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Selbst Bräunieren kein Problem


sharpi
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Vor längerer Zeit hatte ich mir von Günther Stifter zusammen mit anderen Artikeln ein Fläschen LAUREL MOUNTAIN FORGE Barrel Brown and Degreaser liefern lassen und dieses zunächst an einem alten wertlosen VL-Revolver ausprobiert.

Obwohl ich mit dem Ergebnis zufrieden war, wagte ich mich eine ganze Weile nicht an meine alte schwedische Rolling Block, deren blanker, der Brünierung verlustig gegangener Lauf mir gar nicht gefiel.

Vorletztes Wochenende hatte es mich wegen des schlechten Wetters dann doch gepackt. Als erstes die Waffe ausgeschäftet, danach die Handlungsanleitung vergeblich gesucht, im Internet aber dann doch Ersatz gefunden (in Englisch). Lauf mit feiner Stahlwolle kräftig abgerieben und anschließend mit Propanol gereinigt und entfettet, obwohl letzterer Schritt nicht zwingend notwendig ist, weil das Bräunierungsmittel dünne Fettschichten - auch Fingerabdrücke - mühelos unterwandert.

Den Systemkasten und das Laufinnere habe ich zum Schutz dick mit Maschinenfett eingeschmiert und die Waffe am System fest in einer Hobelbank eingeklemmt. Danach konnte der Lauf mit einem mit dem Mittel getränkten Läppchen in langen Strichen befeuchtet werden. Nach 3 Stunden war alles schon schwarzgefärbt mit nur wenig Schlierenbildung. Gleich noch mal nachgelegt und das Ganze einen Tag einwirken lassen. Anschließend war der Lauf schon braun und rau. Deshalb vorsichtig mit feinster Stahlwolle abgerieben und anschließend mit feuchtem Lappen abgewischt. Nach 1 h Trocknung wieder Bräunierungsmittel aufgetragen und das ganze an aufeinanderfolgenden Tagen noch viermal gleichartig wiederholt.

Das letzte mal habe ich das Bräunierungsmittel nur einen halben Tag einwirken lassen. Der Lauf war zu diesem Zeitpunkt schon schön braun, fühlte sich aber eher perlig statt rau an, so dass ich hier abbrach durch Einreiben mit in Leitungswasser aufgelöstem Backpulver (Natriumhydrogencarbonat). Dieses Zeug soll gemäß Beschreibung auf das Bräunierungsmittel neutralisierend wirken. Begleitbestandteile des Backpulvers wie Dinatriumdiphosphat und Stärke stören den chemischen Prozess anscheinend nicht. Schließlich mehrmals mit feuchtem Lappen nachgewischt, bis der Lappen keine Farbe mehr annahm.

Zuletzt mit Fön getrocknet und mit Waffenöl satt eingeschmiert.

Nach dem Einölen war die dunkelbraune Farbe einheitlich und satt - für mich 100%ig zufriedenstellend.

Schützenfreunde haben mir bestätigt, dass es für Laien kein besseres Bräunierungsmittel geben soll, als das von G. Stifter vertriebene.

Mich hat es jedenfall überzeugt, zumal der leicht angeraute Lauf sehr rustikal wirkt, nun das Waffenöl gut hält und das alles einen guten Korrosionsschutz gewährleistet.

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Ahh... jetzt hab ich den Titel des threads verstanden.

Es müßte heißen "Selbstbräunieren".

Die Auseinanderschreibung führt dazu, daß man glaube könnte "sogar Bräunieren" sei kein Problem.

Was für ein Schelm!

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  • 7 months later...
  • 2 years later...

Dann kram ich auch mal diesen alten Thread raus...

Ich habe auch mehrere Teile mit Laurel Mountain Brown bräuniert.
Hat auch alles wunderbar geklappt. Nach ein paar Tagen nahm ich die Teile wieder in die Hand und siehe da, "rostige" Hände.

Sollt ich wohl den feinen Roststaub nochmals mit Stahlwolle abreiben?

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  • 3 years later...

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