Mir ist schon klar, was Du meinst.
Hinter meiner Aussage steht Fragestellung, warum man Leuten, die offensichtlich zum überwiegenden Großteil kein Interesse an militärischer Weiterbildung und Reservedienst haben, dann privat auf einmal Waffen mit der Begründung zugestehen sollte, dass sie diese für militärische Weiterbildung und einen eventuellen Reservedienst benötigen würden...
Das mag sicherlich immer mal wieder vorkommen. Aber zwischen "fähig" nach eigener Einschätzung und benötigt nach Sicht der Bundeswehr gibt es gelegentlich auch mal Differenzen. Ansonsten ist mir niemand bekannt, bei dem es nicht am Ende geklappt hat, wenn er denn wirklich wollte und tatsächlich geeignet war. Sogar bei ein paar Ungeeigneten hat das geklappt.
Wenn ich an meine Zeit im Reservistenverband und der unbeorderten Reserveaktivitäten zurückdenke, kommt mir überwiegend irgendwas zwischen Kopfschütteln, Schauern und kaltem Grausen in den Sinn. Die, bei denen diese Reaktion nicht ausgelöst wurde, haben über kurz oder lang alle einen Platz in der beorderten Reserve gefunden.
Für längere Zeit auch nur bei den Dienstgraden bis es zu viele Häuptlinge (die dann im Ernstfall sowieso kaum etwas mit Handwaffen zu tun haben), aber kaum Indianer gab.
Das mag sich über die Zeit geändert haben, aber die haben auch Zeit und Gelegenheit, sich an den dienstlichen Handwaffen fit zu halten. Und das mittlerweile sogar unter halbwegs qualifizierter Aufsicht und mit halbwegs brauchbaren Ausbildungsinhalten statt alleine auf dem Sportschützenschießstand.