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IGNORED

Mythbusters-Sendung


Hägar

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Hallo Gemeinde,

in der letzten Sendung wurden Versuche durchgeführt mit Pistolen- und Gewehrmunition. Dabei stellten die fest, daß eine herabfallende Kugel fast niemals in der Lage sei, eine tödliche Verletzung herbeizuführen. Es wurde sogar behauptet, ausser blauen Flecken dürfte es nichts geben. Abgesehen von einigen "Übersetzungsfehlern" wurde das auch relativ schlüssig nachvollzogen.

Ich weiß aber aus diversen Publikationen und auch Debatten hier im WO, daß dies so nicht stimmt. Wir hatten erst vor einigen Jahren einen solchen Fall hier im Kreis München.

Wie auch immer, hat sich bei einer Debatte mit einem Schützenkollegen folgendes ergeben.

Nach der Frage, wieso die Geschosse alle mehr oder weniger quer im Boden einschlugen, sagte der Kollege, das kommt daher, weil am oberen Totpunkt das Geschoß stehen bleibt und auch die Drallrotation aufhöhrt. Dadurch ist das Geschoß nicht mehr stabilisiert.

Ich bin der Meinung, daß der Drall keineswegs am OT aufhört (bestenfalls zufällig). Jetzt stellt sich die Frage: Dreht das Geschoß weiter, hört es vor OT auf oder erst danach. Knackpunkt der Streitfrage war der Luftwiederstand an den Zugprofilen des Geschosses.

Wer kann dazu was sagen?

Gruß Hägar

PS: Bitte keine wilden Vermutungen, davon hab ich schon genug gehört.

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85° und steiler in den Himmel geschossen ist normalerweise harmlos, da das reine Eigengewicht bei den meissten Geschossen nicht ausreicht, ( unter 13-14 Gramm ) FLG's, .50 und einige Jagdliche Geschodsse .300,.338,8x68 etc etc sind auch alleine durch die kinetische Fallenergie tötlich, da eben recht hohe Geschoßgewichte.

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Das ist deshalb so, weil die Schüsse genau im 90-Grad-Winkel abgegeben wurden und das Geschoss mit dem Heck voran oder dann daumelnd ankommt. In der Praxis wird ein Schütze niemals exact 90-Grad in die Luft schiessen (können) und ab einer gewissen Gradzahl kommt das Geschoss mit der Spitze voran auf und hat zumindest noch eine kleine Rotation. Deshalb passieren die Unglücke mit den "Luftschüssen".

Nimm mal eine Pistole und halte Sie senkrecht in die Luft, du wirst niemals genau 90 Grad haben. Erst recht nicht bei einem Gewehr das ein stärkeres Kaliber als 22lfb hat und du den Rückstoss noch auffangen willst.

Welche Gradzahlen oder mathematischen Grundsätze dem zugrunde liegen sollen andere beifügen.

Mich würde der Mythbuster-Versuch mal mit z.B. 75-Grad-Abschusswinkel interessieren.

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In der Mythbusters Folge wurde ja auch gesagt das beides stimmt.

Ein senkrechter (90°) Schuß ist harmlos. Die Energie der Geschoße reichte nicht aus wenn sie zurück zur Erde fallen. Wurde auch auf einem großen Salzsee getestet.

Gleichzeitig sagten sie aber auch das bei kleinsten Abweichungen doch eine ballistische Flugbahn eingeschlagen wird und diese tödlich sein kann.

Dies wurde auch mit Interviews mit Ärzten ( Mexiko??) "belegt"

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Das hier einfach mal schauen.

Der Yogeshwars Ranga macht das eigentlich immer ganz gut.

Danke für den Link!

Wirklich sehr guter Beitrag!

Gibt es eigentlich eine Statistik, wieviel Menschen jedes Jahr z.B. in Arabien oder Albanien (wo ja Hochzeiten noch richtig zünftig gefeiert werden) durch solche herabfallenden Geschosse sterben/verletzt werden??

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Wenn das Geschoss exakt im 90 Grad Winkel nach oben geschossen wird, hat es am Scheitelpunkt die Geschwindigkeit Null. Das Projektil hat an diesem Punkt keine Rotation mehr um die Längsachse. Eine Dralllänge von 250 mm angenommen, deutet, dass das Geschoss sich bei einem zurückgelegtem Weg von 250 mm einmal um seine Achse dreht. Ist die Geschwindigkeit am Scheitelpunkt gleich Null gibt es auch keine Rotation mehr. Das Projektil fällt nun mit dem Ende voraus, welches näher am Körperschwerpunkt liegt. Bei Langwaffen also meist das Heck.

Die Fallgeschwindigkeit wird hauptsächlich von dem Luftwiderstand und der Dichte des Geschosses bestimmt. Beim Herunterfallen wird das Projektil beschleunigt und zwar solang, bis die Luftreibung und die Erdanzeihnungskraft ein Gleichgewicht eingehen. Diese Geschwindigkeit wird wohl bei den gängigen Projektilen zw. 80 bis 150 m/s liegen. Mit dieser Geschw. und der Geschossmasse kann dann die Auftreffenergie errechnet werden. Man geht davon aus, das je nach Geschossform ca. 80 m/s nötig sind, damit das Geschoss die Haut penetriert.

Gruß Detonik

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....

Die Fallgeschwindigkeit wird hauptsächlich von dem Luftwiderstand und der Dichte des Geschosses bestimmt. Beim Herunterfallen wird das Projektil beschleunigt und zwar solang, bis die Luftreibung und die Erdanzeihnungskraft ein Gleichgewicht eingehen. Diese Geschwindigkeit wird wohl bei den gängigen Projektilen zw. 80 bis 150 m/s liegen. Mit dieser Geschw. und der Geschossmasse kann dann die Auftreffenergie errechnet werden. Man geht davon aus, das je nach Geschossform ca. 80 m/s nötig sind, damit das Geschoss die Haut penetriert.

Gruß Detonik

Hebelst Du hier die Gesetze der Erdanziehung aus ?

Ferner sind 80m/s immerhin 288 Km/h, 150 m/s schon 540 Km/h, kommt mir doch sehr hoch vor, fast halbe Schallgeschwindigkeit.

Habe mal sowas von max. 200 Km/h gehört, die sich aus 9,81 ergeben.

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Ist die Geschwindigkeit am Scheitelpunkt gleich Null gibt es auch keine Rotation mehr.

Gruß Detonik

Die Geschwindigkeit des Geschosses hat überhaupt nichts mit dem Drall des Geschosses zu tun, da beide hier relevanten Reibungswiderstände unabhängig voneinander sind.

Der Luftwiderstand des Geschosses hängt ausschließlich von seiner Form ab, der Luftwiderstand, der die Rotation abbremst hängt von der Oberfläche des Geschosses ab. Ein durch die Züge kalibriertes Geschoss ähnelt - übertrieben dargestellt - einem Schaufelrad, wenn man sich die Rotation um die Längsachse vorstellt.

Das Geschoss kann also vor oder nach dem Erreichen des OT mit seinem Drall aufhören. Unter einer gewissen Drehzahl hat der Drall eh keine stabilisierende Wirkung mehr, das Geschoß wird taumelnd seine Rückkehr zur Erde antreten...

Viele Grüße

Axel

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Hebelst Du hier die Gesetze der Erdanziehung aus ?

Ferner sind 80m/s immerhin 288 Km/h, 150 m/s schon 540 Km/h, kommt mir doch sehr hoch vor, fast halbe Schallgeschwindigkeit.

Habe mal sowas von max. 200 Km/h gehört, die sich aus 9,81 ergeben.

Hallo Olaf,

das musst Du von einem Fallschirmspringer gehört haben...

Diese ominösen 200 km/h ergeben sich als mittlere maximale Fallgeschwindigkeit für einen durchschnittlichen menschlichen Körper, der nicht "ballistisch optimiert" (i.e. "eingeigelt") dem Erdboden entgegen rauscht.

Gruß,

Georg

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Hallo Olaf,

das musst Du von einem Fallschirmspringer gehört haben...

Diese ominösen 200 km/h ergeben sich als mittlere maximale Fallgeschwindigkeit für einen durchschnittlichen menschlichen Körper, der nicht "ballistisch optimiert" (i.e. "eingeigelt") dem Erdboden entgegen rauscht.

Gruß,

Georg

Fast richtig, selbst im Fall gemessen, als schmaler Fisch, bin ich doch fast schon optimiert. LOL.

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Wenn ich mich recht entsinne, wurde für das .308 Projektil ein Luft/Fallwiderstand gemessen, soll heißen das Geschoss kommt mit ca. 140 km/h von oben runter. In Energie ausgedrückt soll es fast identisch mit der eines Luftgewehres gelegen haben.

Was ich praktisch fand, wo mit eben jener Geschwindigkeit mittels "Abschussvorrichtung" auf einem Schweinskopf geschossen wurde, da er dem menschl. Körper recht nahe kommt. Da konnte man in der Zeitlupe gut erkennen, das das Geschoss bei 90° nur kurz "auftatzte" und dann abprallte, somit i.d.R. keine Lebensbedrohliche Situation entstehen sollte (Ausnahmen !!! bestätigen diese Regel).

Alles in allem ein sehr neutraler und vor allem interessanter Test, wie ich fand. Meist wird ja bei dem Thema alles dramaturgisiert und verschlimmert,

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Bei dem Test mit dem Schweinekopf muss man aber bedenken, dass die Kugel mit der Spitze nach vorne abgeschossen wurde und nicht seitlich aufgeprallt ist, wie es nach dem freuen Fall gewesen wäre.

Nur wie bereits weiter oben geschrieben, eine Waffe 90° senkrecht abzufeuern ist schwieriger als man denkt. Mit Stativ mag es kein Problem sein, bei solchen "Festlichkeiten" sind z.T. auch Vollernter im Einsatz, die schießen vielleicht ein, zwei Kugeln senkrecht nach oben, der Rest kommt stabilisiert wieder runter...

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