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IGNORED

Österrich vor Rot/Grün


Chrisl

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Hallo!

Die österreichische Bundesregierung steht vor Ihrer Auflösung. Neuwahlen werden noch heuer prolongiert.

Die Chancen für eine konservative Regierungsmehrheit stehen sehr schlecht, es läuft zwangsläufig auf Rot/Grün in Österreich hinaus.

(Nur kurz zur Info: Hintergrund der ganzen Aktion war ein FPÖ-interner Machtputsch von Jörg Haider, der in einer völlig abstrusen Aktion seine eigene Regierungsmannschaft in Wien "abgeschossen hat.)

Rot/Grün bedeuted auch in Österreich den Supergau für die legalen Waffenbesitzer!

Der nächste Amoklauf kommt bestimmt, im Umfeld der sich vor Restriktionen überbietenden europäischen Nachbarstaaten scheint auch ein totales Waffenverbot wie in England nicht ausgeschlossen.

Wir Österreicher haben euch während eures K®ampfes gegen ein neues deutsches WaffG nicht vergessen und nach Möglichkeit unterstützt.

Ich hoffe nun, wenn bei uns das unausweichliche passiert, daß auch Ihr eure Stimme erhebt!

Die SPÖ hat schon einen fertigen Entwurf eines neuen WaffG in der Schublade, die Grünen fordern überhaupt ein totales Verbot von Schußwaffen.

Was das bedeuted, wißt ihr in Deutschland nur zu gut.

Glück auf für eure Bundestagswahl, bei uns in Österreich hat der Wahlkampf gestern begonnen!

Chrisl

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Chrisl beschreibt wie es mir heute geht!

Ein schwarzer Tag für Österreichs Waffenbesitzer!

In 14 Tagen wurde von den Freiheitlichen (an sich Waffenbefürworter) der Erfolg unseres 5-jährigen Kampfes für unsere Rechte unter Umständen zunichte gemacht.

In Österreich droht bei Rot/Grün wirklich der Supergau!

Bei uns geht es nämlich um ein totales FEUERWAFFENVERBOT!

Das heißt, auch alle Langwaffen sollen verboten werden. Der dazugehörige Gesetzesentwurf wurden bereits im Mai d. J. dem Parlament vorgelegt und zur Abstimmung gebracht. Damals wurde er noch abgelehnt.

Wie eilig es die Linken haben, bezugt die Tatsache, daß sie das Inkrafttreten mit 1. August 2002 festgelegt hatten.

Haltet uns die Daumen!

Gruß

Franz Schmidt

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Da kann einem in der Tat nur schlecht werden. Versorgt uns mit Material, also URLs zu den Gesetzentwürfen oder entsprechenden Zitaten der Politiker, und wir tun unseren Teil, die Damen und Herren über die Absurdität ihres Vorhabens aufzuklären!

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Hallo,

anbei die URL für den SPÖ-Waffenverbotsentwurf wie er fix-und-fertig in der Schublade schlummert:

http://www.spoe.at/news/story_200205240952577054.htm

Auf dieser Seite die Acrobat PDF-Datei downloaden (111kB).

(ACHTUNG: Wenn Zeilenumbruch im Link, bitte diesen beachten!)

Dazu die Erläuterungen vom Juristen Mag. Josef Mötz, erschienen im "St. Hubertus".

Kopierrechte vorhanden!

Zum Waffengesetz sowie Österreichischen und internationalen Entwicklungstendenzen

Von unserem Waffenrechtsexperten

Hofrat Mag. Jur. Josef Mötz

SPÖ-Entwurf für ein neues österreichisches Waffenrecht

FRAGE:

In der vorletzten Ausgabe habe ich gefragt, ob auf Grund von Erfurt auch bei uns das

Waffengesetz verschärft werden wird. Sie haben dies an sich verneint. Nun habe ich gehört,

dass die Sozialdemokraten den Entwurf einer WaffG-Novelle im Parlament eingebracht

haben. Stimmt das und weichen Inhalts ist er?

ANTWORT:

Tatsächlich hat die SPÖ im Frühjahr einen Gesetzesentwurf eingebracht, der allerdings auf

Grund der Mehrheitsver- hältnisse im Nationalrat nicht angenommen wurde. Der Entwurf

zeigt allerdings in aller Deutlichkeit auf, was die rechtstreuen österreichischen

Waffenbesitzer und auch wir Waidleute bei einer sozialdemokratischen Regierungsbeteili-

gung - gar nicht auszudenken ist diesbezüglich die Kombination mit den Grünen - zu

erwarten haben. Allein der Titel des Gesetzes "Bundesgesetz, mit dem der Privatbesitz von

Feuerwaffen verboten wird" lässt die Ausmaße der Ver- schärfungen ahnen, die im Detail

vorgestellt werden:

a) Bezüglich der dzt. Kategorie A bleibt alles gleich, die Kat. B, C und D werden zur neuen

Kat. B. Die neue Kategorie C besteht aus Luftdruck- und CO2-Waffen, die derzeit als

"minderwirksame Schußwaffen" de facto frei sind. Innerhalb der Kat. A und B werden

Faustfeuerwaffen (FFW) und sonstige Feuerwaffen unterschieden.

B) Der Entwurf führt ein allgemeines Ver- bot der Einfuhr, des Erwerbs, des Besitzes und des

Führens von Feuerwaffen ein.

Ausnahmen davon sind vorgesehen für

c) Schutz- und Wachpersonal von konzessionierten Wach- und Schließgesellschaften. Ob

das Privatdetektivgewerbe vergessen wurde oder absichtlich nicht aufgenommen wurde, ist

nicht bekannt.

d) Sportschützen, die Feuerwaffen nachweislich zur Sportausübung benötigen

(ausgenommen Führen).

e) Jäger (ausgenommen Faustfeuerwaffen!).

e) Traditionsschützen (ausgenommen Faustfeuerwaffen!).

Die weiteren Bestimmungen gelten für alle Waffenbesitzer, insbesondere auch für Jäger

f) WBK und Waffenpass sollen nur zwei Jahre gelten. Derzeit ist die Gültigkeitsdauer

unbegrenzt.

g) Grundsätzlich gibt es pro Waffendokument nur mehr zwei Waffen. Die Waffen- und

Jagdexperten der SPÖ gehen offenbar davon aus, dass für "Jägerlnnnen" je ein Büchse und

Flinte ausreicht ...

h) Das derzeitige fünfjährige Intervall für die wiederkehrende Verlässlichkeitsprüfung wird

auf zwei Jahre reduziert.

i) Die derzeit geltenden Regelungen für lange Schusswaffen mit gezogenem Lauf (Kat. C)

wird künftig für Luftdruck- und CO2-Waffen übernommen (Meldepflicht beim

Waffengewerbe).

j) Die Behörde hat weitreichende Rechte, was Auflagen für Waffenbesitzer betrifft. Etwa,

dass die Verwahrung der Waffen in der Firma (Bewachungsunternehmen) oder im

Vereinsheim (Sport- und Traditionsschützen) zu geschehen hat oder bei

Waffenpassinhabern das Führen auf bestimmte Gelegenheiten zu beschränken ist.

Zusammenfassend ergibt sich, dass künftig nach den Plänen der SPÖ sämtliche

Faustfeuerwaffen, Büchsen und Flinten (also die heutigen Kat. B, C und D)

genehmigungspflichtig werden, d.h. nur mit WBK oder Waffenpass erworben und besessen

werden dürfen. Wenn auch Jäger und Schützen vom grundsätzlichen Schusswaffenverbot

ausgenommen sein sollen, stellen die SPÖ-Neuregelungen doch einen gewaltigen

Rückschritt in waffenrechtlicher Sicht für diese Personenkreise gegenüber der geltenden

Rechtslage dar.

Vor allem kann das Faustfeuerwaffenverbot für Jäger nicht akzeptiert werden, da Pistolen

oder Revolver für Jagdschutz-, Nachsuch- oder Fangschusszwecke unverzichtbar sind.

All diese Fakten werden die Besitzer legaler Waffen und insbesondere wir Waidleute in

Österreich beim im nächsten Jahr fälligen Urnengang (NR-Wahl) zu bedenken haben.

Wenn es nach der SPÖ geht, brauchen Jäger künftig für ihre Büchsen und Flinten eine

Waffenbesitzkarte, die nur zwei Jahre gültig ist und immer wieder verlängert werden muss.

Unter den Begriff "Feuerwaffen" fallen auch die Faustfeuerwaffen (Fangschußwaffen).

2 Bilder:

1. Waffenschrank gefüllt mit 9 Langwaffen und ca. 30 Schachtel Munition

2. Waffenschrank mit 2 Langwaffen und 1 Schachtel Munition

Bildunterschrift:

Foto Werner Nagel

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Na sauber! Nicht nur im beinahe fanatisch waffenfeindlichen Geist stimmt dieser Gesetzentwurf mit vielem überein, was wir in den letzten Monaten in Deutschland gesehen haben. Gemeinsamkeiten gibt es auch in der himmelschreienden Unkenntnis der Verfasser: Mal eben Jägern den Besitz von Kurzwaffen untersagen zu wollen, spricht ja wohl Bände. Weitere Detailkritik erspare ich mir - einstweilen.

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So ist es halt mit Haider. Kein Verlass. Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß die FPO Stimmen mobilisieren kann, wenn sie einen anti-EU-Wahlkampf macht. Viele FPÖ-Wähler werden sich noch gut an die Zait erinnern, als die derzeitige (verstorbene) Regierungskoalition noch frisch war: Die EU und viele ihrer Mitgliedsstaaten meinten, sich als "gute Demokraten" gerieren zu müssen, indem sie die Vertreter Österreichs in teilweise kindisch-unwürdiger Art behandelt haben (Beispielsweise der Vertreterin Österreichs anläßlich irgendeines mir nicht erinnerlichen EU-Gipfels als einziger nicht die Hand zum Gruße zu reichen... peinlich). Andererseits ist die EU (oder besser das, was sie sein sollte) in der Zukunft unverzichtbar, wenn wir Europäer im weltweiten Geschehen noch ein Wörtchen mitreden wollen.

Ich schweife ab. Zurück zum Thema: Gibt es Umfragen über die möglichen Stimmenverhältnisse bei einer Wahl ?

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@RB

Umfrage: FPÖ stürzt auf 16 Prozent ab

Wien - Die FPÖ ist nach den jüngsten heftigen Turbulenzen in der Wählergunst stark gesunken: eine für das Nachrichtenmagazin "Format" von OGM durchgeführte Umfrage sieht die freiheitliche Partei derzeit bei 16 Prozent. Bei der Nationalratswahl 1999 errang die FPÖ 26,9 Prozent der Stimmen. Die SPÖ bleibt laut OGM-Umfrage mit 36 Prozent deutlich Stimmenstärkster, die ÖVP kann deutlich zulegen und käme derzeit auf 31 Prozent. Gut schneiden auch die Grünen ab. Sie liegen bei 14 Prozent.

http://www.kurier.at/

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Oh Mann ... so hoch könnten wir gar keine Mauer an der Grenze hochziehen, dass sie den gesammelten geistigen Dünnpfiff abhält, der uns bei Rot/Grün in Ösiland über die Grenze schwappt ...

Mein herzliches Beileid! Jahre der harten (und erfolgreichen) Arbeit für unsere Nachbarn wären damit zunichte gemacht und das Totalverbot so gut wie beschlossen.

P.S.:

Ich nehme noch politisch verfolgte Waffennarren auf und gewähre ihnen Asyl. wink.gif

------------------

Sharps !

Der Sharps schießt listig, der Sharps schießt leise. Doch BEVOR er schießt überlegt er weise !!!

Mitglied im FWR Nr. 9600

FDP-Wähler - Wahltag ist Zahltag!!!

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