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Privater Waffenbesitz – eine Frage der Moral


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http://www.misesde.org/?p=12456

6.4.2016 – „God Created Men, and Sam Colt Made Them Equal!” (Old West Adage)

von Andreas Tögel.

Die brillante Denkerin und Begründerin der Denkschule des „Objektivismus“, Ayn Rand, stellte zu Beginn der 1960er-Jahre fest, dass der politische Diskurs von „ad-hominem-Trugschlüssen“ und „Argumenten der Einschüchterung“ beherrscht wird („Die Tugend des Egoismus“). Seit den Tagen, in denen sie diese Gedanken zu Papier brachte, hat sich nichts zum Besseren gewendet. Ganz im Gegenteil! Nie zuvor wurden rationale Überlegungen sosehr durch meist kollektivistisch unterlegte Gefühlsduselei ersetzt, wie unserer Tage. Indem die Herrschenden und deren Sykophanten sich auf eine angeblich „höhere Moral“ berufen, soll die Armseligkeit ihrer Argumente, oder deren vollständiger Mangel, kaschiert werden. Dass jedes Moralurteil guten Gründen zu folgen hat, auf denen es errichtet wird – diesen aber keinesfalls vorauseilen darf – wird ausgeblendet. Stattdessen werden Andersdenkende der moralischen Minderwertigkeit bezichtigt.

[...]

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Sehr guter, wohldurchdachter Artikel von Andreas Tögel!

Die "höhere Moral" der Kollektiv-Moralisten ist ihr Alibi und zugleich Ausdruck ihres Willens zur Macht, wie es Friedrich Nietzsche wunderbar darlegte:

In der Tat, man tut gut (und klug), zur Erklärung davon, wie eigentlich die entlegensten metaphysischen Behauptungen eines Philosophen zustande gekommen sind, sich immer erst zu fragen: auf welche Moral will es (will er –) hinaus? Ich glaube demgemäß nicht, daß ein »Trieb zur Erkenntnis« der Vater der Philosophie ist, sondern daß sich ein andrer Trieb, hier wie sonst, der Erkenntnis (und der Verkenntnis!) nur wie eines Werkzeugs bedient hat. Wer aber die Grundtriebe des Menschen daraufhin ansieht, wieweit sie gerade hier als inspirierende Genien (oder Dämonen und Kobolde –) ihr Spiel getrieben haben mögen, wird finden, daß sie alle schon einmal Philosophie getrieben haben – und daß jeder einzelne von ihnen gerade sich gar zu gerne als letzten Zweck des Daseins und als berechtigten Herrn aller übrigen Triebe darstellen möchte. Denn jeder Trieb ist herrschsüchtig: und als solcher versucht er zu philosophieren. [....] ...sobald nur eine Philosophie anfängt, an sich selbst zu glauben. Sie schafft immer die Welt nach ihrem Bilde, sie kann nicht anders; Philosophie ist dieser tyrannische Trieb selbst, der geistigste Wille zur Macht, zur »Schaffung der Welt«, zur causa prima.

Aus: Jenseits von Gut und Böse.

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Nietzsche,+Friedrich/Jenseits+von+Gut+und+B%C3%B6se/Erstes+Hauptst%C3%BCck.+Von+den+Vorurteilen+der+Philosophen/1-10

Franz Werfel hat diese "allzumenschliche" Eigenschaft prägnanter formuliert. Als Bonmot, das ich schon öfter zitiert habe, weil es das menschliche Wesen so knapp und trefflich zugleich auf den Nenner bringt:

"Neben dem Geschlechtstrieb bestimmt kein anderes Bedürfnis das Handeln des Menschen so sehr wie die Sehnsucht nach moralischer Überlegenheit."

Man sollte stets der eigentlichen Motive gewahr sein, die sich hinter dieser "höheren Moral" verschanzen. Rechtsstaatliche Kriterien der "Erforderlichkeit und Tauglichkeit" für immer weitgehende und schärfere Einschränkungen des legalen Waffenbesitzes lassen sich argumentativ kaum noch glaubhaft heranziehen. Sie spielen für diejenigen, die uns nach ihrem Weltbild (um)erziehen und durch Entzug unserer Waffen letztlich abstrafen wollen, ohnehin keine maßgebliche Rolle. Im Kern handelt es sich um Egomanen, die es dadurch mit sich gut meinen, indem sie vorgeben, es doch nur mit anderen gut zu meinen. Egomanie geht letztlich auf das o. g. Triebhafte zurück und häufig mit dem Wunschbild einher, andere herabzustufen, um sich dadurch selbst zu erhöhen. Eitelkeit, Ignoranz, Hybris und mitunter auch eine diffuse Angst vor dem, was man nicht kennt, treffen dabei aufeinander. Insbesondere bei Machtmenschen ergibt das ein gefährliches Konglomerat.

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Was kann eigentlich am Waffenbesitz unmoralisch sein.

Aus meinem Verständniss heraus, müsste doch jeder Bürger ein Interesse haben im falle einer Notlage,Katasrophe,Unruhen usw., über mindestens drei Wochen autark zu sein, um dem Staat selbst, seinen Bediensteten die Möglichkeit zu geben sich den wahren Problemen zu widmen.

Und das schließt für mich auch den Waffenbesitz mit ein, da in einer normalen Wohngegend so die Bewohner selbst eine gewisse Zeit die Ordnung aufrecht erhalten können.

Das sollten eigendlich die Basics eines Staatsbürgers sein.

Auf gut deutsch:

Wenn jedes jahr halb Köln im Hochwasser absäuft, kann es nicht sein das staatliche Organe damit gebunden werden weil leute zu blöde sind sogar essen zu bevorraten.

Und in ein Haus, das in einem Strassenzug liegt wo alle Haushalte bewaffnet sind, steigt auch keiner ein wenn in der ganzen Stadt das Licht ausgeht.

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