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IGNORED

Fernsehtipp: 14.10.2007 - RTL-Reportage über Schützen


Silent Hunter

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Die übliche Antiwaffen-Propaganda oder sachlich-neutrale Reportage? <_< Man wird sehen ...

Datum: Sonntag, 14.10.2007

Uhrzeit: 23:00 - 23:50 Uhr

Sender: RTL

Feuer frei! Die Waffen der Männer

Das deutsche Waffengesetz ist eines der strengsten der Welt - private Waffenbesitzer sind fast immer Jäger, Sammler, Sportschützen. Etwa 10 Millionen legaler Schusswaffen sind in Deutschland im privaten Besitz, etwa doppelt so viele illegal, so die Schätzung der Gewerkschaft der Polizei. 'Die große Reportage' blickt hinter die Kulissen eines schwäbischen Schützenvereins und begleitet einen zweitägigen Ordonnanz-Cup, bei dem etwa 60 Teilnehmer mit alten Militärdienstwaffen um die Wette schießen. Organisator ist der Vereinsvorsitzende Bernd Stolpe. Der 52-jährige gebürtige Niedersachse kam zufällig zum Schießen, heute bestimmt der Verein das Leben des Familienvaters. Spätestens seit James Bond mit der PPK die Welt rettete, ist dieser Name in aller Munde: Carl Walther aus Ulm. Die Reportage begleitet die Fertigung einer P99 Pistole, die vor allem bei der Polizei professionellen Einsatz finden. Das modernste Schießkino Deutschlands bietet bei Fulda vor allem Jägern mit über 100 Filmen die Möglichkeit, ihre Waffen und Zielfernrohre sofort auszuprobieren. Eingerichtet von der Firma Waffen-Janka, einem Fachgeschäft für Jagdbedarf, das es seit über einem halben Jahrhundert gibt. In dritter Generation führen die Büchsenmacher heute das Geschäft - und die Männer teilen dabei nicht nur die Leidenschaft für die Jagd, sondern auch den Erfolg beim Schießen. Vater und Begründer der Familientradition Heinz wurde 1981 hessischer Meister, seine Söhne Matthias und Christian folgten und holten nicht nur regionale Titel, sondern nahmen auch sehr erfolgreich an Europaund Weltmeisterschaften teil. Die Reportage schaut den Büchsenmachern bei ihrer Arbeit über die Schulter. 'Die große Reportage' über die Waffen der Männer und den fragwürdigen Reiz am tödlichen Stück Stahl.

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Na, wenn man's nach dem oben eingestellten "Vorankündigungs"-Text für die Sendung misst, wird diese - in unserem Sinn - nicht so schlecht ausfallen.

Wenn da nicht die (eigentlich nicht zum vorherigen passende) seltsame Formulierung mit dem "fragwürdigen Reiz am tödlichen Stück Stahl" ganz am Ende wäre...

Gruß,

karlyman

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Da stellt sich irgendwann mal die Frage, welchen Reiz denn so ein Mikrofon und eine Kameralinse auf manche offenbar persönlichkeitsmäßig herausgefordeten Jungspunde ausübt, daß sich immer noch welche finden lassen, die dann mit bewußt brüchig-tiefergelegter Stimme versuchen, ihr Gruseln in die Worte einfließen zu lassen.

Die Dinger haben irgendwie ein Magnetfeld, steht man zu lange und zu dicht davor, setzen die Gehirnwellen aus...

Der Bericht mag durchaus insgesamt positiv ausfallen, aber man darf doch als ordentlicher Explosiv-Reporter keinen neutralen Anmoderationstext fabrizieren, wo kämen wir denn da hin?

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Da stellt sich irgendwann mal die Frage, welchen Reiz denn so ein Mikrofon und eine Kameralinse auf manche offenbar persönlichkeitsmäßig herausgefordeten Jungspunde ausübt, ...

millionen von (erfolglosen und vor langweiligkeit dahinsiechenden) casting-tv-formaten mit teilnehmern aus dem bodensatz der medienpraesent-geilheits-muelltonne sprechen hier eine deutliche sprache !

musswasdransein... :peinlich:

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Die Dinger haben irgendwie ein Magnetfeld, steht man zu lange und zu dicht dahinter, setzen die Gehirnwellen aus...

Ich war so frei, einmal Deinen kleinen Tippfehler zu korrigieren. Vor der Kamera brechen Personen nur in ein wirres Geblabbel aus, dahinter ist der Punkt, an dem es erst recht aussetzt!

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Ich war so frei, einmal Deinen kleinen Tippfehler zu korrigieren. Vor der Kamera brechen Personen nur in ein wirres Geblabbel aus, dahinter ist der Punkt, an dem es erst recht aussetzt!
davor, dahinter, das gibt sich nicht wirklich viel

buugie

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ist doch schön plastisch formuliert, das mit dem tödliche Stück Stahl - und es stimmt ja auch.

Ich gebe es auch zu (schlagt mich): Das tödliche Potential einer großkalibrigen Waffe zu beherrschen, macht für mich einen Teil (nicht alles) des Reizes aus.

Auch die geballte Dynamik und Kraft, die beispielsweise bei meiner 30-06 beim Schuß frei wird, begeistert mich immer wieder.

Ist das verwerflich?

Nö, solange ich damit verantwortlich umgehe.

Und das tue ich, wie 1 Million oder wieviele es sind, auch.

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...sicher so ein beitrag alla akte bei sat1 oder ähnlicher magazine

Nun kann man ja lange über solche Sendeformate herziehen; und es stimmt, einen Bildungs- oder Niveaupreis

gewinnen die in aller Regel nicht.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass in manchen derartigen Beiträgen (es gab da z.B. eine schöne Kabel1-Reportage

über HK, u.ä.) zumindest eine gewisse Begeisterung für das GK-Schießen durchblitzt, und wohl auch dem Zuschauer vermittelt wird. Es geht hier auch ein wenig um den "Fun"-Faktor, und darauf sind die Privaten ja meist aus.

Bei den öffentlich-rechtlichen (die mir ansonsten bei allen Info-Formaten deutlich mehr liegen) ist im Unterschied darin nur noch ideologisch bedingte oder moralinsaure Ablehnung zu spüren, was Schießsport, Waffemsammeln und Jagd angeht. Nennt mir ein Gegenbeispiel...

Gruß,

karlyman

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Allerdings ist mir aufgefallen, dass in manchen derartigen Beiträgen (es gab da z.B. eine schöne Kabel1-Reportage über HK, u.ä.) zumindest eine gewisse Begeisterung für das GK-Schießen durchblitzt, und wohl auch dem Zuschauer vermittelt wird. Es geht hier auch ein wenig um den "Fun"-Faktor, und darauf sind die Privaten ja meist aus.

Womit Du Recht hast. Sicher sind die dortigen "Journalisten" nicht unbedingt waffenfreundlicher eingestellt, aber die privaten Sender sind auf Effekthascherei, Sensationsgier und "Fun" aus. Reportagen über Luftgewehrwettkämpfe wären da sicher nicht Interesse der um Zuschauerquoten kämpfenden Sender, aber daß sich hier vielleicht auch Ansatzpunkte für Filmberichte über publikumswirksame Disziplinen (ich denke da an Western-Action-Schießen, IPSC und alles wo es ordentlich kracht und etwas Dynamik dabei ist) ergeben könnten, sollte für einige mediengewandte Persönlichkeiten in der Waffen-Szene vielleicht mal nähere Überlegungen wert sein. Ich glaube, daß über solche "Fun"-Berichte über interessante Disziplinen auch deutlich mehr Interessierte zum Schießen gebracht werden können als durch biedere Luftgewehrergebnisse des Schützenvereins Kleinkleckersdorf in der Lokalzeitung in Verbindung mit den üblichen Siegerehrungsfotos.

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hallo

das wird grausam, da wird alles gezeigt was die quote nach oben treibt.

leider nehmen viele das gesehen im fernseher für baremünze

( was da gezeigt wird, muss stimmen , ist ja im fernsehn :gaga: )

wenn ein wiederruf von rtl erfolgen müsste, wegen grobem unfug und volksverdummung

kommt der morgens um 10 vor 5 mit naddels diätplänen oder bohlen´s neuer dsds werbung

wo es auch keinen intressiert .

aber es wird das gezeigt was der masse gefällt

schönen gruß abnoe

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Wie oft werden leider Kameras und Mikrofone als Waffen eingesetzt, um andere zu richten, gar hinzurichten. Auch aus Kugelschreibern werden schnell Hackebeilchen, wenn es Chefredakteure gestatten, sogar fordern. Der "fragwürdige Reiz" am "tödlichen Stück Stahl" ist eine fragwürdige Kommentierung, dürfte weitgehend vorweg nehmen, was uns Schützen in diesem Filmbeitrag erwartet und löst schon vorher etwas aus, nämlich Brechreiz.

Es wäre ja auch zu langweilig zu erfahren, dass es viele Schützen gibt, die überhaupt keinen Reiz von ihrer Sig 210-6 oder ihrem 0.50BMG verspüren, sondern einfach nur möglichst oft möglichst die Innenzehn oder die A-Zone treffen wollen. Der Reiz, präzise die Bleibeförderungsmaschinen so zu bedienen, dass sie ihren Zweck erfüllen - und das auch noch wiederholen zu können - und die Freude darüber, wenn das klappt, sind wenig spektakulär.

Gut Schuss!

Benni

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...Feuer frei! Die Waffen der Männer...
und die Waffen der Frauen??? :confused: .
...------>>>> ...Hab leider keinen Smiley gefunden, der sich übergibt.
Bitte sehr: :bad:
...Das deutsche Waffengesetz ist eines der strengsten der Welt - private Waffenbesitzer sind fast immer Jäger, Sammler, Sportschützen. ...'Die große Reportage' über die Waffen der Männer und den fragwürdigen Reiz am tödlichen Stück Stahl.
Recycling der üblichen, bekannten Machwerke? :peinlich:
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Ist schon komisch: Ich habe festgestellt, dass Außenstehende (also Nicht-Schützen) zuerst die Waffe sehen, und Angst davor haben, oder sogar zittern, wenn sie sie in die Hand nehmen.

Das legt sich aber sehr schnell, schon beim zweiten Trainingstermin wird das schon viel ruhiger.

Wir im Verein sehen nur Punkte, Double-Alphas und den Major Faktor, die Präzision und die Technik. Die potentiell tödliche Wirkung ist absolute Nebensache. Ungefähr so, wie bei anderen Sportarten. Bei der Formel 1 steht ja auch die Rundenzeit im Vordergrund, und nicht, dass man mit 300 an der Wand zerschellen kann...

Also, liebe Journalisten, macht Euch mal locker, denn die Wirklichkeit sieht anders aus, als die, die in den Krimis auf den geichen Sendern gezeigt wird, denen Ihr Eure Reportagen verkaufen müsst.

Gruß,

Pistolero

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...

Also, liebe Journalisten, macht Euch mal locker, denn die Wirklichkeit sieht anders aus, als die, die in den Krimis auf den geichen Sendern gezeigt wird, denen Ihr Eure Reportagen verkaufen müsst.

Gruß,

Pistolero

Dein Wort in Gottes Ohr! :rolleyes:

Medienunternehmen interessiert der Profit, nicht die Wahrheit. :traurig_16:

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Ich war gestern auf einem Fachvortrag über Marketing. Dort hat einer von einer neuen Agentur ein Konzept für einen neuen Online-Fernsehsender präsentiert. Die werbetreibenden Unternehmen haben nämlich mittlerweile das Problem, dass vielen das Umfeld im Deutschen Privatfernsehen schon zu schmuddelig ist, um ihre hochwertigen Produkte zu bewerben.

Die Leute in der Werbebranche nennen das deutsche Privatfernsehen mittlerweile schon "HARTZ IV TV".

Mal sehen ob der Bericht ohne Bilder/Erinnerung/Einspielung an irgendwelche Amokläufe oder Unfälle mit Waffen auskommt...

Nur wenn es mal ein Journalist schafft, die Mottenkiste geschlossen zu lassen, kann ein wertvoller Beitrag herauskommen.

Gruß,

Pistolero

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