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Schießleistung verbessern- WELCHE TRICKS UND TIPPS?


Guest multi73

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Guest multi73

Wenn man sich mit Leistungssport-Schützen beschäftigt, liest man oft, daß sich diese auch stark "mental" vorbereiten. Was für die gut ist, kann für den Hobby-Schützen doch nicht schlecht sein.

Natürlich ist der beste Weg zur besseren Schießleistung das Üben, Üben, Üben, aber was kann man noch machen?

Spezielle Entspannungstechniken, Autogenes Training??????

Bin für praktische Tipps und Hinweise dankbar!

ACHTUNG: DIES IST EIN ERNSTGEMEINTER THREAD - BIN JA FÜR JEDEN SPASS ZU HABEN, ABER DANN BITTE OFF- TOPIC UND NICHT DIE LESBARKEIT DURCH "LUSTIGE" EINZEILER U.Ä. BEHINDERN- DANKE!! :eclipsee_gold_cup:

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Hallo Multi73,

Konzentration und Focus halten sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Ab dem Moment wo Du Dich entscheidest die Waffe zu heben um zum Schuss anzusetzen gibt es nur noch das "Hier und Jetzt". Es zählt nur dieser eine Schuss, dieser Moment. Sobald Du anfängst darüber nachzudenken wie es heute bei der Arbeit lief, dass Du noch Einkaufen musst nach dem Training, oder Dich noch über den vorherigen abgerissenen Schuss ärgerst werden Deine Leistungen schlechter werden.

Eine gute Methode diesen Focus zu erreichen ist durchaus Autogenes Training. Es geht aber auch so ziemlich jede Form der Meditation (Zen, tibetischer Buddhismus oder Rosenkränze beten, etc.) je nachdem was Dir persönlich liegt. Der rote Faden hier ist, dass Du regelmässig übst Deine Gedanken auf einen bestimmten Focus zu richten. Ohne abzuschweifen und andere Themen zuzulassen. Wenn Du damit anfängst merkst du, dass dies gar nicht so einfach ist. Unser inneres Selbstgespräch, welches wir ständig aufrecht erhalten, lässt sich nicht so einfach kontrollieren und noch viel schwieriger abstellen. Es zu üben lohnt sich aber. Falls interesse besteht kann ich gerne hier ein paar Übungen posten.

Relaxte Grüsse,

Zeno

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Du kannst Dir das Buch "Die Psyche des Schusses" ISBN 3-9809746-4-2 besorgen. Dort wird beschrieben, wie man sich sytematisch auf Tuniere und andere spannende Augenblicke vorbereitet. es gibt 200 Übungen, einen 6 Wochen Trainingsplan und eine CD zur Psychoregulation.

Das Buch habe ich erst angefangen, scheint aber nicht schlecht zu sein, da es alles von anfang an erläutert. Zu den Übungen kann ich noch nichts sagen. Die CD finde ich persönlich daneben, da sie in meinen Augen schlecht besprochen ist. Wenn man schon eine Enspannungs CD macht, sollte man die Stimme dafür haben. Aber diese Art von CD´s findest du überall im Handel.

Entspannungsübungen finde ich persönlich für sehr gut, da sie einem im Alltag auch weiterbringen. Wie oft regt man sich über den Chef, Kollegen ... auf. Mit ein wenig Übung, ist es jedem Möglich, sich innerhalb von 2 Min. mental auszugleichen. Also viel Erfolg.

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Guest Matze82

Und das wichtigste wohl: Regelmäßigkeit. Und nicht immer im hau-ruck Verfahren und dann nichtsmehr. Bin zwar nicht der Psycho-Meister des Schießens habe aber die Pause zwischen dan Jahren schon gemerkt... Da fehlte ein paarmal Training.

Viel Erfolg!

Grüße

-Matze

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Hier zwei Übungen, die mir sehr weiter geholfen haben:

1. Entspannung in allen Situationen:

Tiefenatmung mit progressiver Muskelentspanung:

Am Besten vor den Einschlafen üben. Lege Dich enstpannt hin und beginne einige Minuten tief in den Bauch zu atmen. Der Rhythmus sollte so sein: 4 Takte einatmen, 2 Takte halten, 4 Takte ausatmen, 2 Takte Pause. Beim Atem anhalten darauf achten, dass Du die Bauchmuskeln dazu benutzt und nicht den Kehlkopf verschliesst.

Dann beginne jeden Muskel im Körper der Reihe nach anzuspannen, kurz halten und los lassen. Fang mit den Füssen an, geh weiter zu den Beinen, Rumpf, Arme und am Schluss Grimassen schneiden, Kopfhaut anspannen, einfach jeden Muskel. Versuche dabei weiter im Rhythmus zu atmen. Dann fühl in Dich hinein ob noch irgendwas angespannt ist und wenn da noch was ist dann wiederhole dort das Anspannen und Loslassen.

Nach einigen Wochen regelmässiger Übung ist der Körper so konditioniert, dass Du nur in den Atemrhythmus wechseln musst, einige Atemzüge nimmst und alles entspannt sich automatisch. Sehr gut beim Wettkampf aber auch bei der Arbeit, wenn man ne Rede halten muss oder Ähnliches. Wichtig hierbei ist die regelmässige Übung über einen längeren Zeitraum hinweg, Konditionierung eben.

2. Das innere Selbstgespräch kontrollieren.

Wähle Dir für diese Übung einen Ort und Zeit aus an dem Du völlig ungestört bist (kann schwierig sein mit Familie ;-) )

Beginne langsam und übe Anfangs nur kurz. Diese Übung kann sehr gut mit der vorigen kombiniert werden.

Atme tief wie vorher beschrieben und entspanne Dich. Halte die Augen geschlossen und beginne Deine Gedanken zu beobachten. Sieh einfach zu was vor deinem inneren Auge vorbeizieht. Halt nichts fest, geh in nichts rein, denke keinen Gedanken weiter, einfach nur zusehen und vorbeiziehen lassen. Mach das zu Anfang etwa fünf Minuten. Stell Dir am Besten einen Wecker, denn du verlierst das Zeitgefühl. Falls Du Dich dabei erwischt, wie Du einem Gedankengang nachhängst, Dich an einem Gedanken festhältst, über etwas bestimmtes Nachdenkst, dann hör einfach auf damit, tritt innerlich einen Schritt zurück und guck weiter passiv zu. Am Anfang werden die Gedanken nur so auf Dich einstürmen, mit zunehmender Übung wird es ruhiger.

Wenn das ganz gut geht dann dehne die Übung um jeweils eine Mintue täglich aus. So lange wie es gut geht. Wenn es wieder schwerer fällt dann bleib auf dem Level. Auf die Atmung musst Du hierbei nicht achten. Der oben beschriebene Rhythmus dient nur zum Einstieg. Versuche einfach ruhige Bauchatmung beizubehalten.

Falls Du dabei einschläfst dann übe im Sitzen.

Wenn du dieses Beobachten etwa 15 Minuten gut kannst dann ist es Zeit für den nächsten Schritt:

Nimm dir am Vortag ein Thema vor über das Du während der Übung nachdenkst. Halte diesen Gedanken, denke darüber nach, visualisiere Bilder zu diesem Thema und lass nichts anderes zu. Nimm etwas Schönes, Positives. Wenn Du abschweiftst und es merkst, nicht ärgern, einfach wieder zurückkehren, das ist Anfangs normal. Mach es auch hier wie beim ersten Schritt: kurz anfangen und immer ein bisschen mehr, solange es gut geht. Übe das bis es ca 20 Minuten mühelos geht.

Der nächste Schritt:

Versuche bei Deiner Übung an nichts zu denken. Einfach blank Mind... Entspanne und schwebe durch das Nichts. Spüre wie der Körper auf der Unterlage liegt, geh ganz ins Fühlen. Nur nicht darüber nachdenken. Das geht auch sehr gut beim Spazieren gehen. Fühle Deinen Körper, den Boden unter den Füssen, lasse den Blick über den Horizont schweifen. Bleib im Körpergefühl, nicht bewerten oder darüber nachdenken. Das ist der schwierigste Teil.

Das ist sicher nicht einfach aber Meisterschaft braucht Übung. Manche brauchen dazu einige Monate, Andere Jahre, aber helfen wird es immer, egal wie weit Du bist, es verbessert sich stetig. Regelmässigkeit ist wichtig. Geh erst zum nächsten Schritt wenn Du den vorherigen gut beherrscht. Hetzen bring hier nichts.

Gewöhne Dir an diese Entspannung in Dein Schiesstraining mit einzubauen. Sei ganz im Hier und Jetzt...

Hast Du beide Übungen gemeistert, bist Du nicht nur körperlich sondern auch mental volkommen entspannt. Du wirst den Focus auf den Moment halten können, Du und das Ziel sind Eins, die Visierung richtet sich automatisch ins Zen-trum :-) und die Schussabgabe findet automatisch und ohne Dein bewusstes Zutun im richtigen Moment statt.

Auch ich bin darin noch kein Meister aber ich arbeite daran, immer wieder ein bisschen...

Falls Du Fragen hast, PN an mich.

Viel Spass beim Üben und viele 10er Treffer,

Zeno

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Guest Sczelec

Systematisches mentales Training hat mir geholfen, dort weiterzukommen, wo die Praezision der Waffe, der Munition und die eigene Schiesstechnik Grenzen gesetzt haben. Dabei habe ich das Zen-Training reaktiviert, mit dem ich waehrend eines mehrjaehrigen Aufenthaltes in Asien in Beruehrung gekommen bin. Einstieg war das Buechlein "Zen und die Kunst des Bogenschiessens" von Eugen Herriegel, einem Philosopieprofessor, der sich als Austauschdozent in Tokio in den 30er Jahren mehrere Jahre ausgiebig mit der Materie befasst hat. Seine Erkenntnisse sind ueberaus wichtig fuer die innere Einstellung beim Schiessen. Diese Schrift fuehrte mich zur Atemtechnik und zu dem Standardwerk von Ilse Middendorf, "Der erfahrbare Atem". Hier war es vor allem die Atemtechnik, vor allem des Ausatmens, die mich weitergebracht hat. Ich wende sie von Schuss zu Schuss an, was auch die Zeit ueberbruecken hilft, waehrend der der Lauf abkuehlen kann. Autogenes Training hilft auch weiter; ich habe mich schon manchmal dazu auf dem Parkplatz ins Auto gesetzt und mich von einem Schuetzenkollegen abholen lassen, wenn ich an der Reihe war. Aber insgesamt ist es fuer den Wettkampf etwas zu umstaendlich. Schliesslich gibt es ein amerikanisches Forum www.brianenos.com, das sich in vielfaeltiger Weise mit der Thematik beschaeftigt. Den groessten Gewinn habe ich jedoch aus den Atemuebungen gezogen. Aber hier muss man vorsichtig sein. Ich habe es mehrfach beim Motorradfahren probiert, als Konzentrationsuebung. Aber dann verfaellt man allzu leicht in den Flow, faehrt viel zu schnell und dann wird es gefaehrlich.

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Ich mach das ganz ander:

Erst mal einen halben Liter Wasser -ohne Kohlensäure- gemütlich einflösen. Dann nach genügend Smalltalk langsam rausschlendern und den Stand herrichten. Scheibenträger einspannen, Stativ und Fernglas aufbauen, Taschen entleeren, Ring, Telefon und Geldbeutel in den Koffer. Dann ans Werkzeug: Munition herrichten, Waffe auspacken und Lauf entölen.

Dann den körperlichen Stand auf die Scheibe ausrichten und wenn das passt und die Aufsicht sagt "Feuer frei" gibts für mich kein halten mehr...

Munition zuführen zielen und die ersten 45 Schuss gehen raus. Meist hab ich dann einenn Schnitt von 130-140 von 150 möglichen. Und dann wenn ich denke jetzt kann es richtig losgehen oder wenn ich wirklich mal was riskieren möchte fahr ich die Scheibe dann auch mal raus auf 25m.... ;)

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Guest Nightingale
Natürlich ist der beste Weg zur besseren Schießleistung das Üben, Üben, Üben, aber was kann man noch machen?

Keinen Unterschied zwischen Training und Wettkampf. Benutze für Dein Training das gleiche Equipment und die gleiche Munition wie für den Wettkampf. Trainiere immer unter Wettkampfbedingungen, benutze einen Counter und schöpfe die Zeit aus, nur so entwickelt sich eine innere Uhr, die Dir Stabilität verleiht. Die meisten Schützen schießen im Wettkampf zu schnell, dadurch verlieren sie ihren Rhytmus und wertvolle Ringe.

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