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IGNORED

Winchester 70 Pre-64 .300WM mit extremen Tiefschuss!


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Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Hasenklage:

Also erstmal müssen wir uns hier mal über Deine "Klicks" einig werden. Das Swarowski hat 1cm/100m. Das Leupold hat Deinen Angaben zu Folge 2 Klicks/100m weil Du angegeben hast das Du auf 50m 20 Klicks gemacht hast um 20cm auszugleichen.

(20 Klicks a 2cm sind auf 100m 40cm ergo auf 50m 20cm)

Das eine Drückjagdoptick 2cm/100m hat ist auch nicht ungewöhnlich (hat mein Burris auch). Du schreibst aber weiterhin dass das Leupold 200!!!Klicks in jede Richtung zu verstellen geht! Das kann nicht sein:crazy:

 


Nein, das Leupold hat 1cm / 100 Meter. Hab die EU-Version. US-Version müsste 1/4MOA haben.

Zu den Klicks, ja da hast Du recht. Ehrlich gesagt können es auch 40 Klicks gewesen sein, schon zu lange her. Aber an den Tiefschuss von 20cm erinnere ich mich deutlich.

Verstellung Hoch 200 Klicks bis mechanischer Endanschlag, Runter ebensoviel. Ob das Absehen sich tatsächlich über die ganzen 200 Klicks bewegt weis ich nicht. 
 

 

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Geschrieben

Ich glaube, hier werden gerade zwei Dinge miteinander vermischt.

Dass ältere Büchsen bewusst mit Anlage- oder Druckpunkten im Vorderschaft gebaut wurden, ist nichts Ungewöhnliches. Das kennt man auch von etlichen älteren Militärgewehren. Damit beeinflusst bzw. stabilisiert man die Laufschwingung.

Was mich allerdings stutzig macht, ist die Vorstellung, dass der Schaft einen geometrisch deutlich nach unten zeigenden Lauf dauerhaft so weit „hochbiegen“ soll, dass Lauf- und Visierachse anschließend wieder passen.

 

Das wären für mich zwei verschiedene Dinge:
definierter Vorderschaftdruck zur Beeinflussung der Laufschwingung – ja.
Eine erhebliche Fehlstellung des Laufes durch den Schaft korrigieren – da hätte ich große Zweifel.

Zumal der Büchsenmacher den Lauf ja offenbar gerade beurteilt hat. Dann würde ich die Ursache eher irgendwo in der geometrischen Zuordnung von System, Lauf und Montage suchen als in einem Lauf, der vom Schaft erst in die richtige Richtung gedrückt werden muss.

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb kurzwaffen:

...Zumal der Büchsenmacher den Lauf ja offenbar gerade beurteilt hat. Dann würde ich die Ursache eher irgendwo in der geometrischen Zuordnung von System, Lauf und Montage suchen als in einem Lauf, der vom Schaft erst in die richtige Richtung gedrückt werden muss.

Das sehe ich genau so!  Eventuell eine Pica Schiene mit Vorneinung, die falschrum montiert wurde? 

Geschrieben

Ich frage als KW-Schütze: Man kann -  laut Fragestellung -  ein System im Holzschaft so fest einspannen, dass man einen Lauf über zwei "Höcker" ein-zwei  Winkelsekunden elastisch auslenken kann?

In jedem Gewinde ist Spiel, wenn man zwei Teile so "schräg"  wie beschrieben zu verschraubt, dann müssten die Flächen zur Zentrierung schief sein. Oder das ist etwas dazwischen? 

Schief sollte sich doch leicht auf der Drehbank von einem Buchsenmacher lösen lassen - vor allem wenn der Lauf gerade sein soll. 

Von den alten Weltkriegs - Ordonanzgewehren hört man von Kollegen, dass Versuche aus dem alten Schätzchen einen "Freischinger"  ziemlich schief gehen können. 

Aber mit ein bisschen anliegende Holz 20cm auf 50m -  kann ich mir nicht vorstellen. Was aber nur an meiner geringen Phantasie liegt. 

 

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Hasenklage:

Es ist eine EAW Schwenkmontage:rtfm:

Alles klar, dann ist die halt kagge! Falsch montiert, in der Kontakt Flächen Rostablagerung, Produktionsfehler oder das Systemgehäuse ist nicht passend für diese Montage. 

Ist für mich alles wahrschenlicher, als ein so krumm verschraubtes Lauf / System. Wobei man da niemals nie sagen sollte. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Fehlersuche. Irgendwo muss da ja was krumm sein. Halte uns bitte auf dem Laufenden!

Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb JumboHH:

Alles klar, dann ist die halt kagge! Falsch montiert, in der Kontakt Flächen Rostablagerung, Produktionsfehler oder das Systemgehäuse ist nicht passend für diese Montage. 

Ist für mich alles wahrschenlicher, als ein so krumm verschraubtes Lauf / System. Wobei man da niemals nie sagen sollte. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Fehlersuche. Irgendwo muss da ja was krumm sein. Halte uns bitte auf dem Laufenden!

Hallo JumboHH, das werde ich gewiss tun.

Es gibt auch bereits neue Erkenntnisse, davon aber erst Morgen Abend, nachdem ich meine geplanten Test‘s auf dem 50 Meter Stand durchgeführt habe. Ich bitte um Geduld.

 

Vorab dies:

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Ja die harmoische Laufschwingung ist noch so eine Sache, die da mit reinspielen könnte, allerdings sollte sich dabei der Streukreis deutlich auftun und nicht ausschließlich in eine Richtung verändern. Obwohl das auch möglich wäre.

 

 ich kämpfe gerade mit einer 300PRC, die ich ums verrecken nicht zum schießen bringe. 

Ich glaube mittlerweile, dass diese Waffe sich von der bekannten Innenballistik getrennt hat und sich ihren Weg in der Quantenmechanik gesucht hat. Dabei tunnelt das Geschoss durch den Lauf und spornt irgendwo neben der Mündung und setzt seinen physikalischen Weg fort. Das Ergebnis zeigt sich in den Streukreisen: 

  • 100m 5,5cm
  • 300m 6,5 cm
  • 600m 7,5cm
  • 800m 13cm

Anders als mit Quantenmechanische Effekten kann ich mir das momentan schwer erklären...

 

EDIT: Das war Ironie! Das Geschoss bekommt an der Mündung eins aufs Hinterteil, wird destabilisiert und benötigt Zeit um sich wieder auszurichten, daher der nicht-lineare Streukreis. Dennoch kann ich die Ursache nicht beheben.

Bearbeitet von JumboHH
Geschrieben

Ich konnte heute Problem analysieren.

Aber zunächst: Asche auf mein Haupt. Ihr hattet natürlich recht, es gibt einen unterschied zwischen der Leupold und Swarovski EAW Montage. Der erklärt natürlich nicht die extreme Swarovski Ablage, sondern nur warum der Effekt beim Leupold nicht so offen zum Tragen kam und ich all die Jahre es nicht bemerkt habe.

 

Aber der Reihe nach:

 

Mittwoch

Telefonat mit Swarovski Kundendienst Technischer Service. Ich hatte eine sehr angenehme  freundliche Österreichische Maid am Telefon. Habe ihr das Problem geschildert mit der Frage, warum ich beim Leupold keine Probleme hatte, im Gegensatz zum Swarovski jetzt. Sie sagte sie kennt das Problem und es MUSS einen Unterschied in den Montagen geben. Zu der Extremen Ablage des Swarovski hat sie auf einen nicht geraden Lauf bestanden!!! Sie hatte eine sehr angenehme Stimme und ist bestimmt eine hübsche Frau😃.

 

Donnerstag

Habe mir die Worte der netten Swarovski Dame zu Herzen genommen und die beiden Montagen nochmals überprüft.

Vorab: Beide Gläser stehen optisch parallel zum System. Bei der Messung Oberseite verriegelter Verschluss als Bezugspunkt genommen.

 

Leupold vorne von Unterseite Tubus bis Oberseite Verschluss: 27,55mm, 

hinten: 27,70 mm.

 

Swarovski vorne von Unterseite Rail bis Oberseite Verschluss: 25,55 mm, 

hinten: 25,30 mm.

 

D.h. also das Leupold ist minimal nach vorne gekippt um 0,15 mm, das Swarovski minimal nach hinten um 0,25 mm.

 

Die erklärt laut Strahlenformel warum ich bisher beim Leupold keine offensichtlichen Probleme bemerkt habe.

 

Laufprüfung: meine W70 hat einen Featherweight Lauf.

Da das W70 System an den Seiten und unten gerade rechtwinklige Flächen hat, hat sich eine Lichtspaltprüfung mittels Rechteck Aluprofil angeboten.

Der Lauf ist tatsächlich krumm, und zwar in der Richtung wie das Laserbild aus meinem ersten Beitrag andeutet.

Ich möchte jetzt keinen Stab über dem Büma vom Dienstag brechen. Optisch ist es auf den ersten Blick wirklich nicht zu sehen.

 

Heute

50 Meterstand.

Masstab neben Scheibe befestigt, ab Scheibenmitte aufwärts.

Beide Gläser Höhenverstellung Mitte.

 

Referenzprüfung

Beide Gläser(Leupold Tubus, Swarovski Rail) auf den ZF Basen meiner Ansitzbüchse Mauser M03 positioniert. BoreSighting stimmt mit Absehen überein.


 

Leupold auf W70

Absehen 8 cm hoch ab Scheibenmitte.

 

Swarovski auf W70

Absehen 44 cm hoch ab Scheibenmitte.

 

Die Werte sind +- 20% da Laufausrichtung auf Scheibenmitte naturgemäß fehlerbehaftet. Es geht auch weniger um exakte Werte sondern um Tendenz.

 

Mit diesen Erkenntnissen werde ich natürlich zuerst Lösung 2 umsetzen.

Schon allein aus Interesse wie die Präzision sein wird. Nur ein Provisorium, das jeder Zeit entfernt werden kann. Bis dahin werde ich mir eine Büma-Werkstatt suchen die mir den Lauf richten/drücken kann, wenn ich mich dazu entscheide.

 

Vielen Dank euch allen für eure Antworten und das Ihr euch Gedanken über das Problem gemacht habt. Werde Schussbilder reinstellen wenn’s soweit ist. Dauert aber, da ich mich jetzt erst mal um andere Dinge kümmern möchte.

Gruß Stefan

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