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Borsig

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  1. Möchtegerns gibt es überall. Ob Thema Autos, Motorräder, Waffen, Frauen - ganz egal. Klar ist das irgendwo natürlich - aber ebenso ist es natürlich, daß man Identifikationen irgendwann hinter sich läßt. Ich finde übrigens den Ausdruck "Sportwaffe" sachlich besser als "Sportgerät"; dieser Ausdruck war der polit. Korrektheit geschuldet, der sich mein sportliches Umfeld (DSB) unterwirft. Beim Kommando "Sportgeräte auspacken!" denke ich auch immer an etwas anderes.
  2. Es ist auch ein Unterschied. Meinem Eindruck nach sind sich etliche LWBs sich aber nicht des Widerspruchs bewußt, einerseits nach außen ihre Waffe als notwendiges (Sport-/Jagd-)Gerät zu bezeichnen, andererseits nach innen (unter Ihresgleichen) mit dem Besitz desselben zu prahlen und (ernsthaft!) den starken Mann zu markieren. Kurz gesagt: Nach außen friedlicher Jäger/Sportschütze, nach innen hin Möchtegern-Rambo. Bevor jemand heult: Das ist natürlich sehr überspitzt gesagt. Bei manchen sog. Fußball-Fans gilt das gleiche: Nach außen: "Es geht nur um den Sport!" Nach innen: "Geil, beim nächsten Spiel neue Krawalle!" Dabei ist Sport einfach Sport und nicht das reale Leben, egal ob beim Fußball oder beim Schießen.
  3. IPSC-Kampfschießen und DSB!

    Das Phänomen der Wahrnehmung im Sport ist mMn folgendes: Sport war früherer Zeit mal ein Training für den Krieg. Analog leiten sich die jeweiligen Disziplinen von der praktischen Anwendung ab. Mittlerweile schreiben wir aber das Jahr 2017. Je weiter sich eine Disziplin von der derzeitigen Art des Kampfes entfernt hat, desto eher wird es als Sport im klassischen Sinn aufgefaßt. Je moderner eine Disziplin ist, desto eher wird sie als Übung für den Ernstfall aufgefaßt. Die Waffen in den meisten Disziplinen sind als solche obsolet, z.B. Speer, Hammer, Klingenwaffe usw. In den Nahkampf (Boxen, Ringen, asiatischer Kampfsport) geht ein moderner Kämpfer nur im Notfall, d.h. aus reinem Sachzwang. Schußwaffen dagegen sind auch heute noch alles andere als obsolet, daher unterliegt ihre sportliche Anwedung einem etwas anderen Maßstab. In ferner Zukunft, wenn Schußwaffen nicht mehr praktisch verwendet würden, sähe die Bewertung wiederum anders aus. Es kommt also weniger auf die Waffe als Gegenstand an, sondern auf den kulturellen Kontext! Geschichtlich betrachtet ist das statische Schießen älter, dynamisches Schießen ist jüngeren Datums und baut auf dem statischen Schießen auf, ist also eine Erweiterung. Daß IPSC eine sportliche Disziplin ist, ist genau so klar, wie die Tatsache, daß es aus dem Combatschießen entwickelt wurde. Statisches Schießen entstammt natürlich auch dem Krieg, aber die Abwehr des Feindes mittels Langwaffe von der Stadtmauer oder Burg aus ist heute kein Szenario mehr. Das schnelle Bekämpfen des Feindes mit der Kurzwaffe in Räumen dagegen schon. Für echte Combatschützen ist IPSC nicht praxisnah, keine Frage. Für die Öffentlichkeit ist IPSC im aktuellen Kontext aber noch nicht abstrakt genug, d.h. nicht genug entfernt vom Alltag. Sport muß aber entfernt vom Alltag stattfinden um als solcher wahrgenommen zu werden. Ein ähnliches Problem haben z.B. auch Paintball- und Airsoftspieler.
  4. Dr. Zakrajsek wegen Volksverhetzung verurteilt

    Auf Eskalationsstrategien darf man eben nicht hereinfallen, sprich: Man darf sich nicht provozieren lassen. Öffentliche Diskussionen sind nicht dasselbe wie eine nächtliche Notwehrsituation in dunkler Ecke, bei der es keine Zeugen gibt...
  5. Aufnahmestopps und weitere Abschreckung

    Ich kenne Aufnahmestopps aus meinem Umkreis nur von Vereinen, die keine eigenen Schießstände haben. Die zwei Vereine, in denen ich Mitglied bin, haben eigene Stände und nehmen immer noch Mitglieder auf. Verein A hat jetzt erstmals einen Stand angemietet, aber sozusagen als Erweiterung (GK-Langwaffe). Verein B wird in Zukunft neu bauen, und zwar einen GK-Kurzwaffen-Stand - bis der steht, wird aber sicher noch einige Zeit vergehen. Die Zahl der Neumitglieder ist in den letzten Jahren auch bei uns stark gestiegen.
  6. Man muß bei diesem Problem auch "Zustand" und "Motivation" unterscheiden. Der Zustand bezieht sich auf die aktuelle physische Realität der Körpers, die Motivation des Betroffenen jedoch auf einen Zustand in der Zukunft. Beispiel: Jemand mit 2,5 ‰ Alkohol im Blut kann in einem glücklichen, aggressiven, traurigen oder sonstigen Zustand sein. Das geht vorüber. Solange seine Motivation ist, seinen Rausch gründlich auszuschlafen, kein Auto mehr zu fahren oder sonstige Dummheiten zu begehen, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Wenn jedoch z.B. ein Depressiver (Zustand!) glaubt, nur mit einem Amoklauf seine Situation verbessern zu können (Motivation!), ist das ein Problem. Hier müßte eine Psychotherapie dabei helfen, die Motivlage des Betroffenen zu hinterfragen und zu ändern. Daß irgend ein Medikament das kann, darf bezweifelt werden. Wenn Alkohol einen Menschen nicht "aggeressiv machen" kann, wie sollten SSRIs das dann können? Oder sonst eine Droge? Nebenbei ist eine Depression per psychologischer Definition eine Richtung der Aggression gegen sich selbst. D.h. eine Umlenkung der Aggression nach außen ist schon ein Ziel der Therapie. Allerdings geht es dabei um konstruktive Aggression - und ein Amoklauf ist sicher nicht konstruktiv...
  7. Es gilt nur das, was konkret im Voreintrag der WBK steht.
  8. R.I.P Munition Gibt es so was bei uns zu kaufen?

    Gespräch vorhin im Verein: "Ey, kennst du schon diese neue Ami-Munition? Ein Treffer irgendwo am Körper und du bist tot..." Habe dazu nichts gesagt. Ab und zu sollte man den Leuten ihre Fantasien lassen.
  9. Die Verbände wollen den "Slug-Guns" offenbar die Bedürfnisgrundlage entziehen. http://www.dsb.de/infothek/recht/waffenrecht/aktuelles/meldung/5803-Fachbeirat-fuer-schiesssportliche-Fragen/
  10. Unsportliches Verhalten?

    Das unsportliche Verhalten schließen Du und andere aber aus dem Vorsatz des Schützen, den dieser lang und breit vor Ort allen Anwesenden dargelegt hat ("Ich mache jetzt..., wegen...). Der Schütze hätte schweigen können - und wenn er trotzdem aufgesetzt geschossen hätte, was dann? Solange etwas nicht verboten ist, ist es erlaubt. Sprich: Er hätte in jedem Fall den Auswerter zum Scheibenwechseln zwingen können. Solange der Grund seines Tuns nicht klar ist, wird es mit dem Nachweis einer vorsätzlichen Unsportlichkeit schwer. Das Problem ist grundsätzlicher Natur: Weil im IPSC nichts (oder wenig) vorgeschrieben ist, hat man auch nur wenig Möglichkeiten, "so etwas" zu ahnden. Die Schützen dürfen kreativ sein - und sie sind es! Eine zweischneidige Sache eben. Es soll ja Wettkampteilnehmer geben, die überhaupt nicht gewinnen wollen.
  11. Rep.-LW mit gezogenem Lauf auf Gelb 2.0

    Das ganze WaffG strotzt nur so von technischen Differenzierungen. Wenn man der Legislative nicht zutrauen kann, daß alle ihre technischen Definitionen Hand und Fuß haben, kann man das ganze WaffG eigentlich sofort für ungültig erklären.
  12. Konservatismus ist auch eine Ideologie.
  13. Überprüfung nach §4 Abs 4

    Zum Thema NRW: Eine Schützenkollegin bekam vor kurzem ihr erstes Kind. Prompt fragte die Behörde nach ihrem Bedürfnis. Zufall?
  14. Nicht nur das: Die meisten Konservativen sind aus tiefster Überzeugung Kulturpessimisten. D. h. entweder halten sie die Vergangheit für besser als die Gegenwart - oder die Gegenwart für (grunsätzlich) unverbesserlich.
  15. Vielleicht ist die Vorstellung falsch, daß es einen stabilen Status Quo geben kann. Mutti wollte alles richten. Seltsamerweise haben wir trotzdem Probleme.
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