen einer Feuerwaffe). 

 

In technischer Hinsicht interessant finde ich dabei, dass die Kurfürstl.-Hessische Behörde noch 1849 so dezidiert Bezug auf die Zündeinrichtung einer Steinschlosswaffe nimmt.... Und das, wo doch seit den 1830ern schon - per Neufertigung oder Aptierung - die Perkussionszündung große Verbreitung fand. 

 

 

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vor einer Stunde schrieb karlyman:

 

In technischer Hinsicht interessant finde ich dabei, dass die Kurfürstl.-Hessische Behörde noch 1849 so dezidiert Bezug auf die Zündeinrichtung einer Steinschlosswaffe nimmt.... Und das, wo doch seit den 1830ern schon - per Neufertigung oder Aptierung - die Perkussionszündung große Verbreitung fand. 

 

 

Die Steinschlosswaffe war auch um 1850 noch die typische Jagdwaffe des "kleinen Mannes".

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Der "alte Diezel" schrieb, dass er sich noch (eine) neue Flinte(n) mit Steinschlossen habe bauen lassen, obwohl die Perkussionszündung schon länger etabliert sei und ER damit (trotz der längeren Schussentwicklungsdauer) besser Flugwild (oft Schnepfen oder Bekassinen, mit ihrem typischen Zick-Zack-Flug!) treffe, als die meisten anderen Jäger - trotz Perkussionswaffen.

Das genaue Jahr stand da aber leider nicht dabei.

 

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vor 13 Stunden schrieb cartridgemaster:

die Schussentwicklungszeit eines gut und sauber funkenden Steinschlosses

Da habe ich (aus eigener Anschauung) starke Zweifel.

 

 Ich vermute, dass die neuen Zündhütchen nicht immer und überall mit brauchbarer Qualität verfügbar waren.

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Der Umbau von Steinschloss auf Perkussion war aufwendig und kostenintensiv, dazu nicht an jeder Ecke ein "Büchsenmacher" verfügbar der den Umbau beherschte.

Vermutlich reden wir hier über einen einfachen Bürger mit Jagderlaubniss, der hatte andere Probleme wie das Zündsystem. Zu dieser Zeit diente die (Niederwild)Jagd der Ernährung- zumindest

im einfachen Volk.

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Unbestritten, aber man muss auch diesen Erlaubnissschein im Kontext zur Person sowie den gegebenen kulturellen und historischen Umständen sehen.

"Nitropulver" in Metallpatronen besitzt auch viele Vorteile gegenüber mit Schwarzpulver geladenen- trotzdem dauerte der Übergang im zivilen Bereich Jahrzehnte.

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