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IGNORED

Nationales Waffenregister und Waffenscheine


AlexG

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Hallo und Guten Tag,

Im Rahmen meiner Einschätzungen zur weiteren zeitlichen Entwicklung des Fortgangs des Rückgangs des LWB in D,

und um selbst besser planen zu können,

stellt sich mir u. a. die Frage wie des jetzige aktuelle Status in der Gesetzgebung ist :

Wie werden die Waffenscheinbesitzer im Nationalen Waffenregister ( lies : Waffenbesitzerregister ) behandelt werden ?

- Wird der Grund des Waffenbesitzes im Nationalen Waffenregister aufgeführt werden?

- Oder nur LWB ja oder nein ?

- Werden Waffenscheinler in irgendeiner Weise bevorzugt / geschützt werden ?

Grundlagen der Überlegungen u. a. :

-Wie ich schon seit Beginn der Diskussion poste, besteht die - natürlich nur rein theoretische -Gefahr, das vom System selbst die Dateien " geleakt " werden,

um damit Einbruch und Diebstahl " gemäß Liste " druchführen zu lassen ( von wem auch immer )

und die private Lagerung und damit den LWB zu diskreditieren ( selbstkonstruiertes "Sicherheitsproblem" ) oder gewisse Firmen zu fördern.

- Oder alternativ ein noch einfacheres Szenario: die Daten werden ganz klassisch gestohlen.

- Ich gehe davon aus das innerhalb der Gruppe der Waffenscheinbesitzer ein hoher Anteil derer ist, die nicht auf fragwürdige angebliche Lobbyisten angewiesen sind ,

sondern selbst "auf Augenhöhe " und eventuell sozusagen mit sich selbst verhandeln.

- Es ist gut möglich, das diese kein Interesse haben das Ihre Daten und Sicherheit gefährdet werden-

man hat es vielleicht lieber etwas diskret.....

- Sind diese Privilegierten also genauso gefährdert wie Ottonormal-LWB, und sind sie sich des -natürlich rein theoretischen Risikos -bewußt ?

Mögliche Schlußfolgerungen sind dann,

Diese Privilegierten, Gesegneten, [*] LWB deren Sicherheit dem Staat etwas wert ist ( sie sind ja selbst der Staat ),

im Gegensatz zur Sicherheit des normalen LWB,

- könnten sich gut für sich selbst einsetzen, und damit auch für den normalen LWB als Nebeneffekt, beispielsweise dadurch

nicht mehr Daten reinzusetzen als notwendig usw.

- die Gefahr des " leakens " der Daten aus dem System heraus müsste ganz anders bewertet werden .

- außerdem hätte eine echte Lobby einen Hebel

( nur darum geht es mir in diesem Thread bitte bitte bitte nicht zu diesem anderen naheliegenden Thema abgleiten, das hier könnte mal wichtig werden danke )

.... mal durch die Blume gesprochen....

[*] Ja die Neidkarte. Gnadenlos gezogen. Mit unschwer zu erratender Absicht .

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Warum sollten verbrechrische Organisationen (außer dem administrativen Staat, der für manche schon als eine solche erscheinen mag) Interesse an Diebstahl oder Raub von orgnungsgemäß registrierten erwerbsberechtigungspflichtigen Waffen aus privat Besitz haben? :confused: Bei einem "normalen" Einbruchsdiebstahl oder Raub werden die betroffenen Mitglieder, falls sie gefaßt werden, oft nur zu einer Kleinigkeit auf Bewährung verurteilt.

Bei Diebstahl oder Raub von EWB-pflichtigen Waffen

  1. kommen gleich die Strafen für unerlaubten Waffenbesitz dazu
  2. die Waffen lassen sich, sofern nicht gänzlich verunstaltet, immer eindeutig identifizieren und somit eine Straftat damit beweisen
  3. auch wenn dem Käufer einer solchen Waffe vielleicht nicht Hehlerei nachgewiesen werden kann, kann immer noch der Waffenbesitz bewiesen werden, und
  4. wenn es ganz dumm läuft, ist der LWB gerade beim Trockentraining (mit gefülltem Magazin wegen des Gewichts) und man hat zufällig den Kuhfuß beim Zusammentreffen über Kopfhöhe erhoben ... :shok:

Das Problem liegt eher in der Erhöhung der Anzahl möglicher Lecks (derzeit nur örtliche Waffenrechtsbehörde, Meldeamt und auf Anfrage Polizei), aus denen Informationen z.B. in Nachbarschaftstreits u.ä. fließen könnten und den unabwendbaren GIGO-Effekten, die auch zu falschen Anschuldigungen aufgrund des dann vermengten Datenschrotts führen könnten. :huh:

Dein

Mausebaer :hi:

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Guest Harlekin
Das Problem liegt eher in der Erhöhung der Anzahl möglicher Lecks (derzeit nur örtliche Waffenrechtsbehörde, Meldeamt und auf Anfrage Polizei), aus denen Informationen z.B. in Nachbarschaftstreits u.ä. fließen könnten und den unabwendbaren GIGO-Effekten, die auch zu falschen Anschuldigungen aufgrund des dann vermengten Datenschrotts führen könnten. :huh:

wieso sollte sich die Anzahl der Abfragenden und somit der Lecks erhöhen?

Wie kommst Du darauf, das weitere Organisationen, als die, die ohnehin schon abfragen, dazu kommen?

Und ehrlich gesagt, mache ich mir beim NWR, dass sich der neuesten Datenbanksicherungen und Verschlüsselungsalgorythmen sowohl für die Daten als auch für die Datenübertragung bedienen wird, überhaupt keine Sorgen.

Da habe ich mehr bei den jetzigen örtlichen Waffenbehörden Sorgen, die ja wohl teilweise noch die Nachfolgeneration des C 64 im Einsatz haben.

Und nochmal: welche Daten sollten denn "abgegriffen"werden, die nicht auch schon heute missbräuchlich genutzt werden könnten?

Harlekin

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Alles was bisher regional begrenzt, gut auf einer Karteikarte aufbewahrt wurde ist nun blitzschnell und massenhaft, örtlich nicht begrenzt, verfügbar.

Nur eine Frage der Zeit, bis der Gesamtbestand mit allen Details auf dem "Markt" verfügbar ist. Der Missbrauch dieser Daten ist nicht nur im Zusammeng des Diebstahls zu sehen, sondern beinhaltet auch vielfältige Diskriminierungsmöglichkeiten. Ich denke da nur an Vorstellungsgespräche, örtliche politisch aktive Gruppen, Jagdfeinde etc.

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wieso sollte sich die Anzahl der Abfragenden und somit der Lecks erhöhen?

...

Und nochmal: welche Daten sollten denn "abgegriffen"werden, die nicht auch schon heute missbräuchlich genutzt werden könnten?

Harlekin

Bisher ist die Abfrage, auch durch Admins, auf die Daten der jeweiligen, einzelnen Waffenrechtsbehörde bzw. auf den Flag bei den Meldedaten beschränkt. Wer mehr will muß außer in den Stadtstaaten über "Menschen" gehen.

Aber das ist m.M.n. eh eher nebensächlich. GIGO wird das wahre Problem und die wahre Bedrohung sein, wenn ich mir auch nur den Quatsch ansehe, der, teils sogar wider besseren Wissens der SB, bereits nur in meinen WBKs steht. :closedeyes:

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Der Missbrauch dieser Daten ist nicht nur im Zusammeng des Diebstahls zu sehen, sondern beinhaltet auch vielfältige Diskriminierungsmöglichkeiten. Ich denke da nur an Vorstellungsgespräche, örtliche politisch aktive Gruppen, Jagdfeinde etc.

Und warum sollen diese Gruppen nicht heute schon Zugang zu Deinen Daten bekommen?

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Weil sie diese nur direkt von meinem SB bekommen könnten. Das Risiko maximiert sich mit der Zunahme der Zugriffsmöglichkeiten. Umso mehr Menschen involviert sind, umso höher die Wahrscheinlichkeit ein schwarzes Schaf darunter zu haben.

Warten wir ab, wie lange es dauert, bis die Daten veröffentlicht sind. ich denke es dauert nicht lange.

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Ich als professioneller digitaler Archivar muss Orange73 leider zu 100% zustimmen.

Solch eine Datenbank ist ruckzuck kopiert und evt. Verschlüsselungen sind ebenso schnell geknackt.

Fortschritt in dieser Richtung ist real gesehen ein Rückschritt in punkto Sicherheit.

Aber wer das noch nicht erkannt hat wird auch bei eigenem Einschlag noch die digitale Welt verteidigen, das ist wie bei allem im Leben...

Unser Vereinspräsident kämpft seit Jahren gegen Veröffentlichung der Wettkampflisten beim RSB im Internet, selbst da will ihn keiner verstehen.

Wir sind so links verseucht das es einfach schon zu spät ist.

DDR 2.0

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Wie werden die Waffenscheinbesitzer im Nationalen Waffenregister behandelt werden ?

- Werden Waffenscheinler in irgendeiner Weise bevorzugt / geschützt werden ?

Gute Frage! :appl:

Da drängt sich mir die Fragestellung auf:

Was ist mit den Ersatz - WBK/Ersatz-WS von Politikern, Ministerien und Polizeibeamten?

Was mit Dienstwaffeninhabern, die selbige mit nach Hause nehmen?

Wie werden diese Personen (wir sind ja alle gleich :gaga: ) im Melderegister im Allgemeinen und in der Verknüpfung mit den KFZ - Halterdaten behandelt? Geht es wirklich um mehr Sicherheit für Vollzugsbeamte, die doch so sehr Angst haben müssen vor den pösen LWB (dann müßten diese exakt gleich behandelt werden) oder andere Motive seitens der hochgeschätzten Obrigkeit?

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Da habe ich mehr bei den jetzigen örtlichen Waffenbehörden Sorgen, die ja wohl teilweise noch die Nachfolgeneration des C 64 im Einsatz haben.

Die Technik ist ziemlich irrelevant solange in den Behörden von den Mitarbeitern die Zugangsdaten leichtfertig verwahrt werden und die Systeme nicht dafür sorgen, dass sichere Passwörter verwendet werden müssen. In den letzten Monaten wurde mir wieder bei der Arbeit mehr als deutlich wie leichtfertig die Leute mit meinen Daten als Bürger umgehen :bad:

BBF

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Guest solideogloria

Gibt es Schätzungen, wieviele Waffenscheininhaber es in D gibt? In meiner tageszeitung war mal in einem Artikel zum Thema von 2 im gesamten Landkreis die Rede. Dies erscheint mir ein wenig wenig.

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Weil sie diese nur direkt von meinem SB bekommen könnten. Das Risiko maximiert sich mit der Zunahme der Zugriffsmöglichkeiten. Umso mehr Menschen involviert sind, umso höher die Wahrscheinlichkeit ein schwarzes Schaf darunter zu haben.

Warten wir ab, wie lange es dauert, bis die Daten veröffentlicht sind. ich denke es dauert nicht lange.

Oder wie bisher von der Putzfrau oder jedem anderen in der Behörde der einen Schlüssel hat ohne dass das nachprüfbar ist.

Seltsamerweise scheinen meine Daten, Einwohnerdatei und KFZ, seit sie digitalisiert sind wesentlich weniger weitergegeben worden zu sein, warum soll es da bei Waffen ausnahmen geben?

Karl

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... von 2 im gesamten Landkreis die Rede. Dies erscheint mir ein wenig wenig.
Wer kriegt denn Heute noch einen großen WS?
  1. keine "geweblichen"
  2. keine Großstadt
  3. = keine Zweifel an der Zahl.

:unsure:

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Gibt es Schätzungen, wieviele Waffenscheininhaber es in D gibt? In meiner tageszeitung war mal in einem Artikel zum Thema von 2 im gesamten Landkreis die Rede. Dies erscheint mir ein wenig wenig.

Für München nach Erfurt unter 20 Pritvatpersonen min WS lt. Blume-Beyerle.

Karl

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und die Systeme nicht dafür sorgen, dass sichere Passwörter verwendet werden müssen.

Vor ein paar Jahren habe ich mal was beim Zoll abgeholt. Während der gute Mann ins Lager ist um das Paket zu holen, habe ich zugesehen, wie eine seiner Kolleginnen eine offensichtlich neue Kollegin eingearbeitet hat: "Also, mit dem Klick hierauf startest du das Programm. Dann kommt diese Abfrage und das Passwort ist '<Ein Wort mit zwei Silben aus der Botanik>'." Ich stand mal gerade 1,5m mit Blick auf den Monitor entfernt.

Auf der Arbeit habe ich high-spohisticated Regeln, wie ein Passwort auszusehen hat und muss es alle 90 Tage ändern. Das ganze für ca. 5 bis zehn Systeme. Das kann sich kein Mensch merken. Also schreibt man sich die auf oder man wählt überall das gleiche.

Eine Kollegin hat mir mal erzählt, dass sie dabei war, als eine andere Kollegin ein neues Passwort wählen musste. Wegen der high-sophisticated Regeln wurde jeder Versuch vom System abgewiesen. Also hat die ganze Abteilung zusammen ein Passwort für die Kollegin gesucht. Die waren eine Zeit lang beschäftigt - bis es halt geklappt hat.

Meine Schlussfolgerung ist längst: Die Entscheider wollen überhaupt keine richtige Sicherheit. Sie wollen nur einen auf den sie zeigen können, wenn was schief geht. Dann können sie ihre tollen Papiere und Regeln aus der Schublade hervorziehen, und allen zeigen, dass sie keine Schuld trifft, sondern ein Fehlverhalten beim Mitarbeiter vorliegt. Wenn ihnen Sicherheit was wert wäre, würden sie auch Geld in die Hand nehmen und ordentliche Infrastrukturen aufbauen.

bye knight

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Gute Frage! :appl:

Geht es wirklich um mehr Sicherheit für Vollzugsbeamte ?

Hallo,

definitiv nicht !

Darüber scheint man sich kaum Gedanken zu machen.

Da gäbe es auch kostengünstigere - aber ungleich wirkungsvollere Maßnahmen.

MfG

Pirol 2

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Guest solideogloria
Wer kriegt denn Heute noch einen

Auch wieder war.

Steht eigentlich einem Bürgermeister einer Gemeinde so etwas wie eine "Dienstwaffe" zu?

Edit meint, ich mache mir da keine großen Gedanken. Wie sicher Daten aufbewahrt werden und wie unser Staat mit Daten umgeht zeigt ja gerade der Fall mit den Schweizer Bankdaten.

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Edit meint, ich mache mir da keine großen Gedanken. Wie sicher Daten aufbewahrt werden und wie unser Staat mit Daten umgeht zeigt ja gerade der Fall mit den Schweizer Bankdaten.

Und jeder ist käuflich. Behördenmitarbeiter und Beamte sind nicht zuverlässiger als "normale" Bürger.

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Hallo Karl22

Du weißt leider nicht wie oft deine KFz Daten schon abgerufen wurden. Was für einen Wert hätte denn eine Veröffentlichung? Bei Waffen sieht das ganz anders aus. Die Daten sind sensibel und ausreichend Gegner in den Behörden vorhanden.

Kontodaten, Telefonnummern und Mailadressen werden allerorten gehandelt und veröffentlicht. Meinst du da werden die Waffenlisten nicht betroffen sein?

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