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Leistungen von JFry
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Petition Bundestag "Zulassung von Schalldämpfern für Sportschützen"
JFry antwortete auf RainerE's Thema in Waffenrecht
Als kleine Ergänzung: Es gibt einen seltenen , wenn auch mit starken Einschränkungen versehenen Grund, warum ich einen Schalldämpfer auch für einen Sportschützen im einzelfall als sinnvoll ansehe kann – obwohl er eine Menge Nachteile im Sport mit sich bringt. Das ist bei bestehendem Gehörschaden mit Verschlechterungsrisiko (ggf. auf Zeit) und dem Wunsch, das Training möglichst bald wieder aufnehmen zu können, der Fall. Es gibt eben auch Situationen, in denen reine Gehörschutzmaßnahmen nicht jedes Risiko mindern, da z. B. auch Knochenleitung eine Rolle spielen kann und jeder Schussknall oberhalb einer gewissen Grenze das Risiko vergrößert. Liegt so etwas medizinisch bestätigt vor, dann kann – je nach Kaliber – ein Schalldämpfer direkt an der Waffe zusätzlich zu doppeltem Gehörschutz noch dafür sorgen, dass man nach 3 bis 6 Monaten weitertrainieren kann, statt vielleicht 1–2 Jahre oder dauerhaft aussetzen zu müssen. Vielleicht auch so, dass dann die letzten Trainings vor einem Wettkampf und der Wettkampf selbst ohne Schalldämpfer (da fast überall für den Wettkampf ausgeschlossen – und so muss es auch bleiben, solange nicht „generell für alle frei“) noch als völlig akzeptables Risiko gelten können. Da das Handling mit Schalldämpfer aber ein völlig anderes ist und die sonstigen Nachteile noch dazukommen (Verbrauchsmaterial, schnelle Überhitzung beim sportlichen Schießen, und trotzdem ist voller Gehörschutz notwendig), schreibe ich dazu: „kleiner Nutzen mit starken Einschränkungen“. Für den normalen Sportschützen ist ein Schalldämpfer nichts, was im Sport Sinn macht. Er kann zwar sogar die Präzision für zwei, drei, vielleicht vier Schüsse verbessern, aber das ist nur der Fall, wenn insgesamt nur wenige Schüsse abgegeben werden – nicht bei einem sportlichen Durchgang. Auf einem anderen Blatt steht freilich, ob eine gesetzliche Einschränkung von Schalldämpfern – einfach herzustellende Hohlkörper, von denen ohne Waffe daran keine größere Gefahr ausgeht als von einer Eisenstange aus dem Baumarkt und bei denen zumindest im GK-Bereich immer noch ein derart lauter Knall verbleibt, dass Gehörschutz beim Schützen und Umstehenden Pflicht ist – überhaupt Sinn macht. Ich hätte auch keine Probleme damit, wenn sie völlig aus dem Waffenrecht herausfielen. (Von solchen Absurditäten, dass ein und dasselbe Schalldämpfermodell nur mit anderer Lasermarkierung mit einem „F im Fünfeck“ frei ab 18 ist, mit der Aufschrift .223 für Jäger problemlos zu kaufen ist, für Sportschützen nur mit Gutachten und Gehörschäden vielleicht irgendwie – wenn die Behörde mitspielt – und mit der Aufschrift .22lr selbst für Jäger bis auf wenige Ausnahmen nicht zu erwerben ist. Obwohl es technisch bis auf die Gravur dasselbe Teil ist.) Oder eben die Tatsache, dass viele Schalldämpfer sowohl an Lang- als auch Kurzwaffen, sowohl GK als auch KK passen – und so viele Schalldämpfer für Langwaffen im Schrank liegen, die auch an der danebenliegenden Kurzwaffe wunderbar funktionieren würden. Das Einzige, was von der Montage abhält, ist die Rechtstreue und das Wissen, dass es auch für den Schießbetrieb – abseits der rechtlichen Normen – mehr Nachteile als Vorteile bringt, ohne Not mit einem Schalldämpfer auf dem Stand sportlich schießen zu wollen. Nur ist das eine völlig andere Baustelle als das Fordern der Schalldämpferfreigabe mit Hinweis auf Lärmimmission, die schnell widerlegt ist – und uns ganz schön auf die Füße fallen kann. Daher kommt dann auch teilweise diese verbissene Sichtweise beim Thema Schalldämpfer, da diejenigen, die sich damit auskennen – weil sie z. B. nicht nur Sportschützen sind, sondern auch als Jäger, Soldaten oder andere bewaffnete behördliche Einsatzkräfte mit Schalldämpfern echte Erfahrungen haben – wissen, in welchen Lagen diese Dinger wirklich top sind und einem enorm etwas bringen, und wo sie – bis auf ganz wenige hochspezielle Situationen – der reinste PIA sind. Und mit diesem Wissen kommt dann bei den ewigen Forderungen nach „Schalldämpfer für alle“, mit dem langen und breiten Auswälzen des Themas Lärmschutz für die Sportschützen, oft ganz schnell der Verdacht auf, dass die Forderungen von Personen kommen, die sich entweder nie wirklich mit Schalldämpfern befasst haben oder noch extremer: von Personen, die eigentlich nur Sportschützendarsteller sind, nicht wirklich am Sport interessiert sind, sondern für die es nur der Weg zur Waffe ist – und jetzt noch zusätzlich der „Schalli“ in den Schrank soll, weil es so cool aussieht. -
Wobei Abwandlung ja nicht gleich Abwandlung ist... Je nachdem, wen man vor sich hat (Eindruck, Statur etc., eventuell auch nur, um die Reaktion zu testen), finde ich zum Beispiel den Verweis darauf, vorher mal einen, maximal zwei Termine (oder auch nur mal eine Serie) mit der LuPi zu machen, nicht unbedingt verwerflich. Einfach, um wegen der absoluten Basics zu schauen. Klar, geht oft auch ohne – und ich entscheide zum Beispiel nach Bauchgefühl (meist KK zum Einstieg, und GK ein paar Schüsse am selben Termin sind dann auch möglich) –, aber grundsätzlich finde ich zum Zwecke der Einweisung nichts Verwerfliches daran, wenn jemand als Verantwortlicher da einen Zwischenschritt möchte. Aber ein Jahr oder auch nur mehrere Wochen/Monate bei jemandem, der eigentlich gar kein Interesse an LuPi hat – nee, das ist lächerlich. Umso mehr, wenn es dem Interessenten nicht einmal um Kurzwaffen geht, sondern eher zum Beispiel um Wurfscheibe – also etwas ganz anderes wo es halt nichts vergleichbares mit "freien" Waffen gibt. Wenn ich privat jemanden mitnehme, dem ich grundsätzlich Sorgfalt zutraue, aber bei dem ich nicht sicher weiß, ob er Erfahrung mit Feuerwaffen hat, dann ist der Ablauf bei Kurzwaffen meist: 1× Platzpatrone, dann mehrere Platz, dann eine scharfe, dann 5 scharfe. Dann trete ich zurück und lasse die Person wie jede andere eingewiesene Person frei schießen, wenn ich der Meinung bin, das passt. Bei Langwaffen überspringe ich die Platzpatronen aber dann doch. Ausnahmen bisher nur in Fällen, wo dann der gerade 14-jährige Nachwuchs von Bekannten/Familie aufgeregt, aber etwas unsicher das erste Mal eine Waffe abfeuert. Dann ist der erste und vielleicht zweite Schuss – trotz KK – nicht scharf. Aber fünf Minuten später gibt es da dann auch „die echten“... Und ja, es gehört etwas Einschätzung dazu, was nun für diese Person besser ist. Und meist muss ich sagen, dass ich wohl richtig lag, wenn mir nachher dann gesagt wird, dass sie den Zwischenschritt mit zwei, drei Schuss Platzpatronen „gut“ fanden und es Anspannung rausgenommen hat. Zumal bisher auch alle wieder gerne wieder mitkommen und ich noch nicht einen einzigen Fall hatte wo Schussangst entwickelt wurde. Leider wird es aber immer Umständlich passende Platzpatronen zu bekommen... Oder man bekommt technisch passendes Problemlos, darf es aber nicht verwenden (wie 9mm R.K. die zwar passen, die man aber trotzdem nicht in den .357er stecken darf da ja formal anderes Kaliber und auch nicht offiziell Kompatibel) Dass so etwas bei jemandem mit Erfahrung natürlich Blödsinn ist und vielleicht sogar (zurecht) mit Verstimmung aufgefasst werden kann, ist natürlich ebenfalls richtig – es kommt immer auf die Umstände an.
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Nö. Ich bin der der dem Schützen die Rechnung schreibt... FERTIG!
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Wobei: Was ich da nicht verstehe: Wo ist bei dieser Konstellation das Problem des Vereins? Der Verursacher des Schadens ist klar – und damit auch, wer gegenüber dem Verein haftet. Ob die Versicherung zahlt oder nicht, kann dem Verein dabei völlig schnuppe sein; das ist eine reine Frage des Innenverhältnisses zwischen dem Schützen und der Versicherung. Einzig wenn bei dem Schützen wirklich nichts (auch mit Gerichtsvollzieher) zu holen ist, könnte es einen Unterschied machen, indem man versucht, den Betrag direkt über die Versicherung zu bekommen. Aber der normal vorgesehene Weg ist doch: Schütze verursacht Schaden, der Schaden wird rechtssicher geklärt, der Schütze zahlt den Schaden und die Versicherung ersetzt dem Schützen die Summe bis zur Höchstdeckungssumme – ggf. unter Abzug des Selbstbehalts. Wie bei jeder anderen Privathaftpflicht auch. Natürlich kommt es vor, dass die Versicherung direkt an den Geschädigten leistet. Das ist aber immer eine individuelle Entscheidung – und erst recht nichts, worauf sich ein Geschädigter verweisen lassen muss, falls von dort nichts kommt. Davon abgesehen ist das natürlich eine riesige Scheiße, einen Schaden zu verursachen und dann nicht dafür geradezustehen. Es mag Grenzfälle geben, in denen die Schadensverursachung nicht klar ist und der angebliche Verursacher dann vielleicht sogar zu Recht nicht einsieht, größere Summen zu bezahlen. Aber danach sieht es hier nicht aus. (z. B. ein Rückpraller am Kugelfang bei einem ordnungsgemäßen Schuss trifft dann mit letzter Kraft die Lampe, die bereits vorher – gerade noch am letzten Gewindegang – halb von der Decke hing, und die dann einfach „ohne erkennbare Einschussbeschädigung“ runterfällt.)
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Es gibt Vereine, die ein öffentliches Schießen auf ihren Anlagen anbieten. Das bedeutet, wirklich jeder kann – je nach Regelung mit oder ohne vorherige Reservierung – zu den angegebenen Zeiten vorbeikommen, sich anmelden, in die Liste eintragen und am Ende seine Nutzungszeit bezahlen. Einige größere Vereine nutzen inzwischen auch Guthabenkarten, die im Voraus aufgeladen werden müssen. Dort kenne ich es genauso, wie du es beschrieben hast – kein großer Unterschied zur Nutzung eines kommerziellen Schießstandes als regulärer Kunde. Dann gibt es wiederum Vereine, die einen Vereinsstand betreiben, der in erster Linie den Mitgliedern vorbehalten ist. Gastschützen sind hier die Ausnahme. Sie sind aber grundsätzlich willkommen, sei es, um sich den Verein als potenzielles Mitglied anzusehen oder einfach aus Interesse. Auch kommt es vor, dass jemand spontan ein paar Kontrollschüsse abgeben möchte, ohne gleich zum eigenen, womöglich weit entfernten Stand zu fahren. In solchen Fällen ist es nicht unüblich, dass keine gesonderte Gebühr verlangt wird oder lediglich ein kleiner Betrag in die Thekenkasse gelegt wird. Als Bekannter eines Vereinsmitglieds, das sich um den Gast kümmert, ist der Zugang oft deutlich unkomplizierter. Meist genügt es, Bescheid zu sagen, dass man einen Gast dabeihat oder beim nächsten Mal mitbringen möchte. Das variiert natürlich je nach Verein – als völlig fremde Person ist es in der Regel etwas aufwändiger. Gerade auf kleinen Vereinsständen, auf denen meist nur bestimmte Disziplinen geschossen werden, kann es zu Verwirrung oder Diskussionen führen, wenn plötzlich jemand einen völlig anderen Ablauf trainiert. Auf größeren Anlagen mit öffentlichen Schießzeiten ist das anders – dort treffen sich Schützen verschiedenster Verbände, Jäger und andere Bedürfnisinhaber, sodass eine bunte Mischung entsteht. Auf kleinen Vereinsständen ist das nicht der Fall. Hier gibt es durch die Standordnung oft sogar konkrete Vorgaben zu Disziplinen und Abläufen. Insofern ist es nur folgerichtig, dass einem die jeweiligen Bedingungen direkt mitgeteilt werden. Gastschützen sind für solche Vereine ein Minusgeschäft und Aufwand, reine gefälligkeiten unter Sportkollegen, da möchte man keine internen Diskussionen mit den eigenen VEreinkameraden die ja immerhin für den Stand den Unterhalt in Form von Geld und Arbeitsdienst tragen. Selbst wenn ein teil der Diskussionen auf Holzkopfmentalität zurückgeht. Ich selbst bin nicht nur Sportschütze (und das nicht ausschließlich im DSB), sondern auch Jäger. Mein Haupttrainingsstand ist jedoch ein kleiner DSB-Vereinsstand. Da kommt es vor, dass ich auch einmal etwas außerhalb der üblichen Disziplinen trainiere. Aber wie so oft im Leben gilt auch hier: Man spricht miteinander. Solche Trainings finden nicht statt, wenn der Stand voll ist, sondern nur dann, wenn wenig oder gar niemand anderes schießt. Außerdem informiere ich die anwesenden Schützen vorher und frage, ob sie einverstanden sind. Wenn ich vorab überlege, ob mein Vorhaben jemanden stören könnte – also zum Beispiel keinen Magazin-Dump zur Funktionskontrolle der jagdlichen KW durchführe, wenn fünf andere gerade Präzision schießen – habe ich bisher nie erlebt, dass jemand Einwände hatte. Das wird gemacht wenn ich alleine am STand bin oder maximal mit anderen die gerade "technische Kontrollschüsse" machen und natürlich wissen die Veratwortlichen auserhalb des Standes auch bescheid warum es da gleich mal etwas "anders" knallt.
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Für die Meldung durch den Abgebenden ist das auch ohne Wenn und Aber richtig … Aber als Empfänger überlege dir mal folgende Situationen: Der Verkäufer teilt dir mit, dass er die Waffe am z. B. 01.02. dem Versanddienstleister übergeben hat. Jetzt kann vieles schiefgehen: Das Paket kann unterwegs zeitweise oder dauerhaft verschwinden. Manchmal reicht es ja schon, dass der Paketaufkleber abgeht, damit es länger als zwei Wochen weg ist. Oder der Verkäufer vertauscht versehentlich Adressen. Oder es handelt sich um einen vorsätzlichen Betrug. Oder das Paketfahrzeug bzw. der LKW, der die Pakete zwischen den Logistikzentren transportiert, brennt wegen eines Defekts mit dem Paket darin vor der Auslieferung ab. Auf jeden Fall ist das Paket nicht innerhalb der 14 Tage bei dir! Nicht einmal so schlimm: Der Verkäufer teilt dir mit, dass er das Paket erst nach seinem dreiwöchigen Urlaub versenden kann. Dem stimmst du zu, aber er schafft es auf dem Weg zum Flughafen doch noch irgendwie, die Waffe auf den Weg zu bringen – ohne dass du es weißt. Die läuft dann im Weihnachtsgeschäft erst einmal sechs Werktage und weil du selbst dann auch acht Tage auf Familienbesuch bist, liegt sie so lange beim Paketshop herum. Also nimmst du sie erst am 16. Tag nach Versand waffenrechtlich in Besitz – und sollst dafür eventuell deine Karten lochen lassen? Oder wie bei mir letztens passiert: Der Verkäufer versendet die ordentliche Gebrauchtware pünktlich, auch in ordentlichem Zustand. Nur trotz Zusicherung der Mitteilung der Versanddaten kommen diese nicht bei dir an. Zehn Minuten, nachdem ich die zweite (bösere) E-Mail geschrieben habe, stand der Paketbote mit der Waffe vor meiner Tür. Alles wie vereinbart, nur die blöde Versandmitteilung ist hängengeblieben. Und dann soll ich terminlich verantwortlich sein? Nee, NATÜRLICH sollte man die 14 Tage – alleine zum Selbstschutz – nie ausreizen. Es kann immer schnell etwas schiefgehen. Aber gemeldet wird der Erwerb nach Inbesitznahme. Und bei Egun-Käufen z. B. trage ich auf dem Formular Ersteigerungsdatum, Zahldatum und Tag des Postempfangs getrennt in die Zeile ein – und das war dem WB immer recht so. Selbst wo der Voreintrag noch nicht fertig war und die KW so lange beim Händler bleiben musste, habe ich das so gemacht. Im NWR eingetragen wurde dann als Erwerbsdatum der Tag der Erteilung des Voreintrags, und die WB hat dann von mir als informellen Nachtrag noch die Info bekommen, wann das Paket – nach Mitteilung an den Händler, dass die EWB nun vorhanden ist – bei mir angekommen ist. Alle zufrieden, und ich habe den gesamten Vorgang jederzeit nachweisbar vollständig vorliegen. Inkl. Ausdruck der Sendungsverfolgung mit Zustelldatum. Aber gerade in der heutigen Zeit ist die Lösung auch in Zweifelsfällen mit ein wenig Mitdenken meist einfach: Das NWR ist nicht dafür geschaffen, all diese Sonderfälle widerspruchslos abzubilden. Im Gesetz sind deine Meldepflichten abgelegt. Wir haben heute elektronische Kommunikation, die auch mit einfachen Schritten und wenig Aufwand (z. B. CC an eine andere eigene E-Mail-Adresse) zumindest ein deutlich höheres Maß an Rechtssicherheit schafft. Klappt das mit der Waffenankunft innerhalb von sieben Tagen nach Kauf, muss man sich keine großen Gedanken machen – man hat dann ja selbst bei der von dir genannten strengsten Lesart noch sieben Tage Zeit. Klappt es nicht: Kurze E-Mail mit Dreizeiler an die WB, dass man die Waffe gekauft und bezahlt hat, diese aber bis zum heutigen Tag nicht geliefert wurde, und dass man die offizielle Meldung zusammen mit der WBK, in der der Eintrag erfolgen soll, innerhalb von 14 Tagen nach tatsächlicher Ankunft der Waffe einreichen wird (bzw. wenn eine neue WBK für diese Waffe gewünscht ist, diese dann beantragen wird). Damit ist der Drops gelutscht – damit kann einem wohl niemand mehr etwas Schuldhaftes vorwerfen.
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Wartet mal ab, demnächst nur noch jagen mit Schalldämpfer, damit sich keiner mehr gestört fühlt! Die Schalldämpfer für Jäger wurden in erster Linie unter dem Gesichtspunkt des Arbeitsschutzes der angestellten Berufsjäger erstmals im größeren Stil – auch durch Gerichtsentscheidungen gedeckt – erlaubt. Hier spielte zum einen der Lärm eine Rolle, der sowohl im Immissionsschutz als auch beim Arbeitsschutz immer zuerst an der Quelle gedämpft werden soll. Zum anderen – und das ist die Abgrenzung zum sportlichen Schießen – kommt hinzu, dass beim Jagdgeschehen gar nicht so selten der Gehörschutz bei der Nachsuche bzw. beim Durchgehen verrutschen kann. Entweder unbemerkt oder in einer Situation, in der eine Korrektur vor der Schussabgabe nicht immer möglich ist. Zusätzlich wird dies noch durch das Argument verstärkt, dass Jagd eben nicht nur reines Freizeitvergnügen ist, sondern darüber hinaus in vielen (aber nicht allen) Fällen auch wirtschaftliche und teilweise sogar allgemeinwohlrelevante Faktoren hat. Das Thema Jagdhund kommt noch hinzu. Für Revierinhaber und vor allem reine Begehungsscheininhaber gab es dabei jedoch immer noch erhebliche Schwierigkeiten, eine Genehmigung zu erhalten. Da aber Revierinhaber ebenfalls über die Berufsgenossenschaft versichert sind (BGS-Inhaber nicht), wurden – im Zusammenhang mit den fehlenden negativen Erfahrungen bei den Berufsjägern – immer mehr Revierinhaber und schließlich auch BGS-Inhaber in die Ausnahmeregelungen zum Gesundheitsschutz der Jäger einbezogen. Diese wurden immer weiter ausgeweitet – am Schluss so umfassend, dass man daraus eine allgemeine Freigabe gemacht hat. Bei Sportschützen fehlen viele dieser Faktoren: Man geht nicht durchs Gebüsch, wo der Gehörschutz hängenbleiben kann. Man gibt seine Schüsse nicht einen Meter neben dem Hund ab. Es ist reines Privatvergnügen. Verrutscht der Gehörschutz dennoch – was auf dem Schießstand wesentlich unwahrscheinlicher ist als bei der Bewegung im Gelände –, hat man schlimmstenfalls Punkte verloren. Aber kein Tier, das drei Tage lang langsam an einem Waidwundschuss zugrunde geht, weil der Nachschuss nach dem schlechten ersten Treffer nicht abgegeben werden konnte. Da Schalldämpfer jedoch Einfluss auf die Trefferlage und das Schussverhalten haben, muss das Training so erfolgen, wie auch die Jagd erfolgt. Daher ist eine Beschränkung auf die tatsächliche Jagd nicht machbar. Daher die Ungleichbehandlung. Die damals ebenfalls mögliche, aber selten erteilte, Ausnahmegenehmigung für Schalldämpfer aus Gründen des Emissionsschutzes zugunsten der sonstigen Bevölkerung bei Stadt-/Friedhofsjägern hat mit der generellen Freigabe der Schalldämpfer für Jäger aber historisch faktisch kaum etwas zu tun. Diese Möglichkeit gibt es sogar weiterhin, wenn auch nur für KK-Schalldämpfer relevant und da noch strenger Gehandhabt als früher wo manche Behörden keinen Unterschied zwischen KK und GK Schalldämpfer machten und nur schauten ob ein Schalldämpfer AN DEM ORT generell sinn macht. Wenn aber aus Gründen des Emissionsschutzes Schalldämpfer für „alle“ freigegeben werden, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Klagen von Anwohnern eingehen. Dann wird versucht werden, Standbetreibern die Nutzung von Schalldämpfern als zwingende Auflage für alle Kunden vorzuschreiben. Und wegen der Priorität der Dämpfung an der Quelle werden diese Klagen gar nicht so aussichtslos sein. Wer keinen Schalldämpfer hat oder diesen nicht an seiner Waffe montieren kann, darf dort dann eben nicht mehr schießen. Hinzu kommt, dass ein Schalldämpfer bei jagdlicher Nutzung ewig hält – bei halbwegs regelmäßiger sportlicher Nutzung ist die Lebensdauer jedoch stark begrenzt. Zudem ist der Pflegeaufwand hoch, und trotzdem muss am Stand Gehörschutz getragen werden. Dass dann auch noch alle paar Schuss längere Pausen zum Abkühlen notwendig sind, wenn die Präzision nicht völlig „in den Arsch“ gehen soll, kommt noch dazu. Aber hey – immerhin darf auch jemand mit §14-Bedürfnis dann einen Schalldämpfer im Tresor liegen haben ... Ist doch ein guter Deal, oder?
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Er selbst schreibt etwas von einer Waffe nach der gesucht wurde, wobei er angeblich den verbleib durch Dokumente nachweisen konnte was aber wohl nicht interessiert hat. Zumindest taucht dies als x/Twitter post von ihm auf, auch ohne Account lesbar (habe keinen)
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Das ist definitiv ein Teil des Grundes für die hohen Kosten! Aber der Aufwand ist auch tatsächlich erheblich höher, was ebenfalls einen Teil der Kosten ausmacht. „Früher“ war der dahinterstehende Zweck der Vorgaben für nach deutschem (und ähnlichem) Recht deaktivierte Waffen, dass die wesentlichen Teile dieser Waffe so weit unbrauchbar gemacht werden mussten, dass die Wiederherstellung der Schussfähigkeit vom Aufwand (finanziell und arbeitstechnisch) dem völligen Neubau einer schussfähigen Waffe vergleichbarer Leistungsfähigkeit (nach Reaktivierung) mindestens gleichkommt bzw. diesen übersteigt. Damit war der Zweck erfüllt, da jeder, der Böses vorhat, sich einfacher selbst etwas hätte bauen können. Die EU-einheitlichen Vorgaben hat man eingeführt, weil die Vorgaben nicht in allen EU-Staaten so streng waren und somit in anderen Staaten deaktivierte Waffen mit deutlich weniger Aufwand wieder schussfähig gemacht werden konnten. Bei der Erstellung der Vorgaben war man dann aber so gründlich, dass nicht mehr das Ziel im Vordergrund stand, dass eine Reaktivierung unsinnig ist, weil der Selbstbau einfacher wäre, sondern es galt die Devise, dass eine Wiederherstellung auch mit massivstem Aufwand – weit jenseits jedes vertretbaren Maßes – faktisch völlig ausgeschlossen ist. Dadurch haben wir nun Vorgaben zur Deaktivierung, nach denen es faktisch der einzige Weg ist, aus einer so deaktivierten Waffe wieder etwas Schussfähiges zu machen, diese einzuschmelzen, die Rohteile neu zu gießen und dann wie bei jedem anderen Halbzeug daraus die Waffenteile komplett herzustellen. Während es bei Repliken beinahe völlig egal ist und es ausreicht wenn ein "Schussfähig machen" nicht mit haushaltsüblichen Werkzeug möglich ist...
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Gehen tut das, ist aber nicht billig… so 600 bis 1000 Euro für eine Waffe. Je nach Aufwand und Qualität der Ausführung kann man das schon mal veranschlagen. Wohlgemerkt: nur für die Arbeit. Dazu kommt dann noch die Waffe selbst, und wenn zusätzlich noch Restaurierungsarbeiten/optische Ausbesserungen dazukommen, wird es noch einmal teurer. Und diese Waffen fallen trotzdem noch als Waffen der Kategorie C unter das Waffengesetz, wenn auch mit erleichterten Aufbewahrungs- und Erwerbsvorschriften. Und mehr als ein Klumpen Metall ist es dann wirklich nicht mehr. Da bewegt sich nichts mehr. Zumindest für gängige Waffen ist eine Replik, also etwas, das nie eine scharfe Waffe war, daher meist die bessere Wahl. Und oft näher am Original als das Original nach der Deaktivierung! (Bewegliche Teile, Schweißstellen, Löcher.) Zudem haben diese – abgesehen vom Anscheinsparagraphen (Führverbot) – absolut nichts mit dem Waffengesetz zu tun. Sie sind nicht strenger eingestuft als eine echt aussehende Kinderspielzeugwaffe. Selbst hochwertige Repliken sind oft billiger (meist erheblich billiger) als deaktivierte Originalteile und haben noch bewegliche Elemente. Es gibt auch Anbieter, die gute Repliken auf Wunsch bauen; das ist natürlich definitiv alles andere als günstig, aber wenn das Originalteil auch selten und teuer ist, könnte sich das lohnen. Um welche Waffe geht es denn? Und natürlich aufpassen mit deaktivierten Dekowaffen nach älterem Recht. Da können schnell ganz andere Bedingungen hinsichtlich Erwerb und Lagerung gelten… Besonders übel kann es werden, wenn es sich um (im Ursprungszustand) verbotene oder Kriegswaffen handelt. Ist bei einem AK47/G3/MG42 etc. dann ein wesentliches Waffenteil, auch deaktiviert, demontierbar und man legt es daneben, hat man eine verbotene Waffe im Besitz. Mit allen Folgen, als wäre das Teil scharf!
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Das Problem ist, dass zu den Waffen im NWR sehr wohl der Bedürfnisgrund eingetragen ist. Im Normalfall, ohne dass was passiert, interessiert es wohl kaum jemanden, aber wehe, die Waffe kommt weg oder es passiert ein Unfall. Dann ist das Geschrei womöglich groß und die Karte gelocht, wenn die WB und das Gericht es anders als man selbst sieht. Tatsächlich gibt es zu dieser Frage gegensätzliche Rechtspositionen, die auch von Waffenbehörden unterschiedlich vertreten werden. Die eine WB sagt: "Alles OK, wäre ja Blödsinn, das zu verbieten" (Ein Jäger und Sportschütze, der sowohl für die Jagd als auch fürs sportliche Schießen eine z.B. Walther PDP nutzen möchte, bräuchte dann zwingend 2 Waffen). Bis hin zu den extremeren Vertretern, die sogar die jagdlichen Waffen aufs sportliche Grundbedürfnis anrechnen wollen und umgekehrt bei bereits vorhandenen Kurzwaffen für den Sport den jagdlichen Bedarf in Abrede stellen. Die nächste WB sagt: Oh nein, wir haben das STRENGE BEDÜRFNISPRINZIP! Jagdwaffen nur zur Jagd, sportliche Waffen nur zum Sport und Sammler- und Erbwaffen höchstens mal zum Probeschießen alle zig viele Monate. Und dann gibt es die WB, die sagen: So lange es im Rahmen bleibt, ist es im Sinne des Gesetzes! Das Bedürfnisprinzip soll den Missbrauch verhindern und keine unsinnige Bürokratie oder Doppelbewaffnung schaffen. Die also absolut kein Problem damit haben, wenn man seine Waffen mal vom Bedürfnis über Kreuz verwendet, so lange es nicht (zu) offensichtlich der Umgehung der Vorschriften dient. (Also der "Jäger", der alle seine 30 Sportwaffen auf Jagd eingetragen hat und das dann womöglich noch so öffentlich in Foren schreibt.) Die das dann auch auf schriftliche Nachfrage so bestätigen... (und damit formal eine Genehmigung erteilen). Da es keine obergerichtliche Entscheidung und schon gar keine höchstrichterliche Entscheidung zu dem Thema gibt, ist man, so lange die EIGENE WB es anders sieht als man es gerne hätte, damit leider an die Entscheidung dieser WB gebunden, falls man kein langwieriges Verfahren und möglicherweise ein Lochen der WBK riskieren will. Da hilft auch nicht, dass die WB des Nachbarkreises eine andere Meinung hat, die einem besser passt (zumindest nicht, so lange man nicht umziehen will). Daher: Diese Frage schriftlich (mindestens per Mail) an den eigenen Sachbearbeiter stellen und sich an dessen Antwort halten. Alles andere ist russisch Roulette mit der eigenen Zuverlässigkeit. Meine WB vertritt die letzte Meinung (zum Glück), aber ich brauche nur über die Kreisgrenze zu fahren und gerade je nach richtung in das Gebiet einer WB mit gleicher Meinung, einer mit der ersten Meinung und einer mit der zweiten Meinung. Da immer die eigene WB für die Ahndung und Bewertung von Verstössen zuständig ist, auch wenn woanders in Deutschland begangen, zählt aber auch nur deren Auffassung.
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Gäähn... Es mag dir vielleicht bisher nicht aufgefallen sein, aber mit solchen Sprüchen kannst du vielleicht in den Kreisen der reinen Sportschützendarsteller, weil „ich brauche Knarre“, die über die Ungerechtigkeit jammern, dass sie alle drei Monate für 12 Euro Munition und 1,20 Euro Sprit für die Fahrt zum Stand verschwenden müssen, punkten. (Obwohl selbst für diesen Zweck Übung nun nicht verkehrt ist.) Aber unter den (echten) GK-Sportschützen, Jägern und vor allem auch Waffensammlern ist der Anteil derjenigen, die vom Verdienst und/oder Vermögen im oberen Drittel liegen, meist erheblich höher als im Bevölkerungsschnitt. Also: Die allermeisten haben mindestens ein „auskömmliches“ Leben. Sei es, weil sie als Handwerker fleißig und fähig sind, daher gefragt und sich die Arbeitsplätze bei den guten Firmen aussuchen können und für ihren Jobbereich somit im besseren Gehaltsbereich liegen und auch viele kostenintensive Dinge selbst erledigen können, sei es, weil sie sich selbst etwas (eigene Firma) aufgebaut haben oder dank guter Ausbildung/Studium und Köpfchen in einer gut bezahlten Position gelandet sind. Selbiges gilt selbst dann, wenn man das auf die oberen 10 % statt 30 % einschränkt... Alleine schon, weil es kein „günstiges“ Hobby ist. Bei denen ist das Einzige, was du mit diesen Sprüchen erntest, Verachtung über deine erbärmliche Einstellung und dein Gehabe. Garantiert keine Bewunderung und erst recht keine Vorbildfunktion. Sofern deine Behauptung überhaupt stimmen sollte, versteht sich! Du kannst dir die Realität noch so sehr zurechtbiegen, sie wird dadurch nicht wahrer. Das Sozialsystem ist nicht „aufgezwungen“, sondern demokratisch legitimiert und wird – trotz aller berechtigten Kritikpunkte – von der überwältigenden Mehrheit der Bürger getragen. Und ja, das gilt auch dann, wenn sie selbst gerade nichts davon haben. Warum? Weil es als solidarisches System gedacht ist. Und genau das ist es auch, mit all seinen Schwächen. Dass es Probleme gibt, wie ungeregelte Migration in die Sozialsysteme, ausufernde Bürokratie oder integrationspolitische Versäumnisse – keine Frage. Das gehört kritisiert und geändert! Aber daraus abzuleiten, das System sei nur ein Mittel zur „Versklavung“ oder „Ausbeutung“ ist nichts weiter als verschwurbelter Sozialdarwinismus in Aluhut-Verpackung. Wenn du glaubst, dass „ihr“ hier nur „für unsere Rente“ arbeiten sollt – dann solltest du dir vielleicht mal ansehen, wer aktuell die Hauptlast im Steuer- und Abgabensystem trägt. Spoiler: Es ist nicht die untere Einkommensgruppe und schon gar nicht der „Sklave“, den du da beschwörst. Und was deine „Herrscher“-Rhetorik betrifft – niemand hindert dich daran, die nächste Wahlurne zu benutzen oder dieses „Schlaraffenland“ zu verlassen, das du so verachtest. Aber wie’s aussieht, bleibst du lieber hier, wetterst über das System, kassierst seine Leistungen und fühlst dich gleichzeitig als Opfer einer Verschwörung. Ernst nehmen kann man so ein Verhalten nicht. Mitleid ist aber auch keins angebracht. Ach komm... Wenn du ernsthaft glaubst, es sei „Propaganda“, dass in westlichen Demokratien Bürgerinteressen zumindest ein Faktor im politischen Handeln sind, dann hast du entweder ein sehr begrenztes Geschichtsverständnis oder du redest dir die Welt bewusst schlecht, weil’s bequemer ist, sich als Opfer einer allumfassenden Verschwörung zu fühlen. Niemand hat je behauptet, dass alles perfekt läuft oder immer nur im Sinne des kleinen Mannes entschieden wird. Aber der Versuch, die Bundesrepublik auf das Niveau eines autoritären Systems herunterzuzerren, in dem die Bevölkerung nur als Verfügungsmasse dient, ist lächerlich. Oder hast du vielleicht einfach nicht bemerkt das dies hier ein Forum mit überwiegend aus deutschland und noch ein paar aus den deutschsprachigen Nachbarländern stammenden Nutzern ist und kein russisches oder nordkoreanisches? Wer wirklich glaubt, er sei hier schlimmer dran als der Medianbürger in den USA, Russland oder Indien – der soll doch bitte die Koffer packen und sich den Realitätsabgleich holen. Spoiler: Das Gejammer über Spritpreise, Steuern oder GEZ wird dir dort nicht weiterhelfen – dafür wirst du ganz neue Prioritäten kennenlernen: marode Gesundheitsversorgung, kaum Arbeitsschutz, kein soziales Netz, massive Kriminalität oder Korruption. Und bevor du wieder mit „ihr“ und „euch“ um dich wirfst: Du lebst hier. Du profitierst von den Strukturen. Und du hast dieselbe Möglichkeit, dich einzubringen oder zu verändern wie jeder andere. Wenn du stattdessen lieber rumheulst, dass angeblich „nichts in deinem Interesse“ geschieht – dann ist das vielleicht weniger ein Systemproblem als ein Spiegelbild deiner eigenen Unfähigkeit. BlaBlaBla, Ich erstarre in Ehrfurcht vor der Macht, den Lebensbedingungen der Normalbevölkerung und dem technologischen Fortschritt der Vorzeigestaaten Nordkorea, Pakistan, Indien... Mögen sie alle unser Vorbild sein... Vergleich der Lebenserwartung und des Medianverdienstes (Monat) im Vergleich zu Deutschland (Stand: neueste verfügbare Daten, gerundet): Land Lebenserwartung (Jahre) Medianverdienst/Monat (in EUR) Deutschland ca. 81 Jahre ca. 2.250 € Nordkorea ca. 72 Jahre ca. 50 € (geschätzt) Pakistan ca. 67 Jahre ca. 150 € Indien ca. 70 Jahre ca. 180 € Und um das auch noch klarzustellen: Ich bin Angestellter in einem Job, der mir (meist) Spaß macht, komme effektiv mit knapp unter 40 Wochenstunden aus, wovon die Hälfte mit Tätigkeiten gefüllt ist, die ich auch als Hobby mache. Ich habe – trotz eher teurer Hobbys, einer nicht in die Sparquote einberechnete Rücklage für Urlaub und Sonderausgaben und der „überwältigenden“ Abgabenlast – eine Sparquote (Monatsüberschuss), die etwas oberhalb des oben genannten Mediangehalts liegt. (Einzige Ausnahme: Beim Auto bin ich rein praktisch und knausrig – solange es fährt, ist es gut genug … ok.) Nicht reich, aber gut auskömmlich also. Bin zufrieden, gutes (selbstgewähltes) Mittel zwischen Einkommenshöhe und Work-/Life Balance. Trotzdem habe ich die Sicherheit, dass, wenn ich morgen den Job verliere und nichts Neues finde oder gar eine schwerste Krankheit bekomme, ich NICHT verhungern muss – und dass ich sowie meine Familie weiterhin ein Dach über dem Kopf, Kleidung am Leib und Essen auf dem Teller haben sowie medizinische Versorgung erhalten, die zwar tatsächlich reichlich Unbequemlichkeiten hat, vom Outcome her aber statistisch immer noch mit die besten Überlebenschancen auf der Welt bietet. Ja, es läuft eine Menge falsch – und gefühlt auch mehr als früher. Ich finde auch, dass wir ein Einstellungsproblem bei der aktuellen politischen Klasse haben, das es in dieser extremen Ausprägung und Breite in der Vor-Merkel-Zeit nicht gab. (Auch damals gab es massives Fehlverhalten – aber nicht in dieser Breite – und stures Aussitzen im Amt war auch kaum möglich. Die wenigen Fälle, die das geschafft haben, hatten vorher auch sehr viel auf der positiven Seite erreicht.) Dazu kommt dann die ganze Symbolpolitik ohne positive Wirkung, aber mit maximalem Schaden aufgrund einer teilweise fanatisch verfolgten Ideologie. Aber dieses Gejammer und Herumblöken wie ein dummes Schaf – mit einem Sprachniveau („Kriecher“, „Sklaven“, „Untertanen“), das jeder Beschreibung spottet, gleichzeitig aber mit der Abwesenheit jeglichen fundierten Faktenwissens glänzt – das ist einfach unerträglich. Und das Traurige ist, dass genau solche Extremfälle dann die Meinung in der Öffentlichkeit und bei Politikern beeinflussen – und dafür sorgen, dass sich wieder mal das negative Bild über die „knarrengeilen, subversiven Waffenfetischisten mit Minderwertigkeitskomplex“ aufdrängt. Wenn ich diesen Eindruck beim Lesen eines solchen Beitrags schon gewinne – wie soll es dann jemandem gehen, der nicht die weit überwiegende Masse der positiven Eindrücke aus der Sport- und Jagdszene kennt? Die wissen doch nicht, dass auf einen negativen Eindruck gleich zehn und mehr positive kommen und so ein Geschreibsel wirklich nur die Ausnahme repräsentiert…
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Oder @Dinesh, ich frage einfach mal direkt so: Warum bist du (und einige andere 2A-Fans hier) so sehr für möglichst freien Waffenbesitz – auch ohne jagdliches oder sportliches Bedürfnis? Und warum bist du dafür, dass man ruhig öffentlich zeigen dürfen soll, was man besitzt etc.? Geht es dabei nicht im Best Case genau darum, dass es im Ernstfall gar nicht erst zu einem Angriffsversuch kommt – weil potenzielle, möglicherweise gleichwertig bewaffnete Angreifer das Risiko einer eigenen Verletzung als zu hoch einschätzen und sich stattdessen lieber ein schwächeres Opfer suchen? Wäre das nicht auch für dich (falls du Familie oder andere dir nahestehende Personen hier hast) die bessere Alternative – anstatt dass jemand bei dir in die Wohnung eindringt, du dich in einem Feuergefecht wiederfindest und am Ende nur das Glück entscheidet, wer überlebt? Oder du vielleicht fliehen musst – oder schlimmer noch: du oder deine Angehörigen werden verletzt oder getötet, möglicherweise sogar dann, wenn du dich am Ende erfolgreich verteidigst? Und warum sagst du da nicht: „Mir doch egal, wenn ich angegriffen werde, dann fliehe ich halt oder kooperiere (überlasse Haus, Hab und Gut und vielleicht der Frau/Tochter), dann wird man mir schon nichts tun“? Also, was ist daran anders als auf großer Ebene „interstaatliche Auseinandersetzungen“? Dass es nicht reicht, nur den „allerletzten“ Hammer zu haben, zeigen die realen staatlichen Konflikte zwischen Atommächten sehr gut. Pakistan und Indien bleiben schön konventionell, weil jede Seite weiß, dass es viel schlimmer wird, wenn sie den Knopf drückt. Für die meisten Arten der Auseinandersetzungen zwischen Staaten sind Atomwaffen ein Bluff – sie sind nur dann eine reale Option, wenn eh alles verloren ist oder als Rache, wenn der andere zuerst angreift. Oder warum droht Russland seit mehreren Jahren mit Atomwaffen, setzt sie aber tunlichst nicht mal in kleinster Stärke in der Ukraine ein? Genau deshalb halten sich die Staaten mit Atomwaffen üblicherweise auch mit die größten Armeen auf der Welt. Hie rmal die Liste der sieben zahlenmäßig größten Armeen - Nur aktive Soldaten ohne Reserve etc. 🇨🇳 China – ca. 2.035.000 aktive Soldaten 🇮🇳 Indien – ca. 1.455.000 – 1.475.000 aktive Soldaten 🇺🇸 Vereinigte Staaten – ca. 1.315.000 – 1.328.000 aktive Soldaten 🇰🇵 Nordkorea – ca. 1.280.000 – 1.320.000 aktive Soldaten 🇷🇺 Russland – ca. 1.134.000 – 1.320.000 aktive Soldaten 🇺🇦 Ukraine – ca. 730.000 – 900.000 aktive Soldaten 🇵🇰 Pakistan – ca. 650.000 – 660.000 aktive Soldaten Fällt dir was auf? Bis auf die seit vier Jahren in einem existenziellen Verteidigungskrieg stehende Ukraine auf dem sechsten Platz sind das alles Atommächte. Warum, wenn Atomwaffen das Wundermittel sind?
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Nur dass diese „ältesten und heute körperlich schwachen“ Männer gerade nicht nach Mord und Totschlag schreien, sondern nach Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit, damit es eben nicht zu Mord und Totschlag kommt. Denn dazu kommt es, wenn der Gegner ein Land ist, das z. B. von einem mittlerweile kranken, schwerstkriminellen Diktator geführt wird, der seinen Nachwuchs in einen Angriffskrieg mit hunderttausenden Toten schickt – weil er sich davon einen innenpolitischen Vorteil verspricht, einfach weil er glaubt, er hätte leichtes Spiel. Deshalb baut man Verteidigung auf, um im Ernstfall im besten Fall nicht kämpfen zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Krieg sinkt – sie steigt nicht. Oder wie es der Spruch der jeder Waffeninteressierte mit einem hauch von Interesse an der Waffengeschichte kennen sollte: Si vis pacem, para bellum (Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor) Und ja, nach diesem Spruch sind die 7,65x21 und 9x19 damals als 7,65 Parabellum und 9mm Parabellum vermarktet worden. Zudem haben die meisten dieser "alten Männer" in ihrer Jugend ebend genau den Dienst geleistet den sie jetzt als Sinnvoll wieder einführen wollen. Und sich einfach zu übernehmen ist für die Zivilbevölkerung auch keine Option – besonders nicht bei Bedrohungen aus dieser östlichen Richtung. Das haben das Jahr 1945 und die Zeit davor gezeigt (nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Gebieten zwischen den beiden Staaten, die das Pech hatten, dass erst eine oft menschenverachtende Militärmaschinerie von West nach Ost gezogen ist – und dann mit verbrannter Erde von Ost nach West, direkt gefolgt von ebenfalls marodierenden und alles niedermetzelnden Osttruppen, wenn ihnen etwas nicht passte). Das zeigen auch nochmals sehr deutlich die aktuellen Ereignisse in vielen Bereichen der Ukraine – besonders in den Gebieten, in denen nur wenige ethnische Russen leben.