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Schwarzseher

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Posts posted by Schwarzseher


  1. vor 6 Stunden schrieb schemelschelm:

    Ich hatte das letztens auch. Auf meine Mails diesbezüglich hat niemand reagiert, jede Bestellung kam so wie aufgegeben, also nix mit Versandkosten sparen.

    Im Zweifel bliebe die Möglichkeit, wenn bis dato nichts in den Versand ging, alles in einer Bestellung noch mal neu zu bestellen und die vorherigen Einzelbestellungen zu stornieren bzw. zu widerrufen, dafür gibt es im Kundenmenü auch einen Button. Eventuell werden so aber bereits getätigte Zahlungen automatisch zurückgebucht und man müsste erneut zahlen, das weiß ich nicht. Bei Kreditkarte und Sofortüberweisung könnte es sein, dass der Händler dann auf zusätzlichen Gebühren sitzen bleibt. Also vielleicht besser nur die neue Bestellung als Vorkasse/Nachnahme anlegen und den Widerruf sowie die Zahlungsumbuchung per E-Mail klären. Dann muss zumindest jemand irgendwie darauf reagieren ...


  2. Am 25.11.2017 um 17:54 schrieb schopy:

    Ah ja...hätte gedacht, dass die trotzdem mal schauen wollen, was alles so an Waffen und Zubehör aus Drittstaaten eingeführt wird. Egal ob an Händler oder Normalo adressiert.

    Das machen sie auch. Ich habe erst ein Paket von Brownells erhalten; das war offenbar geöffnet und mit "ZOLL"-Paketband wieder zugeklebt worden.

     

    Die 20%-Aktion ist toll, da fühlt man sich vom Preisniveau her nicht mehr ganz so stark diskriminiert gegenüber den amerikanischen Schützen. Die US-Exportproblematik ergibt in Verbindung mit der hiesigen Besteuerung sonst schon einen vergleichsweise teuren Spaß.


  3. Auf egun werden tatsächlich oftmals unverständlich hohe Preise geboten, und die Sofortkaufartikel vieler Händler sind deutlich teurer als in einigen freien Online-Shops.

     

    Beim Bieten in letzter Sekunde kann einem die, vorsichtig ausgedrückt, verbesserungsfähige Technik der egun-Webseite einen Strich durch die Rechnung machen. Normalerweise wird man zum Login auf eine HTTPS-Seite geleitet. Wenn man aber ein Gebot abgeben will, kann es sein, dass plötzlich ein erneuter Login gefordert wird - und man dazu allerdings automatisch auf die unverschlüsselte, also sehr unsichere HTTP-Adresse der Login-Seite geleitet wird.

    Für die HTTPS-Seite hatte mein Browser die Login-Daten gespeichert, bei Aufruf über HTTP hat er die Login-Daten aber nicht automatisch eingetragen. Jedenfalls habe ich es dadurch nicht mehr rechtzeitig geschafft, den Login neu durchzuführen und ein Gebot abzugeben.

    In Zukunft werde ich mich einige Minuten vor Schluss der Auktion neu einloggen und vorab testweise ein knappes Gebot abgeben, um möglichst zu verhindern, dass beim finalen Gebot erst noch so eine Login-Bestätigung auftaucht.


  4. vor 8 Stunden schrieb knight:

    Womit eben auch das Argument "Es trifft immer der ungübte LWB auf den gut ausgebildeten Bösewicht und deswegen bringt die Waffe nix" entkräftet wäre.

     

    Ich wollte damit auch nicht sagen, dass eine Schutzbewaffnung bei Waffenhändlern unnötig wäre. Es gibt sicherlich Fälle, in denen dem Händler genug Zeit zur Reaktion bliebe (etwa, wenn ein Täter auf größere Distanz ein Messer zückt), bis hin zu Fällen, in denen der Täter vielleicht sofort schießt und keinen Zweifel an einer Tötungsabsicht lässt, wonach gar keine andere Option als Gegenwehr bliebe.

    Wenn es sich bei dem Räuber um einen Terroristen handelt, der die geraubten Waffen benutzen wird, um maximalen Schaden anzurichten, stellt sich zudem die moralische Frage, ob nicht auch bei geringster Erfolgsaussicht unter höchster Eigengefährdung immer Gegenwehr geleistet werden muss, selbst wenn es den Anschein hat, dass der Überfall nicht als Raubmord geplant und man selber nicht unbedingt in Lebensgefahr ist (dafür aber später andere Menschen betroffen wären).

     

    Mir geht es hauptsächlich um den Gedanken, dass ich aus Sicht des Waffenhändlers mich nicht zu sehr auf die Waffe verlassen würde, sondern primär auf Maßnahmen wie günstige Standortwahl und z.B. eine Sicherheitsschleuse setzen würde. Das reduziert die Gefahr, in eine Situation zu kommen, in der man die Waffe - mit ungewissem Erfolgt - einsetzen müsste. Falls es dennoch zu so einer Situation kommt, sollte dem Händler aber eine Waffe als letztes Mittel bzw. als letzte Chance zur Verfügung stehen.


  5. Bei Aktenzeichen XY wurde vor einigen Jahren mal ein Fall eines Juweliers gezeigt, der in seinem Geschäft stets seine geladene Sportwaffe verdeckt unter dem Sakko trug. Als ihm ein Kunde auffiel, auf den die Beschreibung eines Täters passte, der zuvor einen anderen Juwelier in der Umgebung überfallen hatte, öffnete er - mehr oder weniger auffällig - das Sakko, sodass sein Holster bzw. die Waffe kurz zu sehen waren, worauf der Mann wortlos den Laden verließ. Der für die Raubserie zuständige Kommissar erklärte, innerhalb seiner Geschäftsräume wäre es für den Juwelier völlig legal, die Waffe so zum Schutz zu tragen.

     

    Die Situation von Waffenhändlern, die alleine, aber an allgemein bekannten Standorten arbeiten, halte ich auch für sehr gefährlich. Wobei es heute extrem schwer sein soll, als Waffenhändler geeignete Gewerberäumlichkeiten zu finden, da es den Vermietern aus unterschiedlichsten Gründen nicht passt. Das führt dann dazu, dass mancher versteckt im Keller seines Wohnhauses irgendwo im Wohngebiet oder im Hinterhaus auf einem Gewerbehof residiert, wo niemand einen Überfall mitbekommen würde (jedenfalls, wenn die Räuber mit 'niedrigem Profil' vorgehen).

    Bei einer solchen Ausgangslage hilft es dann auch nicht, irgendwo eine geladene Waffe zu haben, denn das dürften Täter von vornherein einkalkulieren. Wer zuerst zieht und / oder in der Überzahl ist, ist einfach zu weit im Vorteil.

    Dass es so endet wie hier, obwohl der eine Täter den Verkäufer schon im Visier hat, ist reines Glück und dem 'dilettantischen' Vorgehen der Täter geschuldet.

     

     


  6. vor 41 Minuten schrieb frosch:

    "Im vorliegenden Fall greift damit im Ergebnis die Ausnahme des § 13 Abs. 5 WaffG nicht ein, weil der Kläger zwar im Besitz einer Langwaffe ist, für die sich die Munition 9 mm Luger eignet, gleichzeitig aber auch im Besitz einer Pistole ist, mit der dieselbe Munition verschossen werden kann. Damit ist die ausschließliche Verwendung der Munition in der Langwaffe zu Jagdzwecken nicht sichergestellt. "

     

    Das ist so unglaublich irrsinnig. Wenn man demnach auf Jagdschein erst mal nur eine 9x19-Langwaffe kauft, darf man auch die zugehörige Munition entsprechend erwerben. Legt man sich aber später noch eine 9x19-Pistole zu, darf man plötzlich auf JS überhaupt keine Munition dieses Kalibers mehr erwerben. Nach diesem Urteil müsste dann durch den legalen Erwerb der Pistole sogar der Besitz der zuvor legal auf JS erworbenen Munitionsvorräte plötzlich illegal werden. Schlimmstenfalls könnte einem das ohne Zutun durch Erbfall passieren, also dass man als Jäger plötzlich legal in Besitz einer kalibergleichen Kurzwaffe gerät.

    Bei Beantragung einer kalibergleichen Kurzwaffe über Voreintrag müsste die Behörde außerdem die Erteilung des Voreintrag verweigern, wenn keine zugehörige Munitionserwerbserlaubnis mitbeantragt wird. Wurde bereits ein Voreintrag ohne Munerwerbsstempel erteilt und danach erst eine kalibergleiche Langwaffe auf JS gekauft, müsste die Behörde den Voreintrag widerrufen, damit nicht die Gefahr besteht, dass der Jäger sich die Kurzwaffe tatsächlich zulegt und dann für die Langwaffe über JS erworbene Munition damit verschießt ... usw. usf. ...

     

    Abgesehen davon kann sich jeder Jäger über die Leihregelung legal in den Besitz beliebiger Kurzwaffenmunition bringen. In dem verhandelten Fall war der Kläger sogar noch Wiederlader, sodass er sich ohnehin alles auch selbst anfertigen durfte. Dieses Urteil ist wirklich ein sehr schönes Beispiel für den Wahnwitz des deutschen Waffenrechts.


  7. Frankonia macht es nicht, selbst wenn man die Waffe schon gekauft, inkl. Kaufvertrag dabei hat und sich noch in den 14 Tagen Meldefrist befindet. :016:

    Von einer ganzen Reihe anderer Händler (u.a. Online-Shops), die ich letztes Jahr mal angefragt habe, hieß es dagegen, sie würden durchaus auf Voreintrag verkaufen (wenn der Munitionserwerb auch schon gestempelt ist).


  8. Einen regelrechten Ausverkauf gibt es aber offenbar immer noch nicht. Die Händler sind scheinbar zuversichtlich, ihre Bestände auch in Zukunft für sonstige Zwecke an Kunden verkaufen zu können ...

    Das Angebot für 72 Euro konnte ich nicht finden. Ich hätte Interesse an einem günstigen B-Würfel, der zumindest groß genug sein sollte, dass man auch 6-Zoll Kurzwaffen hineinbekommt, oder ein Micro-Roni mit eingelegter Waffe.

    Wenn man eine verschlossene Geldkassette in den B-Schrank stellt, um Munition darin aufzubewahren, entspricht das dann rechtlich schon einem abschließbaren Munitionsfach, oder müsste man die Kassette im Schrank auch fest verschrauben?


  9. vor 22 Stunden schrieb BigMamma:
    Zitat

    da es gerade beim Entladen einer durchgeladenen Waffe zu einer versehentlichen Schussabgabe kommen könnte.

    Wieso das ?

     

    Manche Schützen, die nicht routiniert im Umgang mit der Waffe sind, hantieren bei diesem selten geübten Vorgang dann durchaus ungeschickt (unsicher) herum, gerne auch mal mit einem Finger am Abzug / im Abzugsbügel, oder sie vergessen, zuerst das Magazin aus der Waffe zu nehmen und produzieren dann gleich noch irgendwelche Zuführstörungen, wobei z.B. ein Double Feed auch prinzipiell die Patrone im Patronenlager zünden könnte. Dass man den Fanghebel zum Arretieren des offenen Verschlusses auch manuell hochdrücken kann, darf ebenfalls nicht bei jedem als bekannt vorausgesetzt werden.

    Technisch könnte es (in sehr seltenen Fällen) auch zu einer Schussauslösung kommen, falls der Schlagbolzen beim vorherigen Schuss irgendwie blockiert / gebrochen ist und durch das manuelle Zurückziehen des Verschlusses ins Zündhütchen gedrückt wird. Oder falls z.B. die Ausziehkralle abrutscht, die scharfe Patrone im Patronenlager verbleibt und dann auch noch der Verschluss versehentlich wieder zuschnellt - bei einigen Waffentypen (z.B. AR15) wird der frei bewegliche Schlagbolzen beim Schließen des Verschlusses erst vom Zündhütchen gebremst. Meist trägt es davon bloß eine kleine Delle davon, hin und wieder zündet es aber ("slamfire"). Es soll sogar schon Defekte geben haben, bei denen die Waffen unkontrollierbar auf voll-auto das Magazin leergeschossen haben. Falls ein Defekt beim vorherigen Schuss aufgetreten ist, könnte eben durch irgendeine Handlung im Rahmen des Entladens eine Schussauslösung stattfinden.

    Im Übrigen kann sich auch einfach die scharfe Patrone im Auswurffenster verklemmen und z.B. durch den Ausstoßer bei halb offenem Verschluss gezündet werden. Das gefährdet besonders die "Profis", die versuchen, die ausgeworfene Patrone gleich in die Hand fallen zu lassen, wobei ich es sogar schon zwei Mal erlebt habe (ohne Ankündigung), dass Anfänger den Verschluss ruckartig aufreißen und die Patrone ganz "cool" in der Luft auffangen wollen ("as seen on TV").

     

    vor 16 Stunden schrieb Absehen4:

    Eine Aufsicht hat nicht "STOP" zu rufen. Woher sollen die Schützen denn wissen, wem das "STOP" gilt?

     

    Wenn eine Aufsicht das Schießen in der Linie sofort unterbrechen will, hat sie "Feuer einstellen" und "Entladen" zu rufen

     

    Das meine ich damit.


  10. Von mir wurde mal verlangt, wenn eine Aufsicht das Kommando "STOPP!" rufe, müssten alle Schützen sofort die Waffen entladen und dann ablegen. Ist so eine Regelung anderswo bekannt?

     

    Ich halte es für gefährlich, ohne Überblick und Einblick in die konkrete Situation "reflexmäßig" mit dem Entladen zu beginnen, da es gerade beim Entladen einer durchgeladenen Waffe zu einer versehentlichen Schussabgabe kommen könnte. Der Grund für so ein Stopp-Kommando könnte schließlich schlimmstenfalls sein, dass sich eine Person auf die Schießbahn begeben hat, die dann gefährdet wäre.

    Wenn die Aufsicht "STOPP" ruft, ohne weitere Anweisungen, würde ich es daher für sinnvoll erachten, zunächst nur das Schießen einzustellen, die Waffe weiterhin (mit dem Finger weg vom Abzug) in der Hand, Richtung Kugelfang (oder etwas abgesenkt) zu halten und auf konkretere Anweisungen zu warten.


  11. vor 2 Stunden schrieb carcano:


    Häääääh?
    Es genügt, wenn (wie üblich und sinnvoll) mehrere Berechtigte vorhanden und der Behörde benannt sind. Sie können auch - zur Klarstellung  und sofortigen Legitimation - zusätzlich auf der Vereins-WBK namentlich vermerkt sein. Siehe § 10 Abs. 2 S. 3-5 WaffG und Ziffern 10.7.1 bis 10.7.3 WaffVwV.

     

    Wie sieht denn aber die Praxis aus, wenn man als verantwortliche Person mitgenannt und eingetragen ist, aber nur einen Teil der Vereinswaffen in Verwahrung nimmt und die Vereins-WBK bei einem anderen Verantwortlichen bleibt. Man könnte somit höchstens eine (beglaubigte) Kopie vorlegen, wenn man die Vereinswaffe transportiert und in eine Kontrolle gerät. Ist das so üblich oder sind Fälle bekannt, in denen es damit Probleme gab?


  12. Wenn du eine halbwegs verbindliche Antwort für diese Konstellation suchst, bleibt dir nur, es mit deiner zuständigen Behörde abzusprechen.

    Die Frage dürfte wohl darauf hinauslaufen, inwieweit es zumutbar ist, sich erst kurz vorher mit dem Mitglied zur Übergabe zu treffen, oder ob es nach den Umständen akzeptabel ist, dass derjenige bereits ein paar Tage vorher de facto die Gewalt über die Waffe eingeräumt bekommt. Den Zugang über die elektronische Schließanlage möglichst kurzfristig zu halten und einen Tresor mit Zahlenschloss zu verwenden, damit der Schlüssel nicht kopiert werden kann, dürfte eine bestmögliche Absicherung des Vorhabens darstellen.

     

    In der WaffVwV steht zu der Regelung nach § 12 WaffenG lediglich:

    Zitat

    12.1.3 Die Anwendbarkeit der Freistellungsregeln in Absatz 1 Nummer 3 setzt voraus, dass der konkrete Umfang der durch die Weisungen des Berechtigten eingeräumten Befugnisse deutlich erkennbar und nachprüfbar ist. Ausreichend sind insoweit bei vertraglichen Weisungsverhältnissen die Bestimmungen des jeweiligen Vertrages, im Übrigen die Erklärungen des Berechtigten, die – wenn der Berechtigte z.B. wegen der räumlichen Distanz keine unmittelbare und zeitnahe Einwirkungsmöglichkeit auf den Weisungsunterworfenen hat – von der weisungsabhängigen Person in schriftlicher Form mitzuführen sind.

    Der Berechtigte darf dem Weisungsabhängigen nur die Befugnisse einräumen, die zur Erfüllung konkreter Aufgaben erforderlich sind.

    Insgesamt ist von einer auch zeitlich an konkrete Aufgaben gebundenen Freistellung auszugehen.

     


  13. vor 2 Stunden schrieb BigMamma:

     aber sich überhaupt über solchen Pfeffer Gedanken machen zu müssen... das ist das eigentlich irre an der Sache... da  bekommt der normal denkende Mensch doch Puls³...

     

    Das ging mir bereits jetzt so, beim Basteln einer Magazinblockierung gemäß den bisherigen Anforderungen. Erst mal muss man irgendein geeignetes Ausgangsteil im Haushalt bzw. Material finden, dann entsprechend zurechtfertigen (schneiden/sägen/bohren) und einbauen, und zuletzt beginnt das Anpassen an die exakte Höhe, denn vorher kann man das schlecht ausmessen und 1-2 Millimeter machen den Unterschied, ob man 9, 10 oder 11 Patronen reinquetschen kann bzw. ob das Magazin noch so weit nachgibt, dass zwar keine 11. Patrone hineinpasst, es sich aber auch noch bei geschlossenem Verschluss laden lässt. Dazu muss man es immer wieder auseinander bauen, laden / entladen und nachfeilen.

    Ich hasse solche völlig bekloppten, sinnfreien Arbeiten, durch die keinerlei Mehrwert entsteht.

    Das ist eine reine Beschäftigungstherapie für Tausende Waffenbesitzer, die Magazine besitzen, für die keine fertigen Blockierungen am Markt erhältlich sind - und wenn welche erhältlich sind, ist es immer noch eine unsinnige Geldausgabe.

     

    Allerdings gibt es nur für wenige, weit verbreitete Magazintypen fertige Elemente, teils auch nur in den USA. Für einzelne Typen kann man Vorlagen für den 3D-Druck finden, doch so einen Drucker besitzt kaum jemand und bei Dienstleistern muss man sich auch erst mit dem Bestellverfahren befassen und zahlt am Ende geschätzt ca. 15 Euro pro Stück. Eine Vorlage selbst zu erstellen ist aufwendig, da man, wie gesagt, zunächst durch Ausprobieren die Abmessungen ermitteln muss (von der Umsetzung in CAD ganz abgesehen).

     

    Wobei derzeit noch gar nicht bekannt ist, wie die Blockierung zukünftig ausgeführt sein muss und welche zusätzlichen Maßnahmen (Kleben/Nieten/Löten) eventuell noch nötig werden, um das Blockierelement rechtssicher einzubauen. Hoffentlich wird wenigsten daran gedacht, entsprechende Anforderungen frühzeitig vor Inkrafttreten klar zu definieren, sodass der Handel rechtzeitig passende Lösungen entwickeln und anbieten kann.


  14. vor 1 Stunde schrieb goya:

    Ganz so ist das nicht. Wechselsysteme kalibergleich oder kleiner sind BEDÜRFNISFREI nicht erlaubnisfrei!

     

    Könnte man meinen, im Waffengesetz (Anlage 2) steht aber auch "erlaubnisfrei" - für entsprechende WBK-Inhaber:

     

    Zitat

    2.
    Erlaubnisfreier Erwerb durch Inhaber einer Waffenbesitzkarte (unbeschadet der Eintragungspflicht nach § 10 Abs. 1a)
    2.1
    Wechsel- und Austauschläufe gleichen oder geringeren Kalibers einschließlich der für diese Läufe erforderlichen auswechselbaren Verschlüsse (Wechselsysteme);
    2.2
    Wechseltrommeln, aus denen nur Munition verschossen werden kann, bei der gegenüber der für die Waffe bestimmten Munition Geschossdurchmesser und höchstzulässiger Gebrauchsgasdruck gleich oder geringer sind;
    für Schusswaffen, die bereits in der Waffenbesitzkarte des Inhabers einer Erlaubnis eingetragen sind.
    2a.
    Erlaubnisfreier Erwerb und Besitz durch Inhaber einer Waffenbesitzkarte
    Einsteckläufe und dazugehörige Verschlüsse (Einstecksysteme) sowie Einsätze, die dazu bestimmt sind, Munition mit kleinerer Abmessung zu verschießen, und die keine Einsteckläufe sind;
    für Schusswaffen, die bereits in der Waffenbesitzkarte des Inhabers einer Erlaubnis eingetragen sind.

     


  15. Mir wurde ein Gerücht weitererzählt, dass es in der Politik Planungen geben soll, Wechselsysteme ähnlich wie vollwertige Waffen zu behandeln, eventuell auf Grün nur mit Voreintrag und Anrechnung auf das Grundbedürfnis.

    Weiß dazu jemand irgendetwas Genaueres?


  16. Als Privatperson kann man Gefahrgut (wie Patronen) wohl auch gar nicht, oder nicht zu den Konditionen versenden, die gewerbliche Kunden bei den üblichen Postdienstleistern erhalten. Bei so einem geringen Warenwert wird dir aber niemand 36 Euro für Overnite-Versand mit Ident-Check zahlen ...

    Ich wüsste allerdings keine Rechtsgrundlage, nach der ein Versand in normalem Brief / Paket (ggf. als Einschreiben-eigenhändig oder mit Altersprüfung) strafbar sein sollte. Es wäre dann nur ein Verstoß gegen die AGB des Postunternehmens.

     

    Manch anderweitige Verkaufsmöglichkeit z.B. auf dem Flohmarkt ist dagegen gesetzlich eindeutig untersagt, § 35 Abs. 3 Waffengesetz:

    "Der Vertrieb und das Überlassen von Schusswaffen, Munition, Hieb- oder Stoßwaffen ist verboten: [...]

    2. auf festgesetzten Veranstaltungen im Sinne des Titels IV der Gewerbeordnung (Messen, Ausstellungen, Märkte)[...]

    3. auf Volksfesten, Schützenfesten, Märkten, Sammlertreffen oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen"

     

    Übrigens schließt die Post eine Vielzahl von Dingen aus, wovon kaum ein Normalbürger Kenntnis haben dürfte. Es sind nämlich unter anderem die kompletten Listen für gefährliche Gegenstände im Luftverkehr genannt. Außerdem werden explizit selbst (freie) Waffenteile und Waffenimitate aufgeführt. Wenn das ernsthaft durchgesetzt würde, müssten wohl jährlich Tausende Sendungen aus dem Verkehr gezogen werden.

    https://www.dhl.de/content/dam/images/pdf/dhl-paket-international-agb-022017.pdf (erste Seite links unten)


  17. Beim BDSLV1 steht sogar auf den Formularen (seitens des Verbandes), dass man die Bedürfnisbescheinigung binnen vier Wochen bei der Behörde einreichen muss.

    Wenn man einen Verzögerungsgrund wie z.B. lange Lieferzeiten hat, könnte man seinen Sachbearbeiter fragen, ob er die Bedürfnisbescheinigung zunächst nur entgegennimmt und erst bearbeitet, wenn oder falls man später darauf zurückkommt.

    Meine Behörde stellt keine neuen Voreinträge aus, wenn man sich noch in der Erwerbsstreckungszeit befindet, nahm aber mal meine Bedürfnisbescheinigung inkl. Antrag zu den Akten und ich konnte dann nach Ablauf der Wartezeit (vier Monate später) wieder hin und den Voreintrag ausfertigen lassen. Ich erhielt auch die Auskunft, dass Bedürfnisbescheinigungen unbegrenzt gültig wären.

    Wobei die Sachlage vielleicht anders gewesen wäre, wenn ich sie - wie der Threadstarter - der Behörde nach ganzen acht Monaten erstmalig eingereicht hätte.

     


  18. Ich verstehe es so, dass zwar die Vorschrift im Gesetz steht, aber die zugehörige Strafvorschrift nicht bzw. nicht eindeutig festgelegt wurde.

    Wenn es sich trotzdem noch um Gesetzesverstöße handelt, die zwar nicht strafbewehrt sind, könnten sie aber vielleicht eine waffenrechtliche Un-Zuverlässigkeit begründen, zumindest bei ständiger Wiederholung?


  19. Als Erwerber / Kunde bekommt man aber keine Probleme, wenn der Händler nichts einträgt und man es dann durch die Behörde vornehmen lassen möchte?

    Beim Versandkauf sehe ich schließlich nicht, ob der Händler etwas einträgt - bis er die WBK wieder, mit der erworbenen Waffe, zugeschickt hat.

     

    vor 5 Stunden schrieb tar:

    Lustig ist auch die Sache Wechsellauf/Austauschlauf.

    Das Gesetz und NWR sagt Wechsellauf mit W wie "Werkzeug benötigt",

    Händler schreibt Wechsellauf zum selber hin und herwechseln...

    Behörde sagt ich schreib ihnen Wechsellauf statt Austauschlauf rein, sonst kommt man nur durcheinander.

     

    War bei mir auch so. Die SB kannte zwar die Definitionen, wollte mir aber nicht glauben, dass es im Falle der Glock definitiv ein Austauschlauf ist, weil er eben keine individuellen Anpassungsarbeiten o.ä. erfordert. Der Händler hatte nämlich 'Wechsellauf' in die Rechnung geschrieben und daher wollte sie ihn nur als solchen eintragen - "Jaja, das sagen SIE! Hier steht ..."


  20. Er hat ja nicht mal einen Rucksack oder eine Tasche für weitere Ausrüstung dabei, oder etwas, worin er das Gewehr verstecken kann. Anscheinend auch keinen Trageriemen an der Waffe. Ich glaube daher nicht, dass er sich weit vom seinem Fahrzeug entfernt.


    Dass das IR-Licht im Nachtsichtgerät auffallen sollte, habe ich mir auch gedacht. Es heißt, dass er mehrfach in verschiedene Fallen gelaufen ist. Das wirkt fast, als ob er das Nachtsichtgerät extra genutzt hat, um die Fallen überhaupt zu finden. Oder gibt es mittlerweile so viele in den Wäldern? Wo hängen die typischerweise?

    Von der Kleidung und Ausstattung her sieht es nicht so aus, dass er auf einen längeren Ansitz, eine weite Pirsch oder überhaupt auf den Abtransport von erlegtem Wild ausgerüstet ist.


  21. Ein fahrlässiger Aufbewahrungsfehler kann wirklich schnell passieren, selbst wenn einem z.B. im A|B Waffenschrank eine Patrone aus dem Innenfach rausrollt und irgendwo ins Hauptfach des Schranks fällt. Dann ist sie zwar immer noch vor Unbefugten im Schrank eingeschlossen, aber nicht vorschriftsmäßig nochmal durch etwas Blech von der Waffe getrennt aufbewahrt ...


  22. In der Dokumentensammlung (die ich absichtlich nicht weiter verlinken wollte) findet sich Schriftverkehr über die Aufforderung zum psychologischen Gutachten von 2013. Demnach wurde die persönliche Eignung als Hebel viel früher angesetzt als die Bedürfnis-Frage von 2015. Der Privatkrieg u.a. gegen den Landrat fing schon vor 2015 an.

     

    In dem Widerspruchsbescheid von 2016 führt die Behörde zur Frage der Sachverständigen-WBK aus, dass diese aufgrund der Tätigkeit als Leiter im Hamburger Sprengstoffreferat ausgestellt wurde. Da diese Tätigkeit seit vielen Jahren nicht mehr ausgeübt wurde, sollte er nun eine neue Begründung liefern, warum er weiterhin eine Vielzahl an Waffen über diese WBK benötigt. Darauf hat er nur einen, wohl von ihm irgendwann mal erstellten, Prüfungsfragenkatalog für den Pulverschein und ein Forenposting(!) von 2011 eingereicht, also olle Kamellen.

    Nach Meinung der Behörde ist aber das Anlegen einer großen Referenzsammlung bzw. von Anschauungsmaterialien nicht von der Sachverständigen-WBK gedeckt, da Sachverständigen normalerweise die jeweiligen Waffen lediglich immer nur durchschnittlich drei Monate bis zum Abschluss der aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung zugestanden werden.

     

    Das finde ich auch nicht in Ordnung, wenn jemand zuverlässig ist etc., sollte er seine aus wissenschaftlicher Tätigkeit eigenständig zusammengekaufte Sammlung behalten dürfen.

     

    In diesem Fall war es aber offensichtlich so, dass die Behörde durchaus sehr lange sehr wohlwollend mit ihm umgegangen ist. Seine Tätigkeit im Hamburger Referat endete schließlich vor zwölf Jahren! Wahrscheinlich hätte man ihn auch weiterhin, bis zum Lebensende nicht mit der Bedürfnisfrage behelligt, wenn er nicht hinsichtlich der persönlichen Eignung ernsthaft auffällig geworden wäre.

    Unter anderen Umständen hätte man vielleicht auch Möglichkeiten aufgezeigt, möglichst viel offiziell auf eine rote Sammler-WBK zu übernehmen oder doch gewisse Forschungen anerkennen zu lassen. 

    Ich habe das Gefühl, dass ihn seine Reputation sehr lange geschützt hat, auch wenn er selbst alle Welt gegen sich wähnte.

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