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IGNORED

Wäre es nicht sinnvoll, wenn der Gesetzgeber den Rechtsrahmen für das Nationale Waffenregister erweitern würde, so dass dieses für zentrale Produktrückrufbenachrichtigungen verwendet werden könnte?


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Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb tuersteher:

B) Ganz klar die untere Waffenbehörden, da diese bereits in Kontakt zu jedem Waffenbesitzer stehen.

Welche Vorteile versprichst du dir bei einem reinen Informationsschreiben davon, dass die untere Waffenbehörde den Waffenbesitzer kennt und sie diese Aufgabe der Benachrichtung durchführen soll?

 

Aus meiner Sicht wäre das eine unnötige Mehrbelastung der unteren Waffenbehörde, für eine Aufgabe, die problemlos zentral, automatisiert und kostengünstig direkt aus der Datenbank des NWR auf Großdruckermaschinen gedruckt und automatisiert in einen Briefumschlag gepackt und danach kostengünstig versendet werden kann.

 

Die untere Waffenbehörde hat diese Möglichkeit nicht, sie müsste jeden Brief mit ihrem Hausdrucker einzeln ausdrucken, dann in einen Briefumschlag legen, zukleben und verschicken. Bei nur 100 betroffenen LWB einer großen Stadt wäre das schon ein enormer Aufwand und auf dem Weg vom NWR zur unteren Waffenbehörde besteht bei dieser manuellen Arbeit die Gefahr, dass Informationen verloren gehen. Computer und automatisierte Großdruckmaschinen können das viel besser, effizienter, fehlerfreier und kostengünstiger direkt aus der Datenbank des NWR.

 

Zumal, was bringt es der unteren Waffenbehörde, wenn sie weiß, dass der LWB eine Waffe mit einem Produktmangel hat? Sobald der über das Schreiben von dem Produktmangel bei seiner Waffe erfährt wird er aus Eigeninteresse sich an den Hersteller wenden. 

 

vor 15 Stunden schrieb tuersteher:

C) Für manche Behörden wäre das ein kleiner - so viele Rückrufe wird es nicht geben - Mehraufwand. Bei einzelnen Behörden wäre der Mehraufwand sogar wünschenswert, da diese ihre "Feizeit" sonst - aus langeweile oder ideologischer Verbohrtheit - sowieso nur nutzen um damit die Waffenbesitzer sinnlos zu schikanieren.

Verstehe ich dich richtig, dass es dir darum geht, die untere Waffenbehörde zusätzlich zu beschäftigen, damit sie weniger Zeit für wesentliche Aufgaben, wie bspw. die Genehmigung von zusätzlichen Waffen bestehender LWB oder die Überprüfung von neuen LWB auf  Zuverlässigkeit hat?

 

Geschrieben
1 hour ago, Rohrzange said:

Welche Vorteile versprichst du dir bei einem reinen Informationsschreiben davon, dass die untere Waffenbehörde den Waffenbesitzer kennt und sie diese Aufgabe der Benachrichtung durchführen soll?

 

Es müssen keine persönlichen Daten über die sowieso bereits vorhanden Bestände hinaus verteilt werden. Wer den IT Bereich verfolgt weiss, dass diese sowieo früher oder später missbraucht werden. Und jeder einzelne Datensatz verschärft diese Probleme noch mehr.

 

1 hour ago, Rohrzange said:

Verstehe ich dich richtig, dass es dir darum geht, die untere Waffenbehörde zusätzlich zu beschäftigen, damit sie weniger Zeit für wesentliche Aufgaben, wie bspw. die Genehmigung von zusätzlichen Waffen bestehender LWB oder die Überprüfung von neuen LWB auf  Zuverlässigkeit hat?

 

Nein! Es wäre ein angenehmer Nebeneffekt, wenn dadurch Behörden zusätzlich beschäftigt würden, die sowieso zuviel Freizeit haben und diese damit verbingen, die Waffenbesitzer mit unnötiger (also nicht der Sicherheit der Allgemeinheit dienenden) Bürokratie (Stichworte: Bedürfnis, Kontingent) zu überhäufen. Für die Behörden die ihren Job ordentlich machen (also nur die für die öffentliche Sicherheit absolut notwendigen Schritte durchführen) wäre es eine Mehrbelastung. Insgesammt sehe ich aber sowieso keine dringende Notwendigkeit für einen solchen Rückrufprozess bei Waffen - wie ich bereits geschrieben habe.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 22 Stunden schrieb Rohrzange:

Aus meiner Sicht wäre das eine unnötige Mehrbelastung der unteren Waffenbehörde...

 

 

Mein Mitleid diesbezüglich hielte sich (auch mit Blick auf aktuellen WaffG-Vollzug in gewissen Bundesländern) in Grenzen. 

 

 

Bearbeitet von karlyman
Geschrieben

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sehr sich jeder im Netz der Spinne wohlfühlt. In meiner Traumwelt sollte die Waffenbehörde kein Register führen, Sie sollte diese Daten mit keiner anderen Behörde teilen dürfen und Händler oder Dritte sollten darauf grundsätzlich keinen Zugriff haben. Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum in Deutschland Register und Datenbanken immer noch so einen hohen Stellenwert genießen, obwohl fast alle die auf irgendwelchen Listen stehen ständig darunter leiden. 

 

Stattdessen diskutiert man hier noch darüber, wie man diese Listen noch "besser" nutzen könnte. Immer nur noch mehr Bürokratie, noch mehr Bevormundung, noch mehr Sicherheit. 

 

Es fängt immer erst damit an, dass man euch informiert, der Schießprügel in eurem Schrank habe einen werkseitigen Defekt. Irgendwann wird die Regulierung im Bezug auf Waffen geändert. Man informiert euch, dass eure Flinte leider keinen Stahlschrotbeschuss hat. Irgendwann informiert man euch darüber, dass das nicht mehr den Anforderungen der Regulierung genügende Produkt bitte abzugeben ist. 

 

Das Waffenregister ist schändlichster Unsinn, die deutsche Geschichte sollte derartiges eigentlich strikt verbieten. Wie so häufig sind aber die falschen Lehren draus gezogen worden und der gemeine Deutsche sonnt sich in seiner Abhängigkeit und Bevormundung. Zu seiner Sicherheit, versteht sich. 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Dinesh:

alle die auf irgendwelchen Listen stehen ständig darunter leiden. 

Meine Ferndiagnose ohne Hirnklempner zu sein: Stockholmsyndrom! Ist ein Ausfluß des Bedürfnisprinzips. Ich habe auch immer einen Harten wenn ich an meine geile Privilegierung denke. :drinks:

Geschrieben
5 hours ago, Dinesh said:

In meiner Traumwelt sollte die Waffenbehörde kein Register führen, ...

 

Bestes Beispiel für Deine Aussage: Österreich!

 

Bis vor kurzem konnte man dort Kat C Waffen frei ab 18 kaufen. Der Kackpunkt war: Sie wurden im ZWR registriert. Dadurch konnte die CDU (in Form ihrer EU Kommisssionpräsidentin vd Leyen) dem österreichischen EU Kommissar Brunner befehlen, eine nie dagewesene Waffengesetzverschärfung für Österreich vorzubereiten, die dann sehr viel leichter vor einigen Monaten im passenden Moment (Stichwort Graz) in Rekordzeit durchgesetzt werden konnte.

 

Da wir aber sowieso in DE das NWR-II haben - das Kind somit bereits unrettbar in den Brunnen gefallen ist - und die untere Waffenbehörde (neben einigen anderen staatlichen Stellen) Zugriff hat, sollte dieser Datenbestand nicht noch weiträumiger verteilt werden, als er es sowieso schon ist. D.h. wenn man unbedingt solche Rückrufe haben will, dann sollte das nur über die untere Waffenbehörde laufen.

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