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Prof. Dr. Sönke Neitzel: Die neue Bundeswehrmacht? Die Zukunft der deutschen Streitkräfte


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Geschrieben

Seit dem seligen Kanzler Kohl in seiner Spätzeit und allen danach wird eine "Friedensdividende" eingefahren und für Konsum verprasst. Große Teile der politischen Landschaft denken heute noch so.

Auch in einem Großteil der Bevölkerung ist über Jahrzehnte eine "Vollkaskomentalität" entstanden. Für jedwedes Problem gibt es externe "Schuldige" und es muss jemanden geben (und der ist immer ein Anderer irgendwo draußen in der Welt), der für die Lösung des Problems verantwortlich ist. Die politischen Führer glauben zum größten Teil, der Staat muss alles richten, alles "vervorschriften" und dem armen Staatsbürger immer schön an die Hand nehmen. Dummerweise ist dieses Denken auch in die Köpfe der Bürger eingesickert, ohne detaillierte Vorschrift fühlen die sich unwohl. Und dummerweise hat der Gerechtigkeitswahn der Deutschen und der Wunsch nach dem "alles muss geregelt sein" eine solche Flut von Vorschriften erzeugt, dass die sich jetzt wie eine KI selbst weiter vermehren und die Kontrolle übernehmen. Selbst die politischen Führer werden von den selbst geschriebenen Gesetzen ausgebremst und gegängelt. Im absoluten Regelungswahn erfundene Vorschriften hemmen massiv die eigene Aktivität und die kann man auch nicht einfach wieder abschaffen, denn es gibt Regeln, die das Abschaffen verhindern oder es gibt keine Mehrheiten für das Abschaffen. Man soll nicht glauben, das Waffengesetz allein wäre kompliziert, unlogisch, intransparent und kaum zu vollziehen. Nein, mir fallen da noch viele andere Bereiche ein, die genauso völlig überreguliert sind.

Am rechten Rand des politischen Spektrum treiben sich merkwürdige Gestalten rum, denen ich noch nicht mal die Führung einer Eckkneipe zutrauen würde, geschweige denn einer politischen Institution.    
Am linken Rand sind die gleichen Tagträumer unterwegs wie schon seit 100 Jahren. Und in der Mitte sitzen die Vollkasko-Verkäufer. Es ist zum Mäusemelken. 

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Seit dem seligen Kanzler Kohl in seiner Spätzeit und allen danach wird eine "Friedensdividende" eingefahren und für Konsum verprasst. Große Teile der politischen Landschaft denken heute noch so.

 

Wobei ich mich noch nicht einmal des Eindrucks erwehren kann, dass viele dachten und denken, die "Dividende" käme aus so etwas wie einem Gewinn. :closedeyes:

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Auch in einem Großteil der Bevölkerung ist über Jahrzehnte eine "Vollkaskomentalität" entstanden.

 

Was soll denn auch anderes passieren, wenn der Masse der Bevölkerung vom administrativen Staat.  Eigeninitiative praktisch verboten und eigene Verantwortung abgesprochen wird? :huh:

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Für jedwedes Problem gibt es externe "Schuldige" und es muss jemanden geben (und der ist immer ein Anderer irgendwo draußen in der Welt), der für die Lösung des Problems verantwortlich ist.

 

Externalisieren ist eine normale Methode des Schutzes des eigenen Selbstwerts. Sie ist umso ausgeprägter, je mehr sich jemand als fremdbestimmt empfindet. 

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Die politischen Führer glauben zum größten Teil, der Staat muss alles richten, alles "vervorschriften" und dem armen Staatsbürger immer schön an die Hand nehmen.

 

Die Alternative wäre, dass die politischen Führer erkennen müssten, dass sie gar nicht so wichtig sind, wie sie sich empfinden. 

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

 

Dummerweise ist dieses Denken auch in die Köpfe der Bürger eingesickert, ohne detaillierte Vorschrift fühlen die sich unwohl.

 

Gelernt ist gelernt.

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

 

Und dummerweise hat der Gerechtigkeitswahn der Deutschen und der Wunsch nach dem "alles muss geregelt sein" eine solche Flut von Vorschriften erzeugt, dass die sich jetzt wie eine KI selbst weiter vermehren und die Kontrolle übernehmen.

 

Naja,

die Eigendynamik der Verwaltung ist hier nicht zu unterschätzen. Denn die Verwaltung profitiert - mehr Regeln, die zu überprüfen sind = mehr Stellen und mehr Budget, mehr Beförderungen für die Chefs und mehr Karriere-Karotten fürs Fußvolk; mehr Untergebene und mehr Budgetverantwortung = mehr Bedeutung = mehr empfundener Selbstwert.

 

Viele Deutsche wissen gar nicht, was alles geregelt ist, und schon gar nicht wie es geregelt ist. Wie soll da der Wunsch bestehen, dass etwas geregelt wird, von dessen Existenz man gar nichts weiß? :confused:

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Selbst die politischen Führer werden von den selbst geschriebenen Gesetzen ausgebremst und gegängelt. Im absoluten Regelungswahn erfundene Vorschriften hemmen massiv die eigene Aktivität und die kann man auch nicht einfach wieder abschaffen, denn es gibt Regeln, die das Abschaffen verhindern oder es gibt keine Mehrheiten für das Abschaffen.

 

Politiker sind oft wie der "Zauberlehrling". Sie begreifen gar nicht, was sie anstoßen und wundern sich dann, dass sie selbst irgendwann darin gefangen werden und dass die dummen und aroganten Wahlbürger sie nicht lieb haben. 

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Man soll nicht glauben, das Waffengesetz allein wäre kompliziert, unlogisch, intransparent und kaum zu vollziehen. Nein, mir fallen da noch viele andere Bereiche ein, die genauso völlig überreguliert sind.

 

Das WaffR ist nur eine Baustelle - aber eine der sinnlosesten. Selbst ohne jedes WaffR (was wegen der EU illusorisch ist) würde sich im Zusammenleben der Menschen in Deutschland praktisch nichts ändern - die Einen sind anständig und versuchen verantwortungsvoll und moralisch zu handeln, die Anderen weniger. :rolleyes:

 

 

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Am rechten Rand des politischen Spektrum treiben sich merkwürdige Gestalten rum, denen ich noch nicht mal die Führung einer Eckkneipe zutrauen würde, geschweige denn einer politischen Institution.    
Am linken Rand sind die gleichen Tagträumer unterwegs wie schon seit 100 Jahren. Und in der Mitte sitzen die Vollkasko-Verkäufer.

 

Ich finde, dass sich an den politischen Rändern die gleichen Gestalten tummel - die Geometrie der Politik scheint ein Kreis zu sein. In der Mitte sitzen Profiteure, gewürzt mit ein paar sich schnell verbrauchenden Alibi-Idealisten (quasi vom Paulus zum Saulus).

vor 10 Stunden schrieb TGB11:

Es ist zum Mäusemelken. 

 

Wobei dabei neben den Vorschriften zum Arbeits-, Tier- und Umweltschutz auch die Tier-LMHV zu beachten wäre. :tease:

 

Dein

Mausebaer

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Dinesh, ich als Iraner kann bei dem, was du schreibst, nur den Kopf schütteln.

 

Der iranische Staat unterdrückt die eigene Bevölkerung seit Jahrzehnten mit Gefängnis, Folter, Gewalt gegen Protestierende und Hinrichtungen und verkauft das „im Namen Gottes“. In so einem System bedeuten Atomwaffen nicht „Sicherheit fürs Volk“, sondern vor allem Sicherheit für die Machthaber!
 

Du redest so, als wäre ein nuklear bewaffnetes Regime automatisch friedlicher oder legitimer. Das ist eine gefährliche Illusion. 

 

Ja, Großbritannien und die USA haben historisch ihren Anteil daran, dass der Iran dort gelandet ist, wo er heute steht. Aber das entbindet weder das Regime noch die Gesellschaft von Verantwortung. Auch wir müssen ehrlich sein: interne Faktoren  inklusive Revolution und ihrer Dynamiken waren entscheidend. Auch das ist ein Teil der Wahrheit. 

 

Was ich außerdem grenzwertig finde: Du lebst hier in Sicherheit, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit, redest aber permanent von „ihr“, als wärst du nicht Teil dieser Gesellschaft und zeichnest Deutschland als „wehrlosen Haufen“ „Vasallen“. Wenn das wirklich deine Überzeugung ist: Was hält dich dann hier? Freiheit? Perspektive? Frieden? Genau das, was du gleichzeitig verachtest?

 

Kritik an westlicher Außenpolitik ist legitim. Aber daraus eine Propaganda-Story zu bauen, die Autokratien verklärt und Atomwaffen als Allheilmittel verkauft, ist nicht „Realismus“, sondern Ideologie. 
 

Man man man… hätte ich mal durchgeschlafen. 

  • Gefällt mir 7
  • Wichtig 2
Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Rza106:

Was ich außerdem grenzwertig finde: Du lebst hier in Sicherheit, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit, redest aber permanent von „ihr“, als wärst du nicht Teil dieser Gesellschaft und zeichnest Deutschland als „wehrlosen Haufen“ „Vasallen“. Wenn das wirklich deine Überzeugung ist: Was hält dich dann hier? Freiheit? Perspektive? Frieden? Genau das, was du gleichzeitig verachtest?

 

Kritik an westlicher Außenpolitik ist legitim. Aber daraus eine Propaganda-Story zu bauen, die Autokratien verklärt und Atomwaffen als Allheilmittel verkauft, ist nicht „Realismus“, sondern Ideologie. 

Vielen Dank dafür! Klare Gedanken gut kommuniziert.

Geschrieben

Das Problem von Wehh-Ohhh war ja schon immer, dass man Agent Provocateur wie Dinesh nicht einfach vor die virtuelle Tür setzt. Der Typ (er/sie/es) ist weder Sportschütze noch Inder und es lohnt sich einfach nicht seine zeit mit so jemanden zu verschwenden. 

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