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Geschrieben

Weil in einem weiteren Thema nach Möglichkeiten zum dynamischen Schießen mit Selbstladern außerhalb von IPSC gefragt wurde. Für Großkaliber (Centerfire) ist mir aktuell kein Bewerb bekannt. Für Kleinkaliber (Rimfire) gab es in Polen bei PRS22-Bewerben, die generell mit hochgerüsteten Repetierern und großen Zielfernrohren bestritten werden, eine eigene Division.

 

https://mrtm.pl/

 

Nach meiner Einschätzung ist die Teilnahme mit Mini-Rifle (AR-stile im Kaliber .22lr) bei PRS22 ein ziemlicher Krampf. Die Transition, also Bewegung von einer Position in eine andere, erfolgt bei zwingend eingelegter Sicherung, was mit vollmundigem „Gesichert!“ angekündigt wird. Die ROs haben nur unzureichend Überblick. Bei unseren eigenen PRS22-Bewerben sind Selbstlader daher nicht immer zugelassen. Die Genauigkeit der Mini-Rifles ist geringer, was sich in der Trefferausbeute niederschlägt. Mini-Rifle-Distanzen beim IPSC sind auf 140m beschränkt und die Papiertargets sind riesig. Da trifft man schon mal was. Beim PRS22 trifft beides nicht zu. Das Antreten mit AR bei PRS22-Bewerben erscheint mir mühsam.

 

Mit dem AR in Klein- und Groß-Kaliber daher besser bei taktischen Bewerben antreten. Das verspricht mehr und einfacheren Spass. Und darum geht es ja.

 

https://expert.jaworzno.pl/

 

Ich vermute weiters, dass man für AR-Rifle-Bewerbe in Großkaliber (223 und 308) auch deutlich größere Steel-Targets braucht. Im IPSC treffe ich vom Zweibein und prone sicher so 1 Mil große Ziele (30cm/300m) mit dem AR15. Dh aber im Bewerb mit hoher Dynamik und schwierigeren Positionen müssten es bis zu 2 Mil große Stahlziele für AR15 sein, um Erfolgschancen zu bieten. Das wieder deutet auf ganz spezifische Veranstaltungen. Da habe ich keine Erfahrungen.

 

Das Long Range-Schießen (300 bis 600m) mit Selbstladern in Großkaliber spielt sich mE vielfach im militärischen Umfeld ab und wird zivil kaum praktiziert. Man täte es zwar gerne, aber mangels privater Schießanlagen geht das kaum und die HSVs dürfen nicht.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Sonntag:

gefragt wurde. Für Großkaliber (Centerfire) ist mir aktuell kein Bewerb bekannt.

 

Ich habe 4 Jahre PRS Rifle mit einer AR / DAR-15 Custom Rifle mit 18" BullBarrel von 40 Meter bis 300 Meter unter sehr beengten Verhältnissen und Zwangspositionen mit Regelwerk teilgenommen.

Das war wirklich klasse, physisch in entsprechender Geschwindigkeit sehr anstrengend und der Ablauf komplex. Manchmal viel zu komplex!

Gleich bei meinem Debüt konnte ich Platz 2 belegen und gewann umgerechnet etwa einen 1000€ Gutschein/Preisgeld.

Leider gibt es diese Veranstaltungen nicht mehr. Sehr schade!

 

LG

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Sonntag:

Das Long Range-Schießen (300 bis 600m) mit Selbstladern in Großkaliber spielt sich mE vielfach im militärischen Umfeld ab und wird zivil kaum praktiziert. Man täte es zwar gerne, aber mangels privater Schießanlagen geht das kaum und die HSVs dürfen nicht.

Also zumindest bis 300m gibt es in D kein Problem, seinen Selbstlader zu betätigen. "4106" ist da eine sehr regelmäßig durchgeführte reine Selbstlader-Disziplin des BDS auf 300m als Beispiel.

Mit den neueren Long Range Disziplinen des BDS (4905 und 4906) sind dann auch Wettkämpfe explizit für Selbstladerwertungen bis 800m möglich, wobei hier noch oft auf polnische Schiessstände ausgewichen werden muss. Ähnlich gibt es beim BDMP jetzt über ZG7 die Möglichkeit, seinen Selbstlader bis 800m auszuführen.

Geschrieben

Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Ziele größer sein müssten als beim IPSC Rifle? IPSC ist dynamischer als PRS und die Waffen sind weniger präzisionsorientiert. Andersrum würde ein Schuh draus.

Geschrieben

Ein gutes AR von einem namhaften amerikanischen Hersteller haelt problemlos MOA, ein sehr gutes sollte mit der richtigen Munition 1/2 MOA halten. Wenn man anstatt des Muendungsfeuerdaempfer eine gute muzzle brake verwendet, wird der Rueckstoss so stark reduziert, dass man mit einem guten halbautomatischen Gewehr recht schnelle Schussfolgen bei guten Treffern erzielen kann.

Das modulare AR System mit seinem riesigen Zubehoermarkt laesst sich fuer alle Einsatzbereiche und persoenlichen Preaeferenzen anpassen.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb Andyd:

Ein gutes AR von einem namhaften amerikanischen Hersteller haelt problemlos MOA, ein sehr gutes sollte mit der richtigen Munition 1/2 MOA halten. …..

 

Die Targetgröße ist bei PRS-Centerfire meist im Bereich von 0,6 Mil (2 MOA). Mit einer Genauigkeit von unter 1 MOA wären diese Waffen, wie du sagst, problemlos einzusetzen. Mein Ansatz dazu über IPSC-plates ist unsinnig.

 

Bei modernen Kalibern (ARC/Creedmoor/PRC) mit geringem Rückstoß und verbesserter Ballistik, welche vermutlich für Long Range und PRS mit Selbstladern am besten geeignet sind, habe ich keine Erfahrungen. Was ich gehört habe, ist die Entwicklung eines solchen AR für Long Range-Distanzen halt recht aufwendig und recht langwierig, bis alle Waffenkomponenten passen. Damit sind solche Waffen bei uns vermutlich seltener als Einhörner. Aber interessant ist es allemal, wenn es tatsächlich Bestrebungen geben sollte, Bewerbe dafür zu veranstalten..

 

 

 

 

Geschrieben

Das AR10 in 6.5 Creedmore ist in den USA recht beliebt fuer schnelle Schussfolge oder weite Entfernung und es gibt eine reiche Auswahl. Ich denke die Praezision einer guten Buechse auf AR Basis muss einer Repetierbuechse nicht nachstehen, natuerlich gibt es Repetierbuechsen mit Carbon Fiber Laeufen und Einzelanfertigungen deren Schussgenauigkeit von den meisten Schuetzen nicht mehr genutzt werden kann. Diese gibt es aber auch bei den production AR rifles.

 

Hier mal eine Uebersicht ueber ein paar Porduktionsgewehre:

 

9 Best 6.5 Creedmoor Semi-Auto Rifles 2026 - USA Gun Shop

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Pibros:

Die Präzision ARs gleicher "Qualitätsstufe" kommen nie an die eines entsprechenden Repetieres ran.

So Platt daher gesagt ist das mal wieder falsch. Bei PRS kommt es nicht auf Gruppengröße an, sondern auf "Impact" oder eben nicht. Dann kommt die Zeit-Komponente hinzu, wo die Gas-Guns schlicht schneller sind, oder man mehr Zeit zum Zielen hat. Ich kann ja mal herausfordern: wieviele Ringe schießt Du mit einem Repetierer unter den Bedingungen von BDS-Disziplin 3420, also 3 Serien á 10 Schuss in jeweils 40 Sekunden, mit einem vorgeschriebenen Magazinwechsel ?

 

Wenn Du auf die maximal machbare Präzision / Ringzahl unter "ringsum-eingemauert" Bedingungen abhebst, haben Repetierer die Nase vorn, genauer: Einzellader. Aus Schieß-Maschinen. Und selbst Da gibt es gute und schlechte Schützen, sonst wären die Wettbewerbe auch langweilig. Ein bisschen Lästerei musste sein.

 

Was bei PRS problematisch unter dem Aspekt der Sicherheit ist: Bewegung mit der geladenen Waffe. "Kammer nach hinten offen" ist halt leichter zu sehen als "1,5cm Hebelchen steht quer und nicht hoch" . Finger weg vom Abzug ist ja OK, aber der Lauf schaut doch öfters mal in den Himmel, bevor er auf den Sandsack knallt. Magengrummeln für den Schießleiter ist inklusive, zumindest wenn man solch eine Mimose wie ich ist.  Leere Waffen sind besser...(für mich)

 

Es ist daher richtig, daß es unterschiedliche Klassen beim PRS gibt. Solange es auf die Stabilisierungsfähigkeiten des Schützen ankommt, ist der kleine Präzisions-Vorteil der Repetierer kaum entscheidend. Bei Benchrest / PG, also Vorne und Hinten aufgelegt, findet man kaum noch Selbstlader, aber vorher geht es in der Schützenstreuung unter. Ich kann auch mal wieder auf die MDT-Videos verweisen, die haben genau Gas Gun und Repetierer unter PRS-Bedingungen verglichen.

 

 

Geschrieben

Also in Luxemburg erlauben wir keine Selbstlader bei Rimfire Precision Rifle Wettkämpfen.

Warum?
Weil es keine dementsprechende Klassen gibt bei IPRF oder PRS Rimfire International Europe, worüber wir die Wettkämpfe mittlerweile organisieren.
Ganz davon abgesehen dass es uns als Veranstalter auf den engen Ranges die wir haben oben drauf schlicht zu gefährlich wäre.
Da will keiner die Verantwortung tragen.

Beim Repetierer siehst du klar ob der Verschluss auf ist, du kannst die Schützen stoppen die sich mit geschlossenem Verschluss versuchen weiter zu bewegen und sie bekommen eine Penality.
Also bewegt sich bei uns keiner mit einer Live Round in der Kammer.

Bei HA´s eine völlig andere Sache.
Wie willst du immer kontrollieren ob die Sicherung eingelegt ist.
Selbst dann ist eine Live Round in der Kammer, wenn der jetzt stürzt mit der Waffe, hällt die Sicherung....

Wir darf absolut kein Zwischenfall bei unseren Wettkämpfen passieren in diese Richtung.
Deshalb damals klar und einstimmig und ganz klar gegen HA´s entschieden.

Es hat beim Precision Rifle Null Mehrwert, eher im Gegenteil, eigentlich nur Nachteile. Gerade auf unseren Schießständen die wir dafür zur Verfügung haben.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich stimme dir zu, dass es auch bei Rimfire mehr Einschränkungen als Möglichkeiten für Mini-Rifles gibt. Bei uns ist die Verwendung einer Mini-Rifle bei PRS ebenfalls nicht zugelassen. Die Gefährdung der Umgebung ist bei uns zu hoch. Beim IPSC ist das handling ein anderes und maßgebend. Da sind wir mit PCC und Mini-Rifle dabei.

 

Es gibt aber auch andere Bewerbe und besser geeignete Plätze.

 

https://competitions.ultimateballistics.com/competitions/628

 

Dieser PRS-Bewerb In Kisber /HU ist für semi-auto geöffnet. 

 

https://competitions.ultimateballistics.com/competitions/666

 

Bei diesem PRS-Bewerb in Visnova / CZ ist semi-auto ausgeschlossen. Die Distanzen (<500m) passen. Die Targetgrößen (0.3 Mil bis 0.6 Mil) sind centerfire-üblich klein.

 

Es wäre interessant zu wissen, ob es in (Zentral) Europa noch mehr Schießstätten gibt, auf welchen das PRS-Schießen mit AR-Rifles in Großkaliber problemlos möglich ist. Wenn es sich um (ehemalige) Truppenübungsplätze mit entsprechender Schutzzone handelt, wäre das denkbar. Wie wird das in Wiechlice abgehandelt?

 

 

Bearbeitet von Sonntag

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