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IGNORED

Studien/ Belege etc.


axion

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Ich suche Studien und andere wissenschaftliche Belege (wohl am ehesten anzu siedeln im Bereich Soziologie) die den Zusammenhang von Verbrechen und Waffengesetzen untersuchen. Leider finde ich kaum etwas im Netz. Kann mir da jemand weiter helfen?

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NRA-ILA Grassroots Alert Vol. 13, No. 38 09/22/06

70 MILLION MORE GUNS.38% LESS VIOLENT CRIME

Data released by the FBI on Monday showed that in 2005, the nation's total violent crime rate was 38% lower than in 1991, when violent crime hit an all-time high. Rates of the individual categories of violent crime were also much lower in 2005 than in 1991. Murder was 43% lower, rape 25% lower, robbery 48% lower, and aggravated assault 33% lower. The FBI's report came on the heels of a Bureau of Justice Statistics crime survey that found that violent crime was lower in 2005 than anytime in the survey's 32-year history.

Defying the anti-gunners' claim that more guns means more crime, from 1991-2005 the number of privately owned guns increased by more than 70 million.

The news media often characterize violent crime as a primarily gun-oriented problem, but the FBI's report showed that only one in every four violent crimes in 2005 was committed with a gun. In 2005, as in previous years, most violent crimes were robberies and aggravated assaults, most of which were committed with knives or bare hands.

Recently, anti-gun politicians and activists have intensified their rhetoric over the "lack" of bans on handguns, so-called "assault weapons", and .50-caliber rifles; gun registration, gun owner licensing, and mandatory background checks on sales of guns between friends and family members; and limits on the frequency of gun purchases, all of which they say are necessary to reduce the nation's murder rate. But for the last seven years, the murder rate has been steady¾in the 5.5-5.7 per 100,000 population range¾at all times lower than anytime since the mid-1960s. In 2005, for example, the murder rate was 5.6.

Naturally, anti-gunners will downplay the downward trend in violent crime since 1991, and focus on the fact that the FBI's report showed a 1% increase in total violent crime, and a 2% increase in murder in 2005, compared to 2004. But those changes are miniscule, compared to the huge decrease in crime over the last 14 years.

The FBI's report once again confirmed that violent crime rates are lower in states with Right-to-Carry (RTC) laws. In 2005, RTC states had, on average, 22% lower total violent crime, 30% less murder, 46% lower robbery, and 12% lower aggravated assault rates, compared to the rest of the country.

As usual, Washington, D.C., which leads the nation in anti-gun laws, led the nation in murder, with a rate six times higher than the rest of the country. Neighboring Maryland, where gun control advocates have been particularly active recently, once again had the highest robbery rate among the states, but also tied for the unenviable distinction of "first place" in murder among the states. However, despite Maryland's high crime counts, CeaseFire Maryland, the local Brady Campaign affiliate that recently released a paper demanding an "assault weapon" ban, was unable to point to any crimes in the state involving such a gun.

The FBI's report must have displeased New York City mayor Michael Bloomberg ®. Despite the mayor's recent posturing on the gun issue, and his self-laudatory comments about fighting crime, the Big Apple's murder rate was more than double that of the rest of the state. Similarly, in Philadelphia, where anti-gun politicians are calling for a statewide one-gun-a-month law, the murder rate was more than seven times higher than the rest of Pennsylvania.

Adding to the reasons why voters should "Dump Doyle" in Wisconsin's upcoming gubernatorial election, their state had the greatest total violent crime rate increase (15.1%) between 2004-2005. Murder was up 25.2%; robbery up 11.2%; and aggravated assault up 20.2%. Wisconsin is one of only two states that prohibits Right-to-Carry entirely, but in 2005, 11 of the 12 states that had the greatest decreases in total violent crime, and 12 of the 14 states with the greatest decreases in murder were Right-to-Carry states. The seven states with the lowest total violent crime rates in 2005, and 11 of the 12 states that had the lowest murder rates, were Right-to-Carry states.

Last, but not least, is good news from Florida, the state that during the last 20 years has been most often attacked by anti-gunners, for (among other reasons) setting the Right-to-Carry and "Castle Doctrine" movements in motion. In 2005, Florida recorded a murder rate 13% lower than the rate for the rest of the country (4.96 per 100,000, vs. 5.67 for the rest of the country). For the record, Florida's 2005 murder rate was 58% lower than it was in 1986, the last year before the state's landmark Right-to-Carry law took effect.

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Nunja ich bezweifle etwas die Objectivität der NRA in dieser Sache ;-)

Wo nach suchst Du eigentlich?

Nach Zahlen, die die herrschenden Vorurteile unserer Gutmenschen bestätigen?

Oder nach Fakten?

Diese ist die beste überhaupt, weil die CDC eigentlich beweisen wollte das Waffenrestriktive Gesetze Unfälle und Morde verhindern.

Naja, aber von ihrem Gutmenschengetümel können sie nicht lassen:

(Note that insufficient evidence to determine effectiveness should not be interpreted as evidence of ineffectiveness.)

g015.gif

Rolf

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Wo nach suchst Du eigentlich?

Nach Zahlen, die die herrschenden Vorurteile unserer Gutmenschen bestätigen?

Oder nach Fakten?

Rolf

Rolf, mir scheint es so, als gibt es für axion ein zentrales Problem: Die Suche nach (hier bewusst in Anführungszeichen) "seriösen" Quellen. Ich bin davon überzeugt: Die NRA stützt sich auf seriöse Untersuchungen und wahrheitsgemäßes Zahlenmaterial, das als zuverlässig betrachtet werden kann. Man kann selbstverständlich die NRA als zuverlässige und seriöse Quelle heranziehen.

Allerdings:

Es sind ja gerade die von dir zutreffend als Vorurteile bezeichneten Vorstellungen der Antiwaffennarren, die bei der bloßen Nennung der Quellenangabe "NRA" einen Erstickungsanfall bekommen. Von deren Seite aus wird alles, was die NRA verlautbaren lässt, als bloße Propaganda einer feindlichen Lobby betrachtet. Das geschieht ganz spontan willkürlich und ohne auf die Inhalte näher einzugehen. Der inhaltliche Wert wird alleine aufgrund der "unseriösen" Quellenangabe sofort ausgesondert, bzw. abgeblockt.

Dinge zu befürworten und andere kategorisch als feindlich auszusondern, das findet auf der emotionalen und nicht auf der rationalen Ebene des Menschen statt. Da steckt auch etwas Triebhaftes drin, nämlich die Bestätigung des Egos. Infolgedessen sind die AWN immer bemüht, die Richtigkeit ihres Sendungsbewusstseins und Handelns bis zum Letzten zu verteidigen.

Was sie dann in der Tat zu Gutmenschen macht, ist die missbräuchliche Aneignung von allgemeinen Werten für ihre Zwecke. Begriffe wie "demokratisch" oder "seriös" finden sich häufig in ihrem sprachlichen Repertoire. Es sind Worthülsen, die mit eigenen inhaltlichen (Schein)Werten aufgefüllt werden. Werte, die sich nach der Beliebigkeit und Einseitigkeit ihrer Interessen ausrichten. So werden diese manipulierten Werte, die sonst in ihrer allgemeinen Bedeutung auf dem Grund von Humanität und Wahrheit wurzeln, für bestimmte Interessen dogmatisch spezifiziert. Dadurch werden manifestierte Wertvorstellungen mit unlauteren Methoden geschaffen, die dann im lautlosen Rückgriff wieder zum Allgemeingut erklärt werden. So nach dem Motto: Wir haben Moral und Recht auf unserer Seite und wer nicht für uns ist, ist kein moralisch handelnder Mensch.

Allerdings kann man selbstständig denkende Menschen mit einem solchen (un)geistigen Betrugsmanöver, dem in Wirklichkeit nichts Moralisches mehr anhaftet, nicht hereinlegen.

Dass unter diesen unfairen, aber real gegebenen Umständen axion auch auf der Suche nach anderen Quellen ist, ist für mich verständlich.

Daher: Etwas harte Worte, sonst inhaltliche Zustimmung! :s75:

Grüße, Singleshot

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Es sind ja gerade die von dir zutreffend als Vorurteile bezeichneten Vorstellungen der Antiwaffennarren, die bei der bloßen Nennung der Quellenangabe "NRA" einen Erstickungsanfall bekommen. Von deren Seite aus wird alles, was die NRA verlautbaren lässt, als bloße Propaganda einer feindlichen Lobby betrachtet. Das geschieht ganz spontan willkürlich und ohne auf die Inhalte näher einzugehen. Der inhaltliche Wert wird alleine aufgrund der "unseriösen" Quellenangabe sofort ausgesondert, bzw. abgeblockt.

Ich stimme Dir da vollkommen zu. Die NRA ist definitiv eine seriöse Quelle.

Das Problem ist, dass durch Filme wie Bowling for Columbine die breite Masse von Leuten die keine Ahnung von der Thematik haben NRA = BÖSE implizieren.

Die NRA hat nichts mit dem KKK, oder ähnlichen zwielichtigen Institutionen zu tun...das Mr Moore für so einen verlogenen Film auch noch einen Oscar erhält, ist wirklich eine Schande.

Wer es nicht glaubt, sollte vielleicht einfach mal Bowling for Columbine und Lies bei Google eingeben und seinen eigenen gesunden Menschenverstand entscheiden lassen, wer hier was manipuliert hat.

Mehr als ein vermischen und verdrehen und Tatsachen ist diese "Dokumentation" nämlich nicht!

Die NRA steht in der Öffentlichkeit wesentlich schlechter dar als sie ist.

mfG

shifty

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Mir geht es darum ein objektives Bild über die Thematik zu bekommen weil ich eben keine Lust habe mich auf Stammtischniveau zu begeben.

Ihr führt an, dass diese Antiwaffennarren Propaganda verbreiten und man nicht alles glauben sollte, kritisiert mich aber gleichzeitig dafür das ich die NRA, die eindeutige Interessen verfolgt, misstrauisch betrachte? Ein gesunder Zweifel ist doch wohl absolut angebracht um sich eine neutrale Meinung bilden zu können den bei vielen Lobbys -egal in welchem Bereich- werden oft Dinge ausgeblendet und Tatsachen zu eigenen Gunsten dargestellt.

Michael Moors Filme sind ganz klar manipulativ und was ist daran so unwarscheinlich, dass die NRA nicht mit den gleichenmitteln arbeitet.

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Natürlich ist die NRA parteiisch - schlimm, wenn es anders wäre. Von daher ist Dein Mißtrauen voll und ganz verständlich. Sie stützen sich aber auf seriöse Quellen, z.B. die Statistiken des FBI. Während sich die Waffengegner lieber auf eigene Untersuchungen und Meinungsumfragen verlassen - denn nur so kommen sie an für ihre Kampagnen verwertbare Zahlen.

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Wie man eine Statistik interpretiert ist aber nochmal eine andere Frage. Wo ist der Genaue zusammenhang zwischen Kriminalität und liberalen Waffengesetzen? Die Kriminalitätsrate ist am sinken, ob mit oder ob ohne Waffen. Dazu kommen Fällte, die nicht berücksichtigt werden wie missverstandener "Selbstverteidigung".

Ich will hier nicht Partei ergreifen, ich versuche nur alles zu relativieren. Im Moment bin ich unschlüssig über das für und wider.

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Ihr führt an, dass diese Antiwaffennarren Propaganda verbreiten und man nicht alles glauben sollte, kritisiert mich aber gleichzeitig dafür das ich die NRA, die eindeutige Interessen verfolgt, misstrauisch betrachte?

Ist nicht so gemeint gewesen, axion. Jedenfalls nicht von mir. Eine grundsätzlich kritische Haltung, auch gegenüber uns Forenschreibern, ist mitunter die beste Einstellung, die man haben kann.

Dass die AWN (eine kleine polemische Entgegnung auf den gegenüber uns so häufig verwendeten Begriff "Waffennarren") Propaganda verbreiten, habe ich so nicht geschrieben. Sondern vielmehr, dass sie ihren Vorstellungen zuwider laufende Statements gerne in diese Ecke rücken. Das allerdings habe ich oft genug erlebt.

Zum Thema Waffengesetze und Verbrechen, ich lege jetzt mal das Hauptaugenmerk auf Deutschland, ist im Netz in der Tat erstaunlich wenig Substantielles zu finden. Wenn, dann von "engagierter" Seite aus, wie z. B. auf der Website des Forums Waffenrechts und einiger Schützenvereine.

Eine nicht unproblematische Rolle spielen die Medien. Viele Berichterstattungen in den Medien zeichnen sich nicht selten durch erkennbar mangelnde Recherche, falsche Wiedergabe des Recherchierten, Unwissenheit, mangelnde Kompetenz und Sachbezogenheit, manchmal sogar durch Polemik aus. Dieses Thema ist sehr emotionsgeladen, gar keine Frage.

Die waffenrechtliche Materie ist ziemlich komplex und überfordert in den meisten Fällen den nicht waffensachkundigen Redakteur einer Tageszeitung. Kaum eine Nachricht, Bericht, Meldung oder Reportage im Zusammenhang mit Schusswaffen ist sachlich korrekt gehalten. So ist im Text oder Bericht oft vom Waffenschein die Rede, wo in Wirklichkeit die Waffenbesitzkarte gemeint ist. Das fällt uns Waffenbesitzern natürlich immer wieder auf. Jedoch sicher nicht dem Gros der Leser oder Fernsehzuschauer, die mit dem Thema Waffen nichts zu tun haben.

Dem Zuschauer wird jeden Tag im Fernsehen in Krimis, Actionfilmen, Western oder Kriegsfilmen auf dramatische Weise vorgeführt, welch fürchterliche und grausame Wirkung Waffen haben. Oft wird mit special effects nachgeholfen, durch die eine übertriebene Wirkung erzielt wird. Er ist nur auf diese Weise mit Waffen "vertraut". Das zeigt irgendwann emotionale Wirkung.

Aber die Häufigkeit der in Filmen zum Töten von Menschen nur "darstellerisch" verwendeten Schusswaffen hat mit der Realität nahezu überhaupt nichts zu tun. Schusswaffen, vor allem legale Schusswaffen, werden zur Begehung von Straftaten in Deutschland extrem selten verwendet. Eher sind es Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, wie das Messer, das Beil, der Hammer, der Schraubendreher, eine Statue, die auf dem Kaminsims steht, eine gefüllte Mineralwasserflasche, eine Zaunlatte, ein Eisenrohr oder ein Stein, der am Wegesrand liegt. Dinge, an die jeder herankommt.

Die Unterscheidung zwischen legalem und illegalem Besitz, in den Medien oft explizit nicht erwähnt, ist von erheblicher Bedeutung. Experten des BKA und der Gewerkschaft der Polizei schätzen den in Deutschland legalen Bestand von Schusswaffen auf höchstens 1/3 des Gesamtbesitzes erwerbspflichtiger Schusswaffen. Mindestes 2/3 aller Schusswaffen werden aber illegal besessen! Im illegalen Besitz befindet sich auch der eine oder andere verbotene Gegenstand bzw. die eine oder andere Schusswaffe, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt und deren Privatbesitz ohnehin verboten ist. GdP: ungefähr 10 Millionen legale und ca. 20 Millionen illegale Schusswaffen!

Über 95 % der Straftaten, bei denen eine Schusswaffe als Tatwerkzeug benutzt wird, werden mit Schusswaffen aus illegalem Besitz bzw. ungeklärter Herkunft begangen. Meist bleibt es bei der Drohung mit einer Schusswaffe. Tötungsdelikte sind auch hier viel seltener als Drohung, Nötigung, räuberische Erpressung oder Körperverletzung statistisch vertreten. Vom legalen Waffenbesitz geht statistisch eine so geringe Gefahr für die innere Sicherheit und Ordnung aus, dass er auch amtlich nicht als allgemeine Gefährdung betrachtet wird. Trotzdem wird das Waffengesetz auch in den Bereichen immer restriktiver, wo kein erkennbarer Zugewinn für die Sicherheit erwartet werden kann.

Internationales über dieses Thema habe ich in meinen Ausführungen jetzt mal bewusst weggelassen, dazu ist schon einiges gesagt worden.

Leider stellen die folgenden Links auch keine "neutrale" Quelle dar, obwohl sie auf wahrheitsgemäßen Erkenntnissen beruhen.

Allgemein:

http://www.schuetzenverein-eisenach.de/Waf...Waffenrecht.htm (teilweise nicht mehr auf dem neuesten Stand)

http://www.fwr.de/

Im Besonderen, bezogen auf meine vorherigen Ausführungen:

http://www.schuetzenverein-eisenach.de/Waf..._an_Spiegel.htm

Viel Erfolg bei der weiteren Recherche! :s75:

Grüße, Singleshot

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...

Die Unterscheidung zwischen legalem und illegalem Besitz, in den Medien oft explizit nicht erwähnt, ist von erheblicher Bedeutung. Experten des BKA und der Gewerkschaft der Polizei schätzen den in Deutschland legalen Bestand von Schusswaffen auf höchstens 1/3 des Gesamtbesitzes erwerbspflichtiger Schusswaffen. Mindestes 2/3 aller Schusswaffen werden aber illegal besessen! ...

Muß ich jetzt kaufen ? ;)

Sorry, der mußte jetzt raus.

Insgesamt aber guter, zustimmungsfähiger Beitrag. :s75:

mfg

Ralf

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Moje,

ich habe jetzt nicht mehr alles gelesen. Daher kann es sein, daß ich manches wiederhole - man möge mir verzeihen. ;)

Anzufügen sei noch, daß lt Kriminalstatistik selbst die Anzahl der Straftaten mit Dienstwaffen der Polizei - und ich meine hier keine Dienstvergehen -, etwa 10mal so hoch ist, wie die mit legal besessenen Schußwaffen.

Und (ohne unseren Polizisten generell etwas zu wollen >> Spiegelbild der Gesellschaft, eher als legale Waffenbesitzer) das, obwohl es rd 10mal soviele legale Waffenbesitzer gibt, wie Polizisten. - Sprich, bei gleicher Anzahl wäre es über das 90(!)fache.

Was uns doch nur wieder zeigt, wie verantwortungsbewußt Schützen, Jäger, Sammler ua mit ihren Waffen umgehen. :rolleyes:

"Unsinn" mit Waffen, wird eher von Unkundigen gemacht, die mal sowas via Schwarzmarkt in die Hände bekommen. - Das geht wesentlich einfacher und schneller, als legal eine Waffe zu bekommen.

Denn ähnlich wie bei Boxen und Kampfsport - beides wird ja auch als Therapie bei jugendlichen Schlägern angewandt -, kommt der Adept nicht auf solche Ideen, weil er das gar nicht nötig hat.

Und für Straftaten würde eh keiner eine auf ihn selbst registrierte Waffe benutzen, die man jeder Zeit zurück verfolgen könnte.

Wir hatten hier bis vor 30Jahren auch keine Wildwestverhältnisse, obwohl hier jeder Waffen besitzen durfte.

Die damaligen Waffengesetze kamen übrigens nicht wegen der Sicherheit der Bevölkerung.

Sie kamen durch das Erscheinen der RAF, zur Sicherheit von Politikern, großen Unternehmern und höher gestellten Persönlichkeiten.

Aber noch nicht einmal, um einzelnen Terroristen den Waffenkauf zu erschweren. Dafür waren ja viel zu viele im Umlauf.

Nein, plötzlich sah die Politik die Gefahr, wenn einzelne sich gegen die "Ordnung" der Politik "auflehnten", könnten auch größere Teile der Bevölkerung sich auflehnen.

Und durch die große Anzahl an Waffenbesitzern, wären BW und Polizei machtlos gewesen. - Ja, man befürchtete wohl, das es blutig werden könnte, sollte es dereinst notwendig sein, die Ordnungskräfte gegen die Bevölkerung einsetzen zu müssen. :o

Doch "hütet euch vor den Politikern, die ihr eigenes Volk fürchten(!)", denn sie haben wohl offensichtlich Gründe dazu.

Propagiert wurde natürlich "Waffen böse > weg damit", und das bis heute durch die linksgerichteten Medien verbreitet und der Bevölkerung so eingeimpft, daß es mittlerweile große Teile davon glauben.

Daß es aber der inneren Sicherheit unter der Bevölkerung nicht zuträglich war, war den Politiker schon damals klar. Nur hat davon keiner was verlauten lassen; es war ja die Ausrede für das neue Waffengesetz, wie es sonst nur in absolutistischen Diktaturen zu finden ist.

Doch schon Kuli (Hans-Joachim Kuhlenkampf, damals größter deutscher Showmaster, ca 25Mio Zuschauer) sagte in seiner Show, "wenn es gegen das Gesetz ist, Waffen zu besitzen, werden nur noch die Gesetzlosen welche haben". Und das stimmt offensichtlich.

Auch haben seither Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft ungeahnte Ausmaße angenommen, wie sie bei unseren Nachbarländern nicht üblich sind und bei uns vorher auch nicht waren. Man braucht ja nur das Tagesgeschehen zu verfolgen.

Erst seitdem, haben sich die Regeln nach und nach derartig verändert.

Denn keiner braucht mehr Angst zu haben, daß sein Gegenüber als potenzielles Opfer, vielleicht bewaffnet sein könnte.

ZB in Estland, wo Kurzwaffen getragen werden dürfen, aber verdeckt sein müssen, herrscht unter den Menschen ein ganz anderer Umgangston.

Dort kommt es auch nicht zu gewalttätigen Übergriffen, weil keiner weiß, ob sein Gegenüber als potenzielles Opfer, nicht vielleicht bewaffnet ist.

So werden sogar diejenigen mitgeschützt, die gar keine Waffe tragen. :D

In solchen Ländern kann im Dunkeln jeder allein über die Straße gehen, weil sich keiner zu einem Überfall traut.

Und wenn doch, reicht ein Ruf um Hilfe und alle Fenster gehen auf.

Bei uns ist dann genau das Gegenteil, da den Menschen die Mittel genommen wurden, anderen und dann am Ende noch sich selbst zu helfen, wenn der illegal bewaffnete Täter auch noch den herbeieilenden Helfer angreift.

Innere Sicherheit ist eben in den Ländern am größten, wo der Bürger dafür mit die Verantwortung trägt, weil die Ordnungskräfte das alleine eh nicht können.

Es kommt da deshalb aber nicht zu Schießereien, weil da schnell mal vier...fünf Leute mit Waffen herbei eilen und das dann schon einen potenziellen Angreifer abschreckt.

In Großbritanien und Australien dagegen, wo jetzt vor Kurzem der Besitz von Kurzwaffen verboten wurde (Langwaffen darf man aber immer noch besitzen), geht der Trend jetzt in Richtung "Umgangsformen in Deutschland", mit viel Gewalt.

In GB hat sich die Zahl der Gewalttaten in der kurzen Zeit etwa verdreifacht, lt deren Kriminalstatistik.

Und auch in Australien herrschen seither rauhere Sitten.

Kanada wollte das wohl auch mal, hat es aber aus eben diesen Gründen seingelassen, bzw wieder aufgehoben. Und dabei bleibt es jetzt.

Es gibt in den USA den Spruch, "Gott schuf die Menschen, doch Sam Colt machte sie gleich", weil plötzlich jeder die Möglichkeit hatte, sich gegen einen Angreifer zu wehren.

Egal wie unterschiedlich sie körperlich gebaut waren; egal, ob groß oder klein, kräftig oder schwach, Mann oder Frau, mit Werkzeug von der Arbeit in der Hand oder nicht.

Jeder hatte eine reelle Chance, sich und seine Familie zu verteidigen - ein Grundbedürfnis, das schon seit vor dem Anbeginn der Menschheit besteht, genau wie Nahrung und Kleidung, und so lange währen wird, wie es Leben gibt.

Ein Grundbedürfnis, für dessen Recht die Völker in der Vergangeheit blutige Kriege gegen ihre "diktatorischen Obrigkeiten" gekämpft haben und das in einer wahren Demokratie zu einem Grundrecht werden muß(!).

Ein Grundrecht, das uns nun von der Obrigkeit wieder genommen oder zumindest eingeschränkt wird.

Aber es geht ja hier in D gar keinem Waffenbesitzer mehr darum, sich zu verteidigen; da das ja zwangsläufig zu größerem Ungemach führen muß, als sich töten oder zum Krüppel machen zu lassen, weil hier ja Täter mehr als Opfer geschützt werden.

Es geht darum, die Waffen für den vom Bedürfnis umfassten Zweck einzusetzen - sprich, für Sport, Jagd etc - ohne, daß uns per Gesetz Fallstricke ausgelegt werden, die uns die Zuverlässigkeit kosten sollen.

Um etwas Anderes geht es uns doch gar nicht, denn wir legalen Waffenbesitzer sind absolut friedlich und zuverlässig.

Wenn es anders wäre, hätten das die entsprechenden Leute schon längst herausgefunden und wir hätten erst gar keine Waffen.

Denn keiner wird so streng beäugt, wie die "bösen" friedlichen Waffenbesitzer. ;)

Das es auch bei uns mal schwarze Schafe gibt, liegt in der Natur der Dinge. Doch es sind schon allein durch die rigorose Selektion und erst recht die hier noch vorhandene Eigenverantwortung, prozentuall so erheblich viel weniger, als in ALLEN anderen Teilen der Bevölkerung, daß es gar nicht auffallen würde, wenn die linksgerichteten Medien nicht jedesmal so Spektakel darum machen würden.

edit: Korrekturen

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Wir hatten hier bis vor 30Jahren auch keine Wildwestverhältnisse, obwohl hier jeder Waffen besitzen durfte.

Die damaligen Waffengesetze kamen übrigens nicht wegen der Sicherheit der Bevölkerung.

Sie kamen durch das Erscheinen der RAF, zur Sicherheit von Politikern, großen Unternehmern und höher gestellten Persönlichkeiten.

Richtig vor 30 Jahren durfte jeder Waffen kaufen, nur machten es die wenigsten. So bekannte Firmen wie Frankonia und Kettner haben erst nach dem "neuen" WaffG expandiert. GK-Waffen waren die Exoten, ich konnte in den Rundenkämpfen nur bei wenigen Vereinen auch mit dem .38 starten weil der Stand keine Genehmigung hatte. Man brauchte das Geld damals erst mal für wichtigeres, Waffen konnte man ja immer noch kaufen.

Das tolle WaffG verdanken wir nicht der Polizeigewerkschaft B&M, sondern den Jägern, denen schon in den 60ern die Tatsache, daß jeder sich eine Waffe zum Wildern kaufen ein Problem war.

Das WaffG war schon lange durch die Instanzen bevor Baader mit dem Kaufhauszündeln angefangen hat, daß spätere Änderungen mit dem RAF-Problem begründet wurden ist eine andere Sache.

Karl

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...

Und für Straftaten würde eh keiner eine auf ihn selbst registrierte Waffe benutzen, die man jeder Zeit zurück verfolgen könnte.

...

In diesem Zusammenhang fällt mir wieder eine Frage ein, die mir letztens mal durch den Kopf ging:

Beschuß

Ist das "nur" eine Überprüfung der Waffe auf die technische Zuverlässigkeit und alles Andere, was damit zusammenhängt, oder wird von jeder legalen, sprich beschossenen und registrierten Waffe auch ein, weiß nicht wie ich es bezeichnen soll, "Fingerabdruck", "Schußbild" (nicht das auf dem Papier!), etc. gespeichert?

Bitte nicht falsch verstehen, reine Neugier, ich würde sicher nicht lange Jahre im Schützenverein "absitzen", nur weil ich z.B. mein Frau oder meinen Nachbarn nicht mehr leiden kann :wub:

mfg

Ralf

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