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IGNORED

Artikel zur IWB Sinsheim (sehr gut geschrieben)


zielvier

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Dieser Artikel ist wirklich nicht schlecht geschrieben. Aber ich weis nicht, worüber sich Hagen Faber so auslässt, schließlich gab es auch andere Stände, bei denen die Bajonette nicht extra durch Netze zugehangen werden mussten. Der wahre Grund für seine Unzufriedenheit dürfte wohl eher darin zufinden sein, das nur wenige Leute seinen Schrott kaufen wollten.

Ich fand die IWB nicht schlecht für eine Messe, die sich noch im Aufbau befindet. Mal sehen, ob die neue Landesregierung von BW in der nahen Zukunft solche Messen überhaupt noch zulässt.

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... Aber ich weis nicht, worüber sich Hagen Faber so auslässt, schließlich gab es auch andere Stände, ...

Volle Zustimmung. Bei anderen war das viel freundlicher gestaltet. Ich habe gedacht, der hätte die Netze, weil er Angst hat, dass jemandem was kleben bleibt...

Immerhin eine Messe, zu der ich mit der ganzen Familie kann. Auf dem Rückweg waren wir noch in Speyer spazieren und was Essen, damit sind auch Frau und Kinder besänftigt und Papi darf nächstes Jahr wieder. Für die Kinder gabs Ballons und Aufkleber (vom Technikmuseum), Gummibärchen und Buttons (von Pro-Legal), einen Schlüsselanhänger (von Visier) und für die Kleine auch etwas Schmuck (allerdings zum Kaufen, aber wohl günstig).

Kaufen tu ich leider erst nach der Messe, beim Händler ums Eck, bin aber auch auf der Messe gewesen um mit ihm dort zu sprechen.

Gruß

Erik

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Ich war auch im Großen und Ganzen auf meine Kosten gekommen, aber paar Kleinigkeiten fand ich auch etwas sinnlos bzw. übertrieben.

In Gesprächen mit mir bekannten Ausstellern und eigenen Beobachtungen eine doch recht flächendeckende Überwachung festgestellt.

Die Presse hat aber diesmal nicht so ihr Kalb getrieben wie das letzte Mal.

Bei Ordonnanzgewehren habe ich sogar einen Preisrückgang vermerkt.

Mir sind besonders bei Militaria, besonders Stahlhelme, Bajonette und Orden die eigentlich unerklärlichen Preisexplosionen aufgefallen, das macht wirklich keinen Spaß mehr.

Zum Teil mehrere 100% Aufschläge seit Euroeinführung respektive bis zu 2000% umgerechnet zur DM-Zeit.

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Einem Händler "jammern" in den Mund zu legen und über Hanfseile zu schreiben bedeutet für mich keinen guten Stil.

Zumindest keine offensichtliche Hetze. Neutral ist der Bericht aber auch nicht.

Im Vergleich zu dem was in der süddeutschen Presse sonst so steht, ist der Bericht Weltklasse.

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Der Händler Faber hat "gejammert", weil er für seinen Messestand sehr viel Geld bezahlt hat und es ihm dann vor Ort auf der Messe mit Androhung der Beschlagnahme untersagt wurde, völlig legale und sein Hauptgeschäft darstellende in Deutschland frei verkäufliche Umbauten von unbrauchbar gemachten Waffen zu verkaufen.

Im Klartext hat er viel Geld für eine Messeteilnahme bezahlt, auf der er wesentliche Artikel seines Sortimentes nicht verkaufen durfte.

Im Übrigen schätzten die Händler mit denen ich sprach das Messeergebnis von "furchtbar bis mieseste messe seit 20 Jahren" ein.

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Im Übrigen schätzten die Händler mit denen ich sprach das Messeergebnis von "furchtbar bis mieseste messe seit 20 Jahren" ein.

Das wundert mich bei einigen auch nicht, bei teilweise völlig utopischen Mondpreisen verging an einigen Ständen vielen Leuten die Kauflaune. Mir auch!

Ein G3-Reinigungsgerät z.B. war in der Spanne von 2,50 - 10,-€ zu haben, rat mal bei wem ich mir eins gekauft habe.

Die Preise bei einigen waren nun mal mehr als überzogen, solche Händler werden natürlich von der Käuferschar gemieden, bei denen wo das Preis-Leistungsverhältnis gestimmt hat und fair war, wurde fleißig gekauft. Auch von mir.

Bei den anderen eben nicht, so isses nun mal. Das ist deren Geschäftsrisiko, der Kunde vergleicht halt. Bei einer Messe umso mehr, wo er die Auswahl hat.

Auch bei Munition hab ich übrigens immense Preisunterschiede für exakt das gleiche Produkt gesehen.

Was allerdings bei Herrn Faber war, kann ich eigentlich nicht nachvollziehen, er hält sich an bestehende Gesetze, tat nichts Verbotetenes und hätte normal keinen Restriktionen ausgesetzt werden dürfen.

Da wollte möglicherweise wohl wer "wichtig" sein, der keine Ahnung hat.

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völlig legale und sein Hauptgeschäft darstellende in Deutschland frei verkäufliche Umbauten von unbrauchbar gemachten Waffen zu verkaufen.

Im Klartext hat er viel Geld für eine Messeteilnahme bezahlt, auf der er wesentliche Artikel seines Sortimentes nicht verkaufen durfte.

Im Übrigen schätzten die Händler mit denen ich sprach das Messeergebnis von "furchtbar bis mieseste messe seit 20 Jahren" ein.

So? Frei verkäuflich??? Wirklich???

"Aber alles hat seine Grenzen", klagte Hagen Faber aus Kaub/Rhein der RNZ sein Leid. Der Anbieter von Deko- und Salutwaffen, Militaria, Bajonetten und historischen Uniformen durfte die wertvollsten mitgebrachten Exponate – deaktivierte, das heißt nicht schussfähige (und allenfalls als Prügel zu gebrauchende) Kriegswaffen – angeblich entgegen vorheriger Zusage nicht an dessen rund 3000 Euro teurem Messestand präsentieren

I don't think so, Tim!

(As far as deactivated military weaponry is concerned)

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So? Frei verkäuflich??? Wirklich???

Ja frei verkäuflich, mit Zertifikat bestätigte deaktivierte Kriegswaffen sind frei ab 18 Jahren verkäuflich. Sie fallen nicht einmal unters Waffengesetz (sondern unter das KWKG, da es ja mal KW waren). Deko-Prüfung durch Beschussämter ist daher gar nicht möglich, da Beschussämter nur nach Waffengesetz prüfen.

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ab 18 Jahren verkäuflich.

Aha.

Tatsächlich ist es sogar etwas weiter geregelt:

§ 13a KrWaffKontrG

Der Umgang mit unbrauchbar gemachten Kriegswaffen kann durch Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, die der Zustimmung des Bundesrates nicht bedarf, beschränkt werden; insbesondere kann der Umgang verboten oder unter Genehmigungsvorbehalt gestellt werden. Unbrauchbar gemachte Kriegswaffen sind Kriegswaffen, die durch technische Veränderungen endgültig die Fähigkeit zum bestimmungsgemäßen Einsatz verloren haben und nicht mit allgemein gebräuchlichen Werkzeugen wieder funktionsfähig gemacht werden können. Einzelheiten können in der in Satz 1 genannten Rechtsverordnung geregelt werden.

§ 2 (1) KrWaffUmgV

Kindern und Jugendlichen ist der Umgang mit unbrauchbar gemachten Kriegswaffen verboten.

Mal ganz davon abgesehen unterliegen die Dinger auch der Ausfuhrkontrolle.

Laut dem Artikel sah es jeder ein, dass reglementierte Gegenstände vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen sind.

Da Minderjährige Zutritt zur Messe hatten, war es also nicht so arg verwunderlich, dass auch unbrauchbar gemachte Kriegswaffen nicht ohne weitere Vorkehrungen präsentiert werden konnten.

Sie fallen nicht einmal unters Waffengesetz (sondern unter das KWKG, da es ja mal KW waren). Deko-Prüfung durch Beschussämter ist daher gar nicht möglich, da Beschussämter nur nach Waffengesetz prüfen.

Wie Dir vielleicht mittlerweile aufgefallen ist, war meine Frage weiter oben eher rhetorischer Natur, um zum Nachdenken anzuregen.

(KWKG bezeichnet übrigens das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, das andere Ding wird offiziell mit KrWaffKontrG abgekürzt)

Freilich könnten wir jetzt noch darüber streiten, ob V B 3 - 10 17 03 vom 21. April 1999 (alte Richtlinie des für Kriegswaffen zuständigen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie) überhaupt noch so anwendbar ist. Aber das wäre eher eine Petitesse. Allerdings hat der sachlich zuständige (und im übrigen sehr kompetente) Mitarbeiter im Referat VB8 des BMWi auch wichtigere Vorgänge auf dem Tisch als solchen Kram.

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oh oh Pestilent, sortiere Deine Gedanken erstmal:

"Ausfuhrkontrolle, Umgang durch Minderjährige, KWKG-Klugscheißermodus, BMWi hat wichtigeres zu tun..."

sorry, aber ziemlich viel Unsinn vor und nach den Zitaten.

Mir war es nur wichtig zu erwähnen, dass dem Händler Faber der Verkauf einfach verboten wurde, und dies ohne irgendeine Rechtsgrundlage konkret zu benennen,

und ich somit seinen Unmut als gerechtfertigt ansah, zumal der Messeorganisator wußte womit er handelt und sein Standgeld sich auch gern genommen hat.

Dies ist meine Meinung, obwohl ich mir von den betreffenden Dingern nun wirklich keines kaufen wollte.

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dass dem Händler Faber der Verkauf einfach verboten wurde

In dem Artikel steht:

Der Anbieter ... durfte ... deaktivierte... Kriegswaffen ... nicht an dessen ... Messestand präsentieren.

Davon, dass ihm der Verkauf als solcher verboten wurde, stand in dem Artikel kein Wort.

Ich habe die Aussage des Artikels "durfte unbrauchbar gemachte Kriegswaffen nicht am Messestand präsentieren" ganz einfach verstanden als "durfte ohne Sicherung die Gegenstände nicht offen darbieten".

Und dafür, warum das genau so gewesen sein könnte, liefert § 13a KrWaffKontrG i.V.m. § 2 (1) KrWaffUmgV durchaus eine plausible Erklärung.

sorry, aber ziemlich viel Unsinn vor und nach den Zitaten.

Jaja, genau. Alles Unsinn. Für die Affen im Kongo ist sogar das Grundgesetz der BRD Unsinn. Frohes Lausen noch.

sortiere Deine Gedanken erstmal

Oben schreibst Du groben Unfug von wegen

in Deutschland frei verkäufliche Umbauten von unbrauchbar gemachten Waffen zu verkaufen.

(von dem sinnfreien Ausdruck "Umbauten von unbrauchbar gemachten Waffen" mal ganz abgesehen).

Auf den Hinweis per rhetorischer Frage ruderst Du zurück auf

frei ab 18 Jahren verkäuflich.

(Was denn eigentlich nun? Frei verkäuflich oder an Volljährige verkäuflich? "Frei verkäuflich, aber erst ab 18" ist schon wieder Dummschwatz.)

Und als Dir dann erklärt wird, warum das immer noch Blödsinn ist, schlägst Du mir vor, meine Gedanken zu ordnen?

Da kannst Du ebensogut gleich mit Inhalten aus dem aktuellen Micky Maus Heft argumentieren.

Vielleicht wäre es für Dich aber mal ein guter Ansatz, einfach keinen Müll ins Thema zu schütten.

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SeinePestilenz: Du warst offensichtlich nicht vor Ort in Sinsheim, hast keine Ahnung von den Vorgängen dort und spielst hier die allwissende Müllhalde.

Natürlich bist Du deswegen genau über die Vorgänge im Bilde, weil Dir alles von dem Händler brühwarm erzählt wurde.

Natürlich kann es keinesfalls sein, dass Dir einfach nur Quark erzählt wurde, um über etwaige organisatorische Versäumnisse hinweg zu täuschen.

Natürlich ist das, was ein Händler, dem es gerade stinkt erzählt immer eine valide Information, die keinesfalls irgendwie eingefärbt oder gar verzerrt ist.

Natürlich hat das der Schreiber des o.g. Artikels auch nicht in Betracht gezogen, indem er vorsichtige Formulierungen wie "angeblich entgegen vorheriger Zusage" verwendet hat.

Natürlich kann auch der Autor des Artikels keine Ahnung von den wahren Hintergründen haben, er war wahrscheinlich nicht einmal vor Ort und das alles ist ohnehin ein bösartiges Komplott gegen einen armen Händler.

Und natürlich hast Du das Alleinvertretungsrecht für Wahrheiten in diesem Forum.

Mir war es nur wichtig zu erwähnen, dass dem Händler Faber der Verkauf einfach verboten wurde, und dies ohne irgendeine Rechtsgrundlage konkret zu benennen

Es ist ja herzallerliebst, wie Du hier offensichtlich den Unmut Deines Kumpels zu rechtfertigen versuchst. Das erklärt auch die ungewöhnliche Allergie gegen rein logische Erklärungsversuche.

Hebe ich keine Lust drauf.

Das ist wiederum ein wahrer Segen. Herzlichen Dank dafür.

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