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Prozentrechnung und Medien


Jager
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ZITAT

Irrtum: “Mehr als 50% der Waffenbesitzer verstoßen gegen Aufbewahrungsvorschriften”

Diese in verschiedenen Medienberichten immer wiederkehrende Meldung ist eine pauschale Vorverurteilung aller Waffenbesitzer. Doch wie kommen solche Schlagzeilen zustande?

Mit Hintergrund einer flächendeckenden Aktion der Waffenbehörde des Rems- Murr- Kreises nach den Morden in Winnenden wurden im Jahr 2009 mehr als 3.000 in diesem Landkreis registrierte Besitzer legaler Schusswaffen angeschrieben und zur Vorlage von Nachweisen über die ordnungsgemäße Aufbewahrung aufgefordert.

Im Anschluss wurden Waffenbesitzer kontrolliert, die trotz wiederholter Aufforderung konsequent die Auskunftspflicht verweigerten. Hierbei wurden bei lediglich 23 notwendigen Kontrollen insgesamt 15 Verstöße festgestellt. Folglich müsste die Schlagzeile „0,5% aller Waffenbesitzer im Rems- Murr- Kreis verstoßen gegen Aufbewahrungsvorschriften“ lauten.

Ganz anders sieht es aus wenn aus den Kontrollen in Relation zu den Beanstandungen eine Prozentzahl generiert und diese pauschal auf alle Waffenbesitzer in Deutschland übertragen wird. Komplett falsch, aber dennoch eine verkaufsträchtige Schlagzeile. Und nur darum geht es.

Vergessen wir eines nicht: 99,99% der Waffenbesitzer in Deutschland verwahren ihre Waffen ordnungsgemäß.

Quelle: FvLW e.V.

Das ist zwar unter Schützen bekannt, aber warum treten bei solchen Meldungen nicht die Pressestellen der Verbände auf und stellen das richtig?

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Das ist zwar unter Schützen bekannt, aber warum treten bei solchen Meldungen nicht die Pressestellen der Verbände auf und stellen das richtig?

Entweder machen sie es oder (m.E. verständlich) der Aufwand rechtfertigt nicht den Nutzen. Eine Richtigstellung erfolgt eh nicht und beim nächsten Mal wird es wieder falsch gemacht bzw. dieses Thema wird sicherlich nur einmal pro Erzeugnis verwendet, danach ist es für die Presse und (überwiegend) deren Abnehmer uninteressant. Abgesehen davon, wer soll das machen? Alle denken, die anderen machens.

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Entweder machen sie es oder (m.E. verständlich) der Aufwand rechtfertigt nicht den Nutzen. Eine Richtigstellung erfolgt eh nicht und beim nächsten Mal wird es wieder falsch gemacht bzw. dieses Thema wird sicherlich nur einmal pro Erzeugnis verwendet, danach ist es für die Presse und (überwiegend) deren Abnehmer uninteressant. Abgesehen davon, wer soll das machen? Alle denken, die anderen machens.

Das ist ja das Problem! Da kann man nix machen, also schlafen wir halt weiter!

Was meinst Du wohl, was es für einen Sinn machen würde, wenn sich "Schütze Ars..." bei solchen Berichten in dem Medien zu Wort melden würde!

Wenn sich aber die Pressestelle eines großen Sportverbandes reinhängen würde und offensichlich falsche Angaben richtigstellen ließe, könnte das den Effekt haben, das eine Zeitung es irgendwann leid werden, zu jedem 2ten Bericht eine Richtigstellung drucken zu müssen.

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Hast du mal aufmerksam die Medienwelt durchforstet und beobachtet, wieviele Gegendarstellungen gedruckt werden.

Und spätestens, durch den Hinweis der Redaktion unabhängig vom Wahrheitsgehalte eine solche drucken zu müssen, verbesserst du die Situation nicht.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, Gegendarstellungen sind richtig und wichtig.

Aber sie müssen auch richtig eingesetzt werden.

TD

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Hast du mal aufmerksam die Medienwelt durchforstet und beobachtet, wieviele Gegendarstellungen gedruckt werden.

...

Desshalb habe ich auch NICHT von Gegendarstellungen sondern von Richtigstellungen gesprochen.

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