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Antwortschreiben von Kristina Köhler, MdB, CDU Wiesbaden


Germanic

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Sehr geehrter Herr XXX,

Ihre Anfrage zu meiner Position in Bezug auf das Waffenrecht beantworte ich Ihnen gerne:

Meiner Meinung nach haben wir in Deutschland eine ausreichende gesetzliche Basis, die den Schusswaffenbesitz und -gebrauch regelt. Nach dem Amoklauf in Erfurt 2002 wurde das Waffenrecht vom Bundestag reformiert. Dies ist Ihnen sicherlich bekannt. So können beispielsweise nach der aktuellen Gesetzeslage Menschen unter 25 Jahren nur noch Waffen erwerben, wenn sie einen entsprechenden Eignungstest vorweisen können. Zudem dürfen Sportschützen erst ab 21 Jahren großkalibrige Gewehre und Pistolen besitzen.In Winnenden hätte der Amokschütze nie legal eine Waffe erwerben können. Letztlich konnte es wohl nur zu dem Amoklauf kommen, weil der Vater vom Tim K. die Vorschriften zur Waffenaufbewahrung verletzt haben soll.

Daher sehe ich persönlich zurzeit keine Veranlassung, das Waffenrecht weiter zu verschärfen. Entsprechende Vorschläge, z. B. eine Verpflichtung zu schaffen, Waffen nur noch im Vereinsheim aufzubewahren, halte ich für nicht zielführend. Ganz im Gegenteil, es entstünden sogar weitere Probleme. Nicht jedes Schützenheim ist ein Fort Knox, eine derartige Waffensammlung in einen Haus sollte man schon aus Gründen der Terrorismuspräventation verhindern.

Meiner Meinung nach haben wir kein Problem mit der aktuellen Gesetzeslage, sondern mit der Durchsetzung der vorhandenen Vorschriften.

In diesem Zusammenhang finde ich Überlegungen interessant und möglicherweise zukunftsweisend, die von der Gewerkschaft der Polizei

(GdP) nach der Tat in Winnenden geäußert wurden. Die GdP hat sich für den Einsatz moderner Blockiersysteme für Waffen und Waffenschränke

ausgesprochen. Nach Aussagen der GdP ist es schon heute möglich, Waffen elektronisch zu sperren oder mechanisch zu blockieren. Es wurde auch die Variante ins Gespräch gebracht, dass sich Waffen nur noch durch eigenen Fingerabdruck freischalten ließen. Eine solche Sicherung, die nur dem

Eigentümer das Auslösen seiner Waffe erlauben würde, kann ich mir als sinnvoll vorstellen. Mit solchen technisch ausgereiften Voraussetzungen

könnte in der Zukunft die Gefahr des Waffenmissbrauchs sehr stark eingedämmt werden. Über diese Option sollte man nachdenken.

Ich hoffe, dass ich Ihnen meinen Standpunkt darlegen konnte und dies Ihnen Ihre Wahlentscheidung erleichtert. Über Ihre Unterstützung würde ich mich natürlich freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Kristina Köhler, MdB

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Leute regt euch nicht auf! Schreibt euren Abgeordneten und sagt Ihnen eure Meinung. Wir sind Wähler. Wenn sie nicht auf uns hören, dann auf niemanden.

... und noch ein paar Fakten dazu! :icon14:

ps: auch wenn Ihr sie oder ihre Partei nicht gewählt habt, sind sie Eure Abgeordnete. :AZZANGEL:

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