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Instruktion Anfänger


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Wie instruiert ihr blutige Anfänger vor dem Schießen, also bevor man den Schießstand mit ihnen betritt? Ich hab das Gefühl, dass ich da zu viel Text mache und die Leute vielleicht überfordere und möchte mich da gerne didaktisch optimieren.

Also:

-ich erläutere an einer Dummy-Pistole die Funktionen

-ich erkläre die Funktionsweise, grob

-ich erkläre die Handhaltung

- natürlich die Sicherheitsregeln, den richtigen Transport

-die Kommandos der Aufsicht, und eas wann zu tun und zu unterlassen ist

-aufs "korrekte" Schießen gehe ich erst an Stand ein und ganz kurz, da ich das Gefühl hab, dass das Anfänger überfordert

 

Wie macht ihr das?

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damit nimmst Du ihnen die Chance auf einen ersten guten Treffer!

 

 

unbedarft trifft beim ersten Schuß fast immer am Besten......

...nach dem ersten haben se Schiß, weil se genau wissen was passiert.... super demotivierend....

 

 

 

...aber trotzdem immer wieder interessant!

Edited by alzi
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Sicherheit ist wichtig und sollte vermittelt werden. Ansonsten würde ich sie einfach mal schießen lassen und dann entscheiden, welche Instruktionen notwendig sind. Einen schlechten von einem guten Lehrer kann man unterscheiden, dadurch dass der Lehrer erkennt welchen der vielen Fehler, welcher ein Anfänger, egal welcher Sportart, macht, zuerst behoben werden muss. Das ist sicherlich das Schwierigste. Normalerweise entstehen dann Verbesserungen und beide Seite sind zufrieden. Und dann geht es Step by Step weiter. Schießtrainer dürfen mich da gern korrigieren aber sind meine Erfahrungen als Lehrer in Sachen Sport und Wirtschaft.

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vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

-ich erläutere an einer Dummy-Pistole die Funktionen

-ich erkläre die Funktionsweise, grob

 

Unnötig und zuviel. Das macht die Waffe von ganz alleine.

 

vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

- natürlich die Sicherheitsregeln

 

Das ist das Wichtigste. Zumindest wenn Du Dich auf "Die 4" beschränkst.

 

Die falsche Anwendung der grade neu gelernten Regeln verhinderst Du, indem Du die Handhabung auf dem Stand auf das notwendigste einschränktst (die Waffen liegen schon auf der Ablage vs. werden aus der Tasche geholt).

 

vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

den richtigen Transport

 

Siehe oben, interessiert am Anfang IMHO eher nicht.

Die Leute haben ja keine eigenen Waffen und daher ist das Thema für sie noch nicht relevant.

 

vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

-ich erkläre die Handhaltung

 

Nach den Sicherheitsregeln die nächstwichtige Einweisung. Mit einem richtigen Griff an der Waffe kann schon kaum etwas passieren (incl. der Erläuterung, wann der Abzugsfinger wohin gehört - und das hoffentlich nicht "sportschützenüblich"...).

Mit der richtigen Handhaltung wird das Treffen auch einfacher.

 

vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

-die Kommandos der Aufsicht, und eas wann zu tun und zu unterlassen ist

 

Da besteht die Gefahr, dass das zuviel wird. Lässt sich aber je nach Schiessstand u.U. nicht vermeiden.

Lieber weniger Blabla vorneweg und den Leuten klarmachen, dass sie einfach ganz enspannt das tun sollen, was ihnen am Stand gesagt wird. Die Leute nicht mit Informationen zuschmeissen und überfordern.

 

vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

-aufs "korrekte" Schießen gehe ich erst an Stand ein

 

Da und nirgends anders.

 

vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

und ganz kurz, da ich das Gefühl hab, dass das Anfänger überfordert

 

Überfordern tust Du sie mit dem Ganzen, was Du ihnen davor beibringen möchtest.

Die einzelnen Elemente der richtigen Schussabgabe kann man aber je nach Stand Schritt für Schritt beibringen.

Bei statischen 25m-Ständen ist das aber schonmal schwieriger als bei Ständen mit Vorgehtiefe und der Möglichkeit auf Distanzen zu schiessen, auf die der Schütze sofortiges Feedback über seine Fehler und Veränderungen bekommt.

 

vor 16 Stunden schrieb Jack Aubrey:

dass ich da zu viel Text mache und die Leute vielleicht überfordere

 

Die Tendenz besteht bei Wissenden und bei (vermeintlich) komplexen Themen grundsätzlich immer, das geht nicht nur Dir so.

Beim gegebenen Thema sollte man den Sicherheitsaspekt (Sicherheitsregeln, wie werden die in Handlungsabläufe umgesetzt) und den Schiesstechnikaspekt IMHO trennen. Erst theoretisch und dann trocken praktisch den sicheren Umgang vermitteln.

Wenn das dann klappt, das tatsächliche Schiessen beginnen.

 

Meiner Erfahrung nach geht das ziemlich zügig, wenn man das Thema nicht unnötig verkompliziert und keine unnötigen "Sicherheits"regeln vermittelt.

 

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vor 14 Stunden schrieb Wolfi B.:

Ansonsten würde ich sie einfach mal schießen lassen

 

Das sind dann teilweise die Quellen für die unerklärlichen Löcher überall ausserhalb des Kugelfangs.

 

Die grundsätzliche Haltung der Waffe, dass man einen Abzug zieht und nicht reisst und wie das Visierkonzept funktioniert sollte man den Leuten durchaus schon vorher erklären.

Das klingt vielleicht lustig, ist aber bitterer Ernst bei wirklichen Neulingen. Die kennen den Mist üblicherweise nur aus dem Fernsehen...

 

vor 14 Stunden schrieb Wolfi B.:

Schießtrainer dürfen mich da gern korrigieren aber sind meine Erfahrungen als Lehrer in Sachen Sport und Wirtschaft.

 

Der Unterschied bei der Schusswaffe ist halt, dass man damit schon das eine oder andere kaputtmachen kann.

 

 

vor 16 Stunden schrieb alzi:

damit nimmst Du ihnen die Chance auf einen ersten guten Treffer!

 

 

unbedarft trifft beim ersten Schuß fast immer am Besten......

...nach dem ersten haben se Schiß, weil se genau wissen was passiert.... super demotivierend....

 

Das hier halte ich übrigens nach der Einführung und Ausbildung von ein paar hundert Neuschützen für Käse.

 

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vor 3 Stunden schrieb German:

Unnötig und zuviel. Das macht die Waffe von ganz alleine.

 

 

Also ich erkläre das auch immer und lasse die Bedienung ein paarmal Üben, alldieweil ich dem Neuschützen keine geladene Waffe in die Hand drücken will. Das ist zwar eigentlich kein Verstoß gegen Cooper's Regeln und kann auch sicher gehandhabt werden, aber zum Schiessen auf dem Stand ist die leere und offene Übergabe doch gute Praxis und jedenfalls allgemein üblich.

 

Zum Entladen danach mache ich es so, auch für mich selber bei einer mir unbekannten oder irgendwie zweifelhaften Selbstladewaffe, daß das erste Mal nur ein Schuß geladen wird. Wenn der draußen ist, dann ist nach Adam Riese die Waffe erstmal leer. 

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Genau so. Und zwar Schritt für Schritt.

-Sicherheit

-Griff

-Viser

-Abzug

 

Vom einfachen zum Schweren.

Ich zeige zudem alles einmal vor.

Ich halte die Visualisierung für wichtig. Zudem minimiert das Missverständnisse.

Niemals zeige ich etwas nicht gefordertes, (was meist nur Selbstdarstellung darstellt)

Am Liebsten auf Fallscheibe (Belohnungszentrum)

Entspannte Atmosphäre.

Spaß haben

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vor 19 Stunden schrieb Jack Aubrey:

-ich erläutere an einer Dummy-Pistole die Funktionen

 

 

Wenn man eine hat, kann man auch erstmal ein paar Schuß mit der Laserpistole (oder einer richtigen mit einer Laserpatrone) machen. Meine Erklärung dazu: Jedenfalls bei einer üblichen Kurzwaffe würde wenn der Laser trifft auch eine Kugel treffen. Der Knall und Blitz kommt danach, so daß man sich zwar ein wenig daran gewöhnen muß, hat aber keinen nennenswerten Einfluß darauf, wohin der Treffer geht.

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vor 16 Minuten schrieb Proud NRA Member:

Also ich erkläre das auch immer und lasse die Bedienung ein paarmal Üben,

 

Halte ich für sinnvoll. Bei meinem ersten Schießen wollte ich die Waffe erstmal ausführlich angucken, da ich einen Heidenrespekt vor der Gefährlichkeit von Schusswaffen hatte. Und dann zeigen wie man die Waffe richtig hält. Und auch der nur einen Schuss am Anfang ist sinnvoll, da es dann keinen ungewollten Zweitschuss aufgrund von Erschrecken geben kann.

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vor 3 Stunden schrieb German:

Das hier halte ich übrigens nach der Einführung und Ausbildung von ein paar hundert Neuschützen für Käse.

 

ich mag Käse ...... und bin da auch nur im zweistelligen Bereich ..... trotzdem habe ich die geschilderte Erfahrung gemacht......und nicht nur einmal....

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vor 2 Stunden schrieb Proud NRA Member:

 

Also ich erkläre das auch immer und lasse die Bedienung ein paarmal Üben, alldieweil ich dem Neuschützen keine geladene Waffe in die Hand drücken will.

 

Es ging bei dem von mir zitierten Abschnitt um die "Erklärung der Funktionsweise". Die Extremform davon sind die Stundenlangen theoretischen Unterrichte bei Bundeswehr und Polizei, in denen in inneren Abläufe in der Waffe und der Abzugsmechanik gepaukt werden müssen und zum Schiessen vollkommen unnützer Ballast sind.

Das Unterstelle ich Jack nicht, das ist aber eine Gefahr, dass sich der Unterrichtende da verrennt.

 

Ich habe auch nicht davon geschrieben, dass man die Handhabung der Waffe (Laden, entladen, die (möglichst wenigen) Bedienelemente) nicht erklärt. Das gehört selbstverständlich in eine trockene Einweisung vor der ersten Schussabgabe, und das sogar recht ausführlich, so dass da schon eine gewisse Handhabungssicherheit geschaffen wurde.

 

vor 2 Stunden schrieb Proud NRA Member:

aber zum Schiessen auf dem Stand ist die leere und offene Übergabe doch gute Praxis und jedenfalls allgemein üblich.

 

Auch darüber habe ich nichts gesagt, auch das ist eine Selbstverständlichkeit.

 

Mit...

vor 5 Stunden schrieb German:

Unnötig und zuviel. Das macht die Waffe von ganz alleine.

 

...ist gemeint, dass ich weder etwas über die genaue Funktion des Abzugsmechanismus noch die genaue Funktion des Verschlusses-/Verriegelungsmechanismus wissen muss. Das sind technische Abläufe in der Waffe, die letztendlich irrelevant sind.

 

Wichtig ist die richtige Handhabung der Waffe und die Kenntnis des Ablaufes von Laden/Schiessen/Entladen.

Und das sollte so früh wie möglich richtig beigebracht werden, bevor sich da Falsches festsetzt.

 

Es macht IMHO auch nochmal einen Unterschied, "blutige" Anfänger und Leute, die ihre Fähigkeiten verbessern wollen schiessen zu lassen.

 

"Einfach mal schiessen lassen und dann korrigieren" ist eher etwas für Leute, die bisher schon irgendwie schiessen.

"Von Anfang an zeigen, wie es richtig geht" für die, die bisher nur aus Film und Fernsehen qualifiziert sind...

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