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IGNORED

Würde ein Waffenverbot die Raten von Mord und Suizid verringern?


optrade

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Harvard-Studie

Ziemlich umfangreich und (leider) nur in Englisch.

"...Indeed, .... data from the United States, show “a negative correlation,”10 that is,

“where firearms are most dense violent crime rates are lowest,

and where guns are least dense violent crime rates are highest.”..."

Die Studie ist ein paar Jahre alt, daher leider nicht die neuesten Zahlen. Habe bisher nur den Anfang gelesen, ich fürchte aber die AWN werden diese Studie gar nicht lieben. B)

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Servus,

ich bin überzeugt, dass ein generelles Waffenverbot die Suizidanzahl verringern würde, aber nur um einen statischtisch nicht einmal absicherbaren Prozentsatz.

Gleichzeitig würden nämlich auch einige Leute sich aufhängen, weil sie es nicht ertragen, ihre Familien oder sich selbst im entscheidenden Moment nicht beschützt haben zu können.

Und es würden mehr Leute gekillt, die sich nicht verteidigen können.

Insgesamt eher ein Nullsummenspiel, wenn nicht sogar schlechter ohne Waffen ....

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Ist schon im Ansatz falsch.

Das Waffenverbot trifft nur die legalen Waffen. Und auch in der DDR hat es trotz dem schärfsten Waffengesetzes, was ich kenne, Morde und Selbstmorde mit Waffen gegeben. Die Selbstmordrate war deutlich höher als heute. Suizid würde sich halt verlagern. Auch das einhausen der Görlitzer Teufelsbrücke mit Maschendraht hat nicht geholfen. Danach war der Strick die Lieblingsmethode.

Auch die Zahlen der Legalwaffen im Bereich der Kriminallität sind minimal. Wer will schon mit einer registrierten Waffe ein Verbrechen begehen. Und nach Erfurt hat sich der eingeschränkte Amokläufer für Vorderlader entschieden oder bei Neckermann gab es einen Vorfall mit einem Samuraischwert.

Viel wichtiger wären Arbeitsplätze von denen man menschenwürdig leben kann und regiede Verurteilung von gewaltsammen Konfliktlösungen. Und ein Familienrecht was die Kinder in den Vordergrundstellt und nicht den Staat von Unterhaltspflichten für arbeislose frauen befreit.

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Wenn überhaupt eine Auswirkung zu messen wäre, dann eine leichte Verschiebung bei den gewählten Selbstötungsmethoden. :hi:

Sehe ich genauso :s75:

Wobei! Wenn Schusswaffen leichter verfügbar wären, wäre die Anzahl derer die nach einem Strangulationsversuch mit einem Hypoxischen Hirnschaden in den diversen Pflegeeinrichtungen vor sich hinvegetieren wohl etwas geringer.

Diese Aussage bitte nicht falsch interpretieren. Da ich beruflich mit dieser Materie zu tun habe kenne ich nunmal auch die Auswirkungen von missglückten Suizidversuchen zu genüge und weiss was es für Auswirkungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen hat.

BW

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Wenn Schusswaffen leichter verfügbar wären, wäre die Anzahl derer die nach einem Strangulationsversuch mit einem Hypoxischen Hirnschaden in den diversen Pflegeeinrichtungen vor sich hinvegetieren wohl etwas geringer.

Dafür hätten wir dann eben mehr blinde, die nicht wussten, wo das das Ding am Kopf hinhalten muss und sich statt dem Hirn nur die Augen raus geblasen haben. Dazu noch ein paar Pflegefälle, bei denen es neben den Augen noch 'ein wenig' das Umfeld erwischt hat. Käme auf's gleiche raus.

Außerdem wäre ein Waffenverbot auch Zugführern gegenüber unfair, vor deren Arbeitsplatz sich dann auch nochmal mehr Leute werfen würden. Dann hat man nicht nur ein Opfer, sondern mindestens zwei - und eines davon hatte keine Wahl, muss aber im Gegensatz zum anderen damit weiter leben.

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Dafür hätten wir dann eben mehr blinde, die nicht wussten, wo das das Ding am Kopf hinhalten muss und sich statt dem Hirn nur die Augen raus geblasen haben. ...

Pssst! :secret:

Überlicherweise sollen die schon Hirn zu Mus machen.

Nur eben den Teil, der für's Sehen zuständig ist. :mega_shok:

Dein

Bouffie :)

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Niemand bringt sich um, weil er eine Waffe zur Verfügung hat.

Jemand der sich ohnehin umbringen möchte, benutzt die Waffe als Mittel um seine Absicht in die Tat umzusetzen. Man kann also durch ein Waffenverbot lediglich die Art des Selbstmordes ändern.

Statt Waffe - Bahngleis

Statt Waffe - Rammen des Gegenverkehrs / Brückenpfeiler auf der Autobahn

Statt Waffe - Hochhaus / Brücke

und so weiter!

Das Argument, dass eine Waffe aufgrund der "Erfolgssicherheit" und Einfachheit eher dazu geeignet ist, aus einem versuchten einen vollzogenem Suizid kann ebenfalls entkräftet werden, da eine Person, die es Ernst mit Selbstmord meint, einen Missglückten Suizidversuch wiederholen würde.

TheHun

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...

Statt Waffe - Bahngleis - verbietet die Bahn, kostet eh zuviel Geld -

Statt Waffe - Rammen des Gegenverkehrs / Brückenpfeiler auf der Autobahn - verbietet das Benutzen der Autobahnen -

Statt Waffe - Hochhaus / Brücke - verbietet Hochhäuser und Brücken -

...

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Guest Matze82
Niemand bringt sich um, weil er eine Waffe zur Verfügung hat.

Jemand der sich ohnehin umbringen möchte, benutzt die Waffe als Mittel um seine Absicht in die Tat umzusetzen. Man kann also durch ein Waffenverbot lediglich die Art des Selbstmordes ändern.

Statt Waffe - Bahngleis

Statt Waffe - Rammen des Gegenverkehrs / Brückenpfeiler auf der Autobahn

Statt Waffe - Hochhaus / Brücke

und so weiter!

Das Argument, dass eine Waffe aufgrund der "Erfolgssicherheit" und Einfachheit eher dazu geeignet ist, aus einem versuchten einen vollzogenem Suizid kann ebenfalls entkräftet werden, da eine Person, die es Ernst mit Selbstmord meint, einen Missglückten Suizidversuch wiederholen würde.

TheHun

Dem ist nurnoch hinzuzufügen, daß WENN jemand die Entscheidung trifft aus dem Leben zu gehen es sicherlich besser ist er tut dies mit seiner .44 Mag als daß er sich vor die U-Bahn wirft.

Zum einen sind die Erolgschancen sher gut mit der Schusswaffe und -nicht zu vernachlässigen- es wird kein unbeteiligter Traumatisiert.

Generell sollte sich die Gesellschaft jedoch mal Gedanken machen, warum einige Personen als einzigen Ausweg ihre eigenen Tod sehen.

Abgesehen davon wäre es auch möglich, daß sich der Selbstmörder für "die große Nummer" entscheidet und einen "medienwirksamen" Amoklauf abspult. Ob mit oder ohne Schuß-Waffe ist nebensächlich, denn dann geht's wirklich rund und so oder so einigen Personen wahllos an den Kragen....

Insofern sollte jeder mal von Zeit zu Zeit in sich gehen und überlegen, wie er gerade mit Menschen umgeht und ob sein Verhalten OK ist.

Grüße

-Matze-

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Guest God of Hellfire
Generell sollte sich die Gesellschaft jedoch mal Gedanken machen, warum einige Personen als einzigen Ausweg ihre eigenen Tod sehen.

Ich denke mal, daß Menschen seit tausenden von Jahren gelegentlich den Freitod wählen.

Ich glaube mittlerweile nicht mehr, daß es ein reines Problem unserer modernen Gesellschaft ist.

Gruß

GOH

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... (Hinterlässt übrigens gar keine so grosse Sauerei wie man vermuten würde...)

Hach ja,

die gute Schweiz! :AZZANGEL:

Da stürzen sich die Selbsttöter nur auf den Rasen oder legen vorher auf dem Pflaster die Teichfolie aus und stellen Warnschilder auf. :00000733:

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Guest Matze82
Ich denke mal, daß Menschen seit tausenden von Jahren gelegentlich den Freitod wählen.

Ich glaube mittlerweile nicht mehr, daß es ein reines Problem unserer modernen Gesellschaft ist.

Gruß

GOH

Das mag sicherlich richtig sein. Vor allem, wenn man sich überlegt, daß der ritualisierte Selbstmord selbst im heutigen Japan noch in bestimmten Situationen gefordert wird...

Dennoch gibt es -meiner Meinung nach- einen Zusammenhang zwischen der Situation, in der Menschen stecken und die Häufigkeit von Selbstmorden.

Wer gerade so über die Runden kommt und wem auch ansonsten nicht viel Positives widerfährt, der ist wohl eher geneigt sein Leben zu beenden als jemand, der sich nicht in dieser Situation befindet.

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Guest God of Hellfire
Da stürzen sich die Selbsttöter nur auf den Rasen oder legen vorher auf dem Pflaster die Teichfolie aus und stellen Warnschilder auf. :00000733:

Sie sind eben bei allem was sie machen sehr verantwortungsbewußt.

;)

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Ich denke mal, daß Menschen seit tausenden von Jahren gelegentlich den Freitod wählen.

Ich glaube mittlerweile nicht mehr, daß es ein reines Problem unserer modernen Gesellschaft ist.

Gruß

GOH

Suizide gabs schon immer.

Es werden aber immer mehr

http://www.who.int/mental_health/managemen.../definition/en/

BW

(Hinterlässt übrigens gar keine so grosse Sauerei wie man vermuten würde...)

Sorry,

da habe ich schon andere Erfahrungen gesammelt.

BW

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Oh Gott. Ich konnte ja nicht ahnen, was so ein Beitrag hier lostritt. Ich werds nie wieder tun, versprochen. Nur noch über Ameisennester u.ä.

Mods, bitte, könnt ihr das Ganze einfach versenken? DAS war nicht meine Intention.

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Hach ja,

die gute Schweiz! :AZZANGEL:

Da stürzen sich die Selbsttöter nur auf den Rasen oder legen vorher auf dem Pflaster die Teichfolie aus und stellen Warnschilder auf. :00000733:

Ja in der guten alten Schweiz gibt es sogar einen gewissen Selbstmord-Tourismus. Da kommen Leute extra aus anderen Ländern her um ihr Leben zu beenden. Anders als in Deutschland oder Grossbritannien ist in der Schweiz die Beihilfe zur Selbsttötung zulässig. Natürlich muss man sich dazu vergiften - aber immerhin, es ist erlaubt.

Scheinheiligkeit pur. Vor allem wenn man daran denkt, dass im Moment auch mit der Selbsttötung gegen Waffen politisiert wird.

Zu Depression gibt es durchaus deutschsprachige Links

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