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TAZ bittet um Mithilfe bzw. um Meiniung


zielvier
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Hier:

xttp://www.taz.de/Streit-der-Woche/!94139/

"700 Tote jährlich

Die Gefahr, die von legalem Waffenbesitz ausgeht, lässt sich in Deutschland schwer einschätzen: Laut Polizeilicher Kriminalstatistik kam es im Jahr 2011 zu 34.464 Verstößen gegen das Waffengesetz."

Toll, jetzt wirft die TAZ auch noch JEDEN Verstoß gegen das WAffG in einen Topf mit legalem Waffenbesitz.

Habe den Link editiert so das nicht sofort der Bezug zu WO entsteht.

Joker

Edited by joker_ch
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Hier:

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"700 Tote jährlich

Die Gefahr, die von legalem Waffenbesitz ausgeht, lässt sich in Deutschland schwer einschätzen: Laut Polizeilicher Kriminalstatistik kam es im Jahr 2011 zu 34.464 Verstößen gegen das Waffengesetz."

Toll, jetzt wirft die TAZ auch noch JEDEN Verstoß gegen das WAffG in einen Topf mit legalem Waffenbesitz.

Machmal den Direktlicnk weg. So:

xttp://www.taz.de/Streit-der-Woche/!94139/

Edited by Tyr13
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Bisher zeugen die veröffentlichten Leserkommentare überwiegend von ausgeprägter Sachkenntnis.

Zwecks Dokumentation erlaube ich mir, diese hier im Originaltext einzustellen.

Es wäre ja schade, wenn die versehentlich verloren gingen...

Zitat(e) Streit der Woche „Muss man Sportschützen entwaffnen?“

Leserkommentare

29.05.2012 18:33 Uhr

von Norbert Werner:

Kritiker warnen, schreiben sie.

Gut, kritisieren kann und darf jeder der sich dazu berufen fühlt.

Experten, und damit ich meine Menschen die sich von Berufs wegen mit der Thematik befassen, zeichnen ein deutlich anders Bild vom deutschen Waffenbesitzer.

Als Experte sollte sich nur jemand äussern der in der Lage ist, Fakten unbenommen jeglicher Polemik und persönlicher Meinung zu diskutieren.

Die von ihnen angekündigten Statements lassen schon im Vorfeld erkennen wie dieser "Streit" ablaufen wird.

Herr Grafe wird seine immer gleichen (drei oder vier) Beispiele bringen, untermauert mit von ihm selbst in eklatanter Weise fälschlich erstellten Statistiken.

Herr Ströbele wird selbstverständlich die mittlerweile hinreichend beakannte "grüne" Position darlegen.

Daß gerade diese Position erst vor gut einer Woche im Innenausschuss faktisch als nicht begründbar, rein populistisch und somit letztlich kontraproduktiv entlarvt wurde, wird ihn nicht abhalten sie erneut vorzutragen.

In besagter Sitzung brachte Herr winkelsdorf ein einprägsames Beispiel; wenn der Anteil legaler Schusswaffen vier Prozent an Gesetzesverstössen ausmacht, (dazu zählen auch Delikte ohne Verletzte oder Tote)dann wollen wir diese vier Prozent noch strenger regeln, lassen aber sechundneunzig Prozent

aussen vor.

In etwa also Deichbau mit Maschendraht !

Die unselige Überbewertung einzelner, statistisch nicht einmal relevanter Vorkommnisse darf trotz ihrer zweifellos tragischen menschlichen Komponente nicht länger dazu genutzt werden den Gesetzgeber mit immer gleichen Forderungen so lange weichzuklopfen bis letztlich wieder ein Stückchen Freiheit einer nur vorgegaukelten Sicherheit geopfert wird.

29.05.2012 18:33 Uhr

von lilliput:

War ja klar - mal wieder die übliche Leier.

Laut der Kriminalstatistik sterben jährlich 20 bis 25 mal so viele Menschen durch illegale Waffen, wie durch legale Waffen. Wenn es der TAZ tatsächlich um die Sache ginge, dann müsste dort 20 bis 25 mal so häufig die Frage zu lesen sein, ob Kriminelle entwaffnet werden sollen. Ist mir aber bisher entgangen. Logische Konsequenz: Es geht nicht um die Sache, sondern um Stimmungsmache!

Statt dessen wird kampagnenhaft (in fast allen Medien, nicht nur der TAZ) auf die Sportschützen eingedroschen. Selbst wenn man Sportschießen abschaffen würde und damit Millionen Menschen gegenüber die totale Ungerechtigkeit entgegnen würde, dann hätte man das Problem von 100% auf ca 95% reduziert. Da kann ich nur sagen: Echt top, um was ihr euch so alles kümmert!

Die Waffe beim Amoklauf in Lüttich war illegal (6 Tote, 124(!) Verletzte). Die Waffen in Viernheim waren illegal, die Maschinenpistole(!) des Rentners, der 80(!) Zeugen Jehovas töten wollte ebenso. Die Schießerei in der Rüsselsheimer Fußgängerzone war mit illegalen Waffen, die Mafiatoten in Duisburg bestimmt auch. Und der Amoklauf mit den weltweit meisten Toten wurde von einem Polizisten in Süd Korea verübt. All das fehlt in der Aufzählung des Artikels. Warum bloß? Soll der Leser selektiv beeinflusst werden?

Und so ganz nebenbei stellt sich die Frage, warum eigentlich in einem Land mit den fast strengsten Waffengesetzen überhaupt die Zahl der Amokläufe viel höher ist, als in den liberaleren Staaten drum herum? Aber mit dieser Frage würde man sich ja dem eigentlichen Kern des Problems nähern und nicht gegen Waffen Stellung beziehen.

Schießsport ist ein fantastischer Sport mit unheimlich vielen Facetten. Ein sehr integrativer Sport, bei dem Alt und Jung und bei dem behinderte wie normale Menschen gemeinsam in einer Liga vorne mitspielen können. Und ein Sport der bereits jetzt völlig über das Ziel hinaus staatlich überreguliert ist. Das sollte endlich mal in den Fokus gestellt werden.

29.05.2012 17:38 Uhr

von tenzin:

Gebetsmühlenartig fordern einige Weltverbesserer immer wieder eine Verschärfung des Waffenrechts. Warum auch nicht - schließlich leben wir in einer Demokratie, zu deren Grundsätzen es gehört, dass jeder seine Meinung frei äußern kann.

Was diesen Gutmenschen aber offensichtlich nicht klar ist, ist die Tatsache, dass Straftaten fast ausnahmslos mit illegalen Waffen verübt werden, die (ernsthaftes Interesse vorausgesetzt) selbst für Minderjährige problemlos zu erlangen und in keiner Weise zu kontrollieren sind.

Ich selbst unterrichte seit ca. 20 Jahren an Hauptschulen in NRW. In dieser Zeit habe ich von 12 Schülern erfahren, dass sie oder ihre Eltern über illegale Schusswaffen verfügen. Die "Krönung": Als ich mich in einer Schule verabschiedete weil ich versetzt wurde, suchte mich anschließend ein Schüler allein im Klassenraum auf und legte mir eine 9mm-Pistole samt Munition auf den Tisch. Als Abschiedsgeschenk, weil ich immer so fair gewesen sei.

Wer da noch ernsthaft ein Problem in Sportwaffen sieht, ist offenbar vollkommen ahnungslos, was tatsächlich abgeht.

PS: Ich hatte das angebotene Geschenk übrigens damals ausgeschlagen ;-)

29.05.2012 17:09 Uhr

von Robert:

Dafür das 20 Millionen Schußwaffen in Deutschland Registriert sind passiert aber erstaunlich wenig, mann kann doch nicht Gesetzestreue Sportschützen dafür bestrafen das hin und wieder einer aus rastet und um sich ballert.

29.05.2012 16:55 Uhr

von W. Lorenzen-Pranger:

>>Das Waffengesetz regelt, wer einen Waffenschein haben darf und wo die Waffen gelagert werden.<<

Da gehts schon los. Seid ihr Journalisten nicht ein einziges Mal in der Lage, richtig zu recherchieren? Wenns um Waffenscheine ginge, dann gäbe es in der gesamten Bundesrepublik vielleicht und bestenfalls einige wenige hundert legale Waffen. Der Waffenschein berechtigt zum FÜHREN einer geladenen scharfen Waffe zum Selbstschutz. Sportschützen z.B. verfügen über eine Waffenbesitzkarte - und die berechtigt eben nicht zum führen einer Waffe, sondern nur zum Besitz und zur Nutzung im Vereinsschießstand. Transportieren darf man diese Waffe dann nur getrennt von der Munition von zu Hause zum Schießstand und zurück.

Im Übrigen, es wurde hier schon mehrfach gesagt, sind trotz der letzten Vorfälle legale Waffen kein wirkliches Problem für die öffentliche Sicherheit. Ich erinnere mich an die 50er / 60er Jahre, in dieser Zeit wurde ich mit Waffen groß, wurde an den sicheren Gebrauch von Waffen herangeführt - und wurde Wehrdienstverweieger, weil ich gelernt hatte, daß man eine scharfe Waffe NIEMALS auf eine Person richtet.

29.05.2012 16:42 Uhr

von herbert:

Ihren Kommentar hier eingeben

.........wenn schon im verein geschoßen wird sollten waffen und munition von einander getrennt aufbewahrt werden.

das waffenschloß die mechanik sollte der besitzer mit nach hause nehmen und im waffenschrank wegschließen.dann sollte nichts passieren.

am liebsten wäre mir natürlich wenn das zeug eingeschmolzen würde.

gruß

herbert

29.05.2012 16:37 Uhr

von spin:

wir müssen vor allem über jungen und männliche gewalt reden. mehr als 90% all solcher schussdelikte gehen, wie die mehrzahl schwerer gewaltverbrechen, von männern verübt.

29.05.2012 16:17 Uhr

von Schmitz:

Das Waffenrecht in Deutschland im internationalen Vergleich bereits extrem scharf. Eine weitere Verschärfung bringt doch in der Praxis nichts. Es wird nur das Gegenteil erreicht. Was unzählige Studien beweisen, die aber totgeschwiegen werden.

http://www.fwr.de/statistik/fakten-zum-waffenbesitz/

Ständig lebt der legale Waffenbesitzer in Angst und Furcht, vor einen politischen Amoklauf. In Deutschland war ich über 25 Jahre Sportschütze, jetzt lebe ich außerhalb der EU.

Hier gibt es keine Amokläufer, da jeder unbescholtene Bürger problemlos Waffen kaufen kann.

Was auch sehr wichtig ist man kann nur legale Waffen regulieren, keine illegalen, welche weltweit mehr vorhanden sind.

Böse Menschen können fast alles als Waffe mißbrauchen, aber davon wollen die Medien nichts wissen.

29.05.2012 16:16 Uhr

von TRink:

Das Beispiel Großbritannien und einige Staaten der USA (mit strengerem Waffenrecht) zeigen nachweislich, dass der Missbrauch von Schusswaffen nach einem Verbot erheblich ansteigt (in GB um 300%!).

Wollen wir hier englische Verhältnisse mit viel mehr Toten? Mann kann nicht erwarten, dass nach einem Kurzwaffenverbot plötzlich alles in Ordnung wäre. Das Waffenrecht wirkt sich viel komplexer aus, als manche selbsternannten Experten uns vorgaukeln möchten.

Es ist ein gefährlicher Trugschluss zu glauben, dass weniger legale Waffen, auch weniger illegale zur Folge hätten. Oben genannte Beispiele belegen das nachhaltig!

Nur in Diktaturen werden Waffen verboten: "Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen – warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken?” (Josef Stalin, 1879-1953).

Sind wir schon auf dem Weg dahin?

29.05.2012 16:07 Uhr

von poo:

Die Gesetze an sich sind doch fein.

Aber mit 14 geht ma ja in vielen Faellen straffrei aus...

In solchen Faellen, wie in meist anderen 'Amoklaeufen' auch, sag ich; Treibt's halt die Leute net dazu. Wir muessen einfach einsehen, dass manche Menschen ne Geisteshaltung haben die als einzige Antwort von unsrer Gesellschaft Frustration kriegen. Irgendwann isses zuviel, der Taeter sieht keine Zukunft mehr fuer sich (grade in unserer Schulwelt wird einem ja eingeblaeut, dass des die wichtigsten Jahre deines Lebens sin, und wenn du die vermasselst, is dein Leben vermasselt) und verliert sich in irgendeiner Schein-logik. Was dann ab dem Zeitpunkt 'heranbrodelt' kann alles moeglich sein, unter anderem auch Gewaltbereitschaft.

Also bitte, so schwer is die Thematik doch echt net

29.05.2012 15:47 Uhr

von von jürgen:

Ich bin dafür, dass Waffenbesitz in zumutbarem Maße überprüft wird und das Gewahrsam der Waffen oder Sportgeräte, bzw. Verstöße gegen die Aufbewahrungspflichten streng geahndet werden.

Da wir ohnehin schon eines der strengsten Waffengesetze weltweit haben und es uns in anderen Ländern vorgemacht wird, dass auch mit noch viel mehr legalen Waffen weniger Straftaten möglich sind, frage ich ernsthaft, was sollen noch schärfere Gesetze bewirken? Sie betreffen scheinbar ohnehin nur einen Personenkreis, der sich bis auf wenige verrückter Ausnahmen und die wird es immer geben, der sich an die bestehenden Gesetze hält. Das eigentliche Problem sind m.E. die illegalen Waffen und Inhaber dieser Waffen halten sich weder an die geltenden noch an neue schärfere Gesetze. Was soll man den noch alles verbieten?

29.05.2012 15:46 Uhr

von Lyr:

Abgesehen von Jägern, die zur Nottötung von angefahrenen Tieren Ihre Waffen u.U. zuhause hätten (das wären dann geschätzt vielleicht 5000 Waffen bundesweit) sehe ich überhaupt keinen Grund warum jemand anders zuhause eine Waffe haben sollte.

Bringen Polizisten Ihre Dienstwaffe nach Hause? Legen Soldaten ihr Gewehr auf dem Nachttisch ab? Nein.

Wieso sollten Sportschützen ihre Waffen dann zuhause aufbewahren? Diese Waffen gehören in unknackbare Bunker am Sportgelände (wobei ich den Begriff Sport auch hier immer noch unverhältnismäßig finde) und nirgends anders hin.

29.05.2012 15:41 Uhr

von Karl:

Inhaltlich schon etwas besser recherchiert als vorherige Artikel.

Bei jedem Gesetzt ist zu fragen: Was ist Schutzzweck der Norm und wie kann dieser erreicht werden!

Für den Waffen/Sprengstoffbereich darf ich hier als -anonymer- Sachverständiger und ohne Sportschütze zu sein einige Fakten vorlegen.

1. Patronenmunition ist spätestens seit Schengen 1 ubiquitär geworden und quasi als allgemein zugänglich anzusehen. Zudem sind alle Komponenten für das selbst laborieren frei erhältlich, auch wenn das SprengG (Für Treibmitttel) etwas anderes bestimmt.

Deliktrelevante Munitionsmengen sind allgemein zugänglich ohne einen "Schwarzhändler" zu bemühen; welcher an Teenies sowieso nichts verkaufen würde!

Hier schützt nur der Erkenntnismangel des zukünftigen Täters im Einzelfall vor der Beschaffung an allen Verboten vorbei.

2. Jede Patronenmunition kann einfach, und nachgewiesenermaßen, mit allgemein zugänglichen Mitteln, über die deliktrelevanten Schussentfernungen max 50-60 m hinreichend zielsicher verschossen werden.

Feuergeschwindigkeiten bis zu 20 Schuss/min sind dabei erreichbar.

3. Die unselige "Kaliberfrage"

Die nämlich keine ist. Das ist auch bei Bedarf auch aus der Fachlitertur zum Thema Todesermittlungen/nicht natürlicher Tod/Schuss zu belegen.

Technischer Hintergrund: Durchschlagleistung ist eine Funktion des Geschossaufbaus, damit der Querschnittbelastung. Für die deliktrelevanten Schussentfernungen sind leider selbst Fälle tödlicher Luftgewehrtreffer belegt.

Die Tendenz der Kaliberentwicklung bei militärischer Munition liegt zwischen 4,7 - 6,5 mm, bei sog. "Nadelgeschossen" auch unter 1 mm Durchmesser.

Bei Kurzwaffen ist allein die Trefferlage für Stopp- und Tödlichkeitwirkung relevant. Daraus resultiert u.a. auch die aktuelle polizeiliche Schießweise. Dabei wird nämlich, eingedenk der de facto unsicheren Wirkung- gefordert, dass" solange ununterbrochen geschossen wird, bis sichtbar Wirkung eintritt"!

Polizeiverbandsvertreter die etwas anderes behaupten, müssen erklären warum!

4. Sicherheitschränke müssen natürlich zuverlässig funktionieren, elektronische Schlösser als alleinige Sperre sind in diesem Bereich grundsätzlich abzulehnen.

Zusammenfassung der Aufbewahrung mit Depotchrakter stellen ein erheblich größeres Gefahrenpotenzial dar, als die Einzellagerung. Der legendäre Waffen- und Munitionsverlust der BW sollte hier Mahnung genug sein (ca. 80% der jährlich entwendeten legalen Waffen stammen aus Dienststellen des Bundes oder der Länder!)

5. Resüme

-Patronenmunition ist, unbenommen der Rechtslage, allgemein zugänglich oder selbst laborierbar.

-Diese Munition kann mit Sportwaffen oder beliebigen allgemein zugänglichen Mitteln wirksam verschossen werden.

Der ursprüngliche Schutzzweck der Norm kann schon jetzt nicht mehr erreicht werden, eine Verschärfung ist nur noch auf dem Papier möglich. Faktisch, in dem Sinn das nicht mehr geschossen werden kann, ist eine solche, modifizierte Norm nicht mehr durchsetzbar, selbst wenn jeder private Waffenbesitz fortfallen würde.

Anmerkungen:

Das nötige Wissen zum Umgehen der Normbestimmungen ist frei zugänglich und etwas seit 1970, damals noch in Buchform, veröffentlicht. Heute sind natürlich auch digitale Versionen solcher Anleitungen erhältlich.

Das gilt analog auch beim SprengG!

Glück auf!

Karl

29.05.2012 15:39 Uhr

von RedHead:

Ich fände es großartig, wenn das Waffenrecht vor allem weniger skuril wäre. Ist mein Taschenmesser nun erlaubt oder nicht? Das ist eine Frage, die sich in vielen Fällen nicht so ohne weiteres beantworten lässt und der Willkür des Polizisten und später des Richters unterliegt. Es wurden auch schon Köchen ihre Küchenmesser abgenommen, weil die Polizei diese als Waffen einordnete, also ist das zumindest schonmal nicht herbei konstruiert.

Das Verbot von Nunchakos als Würgwaffe ist lächerlich, zumal darunter auch solche Nunchakos fallen, die bewusst so gebaut wurden, dass sie auseinander fallen, wenn man versucht, jemanden damit zu würgen. Außerdem ist würgen nur eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten, zu behaupten, Nunchakos seien dem Wesen nach dazu bestimmt, jemanden zu würgen ist völliger Quatsch.

Wurfsterne sind verboten, Wurfmesser dagegen erlaubt. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Pfefferspray, eine beliebte Defensivwaffe von Leuten, die Angst haben, überfallen zu werden, als Offensivwaffe denkbar ungeeignet. Es ist erlaubt, aber man darf auf Nachfrage der Polizei nicht sagen, dass man sich damit unter Umständen gegen Menschen verteidigen will, Standardphrase hier: "Ich hab Angst vor Hunden!". Sollte man sich damit aber tatsächlich gegen beispielsweise einen Räuber verteidigen, ist es legal, solange man auf die schnelle nichts besseres zur Hand hatte.

Pepperballgewehre: Hier bin ich mir nicht sicher. Ich glaube, jeder darf das kaufen. Aber man darf das im wesentlichen nur zu Hause haben, um sich dort gegen wilde Tiere zu verteidigen. Man muss dannn aber aufpassen, nicht gegen gewisse Tierschutzbestimmungen zu verstoßen. Vielleicht hab ich das letzte auch falsch verstanden, die Regelung war hier jedenfalls äußerst merkwürdig. Genug Beispiele.

Deutschland hat eines der restriktivsten Waffengesetze überhaupt. Das ist ja erst einmal nicht schlecht, aber ich denke nicht, dass eine drastische Verschärfung hier noch notwendig ist. Auf der anderen Seite fände ich es aber schön, endlich für etwas Rechtssicherheit zu sorgen und die Willkür hier raus zu nehmen. Außerdem halte ich es für sinnvoll, wenn man gewisse Verteidigungswaffen mit sich herumtragen könnte, ohne dafür irgendwelche Schlupflöcher zu nutzen (ich denke da an Pfefferspray). Fakt ist, dass es einen gefährlichen Verbrecher eben auch nicht weiter schert, ob er dabei auch noch gegen das Waffenrecht verstößt. So wie es jetzt geregelt ist, ist ein Opfer einem Räuber/Vergewaltiger/... hilflos ausgeliefert, außer das Opfer bricht selbst das Gesetz. Ich will ja nicht, dass hier jeder aus Angst eine Knarre mit sich herumschleppt. Aber wenn man ohne Sorge wegen des Gesetzes ein Pfefferspray mit sich herum tragen könnte, um sich sicherer zu fühlen, weil man weiß, dass es einem im Fall der Fälle die Chance zu Flucht gibt, wäre das schon eine gute Sache. Übrigens steht man auch dann schon mit einem Bein im Knast, wenn man einfach nur Kampfsport lernt, um sich besser verteidigen zu können. Die Menschen sollten ein Recht darauf haben, sich angemessen zu verteidigen.

29.05.2012 15:28 Uhr

von Thomas:

In den Händen eines Menschen mit böser Absicht kann so ziemlich alles auf diesem Planeten als Waffe missbraucht werden. Hätte der Vierzehnjährige den PKW der Eltern stibizt und wäre damit in eine Menschenmenge gerast, so wäre die Tat nicht weniger schlimm, aber dennoch käme niemand auf die Idee das Tatwerkzeug zu verteufeln.

Das Waffenrecht in Deutschland im internationalen Vergleich bereits extrem scharf. Eine weitere Verschärfung bringt doch in der Praxis nichts.

Es gibt zum Beispiel gute Gründe, Waffen zu Hause lagern zu dürfen. Jäger übernehmen beispielsweise öffentliche Aufgaben, wenn sie Nachts auf der Landstraße angefahrenen Tieren den Gnadenschuss geben.

29.05.2012 15:03 Uhr

von lowandorder:

Jürgen Kohlheim ist als ehemaliger Verwaltungsrichter ein honerible man,

aber als Vize erkennbar völlig indolent.

Konkret: eine Beretta ist - schon als Wurfgeschoß - ein veritables Mordinstrument.

Was so ein Teil in den Händen eines Sportschützen zu suchen hat,

ist völlig unverständlich und durch nichts zu begründen. Mit Sport hat das rein gar nichts zu tun.

Schon da ist leicht regelnd anzusetzen.

29.05.2012 15:02 Uhr

von Bernd G.:

Waffen sollten auch weiterhin von Sportschützen privat gelagert werden dürfen, allerdings nicht die Munition. Diese sollte nur -abgezählt- in Schützenheimen gesichert eingelagert werden mit einer bestimmten verantwortlichen Person für die Munitionsabgabe. Dies würde zumindest den Fall verhindern, dass der Junge aus dem konkreten Fall Munition und Waffe in der Privatwohnung auffindet. Zu den "privaten Sicherheitsdiensten" muss man sagen, dass ernsthaft überprüft werden sollte inwieweit diese tatsächlich letale Waffen benötigen, oder ob nicht Alternativen (Taser etc.) genutzt werden können. Außerdem sehe ich die Privatisierung von Sicherheit und sogar Krieg durch private Firmen kritisch. Das Problem der illegalen Waffen lässt sich aus meiner Sicht mit keiner Maßnahme verhindern, sondern lediglich mit mehr Polizeipräsenz in Problembezirken weitestgehend eindämmen.

29.05.2012 14:59 Uhr

von Jan1990:

Mir Jacke wie Hose. Ich habe meine Pistole eh unter dem Tisch gekauft. Ein Verbot würde mir also nichts ausmachen. Steuern würde ich also auch nicht zahlen müssen wenn eine Waffensteuer kommen würde.

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Toll, jetzt wirft die TAZ auch noch JEDEN Verstoß gegen das WAffG in einen Topf mit legalem Waffenbesitz.

Ich war schon immer der Meinung, dass die Wiedereinführung der Prügelstrafe wegen Dummheit - speziell im Falle von Journalisten - eine gute Maßnahme wäre.

Ob das hier allerdings Dummheit ist, oder gezielte demagogische Hetze zum Nachteil eines erheblichen Teils der unbescholtenen Bürger, müßte man noch klären....

Edited by diana13
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Ob das hier allerdings Dummheit ist, oder gezielte demagogische Hetze zum nachteil eines erheblichen Teils der unbescholtenen Bürger, müßte man noch klären....

Auch in dem letzteren Falle wäre die von dir oben präferierte Strafe zielführend, wenn auch nicht mehr politisch durchsetzbar. :s82:

Edited by Sal-Peter
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Auch in dem letzteren Falle wäre die von dir oben präferierte Strafe zielführend, wenn auch nicht mehr politisch durchsetzbar. :s82:

Zielführend sicher, aber nicht angemessen.... ich denke, dass die MEHRHEIT DER BEVÖLKERUNG sich für eine härtere Bestrafung aussprechen würde.

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TAZ bittet um Mithilfe bzw. um Meiniung, "Was meinen Sie: Müssen Sportschützen entwaffnet werden?"

ich unterstelle mal, dass die TAZ oder einer ihrer Redakteure sich nicht mal die Mühe macht, die Kommentare durchzulesen.

Wenn doch, werden wir es bei der nächsten Erwähnung einer waffenrechtlichen Erlaubnis sehen. (Waffenschein oder WBK?)

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ich unterstelle mal, dass die TAZ oder einer ihrer Redakteure sich nicht mal die Mühe macht, die Kommentare durchzulesen.

Wenn doch, werden wir es bei der nächsten Erwähnung einer waffenrechtlichen Erlaubnis sehen. (Waffenschein oder WBK?)

Ich will ja nicht alle Medien und alle Journalisten in Bausch und Bogen verteufeln (man muss sich nicht mit den Antiwaffen-Ideologien auf eine Stufe stellen), aber in Fällen wie dieses Berichtes der taz muss müssen sich die Medien einen Vergleich mit einer Hure gefallen lassen - sie verkaufen ihren heren medienpolitischen Anspruch gegen die Auflage des nächsten Tages.

In solchen Fällen ist die Presse nicht die Lösung, sondern das Problem, für dessen Lösung sie sich anpreisen.

Schämt euch !!

Edited by diana13
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Härtere Bestrafung? In der 2. Hälfte der 40er Jahre stand in weiten Teilen Deutschlands auf Waffenbesitz generell die Todesstrafe! (Am Anfang der Besatzungszeit)

Wenn das so zielführend und abschreckend gewesen wäre, dürfte kein alter Drilling, kein K98 und erst recht keine 08, P38 oder FN das Jahr 1950 erlebt haben.

Edited by RALF-H
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Härtere Bestrafung? In der 2. Hälfte der 40er Jahre stand in weiten Teilen Deutschlands auf Waffenbesitz generell die Todesstrafe! (Am Anfang der Besatzungszeit)

Wenn das so zielführend und abschreckend gewesen wäre, dürfte kein alter Drilling, kein K98 und erst recht keine 08, P38 oder FN das Jahr 1950 erlebt haben.

Leider war, wie schon immer die kleinen hängt man die Großen lässt man laufen.

Oder anders den kleinen P38 Besitzer stellt man an die Wand den großen Nazi lässt man laufen oder der

Besatzer empfängt ihn mit allen Ehren im eigenen Land wenn er sich was von ihm verspricht (Wissenschaftler zB. Braun usw.)

Da bekommt das Wort Siegerjustiz eine weitere Bedeutung :angry2:

Abschreckend war es gewiss nicht die meisten Waffen wurden gut versteckt,vergraben,eingemauert Dachboden,Keller in

Kisten aufm Heuboden und sonstwo sicher hätte man einfach gesagt gehört mir nicht.

Die meisten sahen wohl nicht ein (kann man gut verstehen) das sie ihre einst legal erworbenen Waffen einfach abgeben

sollten ausserdem war es nicht ungefährlich mit einer Waffe die Strasse entlang zu spazieren, da wurden schon mal Leute

auch ohne Gerichtsurteil mal schnell an die Wand gestellt gibt es genug Beispiele für schon geringere Vergehen-Siegerjustiz

halt. Viele haben sich auch Waffen vorrätig gehalten weil sie Angst vor einer weiteren Diktatur hatten von

der Deutschland dann im Osten später leider auch nicht verschont blieb.

Edited by Schützenfreiheit
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