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Wie schreibt man gute Leserbriefe und Beiträge


MichaelDa

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Ich möchte mich auf wenige Regeln beschränken:

Grundregel Nr. 1

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Der Leser soll sich selbst die Meinung bilden! Ihm keine Meinung aufdrängen! Das klappt, wenn man scheinbar ohne eigene Meinung schreibt und sich in allen Aussagen stattdessen auf offizielle Quellen bezieht. Der Leser muss zu sich selbst sagen können: "Ich habe mir eine Meinung gebildet". Er sollte nicht sagen können: "Ich habe die Meinung eines anderen gelesen".

Grundregel Nr. 2

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Keine Behauptung ohne Beleg! Was niedergeschrieben wird, muss mit offiziellen Quellen belegt werden können. Je seriöser die Quellen, um so besser. Staatliche Quellen sind daher Top-Quellen, es folgen seriöse Institute, Universitäten, Nachrichtenmagazine, ... . Nicht verwenden sollte man z. Bsp. Quellen aus Boulevardblättern. Auch sollte man sich natürlich i.d.R. nicht auf Jäger- und Schützenquellen beziehen und schon gar nicht auf Quellen von "radikaleren" Seiten.

Grundregel Nr. 3

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Keine Schmähungen und Beleidigungen etc. niederschreiben. Der Leser kommt schon selbst zum entsprechenden Schluss, wenn diejenigen, über welche man schreibt, einen Schuß haben! Denn sie bilden sich ja selbst ihre Meinung (siehe oben).

Grundregel Nr. 4

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Wenn möglich, schizophrene Geisteshaltungen ausfindig machen. Das zerstört nachhaltig die Glaubwürdigkeit einer Person. Aufdecken, ob jemand "Wasser predigt und Wein säuft".

Aktuelle Beispiele:

http://www.pro-legal.de/index.php/2010/03/...d-waffengesetz/

http://www.gkd-ev.de/wordpress/index.php/2...sen-kontrollen/

Grundregel Nr. 5

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Möglichst wenig Rechtschreibfehler (Bemerkung: Diesen Beitrag habe ich nicht auf Rechtschreibfehler überprüft, erspart Euch also Eure Kommentare, falls Ihr welche findet!).

Beispiel:

Ausgangspunkt:

Die Forderung des Grünen-Politikers und Psychologen Karl-Heinz Haase, dass Schützen den Schulen gemeldet werden sollen:

http://www.ln-online.de/artikel/2745064/Am...tzen_melden.htm

Seine gravierenden Fehler:

Unterstützung für seine Forderung erhält er von der Landeszentrale für Datenschutz

--> Aussage wurde dementiert durch unverdächtige Quelle: https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20...rtschuetzen.htm

Die Amokläufe an deutschen Schulen hätten gezeigt, dass alle Täter „stille Waffennarren“ gewesen seien

--> Durch diverse Quellen widerlegbar, z. Bsp. http://de.wikipedia.org/wiki/Attentat_von_Volkhoven (das war ein Bauhausnarr)

--> http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,649884,00.html (ein Beil-, Messer- und Alkoholnarr)

Dass es alles Sportschützen waren, denn nur diese möchte er ja melden

--> Indirekt widerlegbar über: http://www.focus.de/panorama/welt/chronolo...aid_379324.html

Man muss jetzt halt die jeweiligen Quellen suchen, dass es eben "keine" Sportschützen waren, d.h. keine Mitglieder im Schützenverein

Dass alle keine Freundin hatten

--> Widerlegbar, denn es gab auch schon Mädchen, die (weniger erfolgreich) Amok liefen:

http://www.stern.de/panorama/amokalarm-an-...sam-700478.html

Jetzt hat man genügend Quellen, um einen sachlichen Bericht zu schreiben und das Handeln des Herrn als absurd darzustellen.

Selbstverständlich darf man schon Dinge schreiben, wie z. Bsp.

- Herr X hätte mal besser recherchiert, anstatt ....

- Herr X kennt offensichtlich das Datenschutzgesetz nicht und hat ganz offenbar auch noch nie ein Grundgesetz gelesen, denn .....

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Grundregel Nr. 1

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Der Leser soll sich selbst die Meinung bilden!

Grundregel Nr. 2

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Keine Behauptung ohne Beleg!

Grundregel Nr. 3

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Keine Schmähungen und Beleidigungen

Grundregel Nr. 4

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Wenn möglich, schizophrene Geisteshaltungen ausfindig machen.

Grundregel Nr. 5

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Möglichst wenig Rechtschreibfehler

Gefällt mir!

Ich würde jedoch noch eine Grundregel einbauen:

Grundregel Nr. 6

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Fasse Dich kurz und komme auf den Punkt. Kaum jemand liest heute Leserbriefe, Kommentare in den diversen Online-Ausgaben unserer Medien, die länger als 10 Zeilen sind. Eine prägnante und treffsichere Formulierung hilft ungemein.

Balmi

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Diese Regeln sollten eher für journalistische Artikel gelten. ;-)

In einen Leserbrief kann und sollte man durchaus die eigene Meinung schreiben, ansonsten finde ich die Aufzählung gut.

(Hatte neulich ein schönes Beilpiel für Regel 4: Grüner OB Tübingens will chinesische Solartechnik von Förderung mit Steuermitteln ausschliessen, fuhr früher aber einen Toyota Hybriden als Dienstwagen, natürlich vom Steuerzahler bezahlt.)

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Ich würde jedoch noch eine Grundregel einbauen:

Grundregel Nr. 6

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Fasse Dich kurz und komme auf den Punkt. Kaum jemand liest heute Leserbriefe, Kommentare in den diversen Online-Ausgaben unserer Medien, die länger als 10 Zeilen sind. Eine prägnante und treffsichere Formulierung hilft ungemein.

Sehr richtig & wichtig. Nicht zu weit ausschweifen, kurze Sätze, eine oder max. zwei Kernaussagen. Dann klappts auch mit der Veröffentlichung.

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