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IGNORED

Redaktionsbrief von Galileo


Lady Elisabeth

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Lieber Zuschauer,

vielen Dank für das Interesse an unserer Sendung „Galilleo“ und Ihrem Feedback.

Unserem Selbstverständnis als Wissensmagazin entsprechend, nehmen wir die journalistische Sorgfaltspflicht sehr ernst.

Es ist für uns selbstverständlich, dass wir alle unsere Themen ausführlich und gründlich recherchieren.

Gerade bei einem so kontrovers diskutierten Thema wie Schusswaffen, haben wir uns im Vorfeld ausführlich mit Experten und allen relevanten Behörden unterhalten.

Vor der Ausstrahlung des Beitrages haben diese auch alle Informationen aus dem Beitrag auf ihre Richtigkeit kontrolliert.

Alle Fakten im Film wurden somit mehrfach überprüft, alle Interviewpartner sind echt.

Nichtsdestotrotz werden wir den Sachverhalt und die gemachten Vorwürfe selbstverständlich erneut überprüfen und uns gegebenenfalls wieder melden.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

„Galileo“ Redaktion

www.prosieben.de

www.welove.de

www.maxdome.de

ProSieben Television GmbH

Medienallee 7· D-85774 Unterföhring

Geschäftsführung: Thilo Proff

Firmensitz: Unterföhring

HRB 133394 AG München

Einfach Ohne Worte.....

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Sehr geehrte Damen und Herren,

dass ich auf meine kurze, verbitterte Nachricht an Sie, eine Antwort erhalten würde, habe ich nicht erwartet. Hier noch einmal meine damalige E-Mail an Sie:

Galileo vom 14.12.2009

Hier ein Link dazu:

http://waffen-blog.net/?p=338

Ein Glück, dass man für Ihren Sender und Ihre Lügen keine Gebühren bezahlen muss.

Keine Grüße

F. Krause

Nun Ihre, sehr persönlich gehaltene Antwort an mich:

Lieber Zuschauer,

vielen Dank für das Interesse an unserer Sendung "Galilleo" und Ihrem Feedback.

Unserem Selbstverständnis als Wissensmagazin entsprechend, nehmen wir die journalistische Sorgfaltspflicht sehr ernst.

Es ist für uns selbstverständlich, dass wir alle unsere Themen ausführlich und gründlich recherchieren.

Gerade bei einem so kontrovers diskutierten Thema wie Schusswaffen, haben wir uns im Vorfeld ausführlich mit Experten und allen relevanten Behörden unterhalten.

Vor der Ausstrahlung des Beitrages haben diese auch alle Informationen aus dem Beitrag auf ihre Richtigkeit kontrolliert.

Alle Fakten im Film wurden somit mehrfach überprüft, alle Interviewpartner sind echt.

Nichtsdestotrotz werden wir den Sachverhalt und die gemachten Vorwürfe selbstverständlich erneut überprüfen und uns gegebenenfalls wieder melden.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

"Galileo" Redaktion

www.prosieben.de

www.welove.de

www.maxdome.de

ProSieben Television GmbH

Medienallee 7· D-85774 Unterföhring

Geschäftsführung: Thilo Proff

Firmensitz: Unterföhring

HRB 133394 AG München

Sehr geehrte Damen und Herren.

Erst einmal danke, dass Sie mich wahrgenommen und reagiert haben, das erfreut mein Herz. Trotzdem möchte ich doch kritisch zu Ihrer Reaktion antworten:

Schusswaffen werden in der Tat im Moment kontrovers Diskutiert. Allerdings nicht in den Medien. In den Medien wird klar und deutlich gegen Schusswaffen Stellung bezogen. Für eine Kontroverse wird kein Raum gestattet. Auch in Ihrem Beitrag ging es in meinen Augen klar darum wieder einmal zu demonstrieren wie gefährlich Schusswaffen seien und das man ihren Zugang einschränken müsse. Ihre Methoden, um dies den Zuschauern vor Augen zu führen, waren allerdings keineswegs Wissenschaftlich, objektiv, neutral oder investigativ.

Die Intention Ihres Beitrags war sehr deutlich: Mit krimineller Energie, kann jeder, an Schusswaffen im Ausland kommen und diese dann nach Deutschland einführen.

Deswegen sollen, nach Ihrer Auffassung die Waffengesetze in Europa einheitlich verschärft werden.

Eine Verschärfung von Gesetzen jedoch, trifft nur die Menschen, die sich auch an Gesetze halten. Jemand, so wie der gezeigte Reporter, der genügend kriminelle Energie aufweist um schon heute gegen die Waffengesetze zu verstoßen, der wird auch die morgigen Waffengesetze verletzen.

Ihr Reporter hat in diesem Beitrag, wenn er denn wie Sie behaupten echt war, eindeutig gegen das deutsche Waffengesetz verstoßen. Ich glaube zu wissen, dass verschiedene, zu Recht empörte Zuschauer von Ihnen, Anzeige deswegen erstattet haben. Denn auch das angebliche Absprechen mit der Polizei ändert nicht das Geringste an dem vorgeführten Straftatbestand. Selbst die Polizei darf in Deutschland keine Gesetze übertreten um Gesetzesverstöße nachzuweisen.

Galileo aber schon?

Nun, vielleicht haben Sie ja deshalb dann doch etwas gefälscht(?) und wie in meiner Quelle angegeben, eine andere Schusswaffe in Deutschland geschossen? Oder haben Sie diese ausländische Schusswaffe nur bei Ihrem Reporter gelassen? Dann läge nämlich der dringende Verdacht auf illegalen Waffenbesitz nahe.

Desweiteren wird behauptet wie einfach es sei 1000 Schuss pro Stunde einfach selbst herzustellen. Auch das ist Nonsens und keineswegs "journalistisch sorgfältig" recherchiert. Dass man eine Sprengstofferlaubnis benötigt wurde nicht erwähnt, ebenso wenig die Tatsache, dass das illegale Beschaffen oder Herstellen von Schießpulver wohl extrem schwierig und gefährlich sein dürfte.

Was man sich also nach Ihrem Bericht als Ottonormalbürger relativ einfach und kriminell besorgen könnte, ist also ein aufwändig gearbeiteter, alter Schlagstock. Mehr nicht.

Nun noch etwas, was mich doch noch beschäftigt in Ihrer Antwort: "Unserem Selbstverständnis als Wissensmagazin entsprechend...."

Es ist vielleicht schwer das jetzt in so wenigen Sätzen zu verstehen, aber Sie sind kein Wissensmagazin.

Wenn ein 3 Jähriger im Sandkasten sitzt und nach seinem Selbstverständnis ein Astronaut sein will, dann ist das wesentlich glaubwürdiger und auch schon fundierter als Ihr Selbstverständnis als Wissensmagazin. Mit einigen Erinnerungen an Ihre Sendung will ich das untermauern:

Einmal haben Sie angeblich nachgewiesen, dass schöne Menschen im Schnitt schlauer sind als "weniger schöne"

Wissen Sie, anhand von äußeren Merkmalen auf die Werte und Fähigkeiten von Menschen zu schließen wurde schon einmal in Deutschland sehr populär betrieben. Ganz besonders in den 1930er und bis Mitte der 1940er Jahre.

Einmal war in einem Bericht von Ihnen zu sehen, dass Fastfood doch wesentlich gesünder sei als sein Ruf, während Salat bei weitem nicht so gesund wäre wie nachgesagt.

Auf einen Kommentar meinerseits, der sich auf die Einnahmequellen von Privatfernsehen abzielen würde verzichte ich an dieser Stelle.

Sehr oft ist ein sehr übergewichtiger Mann namens "Jumbo" in Ihrem "Wissenschaftsmagazin" zu sehen, der dort viel isst. Bevor er das tut, mischt er mitunter auch sehr viel Hackfleisch mit bloßen Händen, wischt sich den Schweiß von der Stirn (ebenfalls mit bloßen Händen), um dann wieder das Hackfleisch (erneut mit bloßen Händen) zu mischen und zu kneten.

Was dieser Anblick und Eindruck mit Wissenschaft zu tun haben soll müssten Sie mir noch erklären. Ich bitte an dieser Stelle darum.

Einmal haben Sie in Ihrer Sendung nachgewiesen, das Gehirndoping gefährlich sei und dann auch noch nichts bringen würde. Nachgewiesen haben Sie das mit einem Reaktionstest und 2 Probanden. 2 Testpersonen sind natürlich schon ein Empirie-Schwergewicht. Aber selbst hier müssten Sie mir noch erklären, was ein Reaktionstest mit dem schnellen Aneignen von viel Wissen zu tun haben soll.

Falls Sie nicht wissen worauf ich hinaus will: Sie hätten so auch nachweisen können, das der Montag aus grünem Quark besteht.

War es gestern? Wieder mal Galileo-Extrem: Wir wollen ein Auto 7 Meter hoch springen lassen, so wie das, was im Kirchendach 2009 gelandet ist. Natürlich funktionierte es nicht, weil bei dem lächerlichen Versuchsaufbau die kinetische Energie in der Absprungrampe flöten ging. Aber da müssen Ihre Mitarbeiter erst noch lange recherchieren bis sie die Fehlerquelle gefunden haben (also nichts verraten).

Was all das mit einem Wissensmagazin zu tun haben soll ist mir ein Rätsel. Und wenn über dem Grabe von Herrn Galileo Galilei Rauch aufsteigt, dann bestimmt deshalb, weil Herr Galilei vor Wut rotiert, dass sein Name für so eine Sendung her halten muss.

Wenn Sie wissen möchten wie ein Wissensmagazin aussehen kann, dann schalten Sie doch mal Nano oder Quarks und co ein.

Hochachtungsvoll

F. Krause

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Immer abwechselnd von einzelnen Usern Strafanzeigen stellen, etwa wegen Verstoss gegen das Hygienegebot bei der Fleischverarbeitung (sofern der betreffende Betrieb erkennbar ist, dann auch gern direkt gegen diesen). Erst einmal ermitteln lassen, dann evtl. noch die Antwort abwarten "wir waren ja gar nicht in einem richtigen Betrieb", ist ja ebenso entlarvend. Man könnte ja auch einen Galileo-Blog aufmachen, analog zum Bild/Niggemeier-Blog - Stoff gibbet ja genug...

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Eine kleine Randbemerkung: der Galilio Reporter, Herr Gensthaler, hat laut seinem Businessprofil neben dem Snowboarden und Reisen auch Paintball als Hobby. Nur gut für ihn, daß nach Winneden von Medien und Politikern neben einem strengen Waffenrecht auch ein Paintballverbot gefordet, aber nicht umgesetzt wurde.

In diesem neuen Licht wirkt auch seine Antwort auf die Frage Wie war´s beim Dreh? Spannend, gerade auf der Waffenmesse. Da liefen auch viele komische Gestalten herum, wo man nicht wusste wie die reagieren falls sie die Kamera sehen. sehr befremdlich, denn das Wort Waffenmesse ist leicht durch das Wort Paintballfeld zu ersetzen. Auch werden auf dem Paintballfeld genau wie auf der Waffenmesse die Schusswaffen, euphemistisch als Marker bezeichnet, offen geführt.

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Ach, lasst es doch. An der Bildung in Deutschland wird immer mehr gespart (die Zustände als ich noch studiert habe waren schon schlimm/mies). Pro7 und Konsorten werden also auch weiterhin--und das in der Anzahl steigend--ihre Zuschauer haben, die genausoweit wissentschaftlich denken wie sie auch.

Mit denen zu diskutieren ist, wie schon angemerkt wurde, wie Perlen vor die Säue werfen. Oder mit dem Schinken nach der Wurst...

mfg

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