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IGNORED

Erstaunliche Produktmarkierungen an Waffen/Optiken


Schwarzwälder

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Im bayrischen Sonntagsblatt habe ich zufällig gelesen:

... wie ein Ausbilder das amerikanische Sturmgewehr in Anwesenheit auch von Afghanen als »Feuerwaffe Jesu Christi« bezeichnet habe. Ein am Zielfernrohr angebrachter Bibelstellenverweis habe das Sturmgewehr »spirituell verwandelt«, so dass es jeden »Hadschi« (also Muslim) töten werde. Auch der Feind habe sicherlich Koranverse auf seinen Waffen, so der Unteroffizier, »aber unser Herr ist stärker als ihr Götze«.

Link Sonntagsblatt

...die fromme Praxis des Rüstungszulieferers Trijicon, der alle seine Produkte mit Verweisen auf Bibelstellen versieht. Das Unternehmen mit Sitz in Wixom im US-Bundesstaat Michigan stellt Zielvorrichtungen für Schusswaffen her und hat besonders lichtstarke und robuste Zielfernrohre entwickelt, die keine Batterien benötigen. Das Fadenkreuz wird von einer radioaktiven Tritiumgaslichtquelle erhellt, die ohne äußere Energiezufuhr für Jahrzehnte leuchtet. Vor diesem Hintergrund wirkt es erhellend, dass es auch in einem weiteren der von Trijicon verwendeten Bibelcodes, »2COR4:6«, um das Licht geht: »Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten...«, heißt es im 2. Korintherbrief (4,6).

Ihre Hightech-Visiere bescherten der Firma einen fetten Ausrüstungsvertrag mit den US-Streitkräften, Volumen insgesamt 660 Millionen Dollar: 800000 »ACOG«-Zielfernrohre (Listenpreis zwischen 1000 und 2600 Dollar pro Stück) soll Trijicon über mehrere Jahre liefern.

Unternehmensgründer Glyn Bindon, 1937 im südafrikanischen Pretoria geboren, hat die Praxis mit den Bibelverweisen eingeführt. Auch nach seinem Tod bei einem Flugzeugabsturz 2003 hat Trijicon daran festgehalten.

Welche Werte das Unternehmen hochhält, ist auf der Internetseite www.trijicon.com (teilweise auch auf Deutsch) nachzulesen. Zum Beispiel, dass Trijicons Präzisions-Zielgeräte dazu dienen sollen, »die Freiheit des Einzelnen zu schützen«. Sozial engagiert ist die Firma im »Wounded Warrior Project« (Projekt verwundete Krieger), das den Sport von Kriegsveteranen unterstützt, die sich im Einsatz eine Querschnittslähmung zugezogen oder Gliedmaßen verloren haben. Auf die biblische Fundierung der Unternehmensphilosophie weist Trijicon ausdrücklich hin: »Wir glauben, dass Amerika dann groß ist, wenn seine Menschen gut sind. Diese Tugend war durch unsere Geschichte hindurch auf biblische Normen gegründet, und wir sind bestrebt, diesen sittlichen Grundsätzen zu folgen,« heißt es da beispielsweise.

Tom Munson, Verkaufschef von Trijicon, erläuterte die Öffentlichkeitspolitik seiner Firma zu den Bibelstellen so: »Wir machen das nicht aktiv öffentlich. Aber wenn jemand fragt, sagen wir 'Ja, stimmt, das steht da.'«

Das war mir neu. Stehen die Bibelverse wirklich auf allen Trijicon Produkten?

Grüße

Schwarzwälder

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