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Spooky

GK Pistole / Revolver als olympische Disziplin

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Geschichte der "historischen" Schießsportdisziplinen

Hier mal eine Tabelle zu nicht mehr im olympischen Programm befindlichen Wettbewerben

----- Disziplinen ------------------------------------------------------------

Jahr AG AG3 AGd AGs AGy FG KKb KKv KKs REV LHd LT

------------------------------------------------------------------------------

1896 x x Athen

1900 x x x - x Paris

1904 keine schießsportlichen Wettkämpfe - Saint Louis

1908 x x x x x - x London

1912 x x x - x Stockholm

------------------------------------------------------------------------------

1920 x x x x x Antwerpen

1924 x x Paris

1928 keine schießsportlichen Wettkämpfe Amsterdam

1932 - Los Angeles

1936 - Berlin

------------------------------------------------------------------------------

1948 x London

1952 x Helsinki

1956 x Melbourne

1960 x Rom

1964 x Tokio

1968 x Mexiko

1972 x München

------------------------------------------------------------------------------

Disziplinen:

AG = Armeegewehr Liegendanschlag,

AG3 = Armeegewehr drei Stellungen,

AGd = Armeegewehr Doppelschuß (Mannschaftswettkampf),

AGs = Armeegewehr Stehendanschlag,

AGy = Armeegewehr 1000 yards,

FG = Freies Gewehr (Großkaliber) liegend,

KKb = KK-Gewehr bewegliches Ziel,

KKv = KK-Gewehr verschwindendes Ziel,

REV = (Armee-) Revolver (Großkaliber),

LHd = laufender Hirsch Doppelschuß,

LT = lebende Tauben,

Anmerkungen:

x = Disziplin wurde durchgeführt,

- = Disziplin nicht im Wettkampfplan,

leer = Disziplin noch nicht eingeführt bzw. nicht mehr im Wettkampfplan.

Mannschaftswertungen wurden nicht separat berücksichtigt.

Quelle: Die Chronik, 100 Jahre Olympische Spiele 1896-1996, Chronik Verlag 1995. http://www.personal.uni-jena.de/~p5hevo/ol...html#historisch

Leider hat es die Leerzeichen der Tabelle beim Köpieren gelöscht

Erik

bearbeitet von erik_fridjoffson

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Einfach mal die ISSF-Statements lesen und dann weiß man auch Bescheid.

Das Olympia-Argument ist nicht diskutierenswerter Unsinn. Es wird genutzt, weil es gerade in den Kram passt. Man muss nicht auf jeden Blödsinn einsteigen.

Der Schießsport ist international organisiert und es gilt Autonomie des Sports. Weiterer Legitimationen bedarf es nicht. Olympia würde daran auch nichts ändern, es passt sorum nur gerade in den Kram.

bearbeitet von schiiter

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Mal unabhängig von der aktuellen Diskussion interessiert es mich schon, warum Großkaliberdisziplinen nicht (mehr) olympisch sind.

Die fehlende Akzeptanz und Toleranz ist mehr ein deutsches / britisches Problem.

International sieht es ja anders aus, deswegen wundert es mich schon, warum Lupi und Spopi geschossen wird, GK aber nicht.

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Der Aufwand ist einfach ein ganz anderer. Das gleiche ist ja nun fortgesetzt auch mit dem Lichtdingern zu beobachten. Keine großen Sicherheitsbestimmungen und rein damit in die Massen (Stadien, Innenstädte)

Die ISSF verteufelt zudem GK aufs Übelste. Da passiert nix in dieser Richtung.

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Ich glaube sowohl wegen der Munitionskosten als auch wegen der Ausstattung der Schiessstände. Im Nachhinein wohl auch die Rechtlichen Grundlagen einzelner Länder. Man wird sich wohl im Laufe der Zeit auf den größten gemeinsamsten Nenner geeinigt haben und somit (mit ausnahme Olympische Schnellfeuerpistole GK und Wurfscheibenschiessen) auf KK umgestiegen sein.

Habe mal, glaube ich, in der Visier gelesen, dass der spätere US-General George S. Patton an der Olympiade 1908 in London teilgenommen haben und angeblich wegen zweier durch ein und das selbe Schussloch geschossener und somit nicht gewerteter Schüsse es nicht nach ganz vorne gebracht haben soll. Er soll dabei mit dem damaligen .38er Dienstrevolver angetreten sein, seinen weltberühmten Peacemaker kaufte er ja erst ein paar Jahre später...

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Mal unabhängig von der aktuellen Diskussion interessiert es mich schon, warum Großkaliberdisziplinen nicht (mehr) olympisch sind.

Es waren ganz einfach Kostengründe. Die Disziplinen GK-Gewehr 300 m (Dreistellungskamof und Liegend Herren) wurden 1972 in München letztmalig ausgetragen, dafür hatte man extra den Schießstand bis 300 m gebaut. Und darin lag auch das Problem: International sahen sich viele Ausrichterländer nicht mehr in der Lage, für geschätzte 30-50 Hanseln und 1-2 olympische Entscheidungen einen 300-m-Stand aus dem Boden zu stampfen. Militärstände haben in der Regel die Teilnehmerzahl nicht geschafft, die man heute für Weltcups und Olympia-WEettbewerbe braucht. Die Kosten-Begründung klingt glaubhaft, international ist kaum ein Land so irre, hinter friedlichen Sportschützen herzuhecheln.

Als nach 1972 GK-Gewehr als letzte GK-Dispilin aus dem Olympiaprogramm flog, hat auch der DSB entsprechend seine Sportordnung angepaßt, weil sie das immer tun (GK-Kurzwaffendisziplinen waren schon seit Jahrzehnten aus dem Olympiaprogramm raus, aber die hat man beim DSB gleich mit abgeschafft, ebenso die Disziplin Gewehr 100 m eingeschränkt, die bis 1972 neben .22 l.r. auch mit dem Feuerstutzenkaliber 8,15 x 46 R bestritten werden konnte.

Damit war aber der Weg frei für alternative, eher dem GK zugewandte Verbände, und Mitte der 70er wurden der BDMP und der BDS gegründet. Erst als die Mitgliederabwanderung zu stark wurde und Gefahr bestand (eigentlich nie wirklich, aber beim DSB glaubte man daran), dass die GK-Verbände neben dem DSB in den Deutschen Sportbund streben und Gelder abbekommen wollten, da hat der DSB notgedrungen wieder neue und auch andere GK-Wettbewerbe eingeführt: Gebrauchspistole/-revolver, 300-m-Gewehr, GK-Sportpistole und Ordonnanzgewehr, und in einigen Landesverbänden Feuerstutzen.

Die Olympia-Überlegung, also nur noch olympische Disziplinen als Schießsport zuzulassen, hätte für Waffengegner einen weiteren Anreiz: International droht mittelfristig durchaus das Olympia-Aus für alle Schießdisziplinen. Da es nach dem Willen der Sponsoren und TV-Sender geht und trotz aller Selbstbeteuerungen die Schießwettkämpfe nicht wirklich spannend und zuschauerträchtig sind, könnten sie in nicht allzu langer Zeit komplett aus dem Programm gestrichen werden. Was den Randsportarten eh olympisch alle vier Jahre droht, das hat überhaupt nichts mit Waffen, sondern mit Millionen und Milliarden an Dollars zu tun. Und wenn gar keine Schießdisziplin mehr olympisch ist, fiele auch die letzte Ausrede weg, Schießsport zu erlauben...

(wir kennen natürlich alle auch andere, nicht so statische und spannendere Schießdisziplinen, die Olympia-tauglich wären - aber da diese nur mit Abstrichen bei DSB und ISSF einzuführen wären, werden die sich kräftig wehren)

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Olympia ist sowieso so ein Stichwort:

Ich glaube, wenn der Schöpfer der Olympischen Spiele der Neuzeit, der werte Pierre de Coubertin, noch miterleben musste, wie sein olympischer Gedanke von Politik, Industrie, Medien usw. instrumentalisiert und ausgeschlachtet wurde und wird, so dürfte der ganze Friedhof von seinen Rotationen im Grab vibrieren...

In der Schule hatte unser Sportlehrer uns immer von "Jugend trainiert für Olympia" gepredigt. Er hatte das ganz idealistisch gemeint, aber schon damals konnten wir Schüler sehen, wie diese Veranstaltungen von den jeweiligen Regimes für ihre Zwecke missbraucht wurden. Man denke da nur an Berlin 1936, Moskau 1980 oder Peking 2008. Dazu noch der ganze Doping-Scheiss, die Machenschaften des IOC usw. :peinlich:

Der Olympische Eid spricht von "einem Sport ohne Doping und ohne Drogen",vom "wahren Geist der Sportlichkeit", dem "Ruhm des Sports" und der "Ehre unserer Mannschaft", doch bei jeder Olympiade sehen wir die schwarzen Schafe, die mit ihren Verhalten einen Schatten auf die mehrheitlich ehrenwerten Sportler werfen.

Erst wenn dieser ganze Sumpf aus Politklüngel, Seilschaften, Doping und Korruption trockengelegt worden ist, kann Olympia wieder zu dem werden, was es ursprünglich mal sein sollte: Ein friedlicher Wettkampf der Nationen, ehrenvoll und fair ausgetragen, zur Ehre des Sportes und seiner Sportler.

Solange dies aber nicht der Fall ist, fehlt Olympia meiner Meinung nach die Vorbildfunktion, die sie laut der ISSF, dem DSB, dem DOSB usw. haben sollte.

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Jaques Rogge hat gerade vor kurzem anlässlich der Welt Jugend Winterspiele neue Sportarten bzw. Disziplinen testen lassen. Seit aber überaus deutliches Statement am Ende des Berichtes hieß: "Wenn wir eine neue Disziplin einführen wollen, muss ein bisherige entfernt werden. Dies Spiele dürfen nicht größer werden."

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