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IGNORED

Artikel in der Pforzheimer Zeitung von Heute


Anna Karena

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> JeffundIch an anderm Rechner <

Und wieder ist ein Gewehr abgegeben worden: JeffundIch, Leiter des Amts für öffentliche Ordnung der Stadt Pforzheim, lagert die Waffe in einem Tresor der Beamtenbank, bevor alles zum Vernichten dem Regierungspräsidium übergeben wird.

Ein Tresor voller „Knarren“

PFORZHEIM. Die Stadtverwaltung hatte ein Problem: Wohin mit den vielen Waffen, die von ihren Besitzern abgegeben werden? Ein sicherer Ort wurde gefunden. Pistolen und Gewehre werden in einem Banktresor gelagert.

Der Amoklauf von Winnenden und Waiblingen, als ein 17-Jähriger am 11. März dieses Jahres 15 Menschen erschossen hat, führte zu einer Verschärfung des Waffengesetzes nicht nur in Baden-Württemberg, sondern im gesamten Bundesgebiet. Dies trat am 17. Juli in Kraft und sieht vor, dass die Behörden kontrollieren sollen, ob Besitzer von Waffen diese ordnungsgemäß verwahren.

Schon seit 2003 ist gesetzlich festgeschrieben, dass Waffen und Munition in Sicherheitschränken und Tresoren so aufbewahrt werden müssen, dass nur der Besitzer einen Zugriff hat. Mussten dies seither nur bei einem Neuantrag nachgewiesen werden, gilt dies inzwischen für alle Waffenscheinbesitzer. Allein im Pforzheimer Stadtgebiet sind das rund 2150 Personen – fast durchweg Sportschützen und Jäger.

Über 20 000 Waffen in der Stadt

Die aktuellen Waffenscheinbesitzer wurden oder werden noch vom Amt für öffentliche Ordnung angeschrieben. Innerhalb von zwei Monaten müssen sie eine „Selbstauskunft über den Besitz und die Aufbewahrung von Waffen und Munition“ ausfüllen und an das Amt einreichen. Dessen Leiter, JeffundIch, geht nach den bisherigen Unterlagen von über 20 000 Waffen aus. Wurden solche bisher nicht angemeldet, können sie bis Jahresende abgegeben werden. Ihr Besitzer geht dann straffrei aus. Eine nachträgliche Genehmigung wird nicht erteilt.

Mit ihrer Selbstauskunft müssen die Waffenbesitzer über Kaufbelege , Herstellerbeschreibungen oder Fotos nachweisen, dass die Gewehre und Pistolen sicher verschlossen sind. Von Seiten des Amts für öffentliche Ordnung soll das natürlich kontrolliert werden – auch ohne vorherige Anmeldung. „Das geht nicht, ohne das Personal aufzustocken“, erklärt Kühn. Dessen Amt auch ständig verbotene Messer einsammle.

Seitdem die Gesetzesverschärfung rechtskräftig ist und die ersten Briefe verschickt wurden, hat bei Anna Karena (Leiterin der städtischen Waffenbehörde) und ihren Mitarbeiterinnen nicht nur die Beratungstätigkeit – telefonisch und durch Besucher – stark zugenommen. Und es werden ständig Waffen abgegeben. Über 150 Stück lagen in den vergangenen vier Wochen auf dem Schreibtisch im Alten Rathaus, bevor sie ebenfalls sicher verwahrt wurden: in einem zuletzt leer stehenden Tresor in der gegenüber liegenden Filiale der Beamtenbank. Und der war mittlerweile voll, so dass die Waffen zur Vernichtung an das Regierungspräsidium weitergeleitet wurden.

Viele Erbstücke

Was sind nun die Gründe dafür, dass Waffen zurückgegeben werden? Oft handelt es sich um Erben, die nach neuer Rechtslage die „alten Knarren“ mit einem Blockiersystem nachrüsten und diese ebenfalls in einem Sicherheitsschrank aufbewahren müssen. Das ist den meisten zu teuer. Außerdem sind die Verkaufspreise an einen Händler mittlerweile gegen null gefallen, wie Anna Karena betont. Zudem, für manche, denen das Mitführen einer Pistole früher erlaubt war, dazu gehören Schmuckreisende, gibt es heute keine Berechtigung zum Führen einer Waffe mehr. Selbst bei Angestellten von Geldtransportunternehmen, so JeffundIch, sei das nur noch bei ausgesprochen hohen Beträgen erlaubt.

Übrigens: Es ist nicht selten, dass eine Waffe geladen, ja sogar entsichert, im Alten Rathaus vorbeigebracht wird. Daher richten Anna Karena und JeffundIch einen eindringlichen Appell an alle Betroffenen, die Munition vorher zu entfernen.

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....werden, gilt dies inzwischen für alle Waffenscheinbesitzer. Allein im Pforzheimer Stadtgebiet sind ...

Was sind nun die Gründe dafür, dass Waffen zurückgegeben werden? ....

nungut, das mit dem "Waffenschein" ist ja ein allgemeines übel bei uninformierten und nicht in der sache kundigen schreibkräften ( ich vermeinde absichtlich die begriffe "sachkundig" und "Journalisten", das erste wäre ja wünschenswert, dem zweiten wäre dieser fehler nicht passiert).

was mich jetzt aber zum wiederholten male etwas erstaunt ist die aussage ( habe diese in der art jetzt schon mehrfach in artikeln dieser art gelesen ) dass hier waffen "zurückgegeben" werden. hallo? seit wann gab/gibt eine waffenrechtsbehörde waffen aus ? da sollte man ja wirklich einen umzug in erwägung ziehen.

nicht mehr benötigte waffen werden ABGEGEBEN...... und in diesem zuge evtl. die besitzerlaubnis "zurückgegeben"....... oder hat das vielleicht eine der schreibkräfte auf platzmangel, und fehlender kenntnis in der sache, mal wieder "einfach zusammengefasst".

.... manchmal muss man sich echt über die "fachkräfte" in gewissen bereichen unserer dienstleistungsgesellschaft doch sehr wundern.....

gruß alzi

PS: lag mir schon lange auf der seele..... jetzt wollte es raus und ist von selbiger abgefallen.

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bevor alles zum Vernichten dem Regierungspräsidium übergeben wird.

Ist eigentlich ein (mit gesundem Menschenverstand ausgestatteter) Behördenleiter oder Ministerialer

mal auf die Idee gekommen, z.B. Jagdbüchsen und -flinten, welche bei den Behörden abgegeben werden,

kostenlos an die Kreisjägerschaften weiter zu reichen?

Geldbeutelschonende Erstausstattung (quasi Startpaket) für die Jungjäger.

Nicht nur sinnlos vernichten, sondern vorher denken...

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Ist eigentlich ein (mit gesundem Menschenverstand ausgestatteter) Behördenleiter oder Ministerialer

mal auf die Idee gekommen, z.B. Jagdbüchsen und -flinten, welche bei den Behörden abgegeben werden,

kostenlos an die Kreisjägerschaften weiter zu reichen?

Geldbeutelschonende Erstausstattung (quasi Startpaket) für die Jungjäger.

Nicht nur sinnlos vernichten, sondern vorher denken...

ja ist schon so mancher...

aber:

nein nein nein, unser städte und kreise dürfen auf so eine anrüchige weise doch kein geld verdienen...tztztz.

lieber die politesse dreimal mehr um den block jagen, zum knollo abkassieren!

die idee mit dem kostenlos zur verfügung stellen der waffen an jungjäger find ich persönlich sehr gut, wird aber von unserer ach so tollen geselschaft wieder als pfui bemängelt (werden)!

guck die das theater in niedersachsen an wegen den ausgemusterten polizeiwaffen die da verkauft werden, ich bin dafür das jeder politiker der sich gegen eine legale geldbeschaffung für die städte/ kreise/ länder oder bund ausspricht und diese unterbinden will auf 3/4seiner bezüge zugunsten unseres staates verzichten muß!

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Dochdoch, das gibt es- und zwar in Bayern. Wir können zwar auch nur gebrochen Hochdeutsch, aber ein gewisser Rest gesunden Menschenverstandes ist hier wohl erhalten geblieben.

Wer sich da allerdings etwas heraussuchen darf , steht auf einem anderen Blatt, angeblich gehts an junge Absolventen des Studienganges Forstwirtschaft.

Ob´s stimmt?

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