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Mündungsbremsen und Präzision


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Ich beschäftige mich grade mit der Frage ob eine Mündungsbremse die Präzision erhöht.

Da es mich sowohl für Kurz als auch Langwaffen interessiert dachte ich mir ich stelle das Thema mal bei " Allgemein "ein.

Beim Thema Langwaffe scheint sich die Welt ja einig zu sein das Bremsen die Präzision erhöhen, Lutz Möller und etliche Fachzeitschriften testen ja die Präzision von Handlaborierungen mit und ohne MB und die Ergebnisse mit sind eigentlich immer besser.

Zwischen Tür und Angel meinte mein Büchser mal zu mir  das die Gase die hinter dem Geschoss aus dem Lauf austreten durch die Bremse besser verteilt werden und deshalb die Präzision besser wäre.

Frage- warum schießen dann nicht alle mit MB?

Beim Thema Kurzwaffen ist mir oft aufgefallen das MB die Präzision eher verschlechtern, warum hier der Unterschied zur LW?

Kürzere Distanz? 

Anders kann ich mir einen kleinen Feldversuch bei dem eine KW mit LW Schaftsystem Kaliber 9 Para (lediglich das Griffstück war identisch) mit strammer Handladung mit MB deutlich bessere Ergebnisse brachte als dieselbe Waffe mit regulärem Verschluss und MB auf dem Lauf.

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das mit der Gas Verwirbelung hinter dem Geschoss und durch die Bremse resultierende Ableitung wirkt sich zu über 90% als bessere Präzisionsausbeute bei Langwaffen aus.

Andere Schützen zB im BR Bereich, wirken der Geschichte mit einer speziellen Mündungsgeometrie entgegen. Das soll auch klappen.

 

Bei Kurzwaffen ist die Verrieglungszeit in folge der Masse an der Mündung und meist durch andere Tuning Verschlussfedern beeinträchtigt. Dadurch wird das bekannte Timing der bewegten Masse des Schlitten zeitlich verändert. Die KW reagiert anders, erhöht die Tuningmaßnahme in Funktion und Handling, aber es könne zu einer anderen Mündungsauslenkung kommen, die die Streukreise erweitere. In wie weit dies auf 25 Meter messbar zum tragen käme, entzieht sich meiner Kenntnis. Andere berichten aber auch vom Gegenteil.

Ich würde jedenfalls bei der KW immer den leichtesten Comp bevorzugen!

 

LG

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Halt, ich habe die Geschossgewichte von Kurzwaffen vergessen. Seit mir Parcours und IPSC bekannt ist werde meist geringere Geschossgewichte als der Standard bei Compwaffen verwende. Auch gilt höhere VO, gestrecktere Flugbahn und mehr Bums um den Kompensator auch richtig zu bedienen. Mehr bums bedeute aber nicht unweigerlich bessere Präzision. Etwas widersprüchlich, ich denke das es hier auch auf die geeignete Pulverauswahl ankommt. Zu meiner dynamischen Kurzwaffen Zeit, war dies HP38 und Titegroupe. Gewichte bei .45ACP war bei mir mit Comp 185grs und bei 9mm Para 115grs. 45ACP 200grs 6,xx grs A1 um die 300m/s zu streicheln. Nun ja, jeder handelt eigenverantwortlich und die Daten entsprechen nicht mehr den heutigen Parametern. Daher ausdrücklich Achtung. Dies war quasi nur eine "Chronik" ;)

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vor 11 Stunden schrieb Speedmark:

Andere Schützen zB im BR Bereich, wirken der Geschichte mit einer speziellen Mündungsgeometrie entgegen. Das soll auch klappen.

Wie wirken sich diesbezüglich Schalldämpfer aus? Die Aussagen welche ich dazu fand sind oft widersprüchlich. Wird die Präzision abgesehen von der Treffpunktverlagerung durch die Nutzung eines SD negativ beeinträchtigt?

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vor 15 Stunden schrieb CrassusCaudati:

Frage- warum schießen dann nicht alle mit MB?

  • Diverse Sportordnungen verbieten es.
  • Die Belastung für die Schützen nebendran ist höher.
  • Neumodischer Kram ... ;-/

 

@EzLord

Die Aussagen sind widersprüchlich weil anscheinend nicht jeder Dämpfer zu jedem Geschoß paßt.

Wir haben die Tage einen Fall diskutiert, wo es durch einen Schalldämpfer zu einer massiven Präzisionsverschlechterung bei einer Waffe kam. Es scheint, daß es ein ungünstiges Verhältnis zwischen Kammergröße/-volumen/-form des Schalldämpfers und Geschoß(länge) gibt, so daß es zu Umströmungseffekten kommt, die die Geschoßbahn negativ beeinflussen. Wenn ich den Kollegen richtig verstanden habe, war die Kammer relativ lang, das Geschoss relativ kurz (7,62*39).

Edited by weyland
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Alle Jäger die ich kenne, berichten in der Regel von ASE, Recknagel, A-TAC, B&T und der gleichen namhaften Hersteller und eine leichte Präzisionsverbesserung! Davon sind wohl die meisten für das Kaliber .308 Win. ausgelegt. Ein Jäger/Schütze hat einen B&T SD auf einer MR223 und ein Waffensachverständiger auf einer .223 Sabre Defense. Hier wurden in meinem Beisein die Streukreise nach meiner Messung fast halbiert. Das fand ich sehr erstaunlich.

 

Eines sollte aber in Bezug auf die Verwendete Munition mit SD klar sein, Durch den SD mache ich eine Billigmunition zu keinem Präzisionswunder. Gerade dann, wenn ich einige Jagdmänner auf unserem Stand bei der Überprüfung ihres 4cm Hochschuss beobachte, sehe ich in etwa 80% aller Fälle nur völlige Billig Jagdmunition, oder Labos mit 3 unterschiedlichen Geschossen und 5 unterschiedlichen Hülsenherstellern.

Kein Witz, wir lachen meistens darüber zumal zB eine Sauer, Blaser etc. herangezogen würde und vor dem Stand der GLE 400 stehe. Ich denke den Wink habe jeder verstanden!

Gut, wir haben aber auch andere Jagdkollehen, wo man schon beim Handling bemerkt was sie können. Quasi das krasse Gegenteil. So war ich anwesend, als der Kollege eine Kombinierte Waffe einschoss und über diesen dreifachen Mechanismuss und „Mündungsjustierung“ die Kugelläufe einstellte. Ich bitte zu entschuldigen, das mir hier die Fachlich richtigen Worte nicht geläufig sind. Jedenfalls war ich von dieser Technik schwer beeindruckt und bekam den Mund nicht mehr zu. Solche Kollegen, bzw. genau dieser Kollege, hat allgemein gar kein SD, der Lacht darüber!!! Er sagte salopp, bis Andere den SD aufgeschraubt hätten, haber er ganz alleine die Rotte niedergestreckt.

Auf Grund seines Auftretens, Standerhebnissen, Erfahrungen und fundiertes Wissen, könne man ihm das glatt abnehmen. Er fährt zB. „nur“ einen langen Defender und Prabbel an den Stiefeln bis hoch zu den Knien.

Ich denke nicht, das dies nur eine Requisite sei ;)

 

Nun ja, abschließend zurück zum Thema. In der Mehrzahl berichteten sie jedenfalls von einer Präzisinsverbesserung durch den SD.

 

LG

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vor 17 Stunden schrieb CrassusCaudati:

 

 

Beim Thema Langwaffe scheint sich die Welt ja einig zu sein das Bremsen die Präzision erhöhen, Lutz Möller und etliche Fachzeitschriften testen ja die Präzision von Handlaborierungen mit und ohne MB und die Ergebnisse mit sind eigentlich immer besser.

 

 

Warum setzen dann Benchrester diese nicht ein?

 

Edited by chapmen
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Ich sehe keine logische Begründung warum eine Mündungsbremse durch ihre

zweckbestimmte physikalische Funktion die Präzision einer Langwaffe verbessern sollte.

 

Allerdings kann eine vorhandene Mündungsbremse das Schwingungsverhalten des

Laufes positiv beeinflussen.

So kann es durchaus sein dass die gleiche Waffe mit Mündungsbremse engere

Gruppen schießt als ohne.  

 

oswald

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vor 1 Stunde schrieb Merkava3:

Ich sehe keine logische Begründung warum eine Mündungsbremse durch ihre

zweckbestimmte physikalische Funktion die Präzision einer Langwaffe verbessern sollte.

 

Allerdings kann eine vorhandene Mündungsbremse das Schwingungsverhalten des

Laufes positiv beeinflussen.

So kann es durchaus sein dass die gleiche Waffe mit Mündungsbremse engere

Gruppen schießt als ohne.  

 

oswald

100 % Ausgedrückt Merkava3

 

Der Zauberwort ist Schwingungsverhalten. Ich muss eine Ladung bzw. eine Munition finden, die die

Laufschwingungen so Positiv beeinflusst. Das die Präzision für den Schützen zufriedenstellend ist.

 

Klar kann eine Mündungsbremse die Streukreise beeinflußen in dem Sie die Gase zur Seite umleitet.

Muß aber nicht.

Das einzige positive, der Rückschlag wird je nach Bremse effektiv gelindert.

 

Ich habe auf meiner Waffe 2 Stück gehabt. Bei beiden hat sich präzisionsmäßig nichts verbessert.

 

Für den Schaldämpfer gilt das gleiche. Obwohl da ist das ganze noch viel schlimmer.

Nach nur wenigen Schuß fängt der SD an zu flimmern. Nach 20 Schuß war mein ASE Utra SL über 100 Grad heiß.

Die Hitze hat sich natürlich direkt auf den Lauf übertragen. Dieser war nach den 20 Schuß vorne nicht mehr anfassbar.

 

SD auf einem PSG total Kontraproduktiv.

Für die Jagd ist ein SD TOP ist aber ein anderes Thema.

 

Gruß

Snooopy

 

 

 

 

 

 

 

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vor 5 Stunden schrieb snooopy:

 

Der Zauberwort ist Schwingungsverhalten. Ich muss eine Ladung bzw. eine Munition finden, die die

Laufschwingungen so Positiv beeinflusst. Das die Präzision für den Schützen zufriedenstellend ist.

Dies ist absolut richtig und kann logischerweise auch dazu führen, das mi mb plötzlich die gut schießende labo nicht mehr zum neuen schwingungsverhalten passt. Zum Thema barrel harmonics gibt's bei den Freunden auf der anderen Seite vom großen Teich interessante Abhandlungen inkl. Schockwellentheorie. Vg richie

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vor 6 Stunden schrieb snooopy:

Klar kann eine Mündungsbremse die Streukreise beeinflußen in dem Sie die Gase zur Seite umleitet.

Muß aber nicht.

Das kann nicht nur so sein, das ist so. Je weniger überholende Gase an der Mündung, desto geringer der Störeinfluss dieser auf die Abgangsballistik.

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vor einer Stunde schrieb Richie308:

Wohl war, wobei ich bei der Suche oft drüben lande, denke die Masse an interessierten ist dort absolut gesehen einfach größer uns führt zu mehr Geschreibsel. Das nur nicht immer gehaltvoll. ?

Eben, zumal auch dort das Rad nicht neu erfunden wird. Warum in die Ferne schweifen wenn.....

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Die Schussergebnisse des damaligen Tests der Steyr AUG im DWJ habe ich geschossen. Die sechs AUG‘s hatten alle eine unterschiedliche Vorliebe an Munition, aber mit dem Ebinger-Kompensator wurden die Ergebnisse bei allen sechs verbessert.

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