Ich hatte noch nie ein MR308. Ich habe ein Burk BR 10 mit 20“ Lauf, weil es mal hieß, eine Version in 300 WSM stehe unmittelbar bevor.
100 Jahre später gibt es die immer noch nicht.
Die Liste der Leute, die mich am Arsch lecken können, wird immer länger.
Ich habe zudem die AR 10 Version von Savage mit ganz viel Tunefish. Leider ist das Dings nicht besonders präzise … um höflich zu bleiben.
Das Problem war und ist aber ganz anderes:
Ich wollte ein Selbstladegewehr für Jagdzwecke, das
eine SINNVOLL POSITIONIERTE, LAUTLOSE SICHERUNG
einen wirklich GUTEN ABZUG
hohe FUNKTIONSSICHERHEIT
gute Präzision
und eine gewisse Modularität hat.
Und da ist es sehr sehr eng, obwohl ich viel probiert habe.
Das Voere 2185 ist präzise, aber selbst nach gründlicher Wartung im Werk nur bedingt zuverlässig (harte Ladungen, angepasste Magazine), der Abzug ist super, die Sicherung eine Katastrophe.
Das Haenel 2000+ als Nachfolger des H&K 2000 hat meist einen einigermaßen guten Abzug, die Sicherung ist perfekt, bei meinem war die Präzision gut. Leider sind die Büchsen nicht für lange Serien oder häufiges Schießen geeignet und fallen dann kostenpflichtig auseinander.
Die Benelli Argo funktioniert mit jeder Munition und ausnahmslos immer, die Präzision ist bestenfalls „naja“, der Abzug und die Sicherung sind CHAISSE. Das wird nix, obwohl man das Dings tagelang schießen kann, ohne das es Probleme gibt …
Die Browning BAR in verschiedenen Versionen haben eine schlechte Sicherung, die Abzüge sind meist nicht gut, die Präzision war meist an sich nicht schlecht, aber alle waren nicht für häufiges Schießen oder lange Serien ausgelegt; es kam immer zu Defekten.
Das war das Problem, das mich zum AR brachte: Ich wollte ein jagdlich brauchbares Selbstladegewehr, das meine Anforderungen erfüllt und auch mal 500 Schuss wegstecken kann.
Das AR kann das, aber das AR 10 ist einfach sackschwer!
Daher bin ich mit Hilfe von @Gl0ck und @Speedmark auf die Idee eines AR 15 in einem neuen Wildcat Kaliber .30-50 Beowulf gekommen, dass ein AR 15 locker über 2000 Joule / 100 Meter.
Die Teile haben einen Arsch voll Geld verschlungen, aber der einzige Büchser, der das machen konnte und WOLLTE, ist halt extrem ausgelastet … 😭 … bisher nicht fertig und nicht absehbar.
Aktuell ist meine bevorzugte Selbstladebüchse für die Jagd das Sauer 303 Generation 2, obwohl ich Blaser überhaupt nicht mag.
Das Sauer kann alles, was ich brauche:
Super !!! Abzug, da kann mancher Repetierer nicht mit, geniale Sicherung an genau der richtigen Stelle, Präzision Loch an Loch auf 100 Meter.
Durch eine hässliche Dentler Montage kann ich Drückjagd- und Ansitzglas problemlos tauschen.
Ich habe die Waffe bisher bewusst nur „dosiert“ geschossen, da ich das teure Dings nicht überlasten will.
Das ist auch der Punkt: Der Preis ist einfach nur frech!
4200 E! Die sind doch bescheuert!
Ich habe meine für die Hälfte aus einem Nachlass bekommen, leider im 30-06, mein Wunschkaliber wäre 8x57 IS gewesen.
Aber das ist für Dich als Jungjäger nicht relevant!
Du kannst Dir eh mehrere Waffen leisten:
Mein Rat wäre daher als Einstieg eine Bockbüchsflinte und ein gutes Zielfernrohr.
Mit dem Zielfernrohr kannst Du schön gucken, auch wenn Du nichts erlegen kannst. Swaro oder Zeiss, Du weißt, wie man günstig dran kommt.
Eine Kirrungs-Nachtplempe mit Scheiss-Vorsatzgerät kannst Du Dir extra holen.
Mit der Bockbüchsflinte (Kaliber im Grunde egal, 8x57 IRS, 7x65 R, von mir aus auch randlos), besser nicht Kaliber 16, kannst Du als Jungjäger problemlos Elstern, Tauben, Krähen, Füchse, Dachse ggf. auch Eichelhäher (wo erlaubt) und Enten erlegen.
Optik runter, Kugel raus oder einfach beim Ansitzen.
Und beim Auf- und Abbaumen oder gehen im Revier immer schön die Patronen raus.
Günstig und stabil sind die Teile auch, z.B. Valmet/Tikka/Finnclassic 412/512.
Und niemand kann Dir als Jungjäger im fremden Revier etwas Nachsagen.
Du wirst einfach mehr Spaß haben; ballern kann man ja auf dem Stand trotzdem mit allem, was knallt!
Zum Nachtansitz kannst Du ja trotzdem Dein AR nehmen.
Ansonsten sind derzeit die Heym Billig Angebote für SR 21 und 30 „Ranger“ nicht schlecht, aber qualitativ vom Finish her sehr reduziert.
Heym ist nicht auf der Iwa.
Es gibt inzwischen jede Menge Repetierer, die gut funktionieren. Von Savage sind die Ultralite nett, aber es gibt auch anderes.
Typischer Jungjäger Scheiss:
6000 Euro Blaser R8 und dann ein „Bauer“ oder „Ritter“ Zielfernrohr - ist ja ne deutsche Marke.
Sinn macht eher ein No-Name-98iger mit Timney und neuem Schaft; obendrauf ein Swaro oder Zeiss mit Schwenkmontage.