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IGNORED

Mitbringen von Zielfernrohren aus den USA


mephisto0815

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Hallo Zusammen,

ein Schützenkollege hat erzählt, dass er sein Zeiss-ZF vor einigen Jahren aus den USA mitgebracht hat.

Es hat dort wohl nur etwa die hälfte vom deutschen Preis gekostet.

Meine Frage ist:

1.) Ist das generell legal?

2.) Muss man noch irgend einen Zoll oder Steuer bezahlen?

3.) Bekommt man Probleme mit den US-Behörden, da sich ja die

Kontrollen in den letzten Jahren drastisch verschärft habe?

Grüße

mephisto0815

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1) ein Zielfernrohr ist nicht mehr als ein Fernglas -> ja

2) ja, verzollen musst du einen _Neukauf_*

3) weshalb, weil du die US Wirtschaft angekurbelt hast?

*) es soll ja Leute geben die behaupten sie hätten das beim Hinflug schon im Gepäck gehabt...

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1) ein Zielfernrohr ist nicht mehr als ein Fernglas -> ja

Mit welcher Selbstsicherheit hier Bullshit geschrieben wird ist unglaublich! :peinlich:

Natürlich wird genau unterschieden, ob es sich um ein "Optical sighting device for firearms" handelt oder um einfach nur ein Fernglas.

Bitte Leute, wenn ihr Euch nicht auskennt, schreibt doch einfach nichts dazu, solche Beiträge haben das Potenzial einen Leser in größte Schwierigkeiten zu bringen. Auch das Argument, jemand hätte das von 10 Jahren mal gemacht, hilft nicht weiter und ersetzt auf keinen Fall die Auseinandersetzung mit der aktuellen Rechtslage. Und die hat sich bezüglich Export von Optiken für Waffen sehr geändert, nachdem mehr und mehr Made in the US Optiken im Irak bei aufgetaucht sind.

Unabhängig davon hatten wird das Thema vor kurzem erst:

http://forum.waffen-online.de/index.php?sh...mp;#entry796409

Dort habe ich auch einen Zeitungsartikel verlinkt zum Thema Export und deren Konsequenzen:

http://www.hemscott.com/news/latest-news/i...=51178830712561

Und ganz nebenbei auch noch die Commerce Control List

http://www.access.gpo.gov/bis/ear/pdf/ccl0.pdf#page=6

Also lieber mephisto0815, ich empfehle Dir dringend, Dich bei den Zuständigen Stellen. (Deportment of Commerce, Customs) VORHER schlau zu machen. Nicht umsonst sind auch US-Händler sehr vorsichtig geworden, was den Versand von Optiken ins Ausland angeht. (Mir ist keiner bekannt, der verschickt!)

TheHun

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@ TheHun,

vielen Dank für die kompetente, umfassende Antwort.

Ich habe das Gefühl es ist unterm Strich billiger, ein teures ZF in Deutschland zu kaufen...

Danke!

Ich kaufe viel in den USA, die Preisunterschiede sind mitunter gewaltig. (Garmin GPS 490 Euro verglichen mit 300 US$), nur geht viel der Ersparnis durch Shipping, Zoll und Märchensteuer drauf, aus diesem Grund nehme ich die Sachen persönlich mit, bzw. lasse sie mitbringen, dann gibt es auch keine Probleme mit dem Zoll. :gutidee:

Aber wie immer im Leben muss man eben wissen was man tut, gerade im Waffenbereich gibt es auch in den USA Gesetze, die nicht bekannt bzw. ersichtlich sind und man kann ganz böse auf die Nase fallen. Eine Optik im Handgepäck dabei zu haben ist so ein Fall. Kann gut gehen, wenn niemand schaut, bzw. der Typ von der TSA keine Ahnung hat, aber riskieren würde ich es nicht.

Das gleiche gilt übrigens für Medikamente, die man in den USA spottbillig im Supermarkt bekommt, hier aber nur auf Rezept zu haben sind. Kann teuer werden!

TheHun

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Guest wagner79
Aber wie immer im Leben muss man eben wissen was man tut, gerade im Waffenbereich gibt es auch in den USA Gesetze, die nicht bekannt bzw. ersichtlich sind und man kann ganz böse auf die Nase fallen.

TheHun

Genau. Das gilt z.b. auch für bestimmte Messer und Bajonette in Deutschland und EU-Staaten. Denk man z.B: Ich kann ein Bajonett hier frei kaufen, kann ich es doch nach Luxemburg verschicken... Nöö--> Luxemburg: Bajonett = Waffe, EWB pflichtig = ÄRGER²

Auch gibt es bestimmte Artikel (Handschellen, Schlagstöcke, bestimmte Materialen o.ä.) die ohne Ausfuhrgenehmigung NICHT ins Ausland (schon gar nicht ins Nicht EU-Land) exportiert werden dürfen. Die meisten wissen es nicht und wollen oder können sich nicht informieren und dann krachts irgendwann.

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Hier mal meine Erfahrungen mit dem Zoll:

Ich reise beruflich viel rum und bringe dann meistens einige Sachen mit. In letzter Zeit viel aus China. Dann habe ich einzwei Koffer voll Elektronik (zB 2 Millionen SMD-Bauteile). Da ich sowieso immer meinen Laptop und meine Meßgeräte rückführen muß, gehe ich eh zur Zollstelle. Die machen Ihren Stempel und dann sage ich, daß ich da noch ein paar Dinge eingekauft hätte. Ich lege die Einkaufsquittungen vor (chinesich!) auf denen ich immer auf Deutsch ne kleine Randnotiz gemacht habe, was das ist und wieviel das gekostet hat. Der Zöllner guckt sich das Bündel Quittungen an und dann mummelt der eine oder andere Zöllner irgend etwas vor sich hin... und ich bekomme einen verminderten Zollsatz von 13%. Für meine Einfuhren von 1000 Euro zahle ich also 130 Zoll/Steuern/Gebühren. Mehr nicht!! Keine 19% + Luxuszoll oder ähnlich. So habe ich daß nun schon 11 mal hier in Bremen erlebt.

MfG

der carl!

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