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Benötige Hilfe von einem Experten


Isa

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Sehr geehrte Expertin, sehr geehrter Experte,

um einen originalgetreuen Nachbau des Schaftes eines Gewehres zu bekommen, von dem ich den Lauf habe, wollte ich gern den Ursprungszustand per Bild herausfinden.

Nach stundenlanger erfolgloser

Suche im Internet wollte ich Sie fragen, ob Sie mir ein paar

Anhaltspunkte geben können um die Suche einzuschränken.

Ich selbst habe überhaupt keine Ahnung von Gewehren oder Waffen oder

ähnlichem. Nun möchte ich gern das Gewehr etwas beschreiben (das klingt sicherlich lustig ohne Fachwissen, aber ich versuche es einmal):

- 8-kant-Lauf

- eingraviert sind die Zahlen 6,4; 1901; H (sehr verschlungen)

- auf dem "Spanner" (das was man nach hinten drücken kann)

eingraviert ein Blatt oder ein Tropfen, dieser sitzt mittig hinter

dem Lauf

- Schlitten unter dem Lauf, herausziehbar bis zum "Spanner"

- oberhalb der Feder steht FL 70 (?)

- an der Unterseite des Laufs nur ein Loch (wahrscheinlich saß hier

die Befestigung des Holzgriffs)

Ich hoffe, Sie können mir ein paar Informationen dazu geben.

Gern hätte ich ein paar Bilder hochgeladen, aber leider sind alle größer als 100KB. Vielleicht kann mir dazu noch jemand einen Tipp geben...

Mit freundlichen Grüßen

Isa

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Bilder hier http://imageshack.us/ hochladen, und dann den Link in deinen Beitrag kopieren. Mit Bildern gehts viel leichter Tipps zu geben.

Nur zur Info: Auch ein einzelner Lauf ist ein wesentlicher Waffenbestandteil, der in der Regel in einer Waffenbesitzkarte eingetragen sein muss. Falls der Lauf gerade gefunden wurde, dann muss der Finder das melden. Gilt für Deutschland, andere Länder kenne ich mich nicht aus.

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Sehr geehrte Expertin, sehr geehrter Experte,

um einen originalgetreuen Nachbau des Schaftes eines Gewehres zu bekommen, von dem ich den Lauf habe, wollte ich gern den Ursprungszustand per Bild herausfinden.

Nach stundenlanger erfolgloser

Suche im Internet wollte ich Sie fragen, ob Sie mir ein paar

Anhaltspunkte geben können um die Suche einzuschränken.

Ich selbst habe überhaupt keine Ahnung von Gewehren oder Waffen oder

ähnlichem. Nun möchte ich gern das Gewehr etwas beschreiben (das klingt sicherlich lustig ohne Fachwissen, aber ich versuche es einmal):

- 8-kant-Lauf

- eingraviert sind die Zahlen 6,4; 1901; H (sehr verschlungen)

- auf dem "Spanner" (das was man nach hinten drücken kann)

eingraviert ein Blatt oder ein Tropfen, dieser sitzt mittig hinter

dem Lauf

- Schlitten unter dem Lauf, herausziehbar bis zum "Spanner"

- oberhalb der Feder steht FL 70 (?)

- an der Unterseite des Laufs nur ein Loch (wahrscheinlich saß hier

die Befestigung des Holzgriffs)

Ich hoffe, Sie können mir ein paar Informationen dazu geben.

Gern hätte ich ein paar Bilder hochgeladen, aber leider sind alle größer als 100KB. Vielleicht kann mir dazu noch jemand einen Tipp geben...

Mit freundlichen Grüßen

Isa

vieleicht ein schwede,flintencal oder kugel

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Mal langsam einkreisen: Ist es ein Hinterlader? Gibt es eine Vorrichtung, die man öffnen kann, um eine Patrone in den Lauf einzulegen? Wenn "1901" das Herstellungsjahr wäre, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass es ein Vorderlader (hinten zu, Pulver und Geschoss werden von vorne durch den Lauf geladen) ist.

- Schlitten unter dem Lauf, herausziehbar bis zum "Spanner"

Darauf kann ich mir schon gar keinen Reim machen... smiley_emoticons_confusednew.gif

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Hallo,

das sieht mir nach einer Art Kipplaufgewehr aus, entweder glatt oder gezogen, auf jedenfall aber WBK-pflichtig. Da heißt es unverzüglich zur Behörde bzw. einem Berechtigten überlassen. Wie sieht den der Lauf von hinten aus, also da wo der "Schnabel" oder Hahn ist?

Gruss

Kirrmeister

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Kein Kipplauf... der Lauf wird zum Öffnen des Patronenlagers nach vorn geschoben, wie auf dem letzten Bild zu sehen ist. Das scheint in der Tat ein altes Flobertchen zu sein, der Stärke des Systems nach zu urteilen. Der Hahn scheint im wesentlichen den Verschluss zu bilden.

Nichts, das in größeren Stückzahlen gebaut wurde (und daher heute noch bekannt sein müsste). Sieht auch nicht gerade nach feinster Suhler/ Ferlacher/ Oberndorfer Arbeit aus.

Eher nach der Arbeit eines Feld- Wald- und Wiesen- Büchsenmachers, der ja auch nicht den Drang verspürt hat, sich auf dem Gerät zu verewigen. Verwendung: eher sportlich, gegen eine Spatzenbüchse spricht der Achtkantlauf. Also vermutlich ein 110 Jahre Salongewehrchen bestenfalls mittlerer Güte, an dem zu allem Überfluss der Zahn der Zeit heftig genagt hat.

Ehrlich gesagt: Nichts, in das ich meine Zeit investieren würde.

Zur WBK- Pflicht muss ich mich meinen Vorrednern anschließen smiley_emoticons_klugscheisser.gif

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Ich hoffe, Sie können mir ein paar Informationen dazu geben.

Isa,

stimmt, dürfte sich um ein altes Flobertgewehr handeln.

Im letzten Bild ist auch der Auszieher unter dem Patronenlager zu sehen.

Die Hähne wurden bei diesen alten Waffen manchmal sehr groß ausgelegt.

Zur rechtlichen Seite,

dieses Teil darfst Du ohne waffenrechtliche Genehmigung nicht besitzen.

Wenn Du daraus ein Dekostück basteln willst, ist zuerst der Lauf und Hahn (das ist das Teil mit dem Blatt drauf) unbrauchbar zu machen.

In den Lauf müssen 6 Kalibergroße Löcher gebohrt werden. Die Löcher nicht ganz durch, sondern nur bis zur Mitte.

Also bis Du in den Hohlraum des Laufes kommst.

Kalibergroß = dazu mißt Du den Innendurchmesser des Laufes. Ist wahrscheinlich 9 mm oder aber 6 mm

An der Laufmündung (das ist das Ende von dem Rohr in Deinem ersten Bild auf der rechten Seite) mußt Du auch ein solches Loch bohren und einen gehärteten Stahlstift einschieben, und den verschweißen.

Das andere Ende von dem Rohr ist das Patronenlager.

Das mußt Du total zuschweißen, so daß da wirklich nicht mal feines Pulver mehr reingeht.

Der Hahn (mit dem Blatt drauf) ist beweglich und hat vorne eine Spitze.

Diese Spitze mußt Du schräg (45 Grad) abschleifen.

Dann ist das Ganze unbrauchbar gemacht.

Und hier noch mal ein Bild, wie Dein Flobert wohl mal komplett ausgesehen hat.

post-7499-1233255261_thumb.jpg

Die ganze Arbeit lohnt sich vom Wert her überhaupt nicht!

Aber es gibt ja auch Menschen die Spaß an solchen Arbeiten haben.

Wenn Du Dir die Arbeit nicht machen willst, gibst Du das Teil am besten bei der nächsten Polizeibehörde als Fundstück ab.

Gruß

Rainer

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Dankeschön erstmal für deine Hilfe!

Ich werde mir die Arbeit machen (oder besser gesagt diese machen lassen *g*), denn irgendwie ist dieses alte Gewehr interessant. Danke für die tollen Infos! Echt klasse!

LG Isa

Isa,

stimmt, dürfte sich um ein altes Flobertgewehr handeln.

Im letzten Bild ist auch der Auszieher unter dem Patronenlager zu sehen.

Die Hähne wurden bei diesen alten Waffen manchmal sehr groß ausgelegt.

Zur rechtlichen Seite,

dieses Teil darfst Du ohne waffenrechtliche Genehmigung nicht besitzen.

Wenn Du daraus ein Dekostück basteln willst, ist zuerst der Lauf und Hahn (das ist das Teil mit dem Blatt drauf) unbrauchbar zu machen.

In den Lauf müssen 6 Kalibergroße Löcher gebohrt werden. Die Löcher nicht ganz durch, sondern nur bis zur Mitte.

Also bis Du in den Hohlraum des Laufes kommst.

Kalibergroß = dazu mißt Du den Innendurchmesser des Laufes. Ist wahrscheinlich 9 mm oder aber 6 mm

An der Laufmündung (das ist das Ende von dem Rohr in Deinem ersten Bild auf der rechten Seite) mußt Du auch ein solches Loch bohren und einen gehärteten Stahlstift einschieben, und den verschweißen.

Das andere Ende von dem Rohr ist das Patronenlager.

Das mußt Du total zuschweißen, so daß da wirklich nicht mal feines Pulver mehr reingeht.

Der Hahn (mit dem Blatt drauf) ist beweglich und hat vorne eine Spitze.

Diese Spitze mußt Du schräg (45 Grad) abschleifen.

Dann ist das Ganze unbrauchbar gemacht.

Und hier noch mal ein Bild, wie Dein Flobert wohl mal komplett ausgesehen hat.

post-7499-1233255261_thumb.jpg

Die ganze Arbeit lohnt sich vom Wert her überhaupt nicht!

Aber es gibt ja auch Menschen die Spaß an solchen Arbeiten haben.

Wenn Du Dir die Arbeit nicht machen willst, gibst Du das Teil am besten bei der nächsten Polizeibehörde als Fundstück ab.

Gruß

Rainer

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Überhaupt: Allen danke für eure Hilfe! Habe nämlich schon ewig gesucht, was das wohl mal gewesen sein könnte. Werde es jetzt unbrauchbar machen lassen und optisch wieder in einen tollen Zustand bringen lassen.

Bei meinen Recherchen bin ich auf wirklich schicke Teilchen gestoßen. Dazu zählt meines wohl nicht gerade... aber irgendwie hängt da jetzt Herzblut dran *g*. Super Forum! Hat toll geklappt! Dankeschön!

LG Isa

Dankeschön erstmal für deine Hilfe!

Ich werde mir die Arbeit machen (oder besser gesagt diese machen lassen *g*), denn irgendwie ist dieses alte Gewehr interessant. Danke für die tollen Infos! Echt klasse!

LG Isa

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