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Schiessen als Schulsport


Guest

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ich recherchiere gerade einiges aus 1998, als wir ebenfalls vor einer Wahl und Waffengesetzänderungen standen. Es gab damals und auch schon früher Bestrebungen , Schiessport als Schulsport anzubieten, um den Schützennachwuchs auf eine Sportkarriere vorzubereiten. Soweit bekannt, wurden solche Projekte durch Sponsorschaften aus der Industrie gefördert. Eine der Auflagen war die Kostenfreiheit für die Schüler, weswegen Waffen und Munition zur Verfügung gestellt wurden. Waffen und Mun wurden nur zum Training auf den Ständen unter strenger Aufsicht zur Verfügung gestellt. Die Visier berichtete in 1998 davon.

Es würde mich interessieren, was daraus geworden ist , welche Resonanz und welche Erfolge zu verzeichnen sind. Hat jemand hier aus diesem Forum eigene Erfahrungen damit machen dürfen ?

In wieweit die grossen Verbände, und zwar J E D E R für sich , dafür was getan hat, das würde mich mal interessieren !

Das wäre ein Aufhänger, auch die jetzt drohenden Zurückschraubung der Jugendsportförderung abzuwenden ?

Oder haben da die Verbände was , pardon, verschlafen ?

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Schießen als Schulsport? Na ja, etliche Kids haben mit Sicherheit Konzentrationsübungen dringend nötig. Wäre vielleicht nicht schlecht. Im Zuge der momentanen Diskussion um Waffengebrauch halte ich den Zeitpunkt für diese Anfrage für etwas ungünstig. Schließlich hatte vermutlich auch Steinhäuser in seiner Ostzonen-Schule gelernt, wie man schießt und daß man seine Feinde zu vernichten hat. Aber das will ja heute niemand mehr hören! Ist ja alles nicht wahr!

Tschüß

Alfred

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ich möche N I C H T jetzt Schiessen als Schulsport einführen , die Frage ist : wo ist es überhaupt schon mal verwirklicht worden !??!

DWJ 10/98 Seite 1505

Realschule Ebermannstadt/Oberfranken

Initiator Realschuldirektor Rainer HEINZ

Lehrer Gert MÜLLER : B-Trainer mit F-Schein für Pistole

Schulamt hat endgültig positiv entschieden

Anschütz sponsort als Dauerleihgabe 6 Lui und 6 LGs , DN die Diabolos, die teuflischen...

War das nur ein einzelnes Projekt ?

Wie haben die anderen Verbände den Schulsport gefördert ?

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Zitat:

Original erstellt von Benni:

Schweden macht uns da was vor:

Seit Jahren gibt es dort Schulmeister- und Landesmeisterschaften der Schüler. Hervorragend!

Hast Du mehr Infos dazu? Das Thema ist im Moment vielleicht etwas unpopulär, ich würde aber liebend gerne gerade die GRÜNEN mit entsprechenden Studien und (hoffentlich positiven <g> ) Erfahrungsberichten zuschütten!

Meine bescheidene persönliche Meinung zu diesem Thema:

Heute wird das Verhältnis von Jugendlichen zu Waffen durch Computer-Spiele, Fernsehen und Kinofilme geprägt. Kinder neigen zum Nachahmen und haben dementsprechend kein Problem, mit einer (Spielzeug-)Pistole auf ihre Freunde zu zielen. DAS finde ich bedenklich.

Ich würde Kinder lieber frühzeitig mit realen Waffen (anfangs natürlich nur Luftdruck) in Kontakt bringen und ihnen einhämmern, dass diese Dinger wirklich gefährlich sind und man bestimmte Dinge NIEMALS damit macht. Ich gehe sogar so weit, zu empfehlen, Kindern in einem gewissen Alter bewusst Bilder von "schmutziger" Gewalt, realen Toten und Schusswunden zu zeigen. Das "klinisch" saubere Töten in den Medien erzeugt ein völlig falsches Bild - und wer erst einmal gesehen hat, wie schrecklich die REALEN Auswirkungen einer Schusswaffe sein können, entwickelt einen Höllenrespekt vor diesen Teilen.

Diesen Aspekt halte ich für mindestens ebenso wichtig wie die sportliche Seite, die in der Tat zu Konzentration und Körperbeherrschung einen positiven Beitrag leistet.

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Zitat:

Original erstellt von magic:

Der DSB hat in 1998 eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit dem Schiesssport ab einem Alter von 8 Jahren beschäftigt.

Das lief unter dem Projektnamen "Kinder trainieren anders" Informationen dazu kann man direkt beim DSB anfordern.

Es wurden Gruppen von Kindern auf Ihre motorischen Entwicklungen, Reaktions- und Konzentrationsvermögen, im Vergleich zu nicht trainierenden Kindern über ein Jahr hinweg beobachtet.

MfG Kai

Hi Kai,

hast Du dazu auch das Ergebnis???

PS::-)) heute wird die Expert getestet ;-))

------------------

Mit freundlichen Grüssen

Maxe2k

Wer schiesst, trifft noch lange nicht ins Schwarze

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Hier in England gibt es viele private Schulen, die Schiessport anbieten.

Die bekannteste hier in der Gegend ist sicherlich Sevenoaks. Die meisten jungen Schuetzen, die man so bei Wettkaempfen sieht, sind Ehemalige aus einer dieser Schulen. Wer mal auf den Termin Kalender fuer Bisley schaut, wird die vielen Schulmatches sehen.

Natuerlich wird der Sport an den Universitaeten weitergefuehrt. Jede bessere Uni hier hat ein eigenes Rifle Team. Es gibt eine eigene Universitaets Liga mit einigen KK und GK Wettkaempfen.

In meinem Tontauben Club gibt es einen Stand speziel fuer die Kinder der Schuetzen. Dort lernen 8 Jaehrige den Umgang mit einer .410. Eine WBK fuer Flinten ( Shotgun Certificate ) darf man hier ab 14 haben.

Soweit ich weiss, versuchen BASC und die Countryside Alliance gerade Jugentlichen aus "schlechteren" sozialen Gruppen fuer das sportliche Schiessen zu interessieren.

Trotzdem gaube ich nicht, dass der Nachwuchs gesichert ist. Die meisten der Schuetzen , die man so sieht ist dem Rentenalter schon sehr nahe, besonders die Buechsenschuetzen.

MK

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Der DSB hat in 1998 eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit dem Schiesssport ab einem Alter von 8 Jahren beschäftigt.

Das lief unter dem Projektnamen "Kinder trainieren anders" Informationen dazu kann man direkt beim DSB anfordern.

Es wurden Gruppen von Kindern auf Ihre motorischen Entwicklungen, Reaktions- und Konzentrationsvermögen, im Vergleich zu nicht trainierenden Kindern über ein Jahr hinweg beobachtet.

MfG Kai

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Denke nicht, dass das gut wäre - überhaupt in Grossstädten wir B und HH denke ich mir, gibt es dann Schüler, die irgendwann austicken..

Gegen Lehrer oder wenn einer sagt: "Du schiesst aber einen Topfen (Mist) zusammen"

Ausserdem hatte ich schon beim Heer Angst, dass bei manchen Burschis einer Mal die Nerven verliert...

Ich möchte nicht die Verantwortung in der SCHULE übernehmen, für eine Horde Kiddies, die Schiessen lernen..

In Schweden ist das eher schon durch die landschaftlichen Gegebenheiten anders verankert. Muss mal schauen, ob ich eine schwedische Website in die Richtung finde

http://www.gsvburgenland.vze.com/

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Clausi,

jetzt ist mir eingefallen, woher ich die Schweden-Infos habe.

Mein Gedächtnis hat mich zu einem Buch greifen lassen, das neben meinem Bett liegt und in das ich öfter reinschaue. Da ist erläutert, wie es in Schweden mit Schießen als Schulsport aussieht.

Übersetzt hat das Werk Ulrich Eichstädt von Visier, er hat die wunderbaren Trainingstips von Ragnar Skanaker und die medizinischen Erläuterungen von Laslo Antal an die deutschen Verhältnisse angepasst.

„Bringen Sie junge Menschen in Ihren Schießklub“

Unter diesem Zwischentitel berichtet Skanaker (er hat Hunderte internationale Titel errungen), dass das kleine Land Schweden mehr Medaillen für Druckluftwaffen errungen hat als andere Länder. Warum? „Weil in Schweden die Schulkinder bereits ab neun Jahren mit Luftpistole und Luftgewehr beginnen. Sie trainieren den Winter über und im Frühling werden über das ganze Land verstreut Wettkämpfe organisiert. Die Kinder mögen das“.

Die 9-13jährigen dürfen sitzend aufgelegt schießen. Die 14-15jährigen stehen und dürfen die4 Lupi mit beiden Händen halten. Die 16-19jährigen schießen den normalen Sportanschlag.

Skanaker: “Denken Sie daran: das sind keine Sportschützen im Verein, sondern Schulkinder beim Breitensport“.

Meine Beobachtung im Verein: Die ganz jungen Interessierten, die zu dritt, zu viert auf dem Luftgewehrstand sind, gaggeln erst mal herum, sind laut, posaunen jede Fahrkarte und jede Zehn heraus, ein Hühnerhaufen. Von Trainingsstunde zu Trainingsstunde werden sie leiser, man spürt, wie sie sich konzentrieren wollen, man spürt den Ehrgeiz, auch das Konkurrenzdenken.

Es ist eine Binsenweisheit, dass der Schießsport (aber auch das Musizieren) die Konzentration fördert.

Ich bin sehr dafür, schon 10jährige an unseren Sport heran zu führen und erst recht, Kindern Waffen zu zeigen, ihnen Funktionen zu erläutert und ihnen die wichtigste Regel, natürlich Sicherheit zu vermitteln.

Es gibt auf Video dokumentierte Versuche in den USA. Kinder „fanden“ zufällig beim Spielen Waffen. Die Unbedarften fuchtelten damit herum, die Aufgeklärten hielten die Mündung zum Boden, ließen den Zeigefinger gerade – und die gut Informierten prüften, ob die Waffen geladen war. Respekt!

Zum Buch:

„Sportliches Pistolenschießen“

Ragnar Skanaker, Laslo Antal

Motorbuch Verlag Stuttgart (3. Auflage 1996)

ISBN 3-613-01425-4

Wie gesagt: Ich nehme dieses Buch immer wieder in die Hand und stelle fest, dass ich manchmal erst beim fünften oder zehnten Lesen einen Hinweis begreife. Übrigens nicht, weil es schlecht bzw. unverständlich geschrieben wäre, auch nicht, weil ich nicht lesen kann oder einfach doof bin sondern: Weil ich in meinem Trainingsstand noch nicht so weit war, die Zusammenhänge zu verstehen, einzuordnen, bzw. weil z.B. der Begriff Muskelgedächtnis so lange Theorie geblieben war, bis sich tatsächlich die Muskeln gemeldet haben, also durch Training Körper und Geist sich ein- und abgestimmt haben.

Und immer wieder stelle ich fest, dass mir gute Tips (eigentlich Selbstverständlichkeiten) noch nicht in Fleisch und Blut über gegangen sind. Natürlich weiß ich, dass ich Nachhalten muss, doch warum tue ich es im Spopi-Duell nicht immer? Ganz einfach: Weil ich weiter trainieren muß, um bessere Leistungen zu erzielen.

Vielleicht sollte sich Uli mal melden, ob es in Neuauflagen des Buches Veränderungen gibt. Dann würde ich mir das Werk glatt noch mal kaufen.

Gut Schuß!

Benni

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Zitat:

Original erstellt von Benni:

jetzt ist mir eingefallen, woher ich die Schweden-Infos habe. (...)

Super, danke für die Info!

Zitat:

Meine Beobachtung im Verein: Die ganz jungen Interessierten, die zu dritt, zu viert auf dem Luftgewehrstand sind, gaggeln erst mal herum, sind laut, posaunen jede Fahrkarte und jede Zehn heraus, ein Hühnerhaufen. Von Trainingsstunde zu Trainingsstunde werden sie leiser, man spürt, wie sie sich konzentrieren wollen, man spürt den Ehrgeiz, auch das Konkurrenzdenken.

Ohne es selbst gesehen zu haben, entspricht es genau dem, was ich erwartet hatte. Da liegt meines Erachtens der größte Wert des Schiesssports: Man muss gezielt innere Ruhe und Konzentration aufbauen, um wirklich gut zu werden. Damit ist Schiessen eine gute Ergänzung (!) zu vielen anderen Sportarten, die primär körperliche Kondition erfordern.

Zitat:

Es gibt auf Video dokumentierte Versuche in den USA. Kinder „fanden“ zufällig beim Spielen Waffen. Die Unbedarften fuchtelten damit herum, die Aufgeklärten hielten die Mündung zum Boden, ließen den Zeigefinger gerade – und die gut Informierten prüften, ob die Waffen geladen war. Respekt!

Wie ich schon in einem anderen Beitrag geschrieben hatte, halte ich dies für einen wichtigen Nebenaspekt. Schade, dass solche Argumente in der Öffentlichkeit derzeit nur sehr schwer zu kommunizieren sind.

Zitat:

Und immer wieder stelle ich fest, dass mir gute Tips (eigentlich Selbstverständlichkeiten) noch nicht in Fleisch und Blut über gegangen sind. Natürlich weiß ich, dass ich Nachhalten muss, doch warum tue ich es im Spopi-Duell nicht immer? Ganz einfach: Weil ich weiter trainieren muß, um bessere Leistungen zu erzielen.

Weiss nur zu gut, was Du meinst ;-))

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Ebermannstadt ?!?!

Da komm ich her, da komm ich her, schaut, da komm ich her (tätäräääää !)

Unglaublich, solche Dinge in meiner Heimatstadt....

... kein Wunder, daß ich zu dem geworden bin, was ich bin (hehehe)

Leider nicht meine Schule gewesen und viel zu spät :-)

godspeed

Matthias

------------------

FWR #012853

Keine Ausreden !

[Dieser Beitrag wurde von Marodeur am 15. Mai 2002 editiert.]

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Zitat:

Original erstellt von Benni:

Unter diesem Zwischentitel berichtet Skanaker (er hat Hunderte internationale Titel errungen), dass das kleine Land Schweden mehr Medaillen für Druckluftwaffen errungen hat als andere Länder.

"Der Tausendsassa

Wenn dieser Begriff einem Sportschützen gerecht wird, dann ist wahrscheinlich Ragnar Skanaker gemeint. Der heute 63jährige Schwede war Tankwart, Cafeteria-Betreiber und Jetpilot, Trainer und vor allem über 30 Jahre Weltreisender in Sachen Pistolenschießen. Als er auf einer Pressekonferenz in Atlanta 1996 bekanntgab, diese, seine siebte Olympia-Teilnahme sei auch seine letzte, konnten es viele der weltbesten Schützen kaum glauben - und richtig, zumindest bei der Weltmeisterschaft 1998 in Barcelona ging er nochmals an den Start. Seine international errungenen Titel zählt er seit dem 750. Erfolg nicht mehr: Er war 1982 Weltmeister mit der Freien und mit der Standardpistole, 1998 mit der Luftpistole, 1972 Olympiasieger mit der Freien Pistole, in den Jahren 1984 und 1988 zweimal Silbermedaillengewinner in dieser Disziplin, 1992 holte er Bronze. Zwischendurch wurde er 1989 Europameister mit der FP - dieser Titel fehlte ihm noch in der Sammlung.

Der quirlige Skandinavier arbeitete als Trainer und schrieb Lehrbücher, trotzdem brach er mit vielen ehernen Regeln des Sports. Er bewegte sich nach jedem Schuß auf dem Standplatz hin und her und brachte seine Konkurrenten durch gute Laune und ungewöhnliche Ideen immer wieder aus dem Rhythmus: So zahlte er den Zuschauern beim Training Geld, wenn sie jede Zehn beklatschten und jeden Treffer außerhalb mit Unmutsäußerungen bedachten."

Quelle

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Ich weiss, das dies nichts mit dem Thema zu tun hat!

Folgendes habe ich gerade auf dieser Seite http://www.polizei.nrw.de/herford/psv.htm#Schießsport gefunden:

Schießsport

Abteilungsleiter:

Gerhard Zimmermann

Windmühlenweg 5

32139 Spenge, Tel. 05225/1505

Trainingszeiten und Ort:

Montag und Mittwoch

von 19.30 - 22.00 Uhr:

Hauptschule Elverdissen

Dienstags: Hansastr. nach Absprache

Wie es aussieht, trainieren die "Jungs" in dem Gebäude besagter Hauptschule. Nur mal so am Rande erwähnt.

[Dieser Beitrag wurde von Astanase am 15. Mai 2002 editiert.]

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