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reduzierte 100m Scheiben für 50m


hotch

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Mit diesem Programm ist es möglich, verschiedene Targets beliebig zu skalieren und auszudrucken, d.h. du gibst die gewünschte und die tatsächliche Entfernung zur Scheibe ein und das Programm berechnet die Grösse.

http://www.mcw-tech.com/TargetExpress/Default.asp

Was es es doch heutzutage alles gibt :)

Früher hätte man das noch mit dem Strahlensatz selbst berechnet... war im Prinzip nix anderes als Dreisatz auf Geometrie angewandt.

Ach ja, meine Oma konnte sogar noch im Kopf ohne weitere Hilfsmittel Grundrechenarten durchführen... :s82:

Gute alte Zeit , die Pre-PISA-Aera :rotfl2:

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Nein.

Erstens: Die Waffenstreuung ist nicht linear abhängig von der Entfernung

Zweitens: Der Windeinfluss ist anders

Drittens: Das Verhältnis augen/Visierlinie zur Zielentfernung ist anders

Viertens: Die Visierparallaxe ist anders.

Aber wenn man nichts anderes zur Verfügung hat, muss man eben mit dem auskommen, was da ist.

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Als Näherung reicht es aus einfach eine 50mm KK Scheibe herzunehmen. Die Ringgrößen und die Ringzahlen sind halt anders aber von der Größe der Scheibe kommt es etwa hin. Bei uns hat man am Schießplatz Süssenbrunn den 100m Stand vor ein paar Jahren dicht gemacht und seitdem gibts dort nur mehr 50m GK. Ich bin daher zusätzlich noch einem anderen Verein beigetreten um dort auch weiterhin auf 100m schießen zu können. Wenn ich aber mal dort nicht hinkam und schnell mal was neues einschießen wollte so hat das auch auf 50m immer geklappt. Einfach auf 50m mit ca. 5cm Hochschuß einschießen und auf 100m hats dann auf die große Scheibe mit 10cm Hochschuß wunderbar gepasst. Die Herausforderung aber ständig auf 50m auf die verkleinerte Scheibe zu schießen ist für mich aber nicht nachvollziehbar. Ich empfinde es eigentlich als Munitionsverschwendung mit dem GK Gewehr auf dermaßen kurze Distanz zu schießen. 100m ist für mich eigentlich so die Untergrenze ab der es mir Spass macht.

Sicher kann man sagen daß man ja auf kleinere Ziele schießt und diese gemäß Strahlensatz ja eh den großen entsprechen, aber irgendwie ist es eben nicht so. Es fehlt einfach was. Der Einfluß von Wind und Lichtverhältnissen z.B. fehlt nämlich auf so kurze Distanzen fasst völlig.

Meiner Meinung nach bräuchten wir hier viel mehr 300m Stände!! So wie in der Schweiz wo fast in jedem kleinen Dorf ein 300m Schießplatz ist, das wäre toll!! :)

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Guest Nightingale

Übertragen auf die Scheiben heißt das: Wenn man auf 50 Meter die Zehn 5 cm groß macht, dann muß sie auf 100 Meter nicht 10 cm haben, sondern 10,5 oder 11, damit der Eindruck für das Auge gleich bleibt.

Jawoll! Die Sportordnung schreibt aber maßstblich verkleinerte Scheiben vor, also rauf auf den Kopierer mit dem Teil und auf 50% gedrückt.

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Jawoll! Die Sportordnung schreibt aber maßstblich verkleinerte Scheiben vor, also rauf auf den Kopierer mit dem Teil und auf 50% gedrückt.

Das ist ja zu einfach, du verstehst den Sinn dieses Threads nicht :rotfl2:

... Einfach auf 50m mit ca. 5cm Hochschuß einschießen und auf 100m hats dann auf die große Scheibe mit 10cm Hochschuß wunderbar gepasst.

Neeeeeiiiinnnn... vieeeel zu einfach, gibt es da nicht eine komplexere Lösung ? :rotfl2:

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  • 2 weeks later...

Eigentlich ist es Quatsch, aber leider wird es fast überall so gehandhabt, und da die Verbände den Qautsch mitmachen, wird man wohl damit leben müssen (das merkst Du an den hier vorgebrachten Argumenten wie "Rechnen" und "Strahlensatz" bzw. "Computer").

Man kann etwas streng maßstäblich verkleinern und liegt dann doch daneben.

Das hat mit den Sehgewohnheiten des Auges zu tun, und um das Auge des Schützen geht es ja letztendlich.

Das kannst du am besten erkennen bei den Modellbauern: wenn man eine Lokomotive z.B. im Maßstab 1:73 (H0) verkleinert, dann sähe sie schief aus, wenn man das streng durchhielte. Deshalb machen begabte Modellbauer bestimmte Teile etwas größer als es die pure Rechnerei hergäbe, dann sieht es auch für das menschliche Auge korrekt aus.

Übertragen auf die Scheiben heißt das: Wenn man auf 50 Meter die Zehn 5 cm groß macht, dann muß sie auf 100 Meter nicht 10 cm haben, sondern 10,5 oder 11, damit der Eindruck für das Auge gleich bleibt. Beim verkleinern ist es ähnlich (und so gesehen wird sie Scheibe für das Auge ja auf 100 Meter kleiner als auf 50 Meter).

Aber weil alle immer nur mit ihrem statischen Strahelnsatz kommen, wird sich daran nie etwas ändern...

Heinrich

So eng darf man das auch nicht sehen. wir haben früher bei der BW mit dem MG3 auf 25 m auf verkleinerte Scheiben geschossen, die 400 m in realer Entfernung entsprachen. die Visiereinstellung 400 m hat dabei auch gepasst. Das war vielleicht auch nicht 100% realistisch, hat aber trotzdem Spaß gemacht.

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Einfach mal ein paar Gedanken bzw Anregungen von mir da ich häufiger mit der 300 m Waffe auf 100 m trainieren muss und trotzdem einen halbwegs realistisches Training durchführen möchte::

Auf 300 m müssen (bei perfekter Visiereinstellung) die Schusslochmitten zweier Schüsse 107,85 mm (Ringdurchmesser plus Geschossdurchmesser .308 Win als Beispiel) auseinander liegen um auf der ISSF 300 m Scheibe noch gerade 2 angerissene 10er zu produzieren. Ohne sonstige Einflüsse wie Wind usw. liegen die zwei Schusslochmitten nach 100 m Flug der beiden Geschosse 1/3 davon auseinander sind ca. 36 mm. Einmal Kaliberdurchmesser abziehen ergibt etwa 28 mm Rinddurchmesser für die gleichen 2 angerissenen 10er. Obwohl sich die Enrfernung nur gedrittelt hat, muss sich das Ziel etwa vierteln um vergleichbare Verhältnisse zu haben.

Was anderes ist die Spiegelgrösse (das Schwarze) z. Bsp. für die Dioptervisierung, die muss tatsächlich linear skaliert werden um bei beiden Entfernungen das gleiche Zielbild zu haben.

Deckt sich auch gut mit der praktischen Erfahrung, dass auf 100 m (die BDMP-Scheibe Nr. 1 hat 33 mm Ringdurchmesser der 10) alle Schützen durchweg deutlich höhere Ringzahlen schiessen als auf 300 m.

Daraus kann man sich in o.g. Beispiel für 100 m für's Training die Hilfsvorstellung ableiten, nur was vollständig innen in der 10 auf der 100 m Scheibe BDMP Nr. 1 landet wäre auf 300 m noch eine angerissene 10 geworden.

Ein weiterer noch unberücksichtigter Einfluss für die Herabskalierung der Scheiben ist noch die Unmöglichkeit, den Diopter exakt auf den mittleren Treffpunkt einzustellen. Man muss als Ausgangsmaximalabstand nicht den maximalen Ringdurchmesser (in o.g. Bsp. die 100 mm auf 300 m) nehmen sondern die Sehnenlänge die sich bei 1/2 Klick der Visierverstellung ergibt. Aber das durchzurechnen ist etwas aufwändiger.

Übertragen auf 100 m reduziert für 50 m ergibt sich folgendes:

100 m Scheibe ISSF Gewehr/Pistole mit 50 mm Ringdurchmesser der 10, Schusslochmittenabstand 57,85 mm für 2 10er. ergibt 28,9 mm Schusslochmittenabstand auf 50 m und Kaliberdurchmesser abziehen verbleiben 21 mm Ringdurchmesser für 2 angerissene 10er (der Unterschied zwischen der linearen Skalierung und der eben dargestellten ist hier nicht so gross wie bei 300 m /100 m aber immer noch deutlich)..

Daraus kann man sich in o.g. Beispiel für 50 m für's Training der 100 m Disziplin die Hilfsvorstellung ableiten, nur was vollständig innen in der 9 auf der 50 m KK-Scheibe (Durchmesser 26,6 mm, Spiegeldurchmesser 1/2 der Grösse von 100 m) landet wäre auf 100 m noch eine angerissene 10 geworden.

Für andere Kaliber und andere Scheiben ergeben sich geringfügig andere Werte, die man sich aber problemlos ausrechnen kann und sich dann entsprechende eigene Trainingsscheiben bauen kann. Als Krücke für's Training reichts dann allemal.

Gut Schuss

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