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Wann ist ein Sportschütze ein Sportschütze?


Wann ist ein Sportschütze ein Sportschütze?  

1 Benutzer abgestimmt

  1. 1. Was macht einen Sportschützen aus?

    • kennt die Grundregeln, hat idealerweise die WaffensachkundePrüfung absolviert
      1
    • kann das Waffengesetz rauf- und runterzitieren
      0
    • kennt sich blind mit den Disziplinen des Verbands aus
      1
    • macht im Jahr mindestens 100 Schuss
      0
    • macht im Jahr mindestens 1.000 Schuss
      1
    • macht im Jahr mindestens 10.000 Schuss
      0
    • beschränkt sich auf eine Waffe, bzw. Waffenart
      0
    • ist mit dem Grundkontingent zufrieden
      0
    • besitzt auch Waffen im Überkontingent
      1
    • ist nur auf dem hauseigenen Schießstand zu finden
      0
    • nimmt auch an auswärtigen Wettkämpfen teil
      1
    • kann "out of the box" schießen
      1
    • muss bei jedem Schießen an der Waffe herumschrauben
      0
    • kommt im allgemeinen Freizeit Look daher
      0
    • hat fürs Schießen spezielle Sportkleidung
      0
    • trägt bei offiziellen Anlässen die Vereinsuniform
      0
    • ist eigentlich nur auf dem Stand aktiv
      1
    • Sport und Geselligkeit halten sich die Waage
      0
    • SONSTIGES (bitte im Text näher beschreiben)
      0


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Man möchte meinen, die Antwort wäre einfach und klar: Sportschütze ist jede Person, die den Schießsport ausübt. 

Doch weit gefehlt! Selbst unter Schützenbrüdern (und -schwestern) gibt es wilde Diskussionen, was einen "richtigen" Sportschützen ausmacht. 

 

Sei es die Menge an verbrauchter Munition, die erzielten Ringe, die Häufigkeit von Training und/ oder Wettkämpfen; die Zahl der Orden oder die Schlagzahl am Tresen.

 

Die sportlich Ambitionierten

  • Der Profi-Wettkämpfer: Trainiert mehrmals die Woche, führt akribisch sein Schießbuch, optimiert die Ausrüstung bis ins letzte Detail und reist von Meisterschaft zu Meisterschaft. Schießen ist für ihn reiner Leistungssport.
  • Der „Trigger-Happy“-Dynamiker: Liebt Disziplinen wie IPSC oder Speed-Schießen (oft beim BDS oder der BDMP). Munitionsdurchsatz pro Training: dreistellig. Er braucht Adrenalin, Bewegung und den schnellen, präzisen Schuss.
 
Die Technik- und Traditionspfleger
  • Der historische Nostalgiker: Schießt Vorderlader oder Ordonnanzwaffen, gießt seine Bleigeschosse selbst und trägt idealerweise die historisch korrekte Kleidung der jeweiligen Epoche. Für ihn zählt die Entschleunigung und die Liebe zur Historie.
  • Der Technik-Freak / Wiederlader: Verbringt mehr Zeit im Keller beim Patronen-Wiederladen und Waffen-Tuning als auf dem Stand. Er kennt jeden ballistischen Koeffizienten und besitzt für jedes Teil ein Spezialwerkzeug, schießt aber oft mäßig, weil er ständig das Setup ändert.
 
Die Geselligen und Brauchtumshüter
  • Der Festivitäten-Kamerad: Kennt die Schießzeiten zwar, glänzt aber vor allem bei Vereinsfeiern, dem Adlerschießen und am Tresen. Das gesellige Vereinsleben steht für ihn weit über dem sportlichen Streukreis.
  • Der Traditions-Kamerad („Uniformträger“): Seine Heimat ist das Schützenfest. Er pflegt das jahrhundertealte Brauchtum, trägt stolz den grünen Rock voller Orden, marschiert beim Umzug mit und sichert den Fortbestand des Vereins durch gesellschaftliche Repräsentation.
 
Die Gelegenheits- und Zwecknutzer
  • Der Gelegenheitsschütze: Kommt alle paar Wochen vorbei, gibt pflichtbewusst seine Schüsse für den Bedürfnisstempel ab und verbringt den Rest des Abends beim Plausch im Vereinsheim.
  • Der Standaufsichts-Sheriff: Nimmt die Sicherheitsregeln extrem genau. Er sieht jeden Regelverstoß, korrigiert sofort jede Mündungsausrichtung und zitiert die Standordnung fließend aus dem Gedächtnis.

 

Wo ordnet Ihr Euch selber ein?

Was findet Ihr akzeptabel oder wünschenswert? 

Und was ist aus Eurer Sicht ein NoGo? 

 

 

P.S.: Leider erlaubt die Software nur 20 Fragen. Darum sind andere Argumente und mögliche Antworten nicht aufgelistet (z.B. Wiederladen)

Aber kein Problem - wählt "Sonstiges" und beschreibt in Euren Worten, welche Attribute einen Sportschützen ausmachen. 

Vielleicht habe ich da auch einen anders geprägten Blick

Geschrieben (bearbeitet)

Mit den obig vorgegebenen Sätzen macht man es sich aber etwas einfach `-)

 

Es gibt nicht "DEN" Sportschützen ... der Schießsport an sich ist super vielfältig und da findet jeder der möchte auch seine Vorlieben.

Fände es vermessen zu sagen " der ist aber kein richtiger Sportschütze weil... "

Hauptsache man hat Freude am Hobby !

Bearbeitet von Silver73
  • Gefällt mir 1
  • Wichtig 1
Geschrieben

Ein Sportschütze ist aus meiner Sicht jemand, der Spaß am sportlichen Schießen selbst hat und bei dem die tatsächliche Ausübung des „Schießsports“ auch ein wesentlicher Teil des Hobbys ist und (zumindest meistens) keine lästige Pflicht.
(Dass es mal einzelne Phasen gibt, in denen jemand einen Durchhänger hat und dann das eine oder andere Training doch nur macht, um den Stempel zu sichern, steht dem aber nicht entgegen, solange es kein Dauerzustand ist.)


Welche Disziplin, ob nur regelmäßiges Training für sich als Konzentrationsübung oder intensive Wettbewerbsteilnahme, ist da für mich unerheblich.
Ebenso ist für mich unerheblich, ob jemand AUCH Interesse an Waffen z. B. aus Gründen der Technik/Geschichte/etc. hat oder die nur Mittel zum Zweck sind.
Auch ist unerheblich, ob er EINE eigene Waffe, eine Vielzahl von Waffen oder aber gar keine eigene Waffe (Training mit Vereinswaffen oder Waffen, die am Stand von Schützenkameraden geliehen werden) hat.


Die Kenntnis und Befolgung von Sicherheitsregeln sowie der grundsätzliche Anstand im Umgang miteinander machen für mich keinen Unterschied bei der Frage, ob Sportschütze oder nicht, wohl aber, ob ich so jemanden neben mir am Stand sehen möchte, wenn ich selbst da bin. Und bei ernsthaften Mängeln ohne Bereitschaft und merkbare Eigeninitiative, diese schnellstmöglich abzustellen, auch bei der Frage, ob diese Person überhaupt mit Waffen hantieren, geschweige denn selbst welche ohne Aufsicht besitzen sollte.


Kein Sportschütze, sondern ein Sportschützendarsteller ist für mich jemand, der gar kein Interesse am sportlichen Schießen sondern NUR an der Waffe hat.
Für den selbst die 4 Pflichttermine im Jahr durchgehend lästige Pflicht sind und der nur so tut, als würde ihn der Sport interessieren, weil er unbedingt eine Waffe aus anderen Gründen haben will ...
Eingebildete Notwendigkeit zum Schutz vor „irgendwas“ oder noch schlimmer, weil er meint, so etwas als „Schw*nzverlängerung“ zu brauchen.

Und jemand, der zum „Sportschützendarsteller“ wird, um eine Waffe von vornherein für einen fremdschädigenden Zweck zu bekommen, ist nichts anderes als ein gemeingefährlicher Krimineller.
(Die meisten „Sportschützendarsteller“ halte ich aber im Sinne der öffentlichen Sicherheit für harmlos, leider gibt es auch andere.)


Vereinsleben über das kameradschaftliche Verhalten am Stand selbst hinaus, insbesondere Traditionskostümierung etc., ist optional für die Sportschützeneigenschaft.
Das sehe ich weder positiv noch negativ, sondern da muss es einfach zum jeweiligen Verein passen, damit es menschlich passt.
Ansonsten macht es jemanden nicht zum Sportschützen, weil er jede Woche drei Abende „in Uniform“ im Vereinsheim sitzt (in Gegenden, wo Schützenvereine/Traditionsvereine und Sportschießen überhaupt noch eine Schnittmenge haben, ist in vielen Gegenden ja kaum (noch) der Fall, heute oft zwei Paar Schuhe), noch schließt es jemanden aus, der wirklich nur zum Training zum Stand kommt.

Geschrieben (bearbeitet)

Ein wahrer Sportler/Sportschütze ist derjenige, der auch dann zum Wettkampf antritt, wenn er von vorneherein weis,  dass er letzter werden wird. Dem Ersten gebührt der Beifall, dem Letzten der Respekt.

Bearbeitet von ASE
Geschrieben (bearbeitet)

ich ordne mich seit weit über einem Jahrzehnt hier ein.

 

 

Die sportlich Ambitionierten

  • Der Profi-Wettkämpfer: Trainiert mehrmals im Monat, führt akribisch sein Schießbuch, optimiert die Ausrüstung und Waffe bis fast ins letzte Detail und reist von Meisterschaft zu Meisterschaft. Schießen ist für ihn reiner Leistungssport und freut sich über jeden Gegner und ein gemeinsames Mittagessen. :D
  • Der „Trigger-Happy“-Dynamiker: Liebt Disziplinen wie PRS, IPSC oder Speed-Schießen und Steel Challenge (oft beim BDS oder der BDMP). Munitionsdurchsatz pro Training: min. dreistellig. Er braucht Adrenalin, Bewegung und den schnellen, präzisen Schuss.
 

LG

 

 

 

 

Bearbeitet von Speedmark

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