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IGNORED

Einbau einer stärkeren Feder in LG


Kirrmeister

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Hallo,

habe vor mir in mein 5,5mm LG, bisher F, da v0 130 m/s eine stärkere Feder einzubauen. Die v0 ist dann bei 210 m/s. Ich bin Jagdscheininhaber, somit ist der Besitz des dann stärkeren LG kein Problem. Der Erwerb der Feder ja auch nicht, da der auch frei ist. Wie mache ich es nun, wenn die Feder eingebaut ist? Muss dann die Waffe angemeldet werden, oder nur die Feder?

Gruss

Kirrmeister

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Hallo Kirrmeister,

ich glaube nicht dass Dein Jagdschein Dich berechtigt ein stärkeres (WBK-pflichtiges) LG zu erwerben!

LGs sind für die Jagd nicht geeignet.

Oder jagsd Du etwa Spatzen? :rolleyes:

Nur meine Meinung, ohne Gewähr!

Gruß

Naja, Glauben ist ja zum Glück nicht wissen....klar kann er auf JJ ein EWB Luftgewehr ( wie alle anderen legalen LANGWAFFEN auch), erwerben!

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Ich habe mal gehört, dass man für kleine Arbeiten an einer Waffe eine einmalige Herstellungserlaubnis bei seiner Waffenbehörde beantragen kann !

Gruß @ddi

Richtig, in dem Fall würde mein SB das LG einfach in die WBK eintragen, dann würde ich die Federeinbauen, das F ausschleifen und meinem SB mitteilen, dass die Waffe nun fertig ist. Aber es gibt immer komplizierte und einfache Behörden und Behördenvertreter.

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Hallo Kirrmeister,

ich glaube nicht dass Dein Jagdschein Dich berechtigt ein stärkeres (WBK-pflichtiges) LG zu erwerben!

LGs sind für die Jagd nicht geeignet.

Ja und nein. Nach der WaffVwV darf ein Jäger

13.1 Bei Jägern im Sinne des § 13 Abs. 1 wird im Allgemeinen ein Bedürfnis für

den Erwerb und Besitz von Jagdwaffen und Munition anerkannt, wenn

diese für die Jagdausübung in Deutschland nicht ausdrücklich nach dem

Bundesjagdgesetz verboten sind und jeweils für die beabsichtigte

Jagdausübung, das Training oder den Wettkampf im jagdlichen Schießen

benötigt werden.

Jedoch steht im Niedersächsisches Jagdgesetz (NJagdG)

§ 24 Erweiterungen und Einschränkungen von Verboten

(1) Es ist über § 19 des Bundesjagdgesetzes hinaus verboten, die Jagd unter Verwendung

von Betäubungs- oder Lähmungsmitteln, Sprengstoffen, elektrischem

Strom, Haken, Schleudern, Bolzen, Pfeilen, Luftdruckwaffen oder Schusswaffen mit

Schalldämpfern oder die Jagd auf Wasserfederwild an und über Gewässern unter

Verwendung von Bleischrot auszuüben. Die oberste Jagdbehörde kann zur Verbesserung

des Tierschutzes durch Verordnung weitere Verbotsregelungen treffen.

Ob das in anderen Bundesländern diese oder ähnliche Verbote gibt, weiß ich nicht.

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Ja und nein. Nach der WaffVwV darf ein Jäger

13.1 Bei Jägern im Sinne des § 13 Abs. 1 wird im Allgemeinen ein Bedürfnis für

den Erwerb und Besitz von Jagdwaffen und Munition anerkannt, wenn

diese für die Jagdausübung in Deutschland nicht ausdrücklich nach dem

Bundesjagdgesetz verboten sind und jeweils für die beabsichtigte

Jagdausübung, das Training oder den Wettkampf im jagdlichen Schießen

benötigt werden.

Jedoch steht im Niedersächsisches Jagdgesetz (NJagdG)

§ 24 Erweiterungen und Einschränkungen von Verboten

(1) Es ist über § 19 des Bundesjagdgesetzes hinaus verboten, die Jagd unter Verwendung

von Betäubungs- oder Lähmungsmitteln, Sprengstoffen, elektrischem

Strom, Haken, Schleudern, Bolzen, Pfeilen, Luftdruckwaffen oder Schusswaffen mit

Schalldämpfern oder die Jagd auf Wasserfederwild an und über Gewässern unter

Verwendung von Bleischrot auszuüben. Die oberste Jagdbehörde kann zur Verbesserung

des Tierschutzes durch Verordnung weitere Verbotsregelungen treffen.

Ob das in anderen Bundesländern diese oder ähnliche Verbote gibt, weiß ich nicht.

@ ******* Arms und Dagobert,

also lag ich mit meinem "Glauben" doch nicht sooo daneben! :heuldoch:

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...nicht ausdrücklich nach dem Bundesjagdgesetz verboten sind und jeweils für die beabsichtigte

Jagdausübung, das Training oder den Wettkampf im jagdlichen Schießen

benötigt werden....

Womit wir beim Training wären.

Was hält ihn davon ab das nunmehr so verstärkte Luftgewehr mit einem super schußfesten 3-12*Zeiss-Glas im Schießkino als Ersatz für seine 458 Win Mag einzusetzen.

Irgendwie muß man die Munitionskosten ja senken.... :eclipsee_gold_cup:

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@ ******* Arms und Dagobert,

also lag ich mit meinem "Glauben" doch nicht sooo daneben! :heuldoch:

Doch :heuldoch::heuldoch:

Ohne jetzt Jagd und Wild wieder zu definieren...was spricht gegen ÜBUNGSSCHIESSEN als Jäger??

Fakt ist: Beim Erwerb gilt das WaffG, und da kann er soviele Luftgewehre kaufen, wie er lustig ist!

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Es gibt einige wenige Bundeslaender, deren Landesjagdgesetz das jagen mit Druckluftwaffen sinnloserweise untersagt.

Der Erwerb nach §13WaffG haengt aber vom BUNDESjagdgesetz ab. Da sind DL-Waffen NICHT verboten. Also koennen sie auch erworben werden.

Hessen hat z.B. kein Verbot im LJG stehen.

Zum Federeinbau:

Wie schon angedeutet, sollte er vor dem Werk auf die Behoerde gehen und sich ne einmalige Herstellungserlaubnis holen.

Dann kans auch selber gemacht werden. ansonsten Buema.

Wobei ich nicht weiss, welche Version dann guenstiger kommt.

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Was soll da beschossen werden? Nitro-, Schwarzpulver oder Stahlschrot? :chrisgrinst:.

Mal im Ernst: Für Kaltgaser gibt es keinen Beschuss, es gibt für die Kaltlüfter eine Leistungsmessung für das "F im Fünfeck" (so der Leistungsbereich bis 7,5J zutreffend ist), entweder per Baumusterabnahme (Handel) bei der PTB oder beim Einzelimport über die Beschussämter (das stellt aber keinen "Beschuss" dar).

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Weiß ich ja auch nicht. Aber da das LG ja nach dem Federwechsel, mit mehr Druck zurecht kommen muß, als zu der Zeit, als es noch <7,5 Joule hatte, könnte ich mir das schon vorstellen.

So dachte ich zumindest bis jetzt....

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Na ja, die Gasdrücke bei Feuerwaffen sind "geringfügig" höher.

Zu einer Waffensprengung bei einem LG dürfte es so schnell nicht kommen...

Hier eine kleine Abhandlung über das Thema, interessant ist in diesem Zusammenhang die Verbrennungs- und Detonationsphase <_<

DIE GEHEIMNISVOLLEN VIER PHASEN:

Die Grunderkenntnis ist, daß ein Federkolbenluftgewehr in jeder von vier distinkten Phasen arbeiten kann. Es sind dies die "Blasrohrphase", die "Korkengewehr-Phase", die "Verbrennungsphase" und die "Detonationsphase".

Die Blasrohrphase tritt bei schwachen Luftdruckwaffen auf, bei denen ein Bolzen oder eine Blei- bzw. Stahlrundkugel relativ locker im Lauf sitzt. Tatsächlich ist es so, daß viele BB-Rundkugel- LGs oder LPs keine gezogenen Läufe haben, in denen die Kugeln z. B. durch einen kleinen Magneten vor dem Herausfallen gesichert werden. Weil in einem solchen Fall das Geschoß den Lauf nicht vollständig abdichtet, kann der vorschnellende Federkolben nicht genügend Druck aufbauen, um eine höhere Geschoßgeschwindigkeit zu erzielen. Die Waffe funktioniert also wirklich wie ein Blasrohr. Dies gilt nur für sehr schwache Luftdruckwaffen und für Softair-Pistolen. Die Blasrohrphase ist daher hier nicht von großer Bedeutung. Immerhin: man kann mit diesem Prinzip allerhand anfangen, wenn man an die Blasrohrkünste südamerikanischer Indianer denkt.

Die Korkengewehrphase kann man derart beschreiben, daß ein Diabolo den Lauf weitgehend abdichtet und beim Abschießen ausschließlich von Luftdruck aus dem Lauf getrieben wird. Spätestens hier wird man stutzig werden und fragen: "ja wie denn sonst?". Und das ist genau der Punkt: da gibt es tatsächlich noch etwas! Immerhin: Die meisten Präzisions-Federdruckgewehre für die 10 m-Distanz arbeiten nach diesem Prinzip. Der Vergleich mit einem Korkengewehr hinkt auch nur insoweit, daß bei diesem der Korken vorne in die Mündung gestopft wird. Sonst ist aber alles im Funktionsablauf gleich: Der Federkolben komprimiert beim Vorschnellen Luft, die an einem bestimmten kritischen Punkt das Diabolo in Bewegung setzt und aus dem Lauf treibt. Natürlich erwärmt sich die Luft bei der Kompression auch, und dies führt zu einem weiteren Druckanstieg. Wenn das Geschoß aber dann durch den Lauf getrieben wird, kühlt die Luft hinter diesem wieder ab und der zusätzliche Druck geht wieder verloren. Das Diabolo erhält seine Bewegungsenergie also hier ausschließlich von dem sich nach vorn bewegenden Federkolben. Auch diese Waffen gehören zu den "schwachen", doch das Korkengewehrprinzip ist kalkulierbar und technisch perfekt beherrschbar.

Die Verbrennungsphase beschreibt das Funktionsprinzip der meisten Federkolben-LGs mit höherer Mündungsenergie. Wenn der Kolben durch die starke Feder schnell nach vorn getrieben wird, steigt die Temperatur der Luft vor ihm mit dem Druck an. Diese Temperatur ist so hoch, daß Öl oder jede andere brennbare Substanz entflammt wird, was einen weiteren Druckanstieg zur Folge hat. Hierdurch wird das Diabolo mit hoher Geschwindigkeit aus dem Lauf getrieben. Weil diese Verbrennung durch die bei der schnellen Kompression der Luft entstandene hohe Temperatur verursacht wird, nannten die Herren Cardew diese Phase zuerst "Dieselmotorphase". Dies scheint auf den ersten Blick auch ein guter Vergleich zu sein, doch er führte zu Komplikationen bei der Definition der nächsten, noch zu besprechenden Phase. Immerhin: nach dieser Erklärung ist ein solches LG wirklich eine "Feuerwaffe", wobei die Verbrennung eines Schmierstoffes die Verbrennung von Schießpulver ersetzt. Auf den ersten Blick ist das nur schwer vorstellbar, doch man wird den experimentellen Beweis dafür erhalten, daß dies alles stimmt. Es ist auch klar, daß die Verbrennung davon abhängt, wieviel Schmieröl verbrannt werden kann, so daß der ganze Prozeß mit gewissen Unwägbarkeiten verbunden ist, die aber die geringere Präzision solcher Waffen im Vergleich mit den nach dem Korkengewehr-Prinzip arbeitenden Match-LGs erklären. Dies bedeutet alles aber nicht, daß man Öl in den Transfer-Port schütten soll, denn dies kann üble Folgen haben. Es steht fest, daß Weitschußluftgewehre in ihrer Leistung nachlassen, wenn der Federkolben nicht von Zeit zu Zeit eine ausreichende Schmierung erhält. Dies ist kein Dichtungsproblem, sondern eine Problem des weniger werdenden Brennstoffs! Skeptisch? Abwarten!

Die Detonationsphase ist schwer zu analysieren, weil sie nicht häufig auftritt. Wenn sie das aber tut, kann dies in einem Desaster enden und wenn man sie experimentell herbeiführt, ruiniert man meist das LG. Soweit diese Phase verstanden wird, resultiert sie daraus, daß eine gewisse kritische (Über-) Menge an Brennstoff in der Kompressionskammer vorhanden sein muß, die in einer stärkeren Verbrennung mit sehr hohen Temperaturen resultiert. Diese setzt dann offenbar eine Art Kettenreaktion in Gang, die den gesamten Rest an Brennbarem explodieren läßt. Hierbei wird dann unkontrolliert eine große Menge Eneergie freigesetzt. Jetzt wird klar, warum ich im letzten Absatz vor Öl in der Kompressionskammer gewarnt habe. Es gibt "Experten", die die Wahnsinnsidee propagieren, ein LG mit einem Tropfen Äther im Kompressionsraum "hochzupowern". Dies ist nicht nur illegal, sondern auch höchst gefährlich und man sollte im eigenen Interesse seine Finger von solchen Spielen lassen. Der etwas harmlosere Fall der Detonationsphase ist das sog. "Dieseln" eines LG, das dann auftritt, wenn man zu reichlich geölt hat. Man merkt es an dem deutlich lauteren und scharfen Knall; außerdem riecht es verbrannt und Rauch steigt aus der Mündung. Manchmal fliegen auch Funken (meist verbrennende Abriebteilchen von der Dichtung) aus dem Lauf. Meist geht das "Dieseln" gut aus, doch in kritischen Fällen wird durch die Explosion der Federkolben zurückgeworfen, wobei er die Feder oder sich selbst beschädigen kann. Die Dertonationsphase ist auch der Grund, warum man keine eingeölten Diabolos in Federkolben-LGs verwenden sollte. Zu leicht könnte so Öl in denTransfer-Port kommen und dort explodieren. Der Ausdruck "Dieseln" wird auch hier der Sache nicht ganz gerecht, weil ein Dieselmotor kontrolliert arbeitet.

Diese 4 Phasen müssen nicht immer getrennt auftreten, sondern können in einem LG für kurze Zeiten nacheinander vorkommen. Wenn z. B. zu "gut" geschmiert wurde, können die ersten paar Schüsse einer Serie durchaus Detonations-Schüsse sein und dann in Verbrennungsschüsse übergehen. Wenn nicht rechtzeitig neu geölt wird, kann dann die Korkengewehr-Phase eintreten. Und wenn man gar ein zu locker sitzendes Diabolo verwendet, schießt man im Blasrohr-Modus.

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Das ist zwar interessant und grundsätzlich (zumindest mir) auch bekannt, nur leider gibt die Abhandlung kein Zahlenmaterial in Form von Druckangaben her.

Hier mal - der Anschaulichkeit halber - für Feuerwaffen ein paar mittlere, höchstzulässige Gasdruckwerte in bar (ohne lokale Spitzen) für gängige Patronen:

.45 ACP: 1300

.38 Spez.: 1500

.40 S&W: 2250

9x19: 2350

.357 Mag.: 3000

.357 SIG: 3050

.500 S&W Mag.: 4270

5,45x39: 3800

8x57IS: 3900

.308 Win.: 4150

.223 Rem.: 4300

.338 Lapua Mag.: 4700

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Da es die meisten LG ab Werk auch in einer starken EWB-Version

gibt, braucht man sich über die Druckstabilität der Waffe keine Gedanken machen.

Die F-Waffen sind durch die schwächere Feder ja nur künstlich runter-kastriert, ansonsten aber baugleich. Das HW 35 gab es ganz früher mal für den Export ab Werk sogar mit angebauter Äther-Pumpe für gezielten Diesel-Effekt im Kaliber 5,5mm. Nannte sich HW 35 Barracuda und hatte fast soviel Dampf wie ein KK. Diese Äther-Explosionen sind zwar für das Dichtungssystem nicht gerade förderlich, aber der Luftzylinder hält das aus.

Svenni

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