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IGNORED

Hülsenrutsche für KW Stand


Smalltownboy

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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage an die Schiesstand kundigen unter euch.

Wir haben vo der Behörde die Auflage bekommen, eine " Hülsenrutsche" vor den KW Ständen zu installieren, deren Sinn sein soll, nach vorn ausgeworfenen Hülsen vor dem Bodenkontakt zu bewahren und auswaschen des Restpulvers durch Regenwasser zu verhindern.

Soweit so gut, leider haben wir keine Info´s wie sie ausgeführt werden soll, deshalb hier die Frage an die Wissenden, gibt es hier etwas wie eine DIN oder eine verbindliche Bauanweisung, in der Länge, Material und Neigungswinkel beschrieben sind?

Wer kann Licht ins Dunkel bringen, bzw. wie habt ihr das gelöst und den Bau durchgeführt?? Bilder wären super.

Einige Details, Stand Outdoor, Schützenstände überdacht, im Bereich der "Rutsche" Wettereinfluß gegeben.

Danke für eure Info´s.

Mit bestem Gruß StB

Falls es die falsche Kategorie ist, bitte verschieben.

Danke.

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Guest solideogloria

Der Stand in Niederwetz hat sowas. Ist einfach ein verzinktes Blech oder ALU, schätze mit 30° Neigung und gut 50cm Tiefe über die gesamte Breite des Schiessstandes. Der Abschluß ist ca zwei cm Aufgekantet.

Am Ende der Kreismeisterschaft Gebrauchspistole lagen zwei bis drei Hülsen drauf.

Nachtrach! Niederwetz hat keine Homepage, bei Bedarf kann ich evtl. einen Kontakt vermitteln.

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Ne "Rutsche" ist wohl nicht nötig, aber ein kehrbarer Bodenbelag.

2 Varianten:

25m - Stand, offen, Dach geht bis zur ersten Blende:

Resopalplatten auf dem Boden ausgelegt. (6mm Fassadenplatten)

50m - Stand, offen, Dach nur überm Schützen:

starke Folie ausgelegt.

Hatten wir früher, 25m Stand, Dach nur überm Schützen:

ne richtige Rutsche aus Holzbrettern, 1m lang, hinten ca. 50cm hoch, vorne knapp überm Boden, "Hülsensammlung" in langen Blumenkästen. War sch****e. In den Blumenkästen hat sich sämtlicher, vom Regen durchweichter Schmodder gesammelt

Weitere, schon gesichtete Varianten, alle offener Stand:

- Förderbandgummi ausgelegt

- dünne Verpackungsfolie ausgelegt, Begrenzung nach vorne durch einen Holzbalken (ca. 10x10cm)

- Bretterboden

Aus Schützen/Wiederladersicht am besten finde ich einen halbwegs glatten, möglichst weit (2-3m) nach vorne gehenden Bodenbelag ohne Ritzen/Fugen mit "Abschluss" nach vorne durch einen Balken o.ä. Grund: Die wertvollen Hülsen verschwinden nicht irgendwo bzw. rollen nicht ins Gras, die Sache ist leicht abkehrbar. Der Belag ist dabei egal - Folie, Holz...

Was Ihr letztendlich baut, besprecht ihr am besten mit eurem SSV.

Gruß

Hilli

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Ganz so einfach ist es natürlich mal wieder nicht. Es geht nicht nur darum, ausgeworfene Hülsen zu "sichern", sondern primär um die ausgestoßenen Treibladungspulverreste. Geht in eine RSA und schaut euch an, was da nach einem Schießen im Bereich bis zu 10/12 m vor den Schützen auf dem Boden liegt. Dieses darf bei offenen Ständen nicht mit em Erdreich in Kontakt kommen bzw. durch regen eingespült werden.

Dann sind beim Materian Vorgaben des Brandschutzes zu beachten, insbes. wenn auch noch SP zugelassen ist.

Wichtigster Hinweis war: Sprecht mit eurem SSV!

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ich habe mal eine Frage an die Schiesstand kundigen unter euch.

Wir haben vo der Behörde die Auflage bekommen, eine " Hülsenrutsche" vor den KW Ständen zu installieren, deren Sinn sein soll, nach vorn ausgeworfenen Hülsen vor dem Bodenkontakt zu bewahren

Also, der Behördenvertreter scheint ein eingefleischter Wiederlader zu sein....

:rolleyes:

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Ausgezeichnet, ich bin umfassend informiert, danke Lobo-s für die Aufklärung und das nette Gespräch.

Stand wurde von einem Schiesstandsachverständigen abgenommen und der hat eine Vorrichtung zur Vermeidung der Kontamination gefordert.

Bei mir ist die Hülsenrutsche angekommen, sowas nennt man wohl stille Post :D

Wir werden also jetzt eine Konstruktion aus Holz und Linoleum bauen, dann kann schön gekehrt werden, und Splitterwirkung ist damit auch ausgeschlossen.

Vielen Dank für eure Antworten und nochmals Danke an Lobo-s.

MkG StB

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Geht in eine RSA und schaut euch an, was da nach einem Schießen im Bereich bis zu 10/12 m vor den Schützen auf dem Boden liegt. Dieses darf bei offenen Ständen nicht mit em Erdreich in Kontakt kommen bzw. durch regen eingespült werden.

Standardlösung ist daher bei den meisten "Freiluft"ständen, die ich kenne, dass ca. die ersten 10 Meter vom Schützenstand aus

ein wasserdichter, gut kehrbarer Boden aus PVC oder vergleichbaren Materialien eingebaut/aufgebracht ist, der gegen Niederschlag

überdeckt ist (letzteres wirkt sich natürlich auch bei den Geräuschemissionen positiv aus).

Damit dürften die genannten Anforderungen erfüllt werden.

Die spezielle Lösung mit einer "Hülsenrutsche" höre ich hier zum ersten Mal.

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Wir werden also jetzt eine Konstruktion aus Holz und Linoleum bauen, dann kann schön gekehrt werden, und Splitterwirkung ist damit auch ausgeschlossen.

Genau so was haben wir im Verein auch seit vielen Jahren. Ist pflegeleicht und sicher, dachten wir. Bei der letzten Abnahme wurde nun gefordert, die abprallersichere, sandbodenunterlegte Holzkonstruktion mit PVC-Belag zu entfernen und stattdessen eine betonierte Fläche zu erstellen. Zusätzlich müssen die seitlichen Holzlamellen, die neben einem Abprallerschutz auch eine Schallschutzmaßnahme darstellen entfernt werden, Sofortmaßnahme ist ein Anstrich mit Wasserglas. Begründung: Durch Einschüsse und andere Beschädigungen bzw. die Rauhheit der Lamellenbretter könnten sich Pulverreste sammeln, die irgendwann evtl. zu einer Verpuffung führen könnten. Also auf Abprallerschutz verzichten und betonieren. Auf Nachfrage danach sagte der Sachverständige (so wurde das zumindest kolportiert): "Man hat heute andere Erkenntnisse als damals und danach geht der Brandschutz vor." Ich schieße auch auf einem anderen Stand, der keine Lamellen hat sondern eben glatte Wände. Saulaut, da brauch ich zusätzlich zu meinem Bilsom Targo noch Ohrenstöpsel!

Ich würde raten, diesbezüglich vor Beginn der Arbeiten anzufragen, nicht daß man dann zweimal den Aufwand hat.

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Hi, bei uns sieht das ganze wie im Anhang dargestellt aus!

Die "Rutsche" ist eine pure Holzkonstruktion im direkten Anschluss an die Ablage (für Waffen + Muni + Spektive) und nur wetterfest gestrichen. Daran schließt sich dann Richtung Kugelfang erstmal eine Rasenfläche an.

Die Rutsche selbst ist gerade noch überdacht.

Die "Rinne" unten kann leicht gesäubert werden - und Wiederlader finden Ihre Hülsen auch schneller ;)

Das ganze wurde so auch gerade wieder Standtechnisch abgenommen.

Zum Thema "betonieren" des Vorfeldes - *kopfschüttel*!

Wir wollten die maroden Holzplanken die über unsere Rasenfläche zu den Scheiben führen austauschen und das ganze Pflastern. Bei der Standabnahme wurde uns von diesem Vorhaben abgeraten, da man nur einen sehr, sehr schmalen Pflasterweg genehmigen würde (zu schmal!) aufgrund der Gefahr von Querschlägern oder Abprallern! Genehmigungsfähige Lösung: Weg mit Kantensteinen einfassen und das ganze fein Schottern! Egal wie breit - im Schotter würde jedes Geschoß zwar vielleicht ein paar Steinchen aufwirbeln aber ansonsten sicherlich nicht abprallen!

post-34560-1271253261_thumb.jpg

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Daraus kann man ersehen, warum es wichtig ist, den SSV vorher anzusprechen. Nicht, weil jeder was anderes will, sondern weil es meist mehrere Möglichkeiten gibt und es IMMER auf den einzelnen Stand ankommt. Stand, such wenn sie "gleich" aussehen, ist nicht Stand.

Z.B. kann ein leichtes Ansteigen des Bodenniveaus Richtung Scheibe zu einer ganz anderen Entscheidung führen als bei einem "pottebenen" Stand/Sohle.

Dass nicht gepflastert werden kann ist klar - wo gehen die Geschosse hin, die die Kanten/Vertiefungen/Rundungen der Steine treffen?

Wenn ich einen Stand begehe und einen Vorschlag wegen der Deckenverkleidung mache und diese Empfehlung mit der durchhängenden Deckenkonstruktion (man hat aber 5 Kanthölzer auf 25 m gespart!!) begründe, wird mir bitterbös geantwortet "Blödsinn - die Decke ist schnurgerade".

Habe eine 3m Richtlatte druntergehalten. 7 cm Durchhang. Aber der SSV hat Blödsinn erzählt. Jeder SSV hat einen gewissen Spielraum - nicht überall, aber fast. Was er für euren Stand empfiehlt, kann bei dem Nachbarn Grundverkehrt sein.

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Die Rutsche selbst ist gerade noch überdacht.

Die "Rinne" unten kann leicht gesäubert werden - und Wiederlader finden Ihre Hülsen auch schneller

Das mit Rutsche und Rinne zum "Hülsenauffangen" ist meines Erachtens sowieso nur

eine theoretische Angelegenheit.

Ihr wisst doch so gut wie ich, dass diverse "Selbstlader" in alle möglichen und unmöglichen Richtungen "werfen".

Das geht nicht nur sauber nach seitwärts bzw. rechts... bei uns (und nicht nur bei uns) findet man die Hülsen

in entlegenen Ecken und z.T. weit hinter den Schützen. Viele Hülsen würden da niemals in Kontakt mit der Rinne

kommen....

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Beim Antrag zu unserem Standumbau war eine Begehung durch Leute aus mehreren Abteilungen das Landratsamts notwendig.

Der Gemüsetaliban - war wohl von der Umweltbehörde - hatte bemängelt, dass beim 50m-KK-Stand die Treibladungsreste der KK-Munition auf das Gras vor dem Schützenstand geraten kann und so das Erdreich kontaminieren.

Der anwesende Schießstandsachverständige hatte ihn daraufhin ausgelacht und gemeint, dass das unverbrannte Nitropulver (nur .22lfb) bestes Düngemittel wäre.

Damit war die Sache abgehakt.

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Beides! Hört sich komisch an, ist aber so!

Das TLP (unverbrannte Reste/Anteile) ist ja nur ein Bestandteil dessen, was da rausfleucht. Außerdem kommt es auf den Standpunkt des Betrachters und den verfolgten Zweck an.

Lass damit gut sein, sonst läuten wir hier noch Glocken die niemand hören will.

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