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IGNORED

Chassepot


WaA1974
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Hallo

Habe eine rechtliche Frage . Mir wurde ein Zündnadelgewehr der Marke Chassepot angeboten . Diese Waffe ist ja erstmal frei ab dem 18. Lebensjahr . Nun wurde bei dieser Waffe ein Gras Lauf verbaut . Laut Aussage des Vorbesitzers wurde nun dieser Graslauf bzw. das Patronenlager wieder soweit ausgedreht das man keine Patronen mehr verladen kann . In der Waffe selbst befindet sich auch der originale Verschluss auf Zündnadelbasis . Es wurde wohl damals solche aptierten Waffen wieder zurückgebaut auf Zündnadel um diese frei zu verkaufen .

Nun meine Frage , bevor ich mir nun ein Ei ins Nest lege , wie sieht diese Sache nun rechtlich aus?

Das Chassepot besitzt nun einen Graslauf ohne einem Patronenlager . Eine Patrone zu laden ist unmöglich zudem auch das Zündnadelschloss verbaut ist und auch witzigerweise nummerngleich ist .

Waa :confused:

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Die ersten Gras-Gewehre waren aptierte Chassepots.

Vielleicht ist sogar solch ein Lauf verwendet worden?

Scheint ja so, als ob damit definitiv keine Metallpatronen verschossen werden können?

Ein Gras Lauf wurde verbaut , der auch nummerngleich zum Rest ist , ich habe mir sagen lassen das damals Frankonia oder eine ähnliche Firma die Teile hat zurückgebaut auf Zündndadel , verstehe dann aber nicht das ein nummerngleiches Zündnadelschloss dabei ist und nicht das für die Metallpatronen .

Fragen über Fragen .

Waa

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Ein Gras Lauf wurde verbaut , ...

Wie schon gesagt, entstanden die ersten Gras-Gewehre aus Chassepots und hatten logischerweise Chassepot-Läufe (M 1866/74).

Ob es sich um einen solchen Lauf handelt, kann man nur durch Messen des Kalibers herausfinden.

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ist es der aus egun? da wurden ja auch die Hülse geändert, bzw. die Ausnehmung für den Auszieher eingeschnitten....

wie das rechlich zu bewerten ist? gute Frage, wie ist es, wenn man bei einem Lauf das Patronenlager ausdreht? (erst gemeinte Frage)

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Vorsicht! Möglicherweise ist hier der "LEP-Paragraph" anwendbar:

Ist eine erlaubnispflichtige Feuerwaffe in eine Waffe umgearbeitet worden, deren Erwerb und Besitz unter erleichterten und wegfallenden Erlaubnisvoraussetzungen möglich wäre, so richtet sich die Erlaubnispflicht nach derjenigen für die ursprüngliche Waffe. Dies gilt nicht für veränderte Langwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 1.5 (Salutwaffen).
Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 1 Satz 3 WaffG
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Vorsicht! Möglicherweise ...

Möglicherweise könnte man aber auch argumentieren "Was damals Recht war, kann heute kein Unrecht sein!" und annehmen, wenn der Umbau/Rückbau damals zu einer erlaubnisfreien Waffe führte, sei dies heute auch eine erlaubnisfreie Waffe.

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ist es der aus egun? da wurden ja auch die Hülse geändert, bzw. die Ausnehmung für den Auszieher eingeschnitten....

wie das rechlich zu bewerten ist? gute Frage, wie ist es, wenn man bei einem Lauf das Patronenlager ausdreht? (erst gemeinte Frage)

Hallo

Ne der ist nicht von Egun . Also das Patronenlager ist ausgedreht , augenscheinlich weil sonst der Zündnadelverschluss nicht schliessen würde . Habe in meiner Sammlung eine Gras Patrone , habe versucht diese in das ausgedrehte Patronenlager zu führen um zu prüfen wie weit diese reingehen würde , die Patrone schaut dann bis zur Systemhülse raus , d.h. mann könnte die Waffe mit überhaupt keinem Verschluss verriegeln , geschweige denn mit dem verbautem Zündnadelverschluss .

Waa :traurig_16:

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nun, was für eine baujahr hat denn der Lauf? steht rechts am Laufansatz...

Habe den Verkäufer gerade angerufen , da steht 1872 , das spricht dann ja für einen Graslauf , aber wie gesagt , Patronenlager ist ausgedreht und es passt keine Metallpatrone Grass oder sonstige rein .

Waa

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nun, das Gras wurde ja erst 1874 eingeführt, also kann Dein Chassepot keinen Gras-Lauf haben...

es spricht also nahezu alles dafür, dass Du einen originales Chassepot hast....

der Chassepot und der Gras Lauf unterscheiden sich ja auch nur im Patronenlager und dem Baujahr...

Grüße

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Mensch danke bis hierher , auf dem Schaft stehen Stempellungen Oktobre 1874 und auf der anderen Seite Septemmbre 1880 , beide Stempellungen in einem Kreis kann das was mit dem Lauf zu tun haben ?

Waa

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... auf dem Schaft stehen Stempellungen Oktobre 1874 und auf der anderen Seite Septemmbre 1880 , beide Stempellungen in einem Kreis kann das was mit dem Lauf zu tun haben ?

Waa

Is halt n' Schaft von nem Gras-Gewehr.

Unschädlich, wenn's auch für den normalen Sammler eher nicht so interessant ist.

Alles deutet daraufhin, daß der Verkäufer Unsinn erzählt hat.

Kann ja sein, daß Frankonia da rumgebaut hat (es gab auch in den 70er/80ern Umbausätze für Metalladehülsen, vielleicht hat er das gemeint).

Vielleicht haben die im vorliegenden Fall einem zum Gras-Gewehr aptierten Chassepot wieder einen Chassepot-Lauf verpaßt. Was aber egal ist.

Die Gras-Patrone braucht ein größeres Patronenlager als die Papierpatrone.

Deshalb kann man schlecht durch Materialwegnehmen, das Patronenlager verkleinern, wenn es mal ein Gras-Patronenlager ist ... :ridiculous:

Edited by heletz
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Schaft nummerngleich zum Rest?

rechts normalerweise Datum der Her- bzw. Indienststellung, also Oktober 1874 links Datum einer Änderung/Aptierung..

ich würde die Stempel so deuten:

das Gewehr (zu dem der Schaft mal gehörte) wurde im Oktober 1874 als Zündnadelgewehr in Dienst gestellt und dann im September 1880 auf das System Gras geändert...

So gesehen würde ich sagen, dass Schaft & Rest mal zusammengestellt wurde...

Grüße

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Die Gras-Patrone braucht ein größeres Patronenlager als die Papierpatrone.

Deshalb kann man schlecht durch Materialwegnehmen, das Patronenlager verkleinern, wenn es mal ein Gras-Patronenlager ist ... :ridiculous:

würde eher sagen andersrum... das Chassepotpatronenlager wurde ausgebüchst und dann das Gras Patronenlager eingeschnitten... weil eben das Chassepotlager in gewissen bereichen weiter ist als das vom Gars.Gewehr. Daher haben die 1866/74iger auch einen elendig langen Übegangskegel...

sieht man hier, oberes Drittel der Seite: http://armesfrancaises.free.fr/fusil%20d%2...Mle%201874.html

Edited by PeterS
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würde eher sagen andersrum... das Chassepotpatronenlager wurde ausgebüchst und dann das Gras Patronenlager eingeschnitten... weil eben das Chassepotlager in gewissen bereichen weiter ist als das vom Gars.Gewehr. Daher haben die 1866/74iger auch einen elendig langen Übegangskegel...

sieht man hier, oberes Drittel der Seite: http://armesfrancaises.free.fr/fusil%20d%2...Mle%201874.html

Ja , aber es passt keine Graspatrone oder ähnliche rein . Der Patronenboden ragt bis zur Systemhülse raus , mann könnte also nie verriegeln , egal mit was für einem Verschluss .

Waa

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Dann müßte aber die Graspatrone reinpassen.

Und das tut sie nicht.

nicht unbedingt, muss nur im Schulterbereich anliegen, da heist dann noch nicht, dass zwischen Hülse & Lager noch seitlich Luft sein kann...

warum wurden denn sonst die Läufe bei den Abänderung nach Gras und/oder Mauser immer ausgebüchst? dann hätte ja Nachschneiden gereicht???

Edited by PeterS
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Haste mal ne Hülse M71 so gekürzt, daß sie ins Chassepotlager paßt?

Ich fahre morgen zu dem Verkäufer und mache ein Bild von der Waffe mit einer eingeführten Patrone , dann sehen wir weiter .

Waa

Haste mal ne Hülse M71 so gekürzt, daß sie ins Chassepotlager paßt?
Ich fahre morgen zu dem Verkäufer und mache ein Bild von der Waffe mit einer eingeführten Patrone , dann sehen wir weiter .

Waa

post-25323-1349035698_thumb.jpg

post-25323-1349035745_thumb.jpg

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Jupp, tu das.

Mach' am besten auch einen Nachbau einer Chassepotpatrone mit einem Geschoß 11,60 mm.

Versuch auch, den Lauf auszumessen oder sogar einen Abguß vom Patronenlager zu machen (Cerrosafe).

Du wirst sehen: Die Chassepotpatrone geht rein, die Gras-Patrone steht meilenweit raus.

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