Jump to content
IGNORED

Florida - vier Jahre danach


Absehen4

Recommended Posts

Im Jahre 2005 änderte Florida sein Waffenrecht dahingehend, dass Bürger die Schusswaffe auch zur Abwehr von Bedrohungen einsetzen können bzw. sollen.

Unsere Medien haben damals natürlich das Ende der zivilisierten Welt herbeigetextet:

STERN: "Zuerst schießen, später fragen..."

rp-online: "Waffengesetz erlaubt Schießen auf Verdacht...."

Hat jemand Informationen darüber, ob und wie sich das Gesetz dort inzwischen bewährt hat ?

abs4

Link to comment
Share on other sites

Dieses Buch:

http://www.amazon.de/More-Guns-Less-Crime-...4303&sr=8-1

ist ein sehr gruendlicher Versuch einer statistischen Aufarbeitung der US-amerikanischen Gesetzgebung zum verdeckten Fuehren von Schusswaffen. Der Fokus liegt auf der Auswirkung auf Raten von Gewaltkriminalitaet. Lott zeichnet sich vor allem durch eine sehr breite (alle US Counties) und sehr tiefe (lange Zeitreihen) Datenbasis aus.

Die Kernerkenntnisse der Studie waren (ausschliesslich aus dem Gedaechtnis, keine Gewaehr):

- Sog. 'shall issue' Trageerlaubnisse senken Gewaltkriminalitaet.

- Diese Entwicklung geschieht nicht schlagartig, sondern ueber einen gewissen Zeitraum.

- die Teile der Gesellschaft, die (statistisch gesehen) in den USA am seltensten eine legale Schusswaffe tragen (Frauen bis 50 sowie schwarze Maenner unter 30) haben die hoechsten Vorteile aus Trageerlaubnissen (groesste Netto-Absenkung der Gefahr, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden). Lott nennt das den Regenschirm-Effekt und stellt die Hypothese auf, dass dies ein Vorteil des verdeckten Fuehrens ist, weil potentielle Taeter nicht wissen, wer bewaffnet ist und wer nicht.

Link to comment
Share on other sites

Im Jahre 2005 änderte Florida sein Waffenrecht dahingehend, dass Bürger die Schusswaffe auch zur Abwehr von Bedrohungen einsetzen können bzw. sollen.

Sorry, aber den Inhalt dieser Gesetzesänderung gibst selbst Du falsch wieder.

Bei dieser "Castle-Doktrin" geht es nur um eins: Das amerikanische Notwehrrecht ist in vielem genauer als unseres. Es ist zwingend vorgeschrieben, dass Du alle Fluchtmöglichkeiten nutzt, bevor Du tödliche Gewalt anwendest. Also musst Du wegrennen, bevor Du schießt. Die Castle-Doktrin besagt nichts weiteres als dass Du aus Deinem Haus nicht flüchten musst. Du darfst also tödliche Gewalt anwenden, wenn DU angegriffen wirst, selbst wenn Du Dich durch die Flucht aus Deinem Haus hättest retten können.

Nochmal - es geht nur um die Pflicht zum Rückzug. Alle anderen Kriterien zur Anwendung tödlicher Gewalt gelten weiterhin. Es kann also überhaupt keine Rede davon sein, dass man einen Eindringling mit 25 Schuß niederstrecken darf, nur weil er einen Fuß durchs Gartentor setzt, auch wenn dies von AntiGun Inc. immer wieder so dargestellt wird.

Edit: Aber mal zur Verdeutlichung - es gibt in den USA pro Jahr etwa 2 Millionen Fälle von defensivem Einsatz einer Schußwaffe. Davon gibt es etwa 300-500 Fälle, die als justifiable Homicide angesehen werden, also Fälle, in denen der Angreifer im Rahmen der Selbstverteidigung getötet wird. Dies ist bezogen auf die ganzen USA.

Link to comment
Share on other sites

Sorry, aber den Inhalt dieser Gesetzesänderung gibst selbst Du falsch wieder.

Sorry, ich hab' mich offenbar zu sehr von den Darstellungen unserer Medien manipulieren lassen.... :traurig_16:

Trotzdem 1000 Dank für deine Erklärungen.

Aber wer erklärt das nun unseren Medien ?

abs4

Link to comment
Share on other sites

Sorry, aber den Inhalt dieser Gesetzesänderung gibst selbst Du falsch wieder.

Bei dieser "Castle-Doktrin" geht es nur um eins: Das amerikanische Notwehrrecht ist in vielem genauer als unseres. Es ist zwingend vorgeschrieben, dass Du alle Fluchtmöglichkeiten nutzt, bevor Du tödliche Gewalt anwendest. Also musst Du wegrennen, bevor Du schießt. Die Castle-Doktrin besagt nichts weiteres als dass Du aus Deinem Haus nicht flüchten musst. Du darfst also tödliche Gewalt anwenden, wenn DU angegriffen wirst, selbst wenn Du Dich durch die Flucht aus Deinem Haus hättest retten können.

Nochmal - es geht nur um die Pflicht zum Rückzug. Alle anderen Kriterien zur Anwendung tödlicher Gewalt gelten weiterhin. Es kann also überhaupt keine Rede davon sein, dass man einen Eindringling mit 25 Schuß niederstrecken darf, nur weil er einen Fuß durchs Gartentor setzt, auch wenn dies von AntiGun Inc. immer wieder so dargestellt wird.

Edit: Aber mal zur Verdeutlichung - es gibt in den USA pro Jahr etwa 2 Millionen Fälle von defensivem Einsatz einer Schußwaffe. Davon gibt es etwa 300-500 Fälle, die als justifiable Homicide angesehen werden, also Fälle, in denen der Angreifer im Rahmen der Selbstverteidigung getötet wird. Dies ist bezogen auf die ganzen USA.

Hast Du zu den von Dir genannten Zahlen auch Quellen? Ich würde Deine Ausssage gerne als Argument in Diskussionen nutzen. Doch ohne Quelle ist das so eine Sache....

Link to comment
Share on other sites

Hast Du zu den von Dir genannten Zahlen auch Quellen? Ich würde Deine Ausssage gerne als Argument in Diskussionen nutzen. Doch ohne Quelle ist das so eine Sache....

Die Anzahl der SV-Fälle findest Du im Buch von Lott (s.o.). Sie ist allerdings eine Schätzung, da ein SV-Einsatz mit der Schußwaffe nicht flächendeckend registriert wird. Wenn man die registrierten Fälle auf die Gesamtbevölkerung hochrechnet, kommt man je nach Rechenweise auf 1,4 - 4 Millionen Fälle. 2 Millionen wird also ein recht guter Mittelwert sein.

Die Zahl der Justifiable Homicides bekommst Du, wie Panzermann schon geschrieben hat, vom FBI.

Edit: Eine grobe Übersicht der SV-Fälle findest Du hier: http://www.guncite.com/kleckandgertztable1.html

Link to comment
Share on other sites

Archived

This topic is now archived and is closed to further replies.

×
×
  • Create New...

Important Information

Terms of Use
Privacy Policy
Guidelines
We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.